Gabi und Sascha
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[KOHLWEIßLING RAUPE ALS ~1:1 AUF MICRO FOUR THIRDS SENSOR
~1:1 auf Micro Four Thirds Sensor. Stack aus 19 Aufnahmen mit Helicon Focus 4.2.8.
 

Jojo und ich haben unsere erste Lego-Kugelbahn gebaut.

Dieser Inhalt wurde aus einer weiteren Quelle zusammengefügt. Mehr...

Vor ein paar Wochen war ich mit Jürgen auf Fototour. Wir haben beide ein Micro Four Thirds (MFT) Kamera System, aber ein unterschiedliches Objektivsetup. Was lag also nähr, als bei der Tour die Objektive wild zu tauschen. Am meisten Spass hatte ich mit dem 9mm Fisheye Objektiv. Das Objektiv ist eine sogenannte Body Cap Linse. Das heisst, sie ist kaum dicker als eine Standardverschluss für das Bajonett, wenn keine Linse angeflanscht ist.

Das 9mm hat einen Bildwinkel von knapp 140°. Der Bildwinkel in Kombination mit der Dicke führte gleich zum ersten Lerneffekt: Finger nicht um den Griffwulst der E-M1 legen. Sie sind sonst unweigerlich auf dem Bild. Zweiter Lerneffekt: Wenn du Straßenfotografie machen willst musst du noch dichter ans Objekt heran. Das führte bei mir am Anfang dann zu einigen unfreiwilligen und komischen Kollisionen.

[EIN MANN UND EINE FRAU STEHEN AUF EINER VERKEHRSINSEL VOR EINER VORBEIFAHRENDEN STRAßENBAHN UND UNTERHALTEN SICH.]
Mann und Frau vor Tram

Für Straßenbilder muss der ISO Wert der Kamera recht hoch gezogen werden. Auf der Tour hatte es immer wieder geregnet und somit gab es keinen hellen Sonnenschein. Damit die Bilder nicht zu stark verwackeln und in Bewegungsunschärfe absaufen, hatte ich den ISO Bereich zwischen 200 und 1600 eingestellt. Trotzdem war der Ausschuss durch technisch misslungene Aufnahmen enorm und lag bei über 95%.

Straßenbilder mit dem 9mm sind flach. Sie zeigen kaum Tiefe. Dadurch wirken sie im Ausdruck arm und langweilig. Dies erhöht den Ausschuss noch einmal deutlich. So blieb am Ende dann keine handvoll Bilder übrig, die gezeigt werden können. Der Ausschuss war bei über 99%.

Das lag natürlich auch an meiner Unerfahrenheit mit der Linse im Speziellen und Fisheye Objektiven im Besonderen. Umdenken im Kopf ist Pflicht. Mit meinen drei Standardlinsen weiss ich immer wie ich zu stehen habe und was ich machen muss.

[Framing is very radical and you must get very close to get something on the image. The distance of the image is about 40cm to the face of the woman. In the background you see the building of the Old Museum and on the bottom you see the yellow laces of my shoes.]
Woman with Video Camera

Die Linse ist technisch nicht perfekt. Sie ist nicht einmal gut. Das ist bei einem Preis von knapp 80€ auch nicht zu erwarten. Der Fokus kann zwischen unendlich und 20cm in drei Schritten eingestellt werden. Dabei wird der mittlere Schritt nicht beschrieben. Er ist irgendwas. Die aufgenommen Bilder sind nicht sonderlich scharf. Chromatische Aberration ist deutlich zu sehen. Ich bin kein Pixelpeeper, aber selbst mir fällt es auf.

Trotzdem hat das Objektiv Spass gemacht, die zwei Stunden waren toll. Das Objektiv öffnet für wenig Geld den Horizont. Ob ich sie mir jemals anschaffen werde kann ich trotzdem nicht schreiben. Dazu ist der Einsatzbereich zu eingeschränkt.

[AUFFAHRT ZU EINER PARKGARAGE. SIEHT AUS WIE DIE STARTRAMPE IN EINEM SCIENCE-FICTION RAUMSCHIFF]
Parkgarageneinfahrt
 

10€ sollen sogenannte radikale Islamisten für einen Ausweis bezahlen müssen. Für 6 Monate. Weil ihr eigentlicher Ausweis eingezogen werden kann. Und weil in Deutschland Ausweispflicht herscht muss also Ersatz her. Zweimal kann der Ausweis für jeweils 6 Monate und 6€ verlängert werden. Danach muss ein neuer Ausweis her.

Zum Vergleich: ein Personalausweis mit biometrischen Bild und Chip kostet für 10 Jahre 28,80€.

In Deutschland musst du also für deine eigene Diskriminierung bezahlen. Damit führt Innenminister de Maizière eine bewährte deutsche Tradition weiter: auch der gelbe Judenstern musste von seinen Trägern bezahlt werden. Und auf einer Empfangsbestätigung bescheinigen: "Ich verpflichte mich, das Kennzeichen sorgfältig und pfleglich zu behandeln..."

Und machen wir uns nichts vor. Ist eine Infrastruktur dieser Art einmal eingeführt, wird sie auch für andere Personen und politische Gruppen genutzt. Gegen Hooligans vor grossen Sportereignissen oder einfach auf Dauer. Linke Antifas kommen dran – Weltwirtschaftsgipfel müssen halt geschützt werden. Und irgendwann dann auch andere Gruppen: Tierschützer, Gentechnikgegner, Occupy Demonstranten usw. Es findet sich immer eine Begründung und sei sie noch so absurd. Zur Not wird den Gruppen einfach ein radikal angeheftet.

[EIN MANN SITZT VOR EINE GRUPPE AUFGERÜSTETER POLIZISTEN AUF DEM BODEN]
 
[EIN MANN DRÜCKT AUF DEN KNOPF EINER BEHELFSAMPEL. AUF DEM BILD SIND NUR DIE STRAßE IM HINTERGRUND, DER ARM DES MANNES UND DER KNOPF ZU SEHEN.]
 

Dieses kleine Blog gibt es jetzt also seit 10 Jahren. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange durchhalte. Zwar schreibe ich nicht mehr soviel wie in den Hochzeit, als ich bis zu 90 Einträge pro Monat rausgerotzt habe, aber ganz habe ich das Schreiben noch nicht eingestellt. Der Fokus hat sich verschoben, weniger technisches, mehr Fotografie. Die kurzen Einträge von 2-5 Zeilen gibt es nicht mehr, die sind zu Twitter abgewandert. Dabei gibt es eigentlich soviel zu schreiben, aber ich hasse Redundanz. Dabei ist gerade die nötig, wenn ich sehe was um mich herum passiert, Stichwort: Überwachung und Grundrechte.

Vor 10 Jahren habe ich auf Pebble als Blogsoftware gesetzt. Pebble ist in Java geschrieben und so konnte ich es erweitern. Dann hat Simon irgendwann das API geändert und ich hätte alle Plug-Ins anpassen müssen. Dazu hatte ich keine Lust und so wurde die Basis dieses Blogs seit September 2005 nicht mehr angepasst. Inzwischen habe ich die Sourcen meiner Änderungen verloren. An den Pebble Sourcen hat sich seit einem Jahr nichts mehr getan und selbst die Änderungen waren marginal. Und auch das Layout dieses Blog, das zu ändern ich mir jedes Jahr zum Jahrestag wieder und wieder vornehme, ist etwas in die Jahre gekommen.

Was sonst noch so passiert ist in den 10 Jahren? Ich schreibe jetzt keinen grossen Rückblick. Ihr könnt euch ja von hier hierher vorarbeiten. Es sind 2.400 Einträge durch die ihr durch müsst.

Have fun :-)

-isk

Freiheit!? Von welcher verdammten Freiheit sprechen die?

Ja, es ist 9. November. Mauerfall vor 25 Jahren. Schön. Und? Etwas weniger Unfreiheit haben wir. Aber frei? Frei sind wir nicht. Niemand von uns ist frei. Ich kann dieses ganze Freiheitsgesülze nicht mehr hören. Unser Staat will uns bis in die letzte Bewegung überwachen und die Masse wehrt sich nicht. Vorratsdatenspeicherung? Soll wieder eingeführt werden durch die Hintertür IT-Sicherheitsgesetz. Maut? Die als fälschungssicher eingeführten, maschinenlesbaren Nummernschilder sollen fotografiert und 13 Monate lang anlasslos aufbewahrt werden. Es geht also um Bewegungsprofile, Überwachung als herausragendes Architekturmerkmal.

Superfrei, so permanent verfolgt zu werden. Von den Guten? Am Arsch. Genau so lange wird das nicht benutzt, solange du spurst. Lass es zu Aufständen oder revolutionären Tendenzen kommen, schon werden all die schönen Daten gegen dich eingesetzt. Und das was du nicht freiwillig dem Staat lieferst, das holen sie sich von ihren Kumpels von der NSA. Reisefreiheit? Sei mal Islamist oder Hooligan oder was auch immer gerade opportun ist: deine Reisefreiheit wird schneller eingeschränkt als du No Fly List sagen kannst.

Und was macht dieses Volk, das Erfahrung mit totalitären Systemen hat? Es wählt eine grosse Koalition, die alles und jedes in diesem Land erstickt. Es nimmt seine erkämpfte Freiheit und wählt sie ab. Für was? Für Sicherheit. Freiheit wird für Sicherheit aufgegeben. Wie armselig.

Freiheit? Wir leben in einer Freiheitsillusion. Also hört auf mich mit Freiheitsgesülze voll zu texten.

[PANORMAAUFNAHME DES BERLINER HAUPTBAHNHOFS, EHEMALS LEHRTER BAHNHOF, MIT GRÜNER WIESE UND AUF DEN BAHNHOF ZULAUFENDEN LINIEN. SEITLICH DES BAHNHOFGEBÄUDES WEITERE GEBÄUDE.]
 

Ich war gestern im Martin-Gropius-Bau in Kreuzberg in der Walker Evans Ausstellung. Seit langem hatte ich mal wieder Zeit und Musse für so etwas. Knapp 2 Stunden habe ich mir die Bilder intensiv angeschaut. Ich habe viel gelernt, auch wenn ich nicht mit vielen Bildern nicht soviel anfangen konnte. So sind seine Bilder von Häusern, die in den 1930er Jahren entstanden zwar technisch toll, für mich aber nichts sagend. Sie haben - und das sollen sie wohl auch nur - ausschliesslich dokumentarischen Charakter.

Sehr spannend sind aber die Bilder, die er im Rahmen des der Auftragsarbeit für die Farm Security Administration während des New Deals gemacht hat. Hier sind zwar auch viele Häuserbilder entstanden, aber es beginnen Bilder mit Menschen. Ein paar dieser Bilder sind aus meiner Sicht wirklich genial. Ich würde sie in der Wohnung aufhängen. Allerdings sind es nicht unbedingt massenkompatible Bilder. Viele der Besucher sind achtlos an ihnen vorbei gegangen. Schade. Ebenso an einem Bild mit drei Männern in Arbeitsklamotten an einer Straßenkreuzung, die in die in die Luft schauen. Das Bild ist aus der Reihe Herrenmode; ich konnte mich kaum von dem Bild los reissen. Auch nicht von einem Bild auf einem Londoner Bahnhof. Bei der Fotografie hat Evans auf den Vordergrund fokussiert und die Menschen im Hintergrund sind in Unschärfe nur schemenhaft zu erkennen. Umrahmt werden sie dabei vom Dampf der Lokomotiven.

Was mich bei den Bildern aus vergangenen Tagen immer wieder fasziniert sind ihre Dimensionen. Sie sind klein. Abzüge von mehr als 25cm an der langen Kante sind eher selten. Und selbst 20cm ist eher die Ausnahme. Trotzdem sind sie sehr klar und detailreich. Leider konnte ich mir den Detailreichtum nur selten erschliessen, eine Brille wird dieses Jahr kommen müssen.

Wenn ihr also in Berlin seit, euch ein wenig für Bilder oder vergangene Zeiten interessiert und bis zum 9. November Zeit habt, schaut euch die Ausstellung an. Die investierten 7€ sind sehr gut angelegt.


Bild: Walker Evans - Roadside stand near Birmingham, Alabama; 1936; Public Domain

[EINE GRUPPE JUNGER MÄNNER MIT BÄRTEN, VERTEILT IM SCHWARZWEISS BILD VOR EINER ROLLLADENWAND MIT ANGLERFISCHEN UND DER AUFSCHRIFT: "SEARCH & DESTROY". EIN MANN HAT SEINEN KOPF IN EINER HAND VERGRABEN UND EIN WEITERER SCHEINT AUF IHN EIN ZU REDEN.]
 

Since I photograph active again I'm also active in some photo communities. Picasa, Flickr or Flickr, just to name a few.

Some time ago I had commented on a Flickr image that I find the picture well. The photographer had thanked and asked to write what in his image / images was not good.

Oops ... He had caught me. The request was new. And I just did not know how to deal with it. I have long subdued me for an answer. Then I decided to ignore the request. Why?

Do not comment on every picture

I can not to any image, in which I have something to complain write something. Then I would comment the whole day long. It feels like 99% of all images I see daily are scrap. What should I write to these pictures? As Otto Steinert, "This is shit?" "Why?" "Think about it. Tell me tomorrow." When I do so the number of followers I can count on one hand. On the other hand I would see less bad pictures.

[VERY DYNAMIK SUNSET OVER A SEA IN EAST GERMANY.]
Sunset, Gülper See

Common taste

Unfortunately, in online communities it's difficult to find out whether a picture is good or not. It can only be found out if it meets a certain, generally accepted taste.

To determine this the first thing is the number of views. All major vendors measure this and publish the numbers. The view requires the least interaction and engagement with an image. Next level of appreciation is liken or plussen or whatever the function is named. It is a bit more than the view, requires at least one extra click. Then comes the comment. It requires the most complex interaction (words on the keyboard typing, lifetime donate) and is has accordingly much value. Some communities offer additionally a sharing function. This is then the crowning, because in most cases I share, because I like the picture.

Using indicators to enter directly in the microstock photography

However, use all these indicators with caution. Looking on it leads to 99% boring images and goes directly into the microstock photography. Such images comes up preferred at 500px. They are shallow eye candy seen quickly, quickly forget pop of an image. Really exciting these images are only for the operators of 500px.

Luxury

I take pictures first and foremost for me. I'm in the luxury mode to not live off of photography. Therefore, I need not restrict myself, does not have to look on views, likes and comments. I can make the images that I like. And if they then also please others, then that's fine for me and my ego.


Berlin, Wedding

German version

Die Featured Motte hatte die Marke von 10 Millionen Views durchbrochen.
Genau: sie ist gerade bei 10.01.3587 Views. Sehr geil!

Innerhalb von nicht einmal einem Monat kamen knapp 1 Millionen Views dazu. Ich habe keine Ahnung wieso, weshalb oder warum. Das nächste Ziel sind jetzt natürlich 20 Millionen Views. Ob und wann das Bild das jemals erreichen wird kann ich euch nicht schreiben. Ich werde euch aber informieren, sollte es jemals passieren. Und danach werde ich dann grössenwahnsinnig. In Bezug auf die Motte :-)

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
Visualisierungen der Zugriffszahlen
[KURVE ÜBER DIE VIEWS VOM 2012-09-06 BIS 2014-07-31]
Views total vom 2012-09-06 bis 2014-07-31

Erklärung für die nicht allzu spitzen Kurvenausschläge: ich habe nicht jeden Tag gemessen.

[KURVE ÜBER DIE VIEWS PRO TAG VOM 2012-09-06 BIS 2014-07-31]
Views pro Tag vom 2012-09-06 bis 2014-07-31

Die Zugriffsstatistik als ODS oder CSV Dokument.

[EINE PERSON HÄLT SICH EINEN REGENSCHIRM VOR DAS GESICHT. NUR DIE HAND IST HELL ZU SEHEN. ANSONSTEN IST DAS SCHWARZWEISS BILD SEHR DÜSTER.]
 

Ich brauchte die Telefonnummer des Babysitters. In vergangener Zeit hätte Gabi mir die Nummer einfach diktiert. Da wir aber mobil vernetzt sind, hat sie mir die Nummer von ihrem iPhone aus auf mein Windows Phone geschickt. Und damit begann der Spass.

Das iPhone hat eine vCard als MMS verschickt. Fragt mich nicht wieso. Da ich in Zeiten von WhatsApp kein MMS eingerichtet hatte, bekam ich eine Nachricht, wie ich auf den Inhalt der MMS auf einem Telekom-Server zugreifen kann.

Um die MMS von dem Telekom-Server abzuholen benötige ich erst einmal einen Webzugang. Dann muss ich mich mit eigener Telefonnummer und einer PIN anmelden. Erst einmal die eigene Telefonnummer herausfinden… Dann habe ich mich angemeldet.

Die Weboberfläche zeigte mir einen Textblock an, an dessen Struktur eine vCard erkannt werden kann. Den kann ich als ZIP Datei herunter laden. Okay, das ist jetzt zuviel des Guten. Also neuen Kontakt im Handy aufgemacht und die Daten mit der Hand eingetragen. Zum Glück ist die vCard einigermassen selbsterklärend.

Dauer der Aktion: ca. 8 Minuten. Mit simplen diktieren hätte es vermutlich weniger als eine Minute gedauert.

Die Featured Motte hatte die Marke von 9 Millionen Views durchbrochen :-)
Genau: sie ist gerade bei 9.068.641 Views, nachdem die Zugriffszahlen im November 2013 eingebrochen sind.

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
 

Als ich das Licht für mich entdeckte, wurde meine Fotografie auf eine neue Ebene gehoben. Das liesst sich erst einmal trivial und platt. Ist doch Fotografie mit Licht malen. So einfach ist es leider nicht. Licht ist nicht gleich Licht. Lehrbücher können dir Blende, Zeit, ISO, hyperfokale Distanz und andere Dinge erklären. Sie können erklären das zur Blauen- und zu Goldenen Stunde schön weiches Licht da ist. Aber wie ich mit Licht Stimmungen erzeuge können sie nicht wirklich erklären. Das musste ich erfahren. Für mich selbst finden. Ich musste lernen mit dem Licht zu spielen und – ganz wichtig – mit dem Schatten.

Bei mir hat der Prozess der Erkenntnis knapp 2 Jahre gedauert. 2 Jahr bis ich die Muster erkannt habe. 2 Jahr, bis ich gelernt habe die Ergebnisse zu reproduzieren.

Gestern ist mir eine solche Reproduktion gelungen. So – und genau so – war das Bild geplant. Ok, die Biene und die Ameise waren das Produkt meiner Geduld. Ich musste fast eine Stunde warten bis ich bei dem starken Wind die Szene im Kasten hatte.

Jetzt gilt es das Gelernte zu verbessern. Ich freue mich.

[DREI BLAUE BLÜTENSTIELE IM GEGENLICHT. AUF DER LINKEN SEITE EINE BIENE AN DEN BLÜTEN]
Biene und Ameise / Bee and Ant
English version

Painting with light

When I discovered the light for me, my photography has been raised to a new level. The reads itself once trivial and shallow. But photography is painting with light. Unfortunately it is not so easy. Trainings and textbooks can tell you shutter speed, ISO, hyperfocal distance and other things. They can tell you that Blue- and Golden hour have beautiful soft light. But how do I create moods with light, they can not really explain. I had to learn. Find out for myself. I had to learn to play with the light and – most importantly – with the shadow.

For me, the process of learning has taken almost 2 years. 2 years until I recognized the patterns. 2 years, until I learned to reproduce the results.

Yesterday I did such a reproduction successful. So – exactly so – the picture was planned. Ok, the bee and the ant were the product of my patience. I had to wait almost an hour until the scene was in the box. It was very windy.

Now I've to improve my skills. I am pleased.

150 g Butter   ⎫
350 g Zucker   ⎬ schaumig rühren
  5   Eier (M) ⎭

1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Backpulver
1 Pck. Vanillepuddingpulver
4 EL Grieß
1 Kg Magerquark
Saft von 1 Zitrone

Alles miteinander verrühren, ab in die Form.
Bei 200℃ ca. 65 Min. backen.

Gutes Gelingen und guten Appetit.

Für den Städteurlaub im März hatte ich mir das Olympus 17mm f1.8 Objektiv angeschafft. Der Plan war mit dem Objektiv in den engen Straßen und Gassen Athens und Istanbuls auf Bildersuche zu gehen. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit dem Objektiv und der Brennweite einigermassen klar gekommen bin. Die kurze Brennweite erfordert es, dass viel dichter an das Objekt heran gegangen werden muss.

Mit dem Voigtländer Nokton habe ich schon ein Objektiv im unteren Brennweitenbereich. Dieses ist aber komplett manuell und eignet sich dadurch weniger für Straßenfotografie. Deswegen setze ich es weniger ein und hatte entsprechend wenig Training im unteren Brennweitenbereich.

[SCHWARZWEISS - EIN MANN STEHT INMITTEN EINER STRASSENKREUZUNG ZWISCHEN AUTOS UND SCHAUT NACH LINKS.]
Athen № 5 - Nahe zentralem Markt

17mm Brennweite entspricht an der Sensorgröße der E-M1 in etwa 35mm Kleinbildbrennweite. Die 35mm Brennweite gilt als klassische Reportagebrennweite und ist leicht weitwinklig.

Bisher bin ich viel mit dem Olympus 45mm f1.8 auf der Straße unterwegs gewesen. Mit 45mm wird weniger in die Intimsphäre der abgebildeten Personen eingegriffen, da der Abstand grösser ist. Ich versuche grundsätzlich bei Straßenfotografie nicht aufdringlich zu sein. In Athen und Istanbul verhalten sich die Menschen gegenüber Kameras allerdings anders als in Deutschland. Sie haben keine Probleme damit fotografiert zu werden, freuen sich eher. Deswegen waren beide Städte hervorragende Trainingsreviere.

[SCHWARZWEISS - EIN SESAMRINGVERKÄUFER SCHIEBT TIEF GEBEUGT SEINEN SCHWEREN VERKAUFSWAGEN EINEN BERG HINAUF.]
Istanbul № 8

Inzwischen klappt es mit dem Objektiv besser. Zumal die kurze Brennweite auch einige Vorteile hinsichtlich der Schärfentiefe hat. Ich muss weniger genau auf den Fokuspunkt achten, um scharfe Bilder zu bekommen. Gerade bei offeneren Blenden macht sich hier die Sensorgrösse des Micro Four Third Standards positiv bemerkbar. Wobei Schärfe ist ein bourgeoises Konzept ist. Emotionale Bilder dürfen auch unscharf sein.

[SCHWARZWEISS - EIN KIND SCHAUT IN DIE KAMERA UND HAT EINE HAND GEÖFFNET IN DIESE GERICHTET. DAS KIND BETTELT UM EIN PAAR MÜNZEN UND GEHÖRT ZU EINER BERUFSBETTLERGRUPPE IN ISTANBUL NAHE DER GALATA-BRÜCKE.]
Istanbul № 7 - Bettelndes Straßenkind

Nach den ersten Versuchen mit dem M.Zuiko 17mm f1.8 hätte ich beinahe frustriert aufgegeben. Ich war kurz davor die Linse wieder zu verkaufen. Inzwischen habe ich mich an den Bildausschnitt und das Herangehen gewöhnt. Das Objektiv verändert die Perspektive des Sehen und erlaubt sehr emotionale, dichte Bilder.

Trotzdem gab es Augenblicke in Istanbul, in denen ich die falsche Linse drauf hatte. 2 sehr starke Momente konnte ich nicht richtig abbilden, weil entweder ein leichtes Tele gebraucht wurde - als das Weitwinkel drauf war - oder umgekehrt. Vielleicht versuche ich es in Zukunft einmal mit dem M.Zuiko 12-40mm f2.8. Wo steht denn geschrieben, dass es immer Festbrennweite sein muss.

[SCHWARZWEISS - SILHOUETTE EINES ANGLERS VOR DER GALATA-BRÜCKE.]
Istanbul № 3 - Angler vor Galata-Brücke

 

[FASSADE UND HAUSEINGANG MIT GRAFFITI BEMALT. NICHT BILDLICH, TAGS. NUR ERDGESCHOSS. ROLLLADEN DER FENSTER HERUNTERGELASSEN. VOR DEM HAUSEINGANG AUF DE RECHTEN SEITE STEHT EIN KNALLGELBES POSTFAHRRAD. DER HAUSEINGANG IST OFFEN. DER POSTBOTE IST IM HINTERGRUND ZU SEHEN, DER HAUSEINGANG IST AUCH MIT GRAFFITI ÜBERMALT. EINE FRAU VERSUCHT DIE TÜR OFFEN ZU HALTEN. VON LINKS LAUFEN ZWEI PERSONEN INS BILD. VERMUTLICH VATER UND SOHN. SPANISCHER EINFLUSS. DER SOHN HAT SPORTKLAMOTTEN AN UND EBENFALLS KNALLGELBE SPORTSCHUHE. ER SPIEL MIT EINEM BALL, DER IN DER LUFT HÄNGT. ]
 
[DER AUFGEHENDE MOND ÜBER HÄUSERN. DAS BILD IST LEICHT ÜBERBELICHTET, SO DASS DER MOND SEHR HELL, WIE DIE SONNE LEUCHTET. MEHR IN ERKLÄRUNG ZUM BILD]
Hintergrund
Mondaufgang? Wie soll denn das gehen?

Das Bild ist etwas verworren. Und es stellt tat­sächlich einen Mond­auf­gang dar. Es wurde 60 Sekun­den lang be­lich­tet und dann in Adobe Light­room 5 mit dem mit­ge­lie­fer­ten Preset "Cross­entwick­lung 2" bear­beitet. Dadurch ent­stand der blaue Him­mel und der gelbe Mond, der den Ein­druck hin­ter­lässt, als handele es sich um die Sonne. Die Strahlen um den Mond ent­stan­den durch die lange Be­lich­tungs­zeit mit dem Voigt­länder Nokton 25mm f0.95 bei Blende 5,6. Durch die hell er­leuch­teten Fen­ster und den falsch aus­sehen­den Schat­ten im Vor­der­grund (dunkles Dach bei gleis­sen­dem Son­nen­licht und helle Back­stein­mauer der Sonne abge­wand­ten Seite) ent­steht aus meiner Sicht ein ver­wi­rren­der Ein­druck des Bildes.

Das Bild wurde nach der Light­room 5 Ent­wick­lung mit Topaz DeNoise 5 stark ent­rauscht. Zu­vor wur­den noch Licht­strei­fen von Flug­zeu­gen und Satel­liten weg­ge­stempelt.

Und hier noch die Originalaufnahme aus der Kamera:

[DER AUFGEHENDE MOND ÜBER HÄUSERN.]
Moonrise over Lichtenberg - Originalaufnahme