Gabi und Sascha
Kategorien : Alle | Berlin | Bücher | Fotografie | Java | Linkhalde | Weichware | Verfassung
[OBDACHLOSER MANN SCHLÄFT MIT SEINEN HABSELIGKEITEN UNTER DEM GRAFFITI EINER ATHENER EULE.]Athen, Griechenland
 
[FRAUEN VOR SEE-CONTAINERN UND ÖLFÄSSERN VOR EINEM DRAMATISCHEN WOLKENBILD]Berlin, Friedrichshain
 

Kurze Antwort: Nein.

Längere Antwort: Story Points machen keinen Sinn, weil sich in Scrum die Grundlage von Sprint zu Sprint ändert. Story Points sind wie Schulnoten, die Entwickler des Scrum Develpment Team vergeben. Zwar soll es innerhalb des Development Teams einen Konsens über die Story Point Bewertung geben, trotzdem kann jeder Entwickler eine User Story unterschiedlich bewerten. Es hängt von seinem Wissen und seiner Erfahrung ab. Deswegen gibt es im Planing Meeting den Scrum Poker.

Auch weggehende oder neu hinzukommende Teammitglieder verändern die Velocity in einem Scrum Development Team.

Die jeweiligen Verschiebungen können nur minimal sein. Über einen längeren Zeitraum aber kommt es unweigerlich zu Verschiebungen, welche Story Points als solche wertlos für ein Unternehmen machen.

Wann Story Points als sich Kennzahl eignen

Und trotzdem eignen sich Story Points, wenn z.B. die Abweichung zugesagter (commited) zu erreichten (achieved) Story Points über einen längeren Zeitraum gemessen wird. Diese Relation sagt etwas über die Schätzgenauigkeit des Teams aus. Und diese Schätzgenauigkeit muss ständig verbessert werden. Wird sie schlechter, dann muss geprüft werden warum dies der Fall ist. So kann zum Beispiel die Beschreibung der User Stories schlechter werden - wie messe ich die Qualität der User Stories sonst? Oder aber das Team wird durch hohe Mitarbeiterfluktuation schlechter, die Dauer eines Sprint hat sich verändert (verlängert), es kommen zu viele Bugs rein usw.

Vollkommen ungeeignete Kennzahlen

Vollkommen ungeeignet als langfristige Kennzahl sind die durchschnittlich erreichten Story Points der Sprints über einen Zeitraum X. Dabei wird beispielsweise der Durchschnitt der Story Points über 6 Sprints ermittelt. Nach dem nächsten Sprint wird der Durchschnittswert dann mit dem Durschnittswert des vorhergehenden Durchschnittswert verglichen und so eine Steigerung oder ein abfallen ermittelt. Bereits durch das Planing Poker sind die Story Points eines Sprints schon Durchschnittswerte. Wird aus der Menge der Durchschnittstwerte wiederum der Durchschnitt berechnet, dann ist die Kennzahl am Ende nur noch ein Durchschnittsbrei. Erschwerend kommt hinzu das Einflüsse auf das Team - z.b. Mitarbeiter- oder Zeitveränderungen - nicht berücksichtigt werden.

Zusammenfassung

Story Points eigenen sich nur sehr begrenzt als längerfristige Kennzahl in Scrum. Als Durchschnittswert sind sie vollkommen ungeeignet. In Relation von committed vs achieved Story Points können sie geeignet sein.

Menschen müssen direkt miteinander reden. Deswegen habe ich keine fundamentalen Probleme mit dem G7 Treffen in Bayern. Dennoch gibt es ein paar Dinge die mich ankotzen.

Platt ausgedrückt ist der G7 Gipfel in Elmau ein 2 Tagetrip mit Vollpension inklusiv Bergblick für 360 Millionen Euro.

Ein grosser Teil des Geldes fliesst auch in das Sicherheitsaufgebot. Und da fangen meine Bauchkrämpfe an. Wenn eine derartig viel Sicherheit nötig ist, dann scheinen die anwesenden Politiker und ihre Vorgänger grundsätzliche Dinge falsch gemacht zu haben. Würde die Politik einigermassen mit dem Willen der Beherschten übereinstimmen, so würde der Sicherheitsaufwand erheblich geringer sein.

Insofern ist zeigt der Gipfel sehr schön und plakativ, wie weit sich die demokratischen Führer und das System von der Demokratie entfernt haben.

Das es am Rande zu Ausschreitungen kommen wird - nach allem was wir aus der Vergangenheit erfahren haben auch provoziert von der Exekutive - ist so sicher wie die mageren Ergebnisse, die solche Gipfeltreffen erreichen.

[EIN MANN MIT EINEM BART SCHAUT HINTER EINER FAHRRADAMPEL IN RICHTUNG FAHRRADFAHRER. DABEI WIRD SEIN GESICHT VON DM MIT ZETTEL ÜBERKLEBTEN AMPELMAST VERDECKT UND NUR EIN AUFGE IST ZU SEHEN. BILD IN SCHWARZWEISS, NACHTFOTO]U-Bahnhof Eberswalder Straße, Berlin
 
Wie ich seine Aufgabe erkläre

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Qualitätsmanagement. Und immer wieder kommen Fragen wie: ist das sinnvoll? Muss diese oder jene Massnahme gemacht werden?

Dreh- und Angelpunkt des Qualitätsmanagements ist das Qualitätsmanagementsystem (QMS). Inzwischen definiere ich den Begriff wie folgt:

Das Qualitätsmanagementsystem ist das Managementsystem zur Erfüllung von Anforderungen.

Damit umfasst das QMS fast alle Bereiche eines Unternehmens, mindestens alles aus dem Bereich der Wertschöpfung.

Am Anfang

Ich hatte am Anfang keine wirklich gute Erklärung für die Frage: Was umfasst das Qualitätsmanagementsystem überhaupt? Zwar kann ich mich an der ISO 9001:2008 entlang hangeln. Die ist aber umfang­reich und später kommt dann immer die Fragen: verlangt die Norm das? Müssen wir das für die Norm machen? Das zeigt: der Frager hat den Sinn des Qualitäts­management­system nicht verstanden. Für eine Norm macht das QMS erst einmal gar nichts.

Die Frage: „müssen wir das für die Norm machen?” kann meistens übersetzt werden mit: „müssen wir das für die ISO 9001 Zertifizierung machen?". Die Frage impliziert: okay, dann machen wir das. Mehr aber auch nicht.

Das Qualitätsmanagementsystem

Für die Erklärung des QMS Umfangs muss der Begriff erklärt werden. Und hier dreht sich erst einmal alles um den Begriff Qualität. Was genau ist denn diese Qualität?

Für Qualität gibt es mehr als eine Definition. Ein paar Beispiele:

ISO 9000:2005

Qualität
Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.
Anforderung
Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist.
Merkmal
kennzeichnende Eigenschaft

Die Definition ist umfassend, aber komplex. In einem Gespräch nicht schnell zu erklären. Deswegen nicht sonderlich gut geeignet in einem Gespräch.

Online-Verwaltungslexikon

Qualität heißt nicht nur genau das zu liefern, was der Kunde wollte, sondern auch das, was er gewollt hätte, wenn er richtig beraten worden wäre.
(Quelle)

Diese Definition ist schon praxisnah. Aus der Definition kann schon fast ein direkter Bezug zum Kano-Modell abgeleitet werden – dies ist bei der ISO Definition schon schwieriger zu erkennen. Das Kano-Modell ist aber ein anderes Thema.

Meine kurze Definition von Qualität

Ich habe mir eine kurze und pragmatische Definition des Begriffs Qualität ausgesucht:

Qualität ist die Erfüllung von Anforderungen.

Managementsystem zur Erfüllung von Anforderungen

Den Begriff des Qualitätsmanagementsystem definiere ich damit wie folgt:

Das Qualitätsmanagementsystem ist das Managementsystem zur Erfüllung von Anforderungen.

Anforderungen an ein Wirtschaftsunternehmen

Mit dieser Definition lässt sich dann überleiten zu den Anforderungen an ein Wirtschafts­unternehmen: dieses muss in erster Linie Geld ein­nehmen, um Mitarbeiter, Lieferanten zu bezahlen. Auch die Eigentümer erwarten eine Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals. Diese Anforderungen an ein Wirtschafts­unternehmen können erfüllt werden, wenn es die Anforderung der Kunden erfüllt werden.

Damit umfasst das QMS fast alle Bereiche eines Unter­nehmens, mindestens alles aus dem Bereich der Wert­schöpfung. Aber auch z.B. die Erfassung des Krankenstandes ist Teil des QMS. Denn wenn dieser zu hoch ist, kann das Unternehmen seiner eigentlichen Aufgabe – der Erfüllung von Anforderungen – nicht mehr ausreichend nachkommen.

Die Featured Motte hatte die Marke von 25 Millionen Views durchbrochen.
Genau: sie ist gerade bei 25.021.999 Views. Sehr geil!

Nach überschreiten der 10 Millionen Grenze im Juli 2014 kommen zur Zeit ca. 50.000 Views am Tag hinzu. Irgendwann Ende 2016 müsste dann das nächste Ziel - wenn nichts dazwischen kommt - erreicht werden: 50 Millionen Views :)

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
Visualisierungen der Zugriffszahlen
[KURVE ÜBER DIE VIEWS VOM 2012-09-06 BIS 2015-04-10]
Views total vom 2012-09-06 bis 2015-04-10

Erklärung für die nicht allzu spitzen Kurvenausschläge: ich habe nicht jeden Tag gemessen. Zur Zeit messe ich einmal im Monat.

[KURVE ÜBER DIE VIEWS PRO TAG VOM 2012-09-06 BIS 2015-04-10]
Views pro Tag vom 2012-09-06 bis 2015-04-10

Die Zugriffsstatistik als PDF Dokument.

[KÜSSENDES PAAR VOR PHOTOAUTOMAT]
 

gesagt → heißt: nicht gehört
gehört → heißt: nicht verstanden
verstanden → heißt: nicht einverstanden
einverstanden → heißt: nicht behalten
behalten → heißt: nicht angewandt
angewandt → heißt: nicht beibehalten

Wirklich. Ich finde es toll, dass China eine Hintertür für jedes System möchte, welches Daten verschlüsselt. Um die Daten bei Bedarf einfach zu entschlüsseln - also immer. Und ich kann die Aufregung der USA deswegen nicht verstehen, die das Gleiche selbst fordern.

Sollte China das Recht um- und dann durchsetzen, dann ist Unternehmenscyrpto am Ende. Die grossen US-Unternehmen können es sich nicht leisten den chinesischen Markt zu verlassen. Und sie werden auch keine chinesische Extrawurst produzieren. Zumal damit zu rechnen ist, dass dann andere Länder (Russland, Brasilien usw.) ganz schnell auch ein solches Recht einführen. Und auch der EU-Rat diskutiert die Schlüsselhinterlegung.

Unternehmenscrypto ist dann am Ende, weil wir dann alle offiziell wissen, dass sie nicht sicher ist. Jetzt müssen wir annehmen das sie nicht sicher ist. Weil grundsätzlich keine Cryptografie, die nicht Open-Source ist, als sicher gelten kann.

Open Source Software kann ich selbst übersetzen in ein lauffähiges System. Sie kann durch öffentliche Reviews gehen. Dort eine Hintertür ein zu bauen wird schnell auffallen. Open Source Cryptosoftware ist grundsätzlich vertrauenswürdiger.

Was sollen sie dagegen noch tun? Auch dort Hintertüren verlangen? Oder verbieten? In China… sicher­lich. Im vermeintlich freien Westen würde dies den Kern der freien Meinungsäußerung ad absurdum führen. Im vermeintlichen Kampf gegen den Terrorismus oder organisierte Kriminalität oder was auch immer, würden die Falken dies in Kauf nehmen. Es geht um Macht und Machterhalt. Und da kann auf Befindlichkeiten wie die freie Meinungsäußerung keine Rücksicht genommen werden.

[ZWEI MENSCHEN SITZEN IN EINER ECKE AN EINEM HAUSEINGANG UND UMARMEN SICH. AN DER GLASSCHEIBE NEBEN DEM PAAR STEHT DER SCHRIFTZUG "WILLKOMMEN". HINTER DEM PAAR LIEGT EINE REISETASCHE.]
 

In den letzten Tage habe ich an einer neuen Kugelbahn gebaut. Zwei Grundelemente wollte ich darin unterbringen:

  1. die Welle - basieren auf Lego Raupenketten Elementen.
  2. einer Nürnberger Schere - als Lift.
Die Nürnberger Schere war dabei das problematischere Element. Da sie ausgefahren sehr wackelig ist, muss sie in einem Führungsgestänge einigermassen in Richtung gehalten werden. Das zweit Problem ist der Antrieb, der sehr stabil ausfallen muss. Gerade im eingefahrenem Zustand muss ein sehr hohes Drehmoment aufgewendet werden, um den Widerstand zu überwinden. Ich habe dies durch einen verstärken Scotch-Yoke Kurbeltrieb gelöst. Die Verstärkung besteht aus einer zweiten Führungsachse, die ein verdrehen der eigentlichen Triebachse verhindert. Zusätzlich wurden an der offnen Seite des Triebs zwei Führungsstangen angebracht, die als eine Art Käfig dienen, in denen der Kurbeltrieb läuft.

Angetrieben wird der Kurbeltrieb von einem Power Functions M-Motor (58120). Dessen 3,63Ncm treiben über ein Schneckenantrieb ein 16 Zähne Zahnrad an. Der 9V Mini-Motor (43362) mit seinen 2,25Ncm reicht nicht aus. Das Antriebsgehäuse habe ich als Noppen-Konstruktion ausgelegt. Diese ist gerade ausreichen, um mit den Kräften um zu gehen. Besser würde hier eine noppenlose Konstruktion sein.

Die Kugelbahn ist für ca 15 Lego Sports- und Bionicle Zamor Kugeln ausgelegt.

Das Mühlenelement habe ich gebaut, um die Kugel vom Wellenelement in ausreichend Höhe zu bekommen. Es war mehr eine Fingerübung als Herausforderung.

Beim TTIP Abkommen wird bekanntlich auch ein sogenanntes Investitionsschutzabkommen verhandelt. Einfach ausgedrückt können dabei Konzerne Staaten vor privaten Gerichten auf Schadenersatz verklagen. Z.B. wenn sie meinen Gesetze werden zu ihren Ungunsten geändert und dem Konzern entgehen zukünftige Gewinne. Darauf können wir ein ganz neues Geschäftsmodell aufbauen:

Konzern A verkauft das Produkt X. Am Anfang verdient er gut damit, weil er seinem Konkurrenten B voraus ist. Die Konkurrent B holen auf. Konzern A verdient weniger. Weil Konzern A seine Kennzahlen im Griff hat merkt er dies lange vor der Öffentlichkeit und den Investoren. Damit die Gewinne weiter sprudeln, zumindest so lange wie der gegenwärtige Vorstand im Amt ist, investiert Konzern A in Lobbyisten und PR, damit ein Gesetz zu seinen Ungunsten beschlossen wird. Dann verklagt Konzern A den das Gesetz erlassenden Staat auf den entgangenen Gewinn. Gewinnt er, sprudeln die Einnahmen kurzfristig wieder. Und egal ob er verliert oder gewinnt: die Investition in Lobbyisten und PR kann abgeschrieben werden.

Deswegen: Stopp TTIP!

[EINE FRAU FÄHRT AUF EINEM FAHRRAD AN EINER GRUPPE HALTENDER AUTOS AN EINER AMPEL VORBEI. DIE BELEUCHTUNG DER DÄMMERUNG UND DER STADT MACHEN DAS BILD SEHR BUNT]
Woman on Bike in front of Cars
Hintergrund
In den lezten Monaten habe ich das Mitziehen der Kamera bei längeren Belichtungen verstärkt geübt. Und die Extremsituationen wurden… extremer. Dieses Bild entstand im Sommer 2014 am Ende der Dämmerung in Berlin an der Warschauer Straße. Ich habe in einer Stunde knapp 300 Aufnahmen gemacht. Dieses ist das einzige Bild was gut geworden ist.

Die Kamera war im Continuous Auto­focus plus Tracking (C-AF+TR) Modus. Der Modus ist an den Olympus Kameras erst seit der Olympus OMD EM-1 einigermassen zu gebrauchen. Trotzdem gibt es bei der Aufnahme noch Probleme. Der Bildstabilisator muss ausgeschaltet werden, damit nicht zu viele vertikale Streifen entstehen. Bei späteren Bildern habe ich den Stabi ausgeschaltet und der Fluss der Lichter ist harmonischer.

Dampfhammer und archimedische Schraube

Diese Kugelbahn ist ein Prototyp. Sie funktioniert nur bedingt und kann maximal 2-3 Kugeln gleichzeitig verarbeiten. Das Problem ist die korrekte Zuführung von Kugeln an den Dampfhammer. Diese Zuführung muss synchron mit dem Dampfhammer erfolgen. Ansonsten fliegt die Kugel wild in der Gegend herum. Diese Synchronisierung habe ich bei diesem Model nicht richtig in den Griff bekommen.

Auch der Kugel-Teiler hinter der archimedischen Schraube funktionierte nicht zuverlässig. Er sollte eigentlich verhindern, dass zwei Kugeln einem Dampfhammer zugeführt werden. Die Sports-Kugeln sind aber bei der Schräge zu leicht und das Rad nicht exakt genug und zu schnell. Ausserdem ist zu wenig Platz vorhanden gewesen für ein Gegengewicht. Teilemangel, you kow.

Für Zamor Kugeln war die Bahn nicht ausgelegt. Grund: die Dampfhämmer müssen genau auf die Kugelart justiert werden, damit die Kugeln nicht zu weit oder zu kurz fliegen.

Die archimedische Schraube sollte nicht länger als die abgebildete Schraube sein. Ansonsten biegt sich die Achse zu stark durch.

Wir haben heute eine qualifizierte Incident-Bewertung erarbeitet. Dabei haben wir bewusst auf den in der IT-Entwicklung vorherrschenden Begriff Bug verzichtet. Uns erschien der Begriff Incident aus ITIL klarer.

Ein Incident wurde von uns als jegliche Abweichung von den Anforderungen definiert. Er wird in unserem Ticket-System als eigenständige Entität definiert, neben z.B. User Story und Epic. Ein solcher Incident muss bewertet werden. Von dieser Bewertung hängt die Dringlichkeit der Bearbeitung ab.

Die 3 Incident Kategorien

Die von uns vorgeschlagene Bewertung von Incidents hat drei Ebenen. Dabei entspricht 1. der dringlichsten Kategorie und 3. der am wenigsten dringlichen Kategorie.

  1. Major Incident
  2. Defect
  3. Nonconformity

Major Incident

Ein Major Incident kann nur von einem Kunden, an den ein Produkt ausgeliefert wurde, gemeldet werden. Ein solcher Major Incident muss immer durch einen Verstoß gegen ein Service Level Agreement (SLA) oder die wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals begründet sein. Ist ein Major Incident nicht durch ein SLA oder eine wesentliche Nichteinhaltung begründet, wird der Major Incident zu einen Defect herab gestuft. In einem solchen Fall muss dokumentiert werden, dass der Defect von einem Kunden gemeldet wurde.

Ein Major Incident löst immer eine beschleunigte Bearbeitung aus. Das heisst, ein Team muss sich unmittelbar um die Lösung des Incidents kümmern.

wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals

Der Begriff wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals ist noch zu unbestimmt. Der Begriff muss genauer bestimmt werden. Zum Beispiel ist bei einer Datenbankanwendung die fehlende Möglichkeit einen korrekten Datensatz ab zu speichern eine wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals. Ebenso kann das entstehen von nicht konsistenten Datensätzen eine wesentliche Nichteinhaltung sein.

Kann hingegen eine virtuelle Maschine nicht mit z.B. einen Hauptspeicher von 4 GB gestartet werden, wohl aber mit 4,1 GB, so ist dies keine wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals

Defect

Eine Defect (Mangel) ist jede Art von Mangel, welcher den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produktes einschränkt. Das Beispiel aus der virtuellen Maschine im vorhergehenden Kapitel ist ein solcher Defect.

Ein bekannter Defect für eine geplante Produktversion ist dabei immer ein sogenannter Auslieferungs- oder Release-Blocker. Grund: in Deutschland darf ein Produkt nur frei von Sach- und Rechtsmängeln ausgeliefert werden (§ 434 BGB).

Einen Release mit einem bekannten Defect auszuliefern bedarf immer einer Sonderfreigabe durch die Geschäftsführung. Schon damit der Releasemanager von Schadensersatzansprüchen geschützt wird.

Nonconformity

Eine Nonconformity beschreibt einen Fehler, der den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produktes nicht einschränkt. Dies können z.B. falsch geschriebene Wörter sein oder eine nicht korrekte Farbgebung. Dabei können die gegebenen Beispiele nicht pauschal angewendet werden. Bei einer Ampelanlage sind falsche Farben eine wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals und damit ein Major Incident.

Ein Produkt kann ohne Sonderfreigabe durch die Geschäftsführung freigegeben werden, wenn es noch nicht frei von Nonconformities ist.

Externe Indicent-Meldungen

Incident-Meldungen, die nicht von Mitarbeitern der Organisation gemeldet werden, müssen als external incident gekennzeichnet werden. Dies ist bei einem Major Incident impliziet der Fall. Bei einem Major Incident, welcher in einen Defect umgewandelt wird, muss die Markierung automatisch eingefügt werden.

Für "external incidents" gilt, das immer eine Root-Cause-Analyse über die technische und organisatorische Ebene durchgeführt werden muss. Aus dieser Analyse werden dann Massnahmen zur zukünftigen Fehlervermeidung abgeleitet.

Schlussbetrachtung

Ich denke, dass dieses Modell einer Incidentbewertung einigermassen stimmig ist. Unzufrieden bin ich noch mit dem Begriff und der Definition der "wesentlichen Nichteinhaltung eines Produktmerkmals".

[MENSCHEN GEHEN NACHTS EINE TREPPE AN EINEM U-BAHNHOF HINUNTER UND STRÖMEN AUSEINANDER. DER U-BAHNHOF IST AUF EINEM VIADUKT GEBAUT UND MENSCHENMASSEN SIND HINTER VERGITTERTEN SCHEIBEN ZU SEHEN. SCHWARZWEISS
U-Bahnhof Eberswalder Straße
 

Wir haben in den letzten Wochen die ideale Kugel für Lego-Kugelbahnen gesucht. Dabei haben sich die Lego Sports Basket- und Fußbälle als ideal heraus gestellt.

Tischtennisbälle

Unsere erste Lego-Kugelbahn hatten wir noch für Tischtennisbälle gebaut. Tischtennisbälle sind allerdings nicht sonderlich geeignet für solche Bauten. Sie sind zu gross und verbrauchen damit sehr viele Teile, um sie nur ein wenig zu bewegen. Tischtennisbälle sind ausserdem sehr leicht und springen unkontrolliert. Es musste also Ersatz her.

Glassmurmeln

Der erste Gedanke: Glasmurmeln. Die sind nicht zu gross, springen nicht. Aber Murmeln haben ein paar andere Nachteile:

  • nicht gleich gross
  • nicht immer ganz rund
  • sehr schwer (für Lego Bauten)

Original Lego Kugeln

Ich erinnerte mich an Lego Bionicle. Dort gab es Zamor Kugeln. Die waren ähnlich gross wie Murmeln, aber erheblich leichter. Und dann habe ich noch mal im Netz geschaut, was andere für Lösungen haben. Und dort werden sehr oft Lego Sports Basket- oder Fußbälle verwendet.

Über Bricklink (Danke Marc) dann auch schnell Shops gefunden, welche die Kugeln und Bälle verkaufen. Kugeln dort bestellt und dann haben wir die erste Lego-Kugelbahn für diese Kugeln gebaut.

Die Bahn ist für die beiden Lego Kugeln geeignet, nicht aber für Glasmurmeln. Auf dem abschüssigen Strecken werden Glasmurmeln zu schnell und entwickeln eine so starke Aufprallenergie, dass nach einiger Zeit die Lego-Verbindungen auseinander gehen. Murmeln sind also nicht wirklich geeignet.

Bionicle Zamor Sphere Kugeln und Lego Sports Kugeln unterscheiden sich minimal, aber entscheidendt: Die Sportskugeln haben einen Durchmesser von 14mm, die Zamor Sphere Kugeln haben einen Durchmesser von 16,5mm. Damit sind Zamor Sphere Kugeln etwas zu breit, um auf der Breite eines 2er Legosteins rollen zu können. Sie benötigen mindestens eine Breite von 3 Steinen. Hier ein Vergleich:


Bionicle Zamor Sphere

Lego Sports Basketball
Und noch einen weiteren Unterschied scheint es zu geben: Die Lego Sports Kugeln scheinen eine etwas geringere Dichte im Material zu haben als die Bionicle Zamor Kugeln. Dies ergibt sich aus dem Gewicht und dem Durchmesser:
  Bezeichnung Durchmesser
(mm)
Gewicht
(Gramm)
Volumen
(mm³)
Dichte
(g/mm³)
Glasmurmel ~16,0 ~5,6 2144,66 0,002611
Lego Bionicle Zamor Sphere 16,5 ~2,1 1436,76 0,000974
Lego Sports Kugeln 14,0 ~1,4 2352,07 0,000893

Zusammenfassung

Lego Sports Kugeln sind ideal für Lego Kugelbahnen. Sie sind klein genug für kompakte Wege. Durch ihr Gewicht springen sie kaum, was wiederum Bausteine für Begrenzungen spart. Deswegen werden wir unsere weiteren Ideen hauptsächlich für Lego Sports Kugeln umsetzen.


Von Links: Lego Sports Basketball, Glasmurmel, Lego Bionicle Zamor Sphere
Nachtrag: Es gibt auch Lego-Technic Kugeln. Diese entsprechen den Bionicle Zamor Sphere Kugeln.
[KOHLWEIßLING RAUPE ALS ~1:1 AUF MICRO FOUR THIRDS SENSOR
~1:1 auf Micro Four Thirds Sensor. Stack aus 19 Aufnahmen mit Helicon Focus 4.2.8.
 

Jojo und ich haben unsere erste Lego-Kugelbahn gebaut.

Dieser Inhalt wurde aus einer weiteren Quelle zusammengefügt. Mehr...