Gabi und Sascha
Tags - Kategorien : Alle | Berlin | Bücher | Java | Linkhalde | Weichware | Verfassung
[WERBETEXT: LINIENFLUG MIT LUFTHANSA (OD. GLEICHW.) VON BERLIN/TEGEL NACH SAN FRANCISCO UND ZURÜCK MIT ZWISCHENSTOPPS IN DER ECONOMY CLASS] «Und jetzt, meine Damen und Herren, bitte eine Polonaise durch die Holzklasse. Lästern Sie und gruseln Sie sich nach Herzenslust. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen viel Spass und weiterhin einen angenehmen Flug.»

 

Ich implementiere gerade privat ein REST API. In dem API werden XML Daten mittels JAXB gewandelt. Dabei habe ich einfach POJOs verwendet und mit den JAXB Annotationen versehen. Eigentlich ganz einfach. Eigentlich… Bis zu dem Zeitpunkt an denen Collections ins Spiel kommen. Naiv wie ich war – he, wer liesst schon Spezifikationen – habe ich Collection Properties einfach annotiert. Und weil ich ein pfiffiger Entwickler bin, habe ich bei den Gettern eine leere Collection (Collections.emptyXyz()) zurück gegeben, wenn die Referenz null war. Ergebniss: unmarshall(…) warf eine UnsupportedOperationException. Das Problem: JAXB erwartet eine mutable Collection. Collections.emptyXyz() liefert aber immutable Objekte. JAXB ruft darauf dann clean() auf und füllt die Collection neu – die Refernzimplementierung mittels add(E). Eine null Referenz wird auch nicht akzeptiert und führt ebenfalls zu einer Ausnahme.

Ich habe mir dann doch mal die JAXB 2.2 Spezifikation von 2009-12-10 durchgelesen. Unter Punkt 5.5.2.2 wird das Verhalten spezifiziert. Mit einer Einschränkung: sie gilt nur für Collections vom Typ List. Die JAXB 2.2 Referenzimplementierung kommt aber auch mit Sets und dem Collection Interface selbst zurecht.

Der Code sieht jetzt so aus:


    @Valid
    @NotNull
    @Size(min=0, max=5)
    @OneToMany(fetch=EAGER)
    @XmlElement(name=ANSWER_XML_NAME)
    @XmlElementWrapper(name=POSSIBLE_ANSWERS_XML_NAME)
    public List<Answer> getPossibleAnswers() {
        if (this.possibleAnswers != null) {
            return this.possibleAnswers;
        }
        return new ArrayList();
    }

Kann man aktuell noch hier im zweiten Beitrag bewundern.

Dieser Inhalt wurde aus einer weiteren Quelle zusammengefügt. Mehr...

Für kleine Diagramme muss es nicht immer ein ausgereiftes UML Tool sein. Mit websequencediagrams können kleine Dinge auch schnell geskribelt werden. Die Sprache ist schnell erlernbar, die Ergebnisse ausreichend, wenn nicht gerade Codegenerierung oder gar Round-Trip-Engineering benötigt wird.

Mit yUML können auch Klassen- Aktivitäten und Use-Case Diagramme erstellt werden.

Über Kreuzberg nimmt die Sonne Abschied vom Tag. Auf der Spree zieht langsam eine losgerissene Tonne vorbei - links ausserhalb des Bildes. Auf dem seit Monaten nicht mehr genutzen Industrieareal wird tapfer weiter Schnee geschippt.

[UNTERGEHENDE SONNE ÜBER KREUZBERG VOM FRIEDRICHSHAINER UFER HÖHE OSTBAHNHOF GESEHEN. DORT WIRD SCHNEE AUF EINER INDUSTRIEBRACHE GERÄUMT.]
Untergehende Sonner über Kreuzberg

 

Ein kurz aufleuchtender Star am Suchsystemhimmel ist verglüht. Heute wird der letzte siechende Tag im Leben der Vionto GmbH (AZ: 36v IN 4850/09, Amtsgericht Charlottenburg) sein. Es folgt der unrühmliche Tod durch Insolvenz. Innerhalb eines Jahres aufgestiegen und dann jäh abgestürzt. Diesmal bleibt nichts übrig. Götterdämmerung.

Preise hatte Vionto letztes Jahr einige gewonnen: SuMa-Award, Red Herring Europe Top 100 2009 Award, den eco Internet Award und noch einige mehr. Es hat nichts genützt. Ideen – technisch hervorragend umgesetzt – konnten oder wollten nicht in Geld umwandelt werden. War das Fundament zu wackelig, ohne Substanz, gepaart mit Unvermögen und Arroganz? Eine Mischung wird es gewesen sein. Der Tod, er war schon im Frühjahr 2009 absehbar. Da war die Vionto gerade einmal 5 Monate alt. Entstanden aus den wirtschaftlichen Trümmern der semgine GmbH (AZ: 36s IN 4162/08, Amtsgericht Charlottenburg). Alte Mannschaft, neue Investoren und in der Führung ein Neuer: Ralf von Grafenstein. Nach kurzer Zeit war auch wieder der ehemalige semgine Geschäftsführer mit an Bord: Dr. Martin Christian Hirsch – als Geschäftsführer.

Zum Ende der semgine möchte ich nicht viel schreiben. Ich war als Mitarbeiter involviert. Nur soviel: der Eyeplorer, das System auf dem die Vionto basiert, wurde in den letzten Monaten der semgine entwickelt. Er sollte als Neuanfang dienen und neue Investoren anfixen. Die alten Investoren waren verbrannt.

Ich konnte das kurze aufblühen und verglühen der Vionto aus naher Distanz beobachten. Ich habe mitbekommen, wie die Ergebnisse des Eyeplorers nicht wirklich besser wurden, aber immer neue Funktionen hinzu kamen. Funktionen, die mit Suche nichts zu tun haben. Bei 13.000 Anfragen am Tag wurde ein Tool zur Ergebnissverwaltung für angemeldete Benutzer aufgebaut. Es wird sogut wie nie benutzt. Das Produktmanagement wollte es nicht wirklich. Die Entwickler sahen keinen grossen Sinn darin. Trotzdem ist es da.

Ich habe mitbekommen, wie Mitte 2009 erste Unruhe aufkam. Wie Kurzarbeit angemeldet wurde für ein Unternehmen, welches praktisch keine Kunden hatte und nur durch sein Portal bekannt war. Dem aussen stehenden Betrachter stellte sich sofort die Frage: und wer entwickelt jetzt das Portal weiter? Die Kurzarbeit war nach knapp einer Woche wieder vorbei – auch weil niemand da war als Besuch im Haus herum geführt wurde. Kurz nach der Kurzarbeit drei Mitarbeiter entlassen: zwei Entwickler und ein SysAdmin. Es blieben zwei Geschäftsführer, zwei bis drei Produktmanager (so genau habe ich das nie durchschaut), eine Sekretärin, ein Admin, vier Entwickler und einige Praktikanten.

Die Entlassungen waren dann wohl der berühmte Tropfen. Schon zur Zeit der Kurzarbeit suchten zwei Entwickler aktiv nach einem neuen Job – nicht die später Entlassenen. Nach den Entlassungen waren es dann drei. Mitarbeiter haben ein gutes Gespür und sind bei einer Insolvenz meistens bereit dem Unternehmen zu helfen. Trotzdem gibt es immer wieder Eintagesurlaube, mitten in der Woche :-) Als die Vionto Insolvenz anmeldete gab es diesmal kein Halten mehr. Das Team brach in kurzer Zeit auseinander. Das endgültige Ende eines kleinen Softwareunternehmens.

Die Ruinen sind heute noch unter der Eyeplorer-Domain zu bewundern. Sehr SEO lastig. Ich verlinke nicht, weil ich nicht weiss wie lange die Domain noch existiert. Die rauchenden Trümmer basieren auf einer komplexen Technologie. Mehrere 100.000 Zeilen Quelltext für die heute kein Entwickler mehr zuständig ist der sich auskennt. Der Quellcode ist damit so gut wie wertlos. Trotzdem will Dr. Martin C. Hirsch wohl erneut weiter machen – mit dem Google-Herausforderer.

Stay tuned.

Wem JAD nicht mehr genügt, weil er nur bis Java 1.4 sinnvoll decompiliert (kein Generics Support), mag sich JD anschauen. Kein Problem mit inneren Klassen, synthetischen oder Brigde-Methoden/Typen. Annotationen werden aufgelöst und enum Typen decompiliert. Der erzeugte Quellcode ist gut lesbar - ist ja der kniffelige Part bei Decompilern. Wird bei mir JAD ablösen.

Und ich frage mich, warum die Decompiler Jungs immer C++ verwenden.

[EISBRECHER UND SCHLEPPER "SEEHUND" SCHLEPPT SCHUBSCHIFF DURCHS EIS AUF DER FAST ZUGEFRORENEN SPREE (BERLIN)]
Schleppverband auf Spree

 

Hat wirklich irgendjemand geglaubt, dass der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung nicht kommen wird? Damals, als das Gesetz und dieser unsinnige Gesundheitsfonds beschlossen wurde? Naiv zu glauben, die Kassen liessen sich knapp 4,8 Millarden Euro Mehreinnahmen entgehen.

War heute zum ersten Mal im Neuen Museum auf der Museumsinsel. Hatte Glück und bin über eine Gruppenführung "ohne Anstehen" reingekommen. Führung war, ganz ehrlich gesagt, ging so. Ich hasse diesen arroganten, Lehrerhaften Ton den viele dabei anschlagen. Aber es war nicht so wild, die Führung war bald vorbei und ich konnte mich dem Museum hingeben. Es war toll, grandios und wunderbar.

Muss leider sagen, dass ich mir die Exponate nicht so genau angesehen habe. Das erledige ich beim sicheren nächsten Mal. Habe mir einfach nur die Architektur angeschaut und das ganze auf mich wirken lassen. Es gab ja eine große öffentliche Diskussion.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich begeistert bin. Zwar mag ich es nicht so, wie der goldene Hut "abgeschoben" wurde, aber die Lösung mit den laminierten DIN A3 Pappen zur Information der Besucher waren gut gemacht. Aber wie in allen Museen waren es einfach zu wenige. Außerdem fand ich es schwierig, diese Pappen in den dunklen Ecken zu lesen. Natürlich können sie auch in den Raum mitgenommen werden, so dass man sich manche Sachen direkt vor den Objekten durchlesen kann.

Toll fand ich, dass man das Musikinstrument im 3. Stock mal hören konnte ;-). Werde auf alle Fälle und mit etwas mehr Zeit wieder einmal hingehen. Leider musste ich auch feststellen, dass frau in 1 1/2 Jahren doch viel zu viel vergisst.

Fazit: auf alle Fälle hingehen. Es lohnt sich wirklich für jeden!

Schöne Analyse von Jens Berger zu den brennenden Autos in Berlin.

Hatte mich heute auf einen wunderschöne Hühnersuppe gefreut. Leider war das Huhn wohl ein alter, zäher Hahn. Ergo: Ab in die Biotonne.

Haben dann zum Abendessen bei Joeys im Friedrichshain bestellt. Leider kam die Bestellung viel zu spät (20 Minuten später als zugesagt) zudem war die Pizza so pappig wie ein alter Wischmop. Ergo: Niemals wieder bei Joeys bestellen.

Gehen heute kulinarisch unbefriedigt in Bett.

«Arbeit macht frei» - das eiserne Schild über den Eingang zum Vernichtungslager Auschwitz wurde geklaut. Hoipoloi hat da eine Idee…

Nachtrag zu Schiffsverkehr.

[NEON BLAU UND ROT BELEUCHTETES SCHIFF AUF SPREE]
Spree

 

Die Stärke des Liberalismus ist, dass er auf einem ähnlich soliden theoretischen Fundament aufbaut wie der Kommunismus: der menschlichen Vernunft.

Ich bin an der Nadel. Sie haben mich. Genauer: Google hat mich. Auf dem Ubuntu und dem Mac hat Chrome heute das Duo Safri/Firefox abgelöst. Ich verwende kaum noch den GMX Account sondern Google Mail. Verwalte dort meine Termine und Kontakte; habe ein Android Telefon und einen Google Wave Account.

Gibt es eigentlich schon die Anonymen Googler?

Es wird immer mal wieder geschrieben, der Klimawandel müsse gestoppt werden – um die Erde zu retten.

Wie meinen? Eiszeiten und Dürreperioden hat es immer mal wieder gegeben. Der Erde scheinen sie nicht geschadet zu haben. Vielleicht einigen DNS-Trägern. Aber die kommen und gehen. Um die Rettung der Erde müssen wir uns wohl erst in 4-5 Milliarden Jahren Gedanken machen. Das ist noch weit hin. Vorher wird Kopenhagen bestimmt noch ein paar Mal Tiefseehafen werden.

Ach herrje. Es gipfelt mal wieder: IT-Gipfel. Die üblichen Verdächtigen.

Stolz wird ein konkreter Theseus Output präsentiert – endlich einmal. Wieviel Steuermillionen sind dafür versenkt worden? Aus eigener Erfahrung mag ich gar nicht daran denken, was damit alles quersubventioniert wurde. Und sowas wird als Leuchturmprojekt dargestellt.

Und dann natürlich die glorreiche Idee verseuchte Rechner mittels Netzwerkdatenanalyse zu identifizieren. Das ist nicht nur ein echter Brüller. Es zeigt auch, wie sich Politik und die ihr ergebenen Lobbyverbände die Zukunft der vernetzen Gesellschaft vorstellen: ähnlich wie die unsägliche Sperrdebatte – oberflächlich schauen und dabei die Freiheit mit Füssen treten. Botnetze arbeiten im Verborgenen. Bots nisten sich auf Rechnern ein und versuchen nicht entdeckt zu werden. Aktuell mögen sie vielleicht etwas offen kommunizieren. Was wird aber passieren, wenn durch eine wie auch immer geartete totale Analyse des gesamten Netzverkehrs durch Provider, dieser Datenverkehr bekämpft werden soll? Richtig: die Kommunikation wird ⒜ verschleiert und die Kommunikation wird ⒝ über Overlaynetzwerke abgewickelt. Mit dem Ergebniss: die alten und schwachen werden gefunden und der Benutzer wiegt sich in trügerischer Sicherheit. Selbstverständlich geht es auch um Sanktionen. Der Benutzer soll, so er nicht freiwillig mitmacht, gezwungen werden. Menschen überzeugen? Nicht doch. Zwang ist überhaupt wohl das Einzige, was in diesem Land verstanden wird. Was bei mir wiederum die Frage aufkommen lässt: wer haftet wenn mal was nicht so hinhaut wie es soll? Daten unwiderbringlich verloren sind? Die ISPs?

Es scheint sich aber ein Trend abzuzeichnen: Provider und ISPs werden stärker eingebunden in die totale Überwachung des Datenverkehrs. Provider und ISPs müssen heute schon die Daten für die Vorratsdatenspeicherung sammeln, in Frankreich und Großbritannien sind sie der verlängerte Arm der Contentindustrie (Stichwort: Three-Strikes-Out). Der Provider und ISP: mein Blockwart.

Und unser neuer Innenminister? Thomas de Maizière gibt sich scheinbar selbstkritisch wenn er sagt dass der Staat seine Bürger mit einem Generalverdacht belegt hat. Seine Aufgabe sei es diese Kluft zu überwinden. Scheinbar kein Wort darüber, die Gesetze, in denen dieser Generalverdacht mündet, zu überarbeiten und abzuschaffen. Stattdessen solle ein Dialog des Vertrauens geschaffen werden. Wie immer also: reden und weitermachen wie bisher – darüber etwas nettere Polit-PR giessen.

Einzige Hoffnung: bisher haben diese IT-Gipfel heisse Luft produziert.

Manchmal muss es ein grober Klotz sein. Ein Klasse die ich entwickelt hatte, hatte eine bestimmte Signatur. Nix wildes, beispielsweise war die Klasse final. Wenn eine Klasse final ist, muss ich mich nicht um die Probleme kümmern, die Vererbung mit sich bringen kann. Das final war plötzlich verschwunden. Grund: in einem Test wurde eine abgeleitete Version benötigt. Leider wurde nur das final entfernt. Die Klasse aber nicht hinsichtlich Vererbung angepasst. Z.B. habe ich in der equals Methode noch den instanceof Operator verwendet. Geht bei final Klassen. Bei Klassen, die nicht final sind ist das grob fahrlässig.

Ich habe den Test umgeschrieben – es geht auch einfach ohne Vererbung mit nur einer Zeile Code mehr und dann die Tests erweitert. Bisher habe ich immer nur die Erzeugung eines Exemplars über den Konstruktor getestet. Jetzt teste ich auch die Signatur. Den Test habe ich mit einem Kommentar versehen. Hoffentlich hilft es.


    @Test
    public void creation() {
        // If you must change these tests go into yourself and check:
        // are the changes are really needed?
        new Notifier();

        final Constructor[] cons = Notifier.class.getDeclaredConstructors();
        assertThat(cons.length, is(equalTo(1)));
        assertThat(Modifier.isPublic(cons[0].getModifiers()), is(equalTo(true)));

        final int modifiers = Notifier.class.getModifiers();
        assertThat(Modifier.isPublic(modifiers), is(equalTo(false)));
        // Implementation safe for inheritance?
        assertThat(Modifier.isFinal(modifiers), is(equalTo(true)));
    }

Vorher sah der Test so aus:


    @Test
    public void creation() {
        new Notifier();
    }

«Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten»

YAAM, ein Strandclub nahe der Eastside-Gallery. Der Club gibt sich weltoffen und alternativ – Freie Republik YAAMaika. Auf Demos immer mal mit eignem Wagen dabei. Sicherlich auch als es um ein freies Spreeufer ging. Zumindest suggeriert dies das Schild im Bild ganz Links-Mitte (klicken für grosse Ansicht). Soweit die revolutionäre Theorie. Der ganz praktische Zaun sieht etwas anders aus. Freies Spreeufer? Nur gegen Eintritt oder Verzehr.

Selbstschussanlagen konnte ich hingegen keine entdecken.

[MIT ZAUN GESICHERTES GELÄNDE. DER ZAUN VERHINDERT, DASS DAS SPREEUFER AUF DEM YAAM GELÄNDE GENUTZT WERDEN KANN]
YAAM am östlichen Spreeufer