Gabi und Sascha
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Ich brauchte die Telefonnummer des Babysitters. In vergangener Zeit hätte Gabi mir die Nummer einfach diktiert. Da wir aber mobil vernetzt sind, hat sie mir die Nummer von ihrem iPhone aus auf mein Windows Phone geschickt. Und damit begann der Spass.

Das iPhone hat eine vCard als MMS verschickt. Fragt mich nicht wieso. Da ich in Zeiten von WhatsApp kein MMS eingerichtet hatte, bekam ich eine Nachricht, wie ich auf den Inhalt der MMS auf einem Telekom-Server zugreifen kann.

Um die MMS von dem Telekom-Server abzuholen benötige ich erst einmal einen Webzugang. Dann muss ich mich mit eigener Telefonnummer und einer PIN anmelden. Erst einmal die eigene Telefonnummer herausfinden… Dann habe ich mich angemeldet.

Die Weboberfläche zeigte mir einen Textblock an, an dessen Struktur eine vCard erkannt werden kann. Den kann ich als ZIP Datei herunter laden. Okay, das ist jetzt zuviel des Guten. Also neuen Kontakt im Handy aufgemacht und die Daten mit der Hand eingetragen. Zum Glück ist die vCard einigermassen selbsterklärend.

Dauer der Aktion: ca. 8 Minuten. Mit simplen diktieren hätte es vermutlich weniger als eine Minute gedauert.

Die Featured Motte hatte die Marke von 9 Millionen Views durchbrochen :-)
Genau: sie ist gerade bei 9.068.641 Views.

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
 

Als ich das Licht für mich entdeckte, wurde meine Fotografie auf eine neue Ebene gehoben. Das liesst sich erst einmal trivial und platt. Ist doch Fotografie mit Licht malen. So einfach ist es leider nicht. Licht ist nicht gleich Licht. Lehrbücher können dir Blende, Zeit, ISO, hyperfokale Distanz und andere Dinge erklären. Sie können erklären das zur Blauen- und zu Goldenen Stunde schön weiches Licht da ist. Aber wie ich mit Licht Stimmungen erzeuge können sie nicht wirklich erklären. Das musste ich erfahren. Für mich selbst finden. Ich musste lernen mit dem Licht zu spielen und – ganz wichtig – mit dem Schatten.

Bei mir hat der Prozess der Erkenntnis knapp 2 Jahre gedauert. 2 Jahr bis ich die Muster erkannt habe. 2 Jahr, bis ich gelernt habe die Ergebnisse zu reproduzieren.

Gestern ist mir eine solche Reproduktion gelungen. So – und genau so – war das Bild geplant. Ok, die Biene und die Ameise waren das Produkt meiner Geduld. Ich musste fast eine Stunde warten bis ich bei dem starken Wind die Szene im Kasten hatte.

Jetzt gilt es das Gelernte zu verbessern. Ich freue mich.

[DREI BLAUE BLÜTENSTIELE IM GEGENLICHT. AUF DER LINKEN SEITE EINE BIENE AN DEN BLÜTEN]
Biene und Ameise / Bee and Ant
English version

Painting with light

When I discovered the light for me, my photography has been raised to a new level. The reads itself once trivial and shallow. But photography is painting with light. Unfortunately it is not so easy. Trainings and textbooks can tell you shutter speed, ISO, hyperfocal distance and other things. They can tell you that Blue- and Golden hour have beautiful soft light. But how do I create moods with light, they can not really explain. I had to learn. Find out for myself. I had to learn to play with the light and – most importantly – with the shadow.

For me, the process of learning has taken almost 2 years. 2 years until I recognized the patterns. 2 years, until I learned to reproduce the results.

Yesterday I did such a reproduction successful. So – exactly so – the picture was planned. Ok, the bee and the ant were the product of my patience. I had to wait almost an hour until the scene was in the box. It was very windy.

Now I've to improve my skills. I am pleased.

150 g Butter   ⎫
350 g Zucker   ⎬ schaumig rühren
  5   Eier (M) ⎭

1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Backpulver
1 Pck. Vanillepuddingpulver
4 EL Grieß
1 Kg Magerquark
Saft von 1 Zitrone

Alles miteinander verrühren, ab in die Form.
Bei 200℃ ca. 65 Min. backen.

Gutes Gelingen und guten Appetit.

Für den Städteurlaub im März hatte ich mir das Olympus 17mm f1.8 Objektiv angeschafft. Der Plan war mit dem Objektiv in den engen Straßen und Gassen Athens und Istanbuls auf Bildersuche zu gehen. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit dem Objektiv und der Brennweite einigermassen klar gekommen bin. Die kurze Brennweite erfordert es, dass viel dichter an das Objekt heran gegangen werden muss.

Mit dem Voigtländer Nokton habe ich schon ein Objektiv im unteren Brennweitenbereich. Dieses ist aber komplett manuell und eignet sich dadurch weniger für Straßenfotografie. Deswegen setze ich es weniger ein und hatte entsprechend wenig Training im unteren Brennweitenbereich.

[SCHWARZWEISS - EIN MANN STEHT INMITTEN EINER STRASSENKREUZUNG ZWISCHEN AUTOS UND SCHAUT NACH LINKS.]
Athen № 5 - Nahe zentralem Markt

17mm Brennweite entspricht an der Sensorgröße der E-M1 in etwa 35mm Kleinbildbrennweite. Die 35mm Brennweite gilt als klassische Reportagebrennweite und ist leicht weitwinklig.

Bisher bin ich viel mit dem Olympus 45mm f1.8 auf der Straße unterwegs gewesen. Mit 45mm wird weniger in die Intimsphäre der abgebildeten Personen eingegriffen, da der Abstand grösser ist. Ich versuche grundsätzlich bei Straßenfotografie nicht aufdringlich zu sein. In Athen und Istanbul verhalten sich die Menschen gegenüber Kameras allerdings anders als in Deutschland. Sie haben keine Probleme damit fotografiert zu werden, freuen sich eher. Deswegen waren beide Städte hervorragende Trainingsreviere.

[SCHWARZWEISS - EIN SESAMRINGVERKÄUFER SCHIEBT TIEF GEBEUGT SEINEN SCHWEREN VERKAUFSWAGEN EINEN BERG HINAUF.]
Istanbul № 8

Inzwischen klappt es mit dem Objektiv besser. Zumal die kurze Brennweite auch einige Vorteile hinsichtlich der Schärfentiefe hat. Ich muss weniger genau auf den Fokuspunkt achten, um scharfe Bilder zu bekommen. Gerade bei offeneren Blenden macht sich hier die Sensorgrösse des Micro Four Third Standards positiv bemerkbar. Wobei Schärfe ist ein bourgeoises Konzept ist. Emotionale Bilder dürfen auch unscharf sein.

[SCHWARZWEISS - EIN KIND SCHAUT IN DIE KAMERA UND HAT EINE HAND GEÖFFNET IN DIESE GERICHTET. DAS KIND BETTELT UM EIN PAAR MÜNZEN UND GEHÖRT ZU EINER BERUFSBETTLERGRUPPE IN ISTANBUL NAHE DER GALATA-BRÜCKE.]
Istanbul № 7 - Bettelndes Straßenkind

Nach den ersten Versuchen mit dem M.Zuiko 17mm f1.8 hätte ich beinahe frustriert aufgegeben. Ich war kurz davor die Linse wieder zu verkaufen. Inzwischen habe ich mich an den Bildausschnitt und das Herangehen gewöhnt. Das Objektiv verändert die Perspektive des Sehen und erlaubt sehr emotionale, dichte Bilder.

Trotzdem gab es Augenblicke in Istanbul, in denen ich die falsche Linse drauf hatte. 2 sehr starke Momente konnte ich nicht richtig abbilden, weil entweder ein leichtes Tele gebraucht wurde - als das Weitwinkel drauf war - oder umgekehrt. Vielleicht versuche ich es in Zukunft einmal mit dem M.Zuiko 12-40mm f2.8. Wo steht denn geschrieben, dass es immer Festbrennweite sein muss.

[SCHWARZWEISS - SILHOUETTE EINES ANGLERS VOR DER GALATA-BRÜCKE.]
Istanbul № 3 - Angler vor Galata-Brücke

 

[FASSADE UND HAUSEINGANG MIT GRAFFITI BEMALT. NICHT BILDLICH, TAGS. NUR ERDGESCHOSS. ROLLLADEN DER FENSTER HERUNTERGELASSEN. VOR DEM HAUSEINGANG AUF DE RECHTEN SEITE STEHT EIN KNALLGELBES POSTFAHRRAD. DER HAUSEINGANG IST OFFEN. DER POSTBOTE IST IM HINTERGRUND ZU SEHEN, DER HAUSEINGANG IST AUCH MIT GRAFFITI ÜBERMALT. EINE FRAU VERSUCHT DIE TÜR OFFEN ZU HALTEN. VON LINKS LAUFEN ZWEI PERSONEN INS BILD. VERMUTLICH VATER UND SOHN. SPANISCHER EINFLUSS. DER SOHN HAT SPORTKLAMOTTEN AN UND EBENFALLS KNALLGELBE SPORTSCHUHE. ER SPIEL MIT EINEM BALL, DER IN DER LUFT HÄNGT. ]
 
[DER AUFGEHENDE MOND ÜBER HÄUSERN. DAS BILD IST LEICHT ÜBERBELICHTET, SO DASS DER MOND SEHR HELL, WIE DIE SONNE LEUCHTET. MEHR IN ERKLÄRUNG ZUM BILD]
Hintergrund
Mondaufgang? Wie soll denn das gehen?

Das Bild ist etwas verworren. Und es stellt tat­sächlich einen Mond­auf­gang dar. Es wurde 60 Sekun­den lang be­lich­tet und dann in Adobe Light­room 5 mit dem mit­ge­lie­fer­ten Preset "Cross­entwick­lung 2" bear­beitet. Dadurch ent­stand der blaue Him­mel und der gelbe Mond, der den Ein­druck hin­ter­lässt, als handele es sich um die Sonne. Die Strahlen um den Mond ent­stan­den durch die lange Be­lich­tungs­zeit mit dem Voigt­länder Nokton 25mm f0.95 bei Blende 5,6. Durch die hell er­leuch­teten Fen­ster und den falsch aus­sehen­den Schat­ten im Vor­der­grund (dunkles Dach bei gleis­sen­dem Son­nen­licht und helle Back­stein­mauer der Sonne abge­wand­ten Seite) ent­steht aus meiner Sicht ein ver­wi­rren­der Ein­druck des Bildes.

Das Bild wurde nach der Light­room 5 Ent­wick­lung mit Topaz DeNoise 5 stark ent­rauscht. Zu­vor wur­den noch Licht­strei­fen von Flug­zeu­gen und Satel­liten weg­ge­stempelt.

Und hier noch die Originalaufnahme aus der Kamera:

[DER AUFGEHENDE MOND ÜBER HÄUSERN.]
Moonrise over Lichtenberg - Originalaufnahme

Im Fall Edathy be­gründet der leitende Staats­anwalt die Er­mitt­lung und Haus­durch­suchung da­mit, dass es Er­fah­rungen gibt, das je­mand der le­gale Bil­der von Kin­dern gekauft hat wohl auch Kin­der­porno­graphie kon­su­miert. Der Staats­an­walt bemüht also die Sta­tistik, denn nichts an­deres sind Er­fah­rungen, um einen An­fangs­ver­dacht zu be­grün­den, den es bei legalen Hand­lungen nicht geben kann.

Die Logik: legale, aber moralisch frag­wür­dige Hand­lung, führt auto­matisch zu ei­nem An­fangs­ver­dacht. Dies hebt das ganze Rechts­system aus den An­geln. So könnte bei­spiels­weise je­mand der ins Wett­büro geht und auf Fuss­ball­spiele wettet der Wett­mafia an­ge­hö­ren – er­mit­teln. Oder je­mand schaut sich auf Red­tube einen real teens Film an – po­tent­iel­ler Kin­der­porno­kon­sument. Er­mitteln. Und wenn dann erst ein­mal ermittelt wird muss natür­lich auch etwas ge­fun­den wer­den. Und wenn nichts ge­fun­den wird, dann heisst es: der war zu schlau und hat die Be­weise recht­zei­tig ver­nich­tet.

Bei Wetten mag das noch unpro­ble­ma­tisch sein. Bei Kin­der­porno­gra­phie ist es das nicht mehr. Wer ein­mal das Stig­mata an sich hat, der wird es nicht mehr los. Edathy ist ge­sell­schaft­lich er­ledigt. Ob er nun irgend­wann schul­dig ge­sprochen wird oder das Ver­fahren ein­ge­stellt wird. Er kommt aus der Num­mer nicht mehr heraus. Weil ein Staats­anwalt an Sta­tisti­ken glaubt und ihnen und seinen ei­ge­nen Mo­ral­vor­stel­lungen grös­sere Re­le­vanz bei­misst als den Fak­ten.

Mit dem Olympus 60mm f2.8 Macro kann man sehr viel Spass haben. Aller­dings nicht gerade in extre­men Si­tua­tionen die nichts mit der Makro­foto­grafie zu tun haben.

Ich war mit dem Objektiv ein paar mal Nachts unterwegs. Die Kamera auf einen hohen ISO Wert ein­ge­stellt und die Blende weit offen im A Modus. Den Fokus­be­grenzer des Objektivs auf 0,4m bis ∞ ein­gestellt.

In einer solchen Situation ist es Glückssache, dass der Auto­fokus trifft. Sehr oft pumpt das Objektiv am kurzen Ende (0,4m) und irgend­wann gibt die Kamera auf. Es geht etwas besser, wenn ein Fokus­punkt gesetzt wird. Trotz­dem sind keine Wun­der zu erwarten.

[SCHWARZWEISS - PERSON MIT REGENSCHIRM STEHT AN EINER STRAßENBAHNHALTESTELLE UND WENDET DER KAMERA DEN RÜCKEN ZU. NEBEN DEM MANN IST EIN MÜLLEIMER ZU SEHEN. ES REGNET]

Ebenso hat das Objektiv Pro­bleme an der Olympus OMD E-M1 wenn die Kamera im Continuous Auto­focus plus Tracking (C-AF+TR) Modus ist. Über den Modus hatte ich hier schon etwas ge­schrie­ben. Kamera und Objektiv sind sehr lang­sam. Es können bis zu 2 Sekun­den vergehen, bis die Kamera den Fokus auf das Objekt gesetzt hat und aus­löst. Und auch der Tracking­modus ist dann sehr lang­sam. Im P Modus ist die Kom­bi­na­tion über­haupt nicht zu ge­brau­chen, im A Modus mit etwas ge­schlos­sener Blende geht es etwas besser.

Bei einem 60mm Micro Four Third Objektiv muss auch immer be­dacht werden, dass der Ab­stand zum Objekt mit­unter grösser ist. Das hat zur Folge, dass immer wie­der an­dere Dinge in das Bild hinein geraten und das Tracking der Kamera durch­einan­der brin­gen. Gerade in beleb­teren inner­städt­ischen Ge­bieten gilt dies zu berück­sich­tigen.

[FAHRRADFAHRER IM STRAßENVERKEHR MIT STARKER BEWEGUNGSUNSCHÄRFE DER UMGEBUNG.]

Bei meinen weiteren Versuchen mit dem C-AF+TR Modus wer­de ich wie­der das M.Zuiko 45mm f1.8 einsetzen. Auch Nachts mehr das 45mm, wenn nicht das Nokton zum Ein­satz kommt.

Seit knapp 2 Monaten habe ich mit der Olympus OMD E-M1 (wer denkt sich ei­gent­lich solche Pro­dukt­namen aus?) ein neues Spiel­zeug. Schnell ist sie und die Bilder bis ISO 1600 sind ohne Pro­bleme. Bis ISO 3200 geht es auch noch. Darüber wird das Rauschen unschön. Diese Woche habe ich dann erstmal den Continuous Autofocus plus Tracking (C-AF+TR) Modus auf der Straße foto­grafiert.

Ist der Modus eingestellt, dann wird mit halb herunter gedrückten Aus­löser auf ein Motiv scharf gestellt. Die Kamera folgt dem Motiv so gut sie es eben kann - und sie kann es für mich gut genug. Wird der Aus­löser durch­ge­drückt wird das Objekt im Fokus scharf ab­ge­bildet. Ist der Aus­löse­modus dann auch noch auf Sequentiell gestellt kann eine ganze Bilder­reihe mit dem sich be­we­gen­den Objekt ge­schos­sen werden.

Bei dem Bild unten habe ich dieses Vor­gehen an­ge­wen­det. Dabei habe ich den Fokus­punkt über den Touch­screen des Kamera­bild­schirms mit dem Fin­ger fest­gelegt. Dann muss auch nicht der Aus­löser halb durch­ge­drückt wer­den, sondern die Kamera folgt dem Objekt au­to­matisch. Als die Frau dann vom Brief­kasten hinter dem Ver­teiler­kasten auf der rechten Seite los­ge­lau­fen ist habe ich den Aus­löser durch­ge­drückt. Ein Reihe aus 30 Bildern wurde auf­ge­nom­men. Aus der Reihe habe ich dann dieses Bild aus­gewählt. Auf je­dem der Bilder war die Frau scharf ab­ge­bildet.

[FRAU MIT EINER ZIGARETTE IM MUND GEHT AUF EINEM BÜRGERSTEIG ENTLANG. DIE HAUSFASSADE NEBEN IHR IST MIT PLAKATEN UND GRAFFITI ÜBERSÄT.

Tipp: wenn ich nicht über den Bildschirm und dem Touchscreen fokusiere, habe ich im C-AF+TR Modus einen ein­zel­nen Fo­kus­punkt ein­ge­stellt. Halb durch­drücken des Aus­lösers und dann das Bild kom­po­nieren. Die Kamera folgt ja dem Objekt :-)

English version
For almost 2 months I’ve been using the Olympus OMD E-M1 (who the fuck creates such product names?) now. It’s a very fast camera and the images up to ISO 1600 are without problems. Up to ISO 3200 it is also okay. Furthermore, the noise is unpleasant. This week I then first photographed with the Continuous Autofocus plus Tracking (C-AF+TR) mode during street photography session.

If the mode is set, is armed with half depressed shutter release on a subject. The camera will track the subject as best as it can - and the camera can do it well enough for me. When the trigger is full pressed the subject in focus is sharp. If the release mode then also set to Sequential mode, a whole series of images is shot with the moving object.

In the image above I have used this approach. And I’ve set the focus point on the touch screen of the camera screen with me finger. Then not even the trigger has to be half depressed, but the camera will automatically follow the subject. When the woman is then started walking from the mailbox behind the junction box on the right side I have full pressed the shutter button. A series of 30 images was captured. From the series , I then selected this file. On each of the images the woman was sharp.

Tip: if I do not focusing with the touchscreen, I set a single focal point in the C-AF+TR mode. By half pressing the shutter button on the subject of interest and then compose the image. No problem, cause the camera followed the focused subject.

Heute morgen ist der G-Porter GP-102+ gekommen. Ein GPS Logger, Po­si­tions­anzei­ger mit ei­ni­gen wei­teren Funk­tionen. Diese Funk­tionen sind Kom­pass, Ther­mo­meter, Baro­meter, Wasser­waage und ein Schritt­zähler. Bis auf dem Kom­pass nicht wirk­lich span­nend für mich. Ich werde das Gerät haupt­säch­lich zum Tracken beim Foto­gra­fieren ver­wen­den.

Auspacken und einschalten

Der GP-102+ wird mit einem USB Kabel und einem eu­phe­mis­tisch Be­die­nungs­an­lei­tung ge­nan­nten Wasch­zettel in Deutsch, Englisch, Chi­ne­sisch und Ja­pa­nisch ge­lie­fert. Im we­sent­lichen geht es dort um die Grund­be­die­nung der Tas­ten - rechts: vor­wärts; links: zu­rück; kurz drücken: blättern; lange drücken: aus­wählen - Hin­wei­sen zum Akku und Links zur ei­gent­lichen Be­die­nungs­an­lei­tung. Die habe ich mir nicht runter ge­laden, da das Gerät für meine Be­dürf­nisse selbst­er­klär­end ist.

[G-PORTER GP 102+ AUF MAC BOOK TASTATUR]
G-Porter GP-102+ auf Macbook Tastatur

Das Gerät wird durch längeres drücken auf die Rechte der beiden Tasten ein­ge­schal­tet. Nach ein paar Se­kun­den mel­det sich der Ein­schalt­bild­schirm. Da das Gerät zum er­sten Mal an­ge­schal­tet ist, wollte es gleich die Po­si­tion be­stim­men. Also raus auf den Bal­kon. Nach 30 Se­kun­den hat­te es 4 Sa­tel­li­ten und die Posi­tion. Das war durch­aus be­ein­druck­end, was der SiRF Star IV da ab­ge­lie­fert hat. Und noch was an­de­res ist durch­aus po­si­tiv zu er­wähnen, da es noch lange nicht Stan­dard ist: der Akku war voll­stän­dig ge­la­den.

Ich bin dann noch kurz in die Settings (er­kenn­bar an den Schrau­ben­schlüs­sel Symbol) und habe kon­trol­liert was die Log­ein­stel­lung ist. Default ist eine Auf­zeich­nung alle 5 Se­kun­den. Für das was ich brauche voll­kom­men aus­rei­chend.

1. Ausflug vorbereiten - Zeit synchronisieren

Alles klar für den ersten Ausflug. Also Zeit des GP-102+ mit der Kamera Zeit syn­chro­nisiert. Und hier der erste Punkt an den ich nicht ge­dacht hat­te. An der Kamera (Olympus OMD E-M1) kann nicht se­kunden­genau ein­ge­stellt wer­den, son­dern nur mi­nu­ten­ge­nau. Zwar werde ich mich zwar auf der Straße nicht allzu schnell be­we­gen, aber eine Ab­wei­chung von maximal 59 Se­kun­den kann schon eine grös­sere Dis­tanz werden.

Nach ein paar Tests habe ich dann aber fest­ge­stellt, dass in der Kamera die Se­kun­de auf Null ge­setzt wird wenn der OK Knopf in der Zeit­ein­stel­lung ge­drückt wird. Um dies zu er­mit­teln habe ich mehr­fach die Uhr­zeit ver­än­dert und so­fort aus­ge­löst, nach­dem ich OK ge­drückt hat­te. Dann die Exif-Da­ten der ge­mach­ten Bil­der aus­ge­lesen und ge­se­hen, dass die Se­kun­den im Zeit­stem­pel immer auf Null oder Eins waren. Kamera und G-Porter wur­den nun syn­chro­nisiert, in­dem ich war­tete bis auf der Uhr des G-Porter 102+ die Mi­nuten­anzei­ge um­ge­sprun­gen ist und im gleichen Augen­blick habe ich an der Kamera OK gedrückt. Jetzt ist die Ab­weichung in Ordnung.

Aufzeichnung beginnen

Der Logger beginnt mit der Auf­zeich­nung, wenn in der Seite mit dem Fahr­rad z.B. das lau­fen­de Männ­chen Sym­bol aus­ge­wählt wird. Um dort hin zu ge­langen immer auf dem je­weiligen Symbol einige Se­kunden die rechte Taste ge­drückt hal­ten. Es er­scheint ein Menu, welches aktuelle Werte an­zeigt (Ent­fer­nung, Dauer und durch­schnitt­liche Ge­schwin­dig­keit). Noch ein­mal länger die rechte Taste ge­drückt hal­ten und es er­scheint ein Dialog mit dem der Log-Vor­gang wieder ab­geschal­tet wer­den kann.

Daten auslesen

Ich habe dann heute eine Fototour durch Friedrichshain gemacht. Den Track könnt ihr euch hier an­schau­en.

Wieder zu Hause den G-Porter 102+ mit dem USB Kabel am Mac an­ge­schlos­sen. Nach ein paar Se­kun­den wird das Gerät als Mas­sen­spei­cher er­kannt und ge­moun­tet. Im Ordner GP-102/Activities/ lag eine Datei 001.fit. Das fit steht für Flexible and Inter­operable Data Trans­fer protocol. Mehr dazu hier.

[TRACK DURCH FRIEDRICHSHAIN]

fit to GPX

Ich brauche die Daten allerdings im GPX Format. Kein Problem. GPS Babel in­stal­liert und… Fehler­mel­dung.

GPS Babel in der Version 1.4.4 meldet das Folgende:


  gpx,suppresswhite=0,logpoint=0,humminbirdextensions=1,garminextensions=1 -F /Users/sascha/1.gpx
  GPSBabel Version: 1.4.4 
  fit: header len=60
  fit: Unsupported protocol version 3.15

  Fehler beim Aufruf von gpsbabel: Prozess endete mit code 1

Oops… Das hatte ich natürlich nicht erwartet :-( Kurz im Web gesucht und GPSsies gefunden. Dort können fit Dateien in das GPX Format um­ge­wan­delt wer­den. Schrei­ben sie. Also fit hoch­ge­la­den und tat­säch­lich, es kommt eine brauch­bare GPX Datei zurück.

Tracks in Lightroom

Dann habe ich Lightroom 5 gestartet und die Bilder der Tour importiert. Im nächsten Schritt im Karten Modul den Track­log als GPX Datei ge­laden. Dann noch schnell die Bilder aus­wäh­len und Fotos au­to­ma­tisch taggen. Und siehe da: es ging. Aller­dings waren die Po­si­tio­nen nicht plau­sibel. Ich hatte über­sehen, dass die GPX Daten als Zeit­stempel Zulu-Zeit ha­ben (UTC, DTG Z). Ich be­finde mich aber in Berlin (UTC+1). Also GPS Daten noch ein­mal aus den Bil­dern lö­schen und Zeit­zonen­ver­schie­bung in Light­room auf -1 setzen. Dann noch ein­mal Fotos auto­ma­tisch taggen. Jetzt war das Er­geb­nis wie er­war­tet.

Fazit

Bis auf die Probleme mit der Zeiteinstellung in der Kamera, bei der fit Um­wand­lung und der Zulu-Zeit ei­gent­lich alles ziem­lich simpel. Aller­dings muss ich dazu schrei­ben, dass ich schon ei­nige Vor­kennt­nisse im GPS tracken durch die Mit­ar­beit im Openstreetmap Pro­jekt - vor ei­ni­gen Jahren - habe. Aber auch ohne diese Vor­kennt­nisse sind die klei­ne­ren Pro­ble­me durch An­fän­ger schnell zu lösen.

Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen den G-Porter GP-102+ noch weiter testen, bevor es Mitte März ernst wird. Sollte es doch noch un­er­war­tete Pro­bleme ge­ben, werde ich das hier an­hängen.

 

Ich weiss nicht, warum mich dieses Bild in den Bann gezogen hat. Ist es die Frau mit der Hand­lung, wie sie prüft ob das Auto rich­tig ab­geschlos­sen ist? Sind es die ver­spreng­ten kühlen Far­ben im Bild? Ich kann es nicht klar be­schreiben.

Ich war erstaunt, dass das Bild meinen Aussiebeworkflow überlebt hat. Immer wieder ist es in die nächste Kategorie ge­rut­scht ohne das ich mir er­klären konnte wieso.

Ich hatte an dem Tag knapp 250 Bilder gemacht. In Ligth­room importiert. Dann gehe ich die Bilder durch. Tech­nischer Schrott wird sofort mit einem X als zu löschen mar­kiert. Bilder die was wer­den könnten be­kom­men einen Stern. Bin ich ein­mal durch, werden nur noch die Bilder mit mindes­tens einem Stern an­ge­zeigt. Das Spiel wie­der­holt sich, nur das ich jetzt 2 Sterne ver­gebe. Dann 3 Sterne und so wei­ter. Am Ende blei­ben dann mei­stens 2-10 Bilder übrig, die ich dann ent­wickel. Bil­der die durch die Schwarz­weiss­ent­wick­lung gehen be­kommen eine weisse Flagge (P Taste).

Am schwierigsten ist dieser Prozess immer, wenn zwei Bilder einer Motiv­reihe ähn­lich gut sind. Dann kann der Prozess schon mal länger dauern. An­son­sten bis ich mit dem aus­sieben mei­stens nach 15 Mi­nuten fertig.

Nach dem Photowalk in SO36 an diesem Neujahr 2014 musste ich maximal 3 Sterne ver­geben. Dann war ich fertig… Und stand vor dem Rätsel dieses Bildes.

Ich hoffe es gefällt euch so gut wie mir. Und vielleicht könnt ihr mir ja schreiben, warum dieses Bild vielleicht auch bei euch wirkt?

[EINE BLONDE FRAU MIT LANGEN HAAREN ENTFERNT SICH VON EINEM AUTO UND PRÜFT DABEI, OB DIE TÜR RICHTIG VERSCHLOSSEN IST.]

 

English version
I do not know why I'm fascinated of this image. Is it the woman checking the car is locked right while going? Is it the scattered cool colors in the image? I can not describe it clearly.

I was amazed that the image has survived my filter workflow. Every round it has slipped into the next category without I could explain to me why.

I had made the day almost 250 pictures . Imported into Ligthroom. Then I go through the images. Technical scrap is immediately marked as an X to delete. The images which could be developed gets one star. Next round, display pictures only with at least one star. The game is repeated, only that I now forgive 2 stars. Then only 3 stars and so on. Then remain at the end mostly 2-10 images are left. These images I then can develop. Images passing through the black and white development get a white flag (P key).

The most difficult part of this process is always when two images of a series of motifs are similarly well . Then the process can sometimes take longer. Otherwise I finished mostly after 15 minutes.

After the Photo Walk in SO36 (Berlin-Kreuzberg) this New Years Eve 2014 I had to assign a maximum of 3 stars. Then I was done... And stood in front of the mystery of this image .

I hope you enjoy it as much as I do. And maybe you can write to me why this might seem well with you?

Würde das Rad nicht ständig neu erfunden werden, würden wir heute noch mit Scheiben­rädern aus Holz, erfunden in der Jung­stein­zeit, herum fahren. Irgend­wann wurden Speichen­räder erfunden, erst aus Holz, bei fast jedem Fahr­rad inzwischen aus Metall. Es wurden nahtlos gezogene Räder für Hoch­geschwindig­keits­züge erfunden und Gummi­räder für Autos. Gebirgs­bahnen fahren mit Zahn­rad­rädern. Es gibt Lenk­räder, Schöpf­räder und Lauf­räder in Turbinen.

Das Rad wurde und wird permanent neu erfunden. Lasst euch also nichts erzählen.

[EIN IN BLAUER FARBE GEHALTENER PFLUG IN EINER WIESE. IM HINTERGRUND WEITERES LANDWIRTSCHAFTLICHES GERÄT]

 

[EIN MANN IN EINEM ROLLSTUHL. AN STELLE SEINER BEINE SIND NÜR STÜMPFE ZU SEHEN. ER STEHT NEBEN EINER LITFASSSÄULE MIT DEM WERBESPRUCH: "DEINE NEUE APP"]

 

Da schreibt Heise das es eine neue Allianz für Internet for Everythings gibt. Oder zumindest das Internet der Dinge weiter vorantreiben will. Ich verfolge das Gerede darüber seit ein paar Jahren. Das Problem des Internet of Everything ist der IP Stack. Solange kleine Geräte eine Dual Stack aus IPv4 und IPv6 benötigen wird das eher zäh werden. Das Internet der Dinge wird sich erst durchsetzen wenn sich abzeichnet ob der Krüppel IPv4 sich durchsetzt oder das modernere IPv6. Zu teuer ist es Ressourcen für beide Protokollarten auf Microcontroller und Kleinstcomputern vor zu halten. Bei diesen Geräten geht es um Centbeträge, damit sie am Markt erfolgreich sind. 10 Cent mehr bei 100.000 verkauften Geräten sind dann mal eben Mehr­kosten von 10.000 Euro. Deswegen werden die Hersteller solcher Geräte nur das eine oder das andere Protokoll implementieren.

Auch muss die Langlebigkeit solcher Geräte bedacht werden. Waschmaschinen, Toaster, Kühlschränke, Türschlösser, Mikrowellengeräte, Radios usw. haben Lebenszeiten von 10 und mehr Jahren - wir haben hier einen über 25 Jahre alten Weltempfänger als UKW Radio am Start. In dieser Zeitspanne muss das Protokoll stabil sein.

Beim Internet der Dinge ist die IP Version also noch viel wichtiger als beim normalen DSL Anschluss. Und schon beim DSL Einsatz ist die IPv6 Verwendung noch sehr überschaubar. Trotz des Mangels an IPv4 Adressen.

Choosing a JavaScript MVC Framework

Ich bin ja nicht so der Webentwickler. Die Übersicht ist allerdings gelungen.

Autonomes Fahren: Nicht vor 2020

Ähnliche sehe ich es auch und habe es in Moore's Law und die Automobilindustrie auch schon beschrieben. Vielleicht müssen wir die Infrastruktur in Innenstädten sogar mit Transpondern ausstatten, damit der autonome Verkehr dort besser fliessen kann. Das würde einmal in die Zukunft gerichtet sein.

Understanding Method References

Die zweitwichtigste Änderung in Java 8 kurz, knapp und ausreichend erklärt.

The Modular Java Platform and Project Jigsaw

Mark Reinhold über die wichtigste Änderung in Java 9. Endlich, Java bekommt einen Linker :-) Aber schon klasse, was sich damit und mit der geplanten Modularität alles machen lässt. Was ich noch nicht ganz verstanden habe, was auch nicht erklärt wird: wie ändert sich die Java Lizensierung mit dem Modulsystem und dem Linker. Das gilt für Java core und die Runtime-Umgebung.

How Facebook’s Own Algorithms Are Killing Facebook

Edgerank completely fails to have the effect it was originally designed for. Sehr spannend beschrieben, was die strukturellen Schwächen von Facebooks Suche sind - und vor allen Dingen die Werbevorhersage.

Gerade bei der Werbevorhersage scheint mir Google besser aufgestellt. Bei Google ist die Werbung direkter, denn sie wird unmittelbar mit der Suchanfrage eingeblendet, ist also deutlich besser auf den Kontext abgestimmt.

 

Vom Abbilden zum künstlerischen Ausdruck

[BUCH COVER] Ein Fotobuch. Mit gar nicht mal vielen Fotos. Sehr viel Text. Ein Buch über die Fotografie von jemanden der Fotografie theoretisch durchdrungen hat. Nicht Bildaufbau, Komposition und den ganzen Kram, der immer wieder durchgekaut wird und nichts wirklich Neues bringt. Sondern die Kunst - oder besser - den Kunstbetrieb dahinter. Verständlich geschrieben, spannend. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Es öffnet die Augen wenn sie noch nicht geöffnet waren. Du kannst noch so viel Talent haben, noch so gut sein, wenn du nicht verkaufen kannst, dich und das was du machst, krebst du auf Hartz Ⅳ Niveau vor dich hin. Und selbst wenn du es kannst, nur ein Handvoll Fotografen darf wirklich erfolgreich sein. Mettner beschreibt eindrucksvoll warum dem so ist.

Die Werke von Dorothea Lange, Walker Evans, Cartier-Bresson und Eugène Atget werden besprochen und erklärt, warum es heute so etwas nicht mehr geben wird - weil die Werbegelder erst von der Zeitung des gedruckten Reportagebildes ins Fernsehen gewandert sind. Und jetzt weiter wandern ins Internet. Es werden moderne Fotografen besprochen und gezeigt. Am meisten hat mich Corey Arnold fasziniert mit seinen Bildern vom Fischkutter. Am wenigsten übrigens Olaf Otto Becker mit seinen Gletscherbildern - oder mit abgewandelten Worten Henry Cartier-Bressons geschrieben: der fotografiert doch nur Eis.

Das Buch ist eine wahre Fundgrube an Inspiration und Information. Wenn ihr noch was für Weihnachten sucht, findet dieses Buch.

Das Buch ist im Fotofeinkost Verlag erschienen, kostet 39,80€ und ist jeden Cent wert.

ISBN-13: 978-3-9813869-1-2

Ohne Cheats Elite in Oolite :D

Manchmal habe ich in der Straßenfotografie ausreichend Zeit ein Motiv oder eine Situation zu foto­grafieren. Die beiden folgenden Bilder sind Beispiele für solch seltene Augenblicke.

Frau mit Koffer

Sie ging über den Alexanderplatz. Plötzlich blieb sie stehen, ging in die Hocke und begann im Koffer etwas zu suchen. Ich ging eben­falls in die Hocke und machte schnell ein paar Fotos. Unter­schied­liche Blende, etwas versetzt. Sie bemerket mich nicht. Ich ging dann um sie herum, immer weiter Bilder machend. Als ich sie halb umrundet hatte ging ich wieder in die Hocke und schoss einer weitere Serie von Bildern. Darunter auch das hier gezeigte Bild.

Über 30 Bilder habe ich von der Situation auf­genom­men und am Ende dieses aus­gewählt. Es hat von allen Bildern der Serie den span­nend­sten Hintergrund. Die Verteilung der Passanten ist am aus­ge­wo­gen­sten, die Geschichte am stim­mig­sten.

[FRAU IN HOCKE VOR GEÖFFNETEM KOFFER. IM HINTERGRUND MENSCHEN IN UNSCHÄRFE]
Frau mit Koffer; Berlin, Alexanderplatz

Service, Service, Service

Unter den S-Bahngleisen am Alexanderplatz standen diese beiden Service-Wagen der BVG. Zwischen den Wagen ein Lücke, so das eine einzelne Person hin­durch gehen konnte. Zwar standen die beiden Wagen nicht genau in der Haupt­rich­tung des Menschen­stroms. Trotz­dem kamen immer wieder Men­schen aus dem Bahnhof und gingen zwi­schen den Wagen hin­durch. Das Problem für mich: ich wusste nicht wann jemand durch die Lücke gehen wird. Und da die Olympus E-P2 nicht gerade die schnellste Kamera ist musste ich improvisieren. Ich stellte mich vor die beiden Wagen und wartete bis jemand in Richtung der Lücke ging. Dann ging ich schnell auf die andere Seite, richtete die Kamera aus, stellte den Fokus scharf und begann eine Serie zu schiessen. Solange bis der interne Kamerapuffer voll war. Insgesamt entstanden so über 150 Aufnahmen in knapp 30 Minuten.

Um das Bild die gewünschte Tiefenschärfewirkung zu geben musste ich die Blende auf f7,1 hoch ziehen. Dadurch wiederum musste ich auch den ISO Wert hochziehen, damit ich keine Bewe­gungs­unschärfe in die Bilder bekomme. Bei der E-P2 ist bei ISO 400 Schluss wenn es nicht zu sehr ver­rauscht werden soll. Über 130 Bilder sind sofort Aus­schuss gewesen. Entweder traf der Autofokus doch nicht, die Bilder hatten doch Bewegungsunschärfe oder es war schlicht nichts ausser den Fahrzeugen zu sehen.

Von den überlebenden Bildern war dieses hier dann das vom Motiv her spannendste.

Anekdote am Rand: Der Fotografierte hat sich nachher entschuldigt, dass er ins Bild gelaufen ist. Das wiederum passiert mir nicht selten.

[MANN GEHT ZWISCHEN ZWEI GELBEN FAHRZEUGEN HINDURCH. DER MANN TRINKT GERADE AUS EINER BECHER MIT STROHHALM. DER BECHER IST VON EINER FASTFOOD KETTE (BURGER KING). AUF DEN FAHRZEUGEN STEHT INSGESAMT DREIMAL DAS WORT
Service, Service, Service; Berlin, Alexanderplatz