Gabi und Sascha
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Dampfhammer und archimedische Schraube

Diese Kugelbahn ist ein Prototyp. Sie funktioniert nur bedingt und kann maximal 2-3 Kugeln gleichzeitig verarbeiten. Das Problem ist die korrekte Zuführung von Kugeln an den Dampfhammer. Diese Zuführung muss synchron mit dem Dampfhammer erfolgen. Ansonsten fliegt die Kugel wild in der Gegend herum. Diese Synchronisierung habe ich bei diesem Model nicht richtig in den Griff bekommen.

Auch der Kugel-Teiler hinter der archimedischen Schraube funktionierte nicht zuverlässig. Er sollte eigentlich verhindern, dass zwei Kugeln einen Dampfhammer zugeführt werden. Die Sports-Kugeln sind aber bei der Schräge zu leicht und das Rad nicht exakt genug und zu schnell. Ausserdem ist zu wenig Platz vorhanden gewesen für ein Gegengewicht. Teilemangel, you kow.

Für Zamor Kugeln war die Bahn nicht ausgelegt. Grund: die Dampfhämmer müssen genau auf die Kugelart justiert werden, damit die Kugeln nicht zu weit oder zu kurz fliegen.

Die archimedische Schraube sollte nicht länger als die abgebildete Schraube sein. Ansonsten biegt sich die Achse zu stark durch.

Wir haben heute eine qualifizierte Incident-Bewertung erarbeitet. Dabei haben wir bewusst auf den in der IT-Entwicklung vorherrschenden Begriff Bug verzichtet. Uns erschien der Begriff Incident aus ITIL klarer.

Ein Incident wurde von uns als jegliche Abweichung von den Anforderungen definiert. Er wird in unserem Ticket-System als eigenständige Entität definiert, neben z.B. User Story und Epic. Ein solcher Incident muss bewertet werden. Von dieser Bewertung hängt die Dringlichkeit der Bearbeitung ab.

Die 3 Incident Kategorien

Die von uns vorgeschlagene Bewertung von Incidents hat drei Ebenen. Dabei entspricht 1. der dringlichsten Kategorie und 3. der am wenigsten dringlichen Kategorie.

  1. Major Incident
  2. Defect
  3. Nonconformity

Major Incident

Ein Major Incident kann nur von einem Kunden, an den ein Produkt ausgeliefert wurde, gemeldet werden. Ein solcher Major Incident muss immer durch einen Verstoß gegen ein Service Level Agreement (SLA) oder die wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals begründet sein. Ist ein Major Incident nicht durch ein SLA oder eine wesentliche Nichteinhaltung begründet, wird der Major Incident zu einen Defect herab gestuft. In einem solchen Fall muss dokumentiert werden, dass der Defect von einem Kunden gemeldet wurde.

Ein Major Incident löst immer eine beschleunigte Bearbeitung aus. Das heisst, ein Team muss sich unmittelbar um die Lösung des Incidents kümmern.

wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals

Der Begriff wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals ist noch zu unbestimmt. Der Begriff muss genauer bestimmt werden. Zum Beispiel ist bei einer Datenbankanwendung die fehlende Möglichkeit einen korrekten Datensatz ab zu speichern eine wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals. Ebenso kann das entstehen von nicht konsistenten Datensätzen eine wesentliche Nichteinhaltung sein.

Kann hingegen eine virtuelle Maschine nicht mit z.B. einen Hauptspeicher von 4 GB gestartet werden, wohl aber mit 4,1 GB, so ist dies keine wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals

Defect

Eine Defect (Mangel) ist jede Art von Mangel, welcher den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produktes einschränkt. Das Beispiel aus der virtuellen Maschine im vorhergehenden Kapitel ist ein solcher Defect.

Ein bekannter Defect für eine geplante Produktversion ist dabei immer ein sogenannter Auslieferungs- oder Release-Blocker. Grund: in Deutschland darf ein Produkt nur frei von Sach- und Rechtsmängeln ausgeliefert werden (§ 434 BGB).

Einen Release mit einem bekannten Defect auszuliefern bedarf immer einer Sonderfreigabe durch die Geschäftsführung. Schon damit der Releasemanager von Schadensersatzansprüchen geschützt wird.

Nonconformity

Eine Nonconformity beschreibt einen Fehler, der den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produktes nicht einschränkt. Dies können z.B. falsch geschriebene Wörter sein oder eine nicht korrekte Farbgebung. Dabei können die gegebenen Beispiele nicht pauschal angewendet werden. Bei einer Ampelanlage sind falsche Farben eine wesentliche Nichteinhaltung eines Produktmerkmals und damit ein Major Incident.

Ein Produkt kann ohne Sonderfreigabe durch die Geschäftsführung freigegeben werden, wenn es noch nicht frei von Nonconformities ist.

Externe Indicent-Meldungen

Incident-Meldungen, die nicht von Mitarbeitern der Organisation gemeldet werden, müssen als external incident gekennzeichnet werden. Dies ist bei einem Major Incident impliziet der Fall. Bei einem Major Incident, welcher in einen Defect umgewandelt wird, muss die Markierung automatisch eingefügt werden.

Für "external incidents" gilt, das immer eine Root-Cause-Analyse über die technische und organisatorische Ebene durchgeführt werden muss. Aus dieser Analyse werden dann Massnahmen zur zukünftigen Fehlervermeidung abgeleitet.

Schlussbetrachtung

Ich denke, dass dieses Modell einer Incidentbewertung einigermassen stimmig ist. Unzufrieden bin ich noch mit dem Begriff und der Definition der "wesentlichen Nichteinhaltung eines Produktmerkmals".

[MENSCHEN GEHEN NACHTS EINE TREPPE AN EINEM U-BAHNHOF HINUNTER UND STRÖMEN AUSEINANDER. DER U-BAHNHOF IST AUF EINEM VIADUKT GEBAUT UND MENSCHENMASSEN SIND HINTER VERGITTERTEN SCHEIBEN ZU SEHEN. SCHWARZWEISS
U-Bahnhof Eberswalder Straße
 

Wir haben in den letzten Wochen die ideale Kugel für Lego-Kugelbahnen gesucht. Dabei haben sich die Lego Sports Basket- und Fußbälle als ideal heraus gestellt.

Tischtennisbälle

Unsere erste Lego-Kugelbahn hatten wir noch für Tischtennisbälle gebaut. Tischtennisbälle sind allerdings nicht sonderlich geeignet für solche Bauten. Sie sind zu gross und verbrauchen damit sehr viele Teile, um sie nur ein wenig zu bewegen. Tischtennisbälle sind ausserdem sehr leicht und springen unkontrolliert. Es musste also Ersatz her.

Glassmurmeln

Der erste Gedanke: Glasmurmeln. Die sind nicht zu gross, springen nicht. Aber Murmeln haben ein paar andere Nachteile:

  • nicht gleich gross
  • nicht immer ganz rund
  • sehr schwer (für Lego Bauten)

Original Lego Kugeln

Ich erinnerte mich an Lego Bionicle. Dort gab es Zamor Kugeln. Die waren ähnlich gross wie Murmeln, aber erheblich leichter. Und dann habe ich noch mal im Netz geschaut, was andere für Lösungen haben. Und dort werden sehr oft Lego Sports Basket- oder Fußbälle verwendet.

Über Bricklink (Danke Marc) dann auch schnell Shops gefunden, welche die Kugeln und Bälle verkaufen. Kugeln dort bestellt und dann haben wir die erste Lego-Kugelbahn für diese Kugeln gebaut.

Die Bahn ist für die beiden Lego Kugeln geeignet, nicht aber für Glasmurmeln. Auf dem abschüssigen Strecken werden Glasmurmeln zu schnell und entwickeln eine so starke Aufprallenergie, dass nach einiger Zeit die Lego-Verbindungen auseinander gehen. Murmeln sind also nicht wirklich geeignet.

Bionicle Zamor Sphere Kugeln und Lego Sports Kugeln unterscheiden sich minimal, aber entscheidendt: Die Sportskugeln haben einen Durchmesser von 14mm, die Zamor Sphere Kugeln haben einen Durchmesser von 16,5mm. Damit sind Zamor Sphere Kugeln etwas zu breit, um auf der Breite eines 2er Legosteins rollen zu können. Sie benötigen mindestens eine Breite von 3 Steinen. Hier ein Vergleich:


Bionicle Zamor Sphere

Lego Sports Basketball
Und noch einen weiteren Unterschied scheint es zu geben: Die Lego Sports Kugeln scheinen eine etwas geringere Dichte im Material zu haben als die Bionicle Zamor Kugeln. Dies ergibt sich aus dem Gewicht und dem Durchmesser:
  Bezeichnung Durchmesser
(mm)
Gewicht
(Gramm)
Volumen
(mm³)
Dichte
(g/mm³)
Glasmurmel ~16,0 ~5,6 2144,66 0,002611
Lego Bionicle Zamor Sphere 16,5 ~2,1 1436,76 0,000974
Lego Sports Kugeln 14,0 ~1,4 2352,07 0,000893

Zusammenfassung

Lego Sports Kugeln sind ideal für Lego Kugelbahnen. Sie sind klein genug für kompakte Wege. Durch ihr Gewicht springen sie kaum, was wiederum Bausteine für Begrenzungen spart. Deswegen werden wir unsere weiteren Ideen hauptsächlich für Lego Sports Kugeln umsetzen.


Von Links: Lego Sports Basketball, Glasmurmel, Lego Bionicle Zamor Sphere
Nachtrag: Es gibt auch Lego-Technic Kugeln. Diese entsprechen den Bionicle Zamor Sphere Kugeln.
[KOHLWEIßLING RAUPE ALS ~1:1 AUF MICRO FOUR THIRDS SENSOR
~1:1 auf Micro Four Thirds Sensor. Stack aus 19 Aufnahmen mit Helicon Focus 4.2.8.
 

Jojo und ich haben unsere erste Lego-Kugelbahn gebaut.

Dieser Inhalt wurde aus einer weiteren Quelle zusammengefügt. Mehr...

Vor ein paar Wochen war ich mit Jürgen auf Fototour. Wir haben beide ein Micro Four Thirds (MFT) Kamera System, aber ein unterschiedliches Objektivsetup. Was lag also nähr, als bei der Tour die Objektive wild zu tauschen. Am meisten Spass hatte ich mit dem 9mm Fisheye Objektiv. Das Objektiv ist eine sogenannte Body Cap Linse. Das heisst, sie ist kaum dicker als eine Standardverschluss für das Bajonett, wenn keine Linse angeflanscht ist.

Das 9mm hat einen Bildwinkel von knapp 140°. Der Bildwinkel in Kombination mit der Dicke führte gleich zum ersten Lerneffekt: Finger nicht um den Griffwulst der E-M1 legen. Sie sind sonst unweigerlich auf dem Bild. Zweiter Lerneffekt: Wenn du Straßenfotografie machen willst musst du noch dichter ans Objekt heran. Das führte bei mir am Anfang dann zu einigen unfreiwilligen und komischen Kollisionen.

[EIN MANN UND EINE FRAU STEHEN AUF EINER VERKEHRSINSEL VOR EINER VORBEIFAHRENDEN STRAßENBAHN UND UNTERHALTEN SICH.]
Mann und Frau vor Tram

Für Straßenbilder muss der ISO Wert der Kamera recht hoch gezogen werden. Auf der Tour hatte es immer wieder geregnet und somit gab es keinen hellen Sonnenschein. Damit die Bilder nicht zu stark verwackeln und in Bewegungsunschärfe absaufen, hatte ich den ISO Bereich zwischen 200 und 1600 eingestellt. Trotzdem war der Ausschuss durch technisch misslungene Aufnahmen enorm und lag bei über 95%.

Straßenbilder mit dem 9mm sind flach. Sie zeigen kaum Tiefe. Dadurch wirken sie im Ausdruck arm und langweilig. Dies erhöht den Ausschuss noch einmal deutlich. So blieb am Ende dann keine handvoll Bilder übrig, die gezeigt werden können. Der Ausschuss war bei über 99%.

Das lag natürlich auch an meiner Unerfahrenheit mit der Linse im Speziellen und Fisheye Objektiven im Besonderen. Umdenken im Kopf ist Pflicht. Mit meinen drei Standardlinsen weiss ich immer wie ich zu stehen habe und was ich machen muss.

[Framing is very radical and you must get very close to get something on the image. The distance of the image is about 40cm to the face of the woman. In the background you see the building of the Old Museum and on the bottom you see the yellow laces of my shoes.]
Woman with Video Camera

Die Linse ist technisch nicht perfekt. Sie ist nicht einmal gut. Das ist bei einem Preis von knapp 80€ auch nicht zu erwarten. Der Fokus kann zwischen unendlich und 20cm in drei Schritten eingestellt werden. Dabei wird der mittlere Schritt nicht beschrieben. Er ist irgendwas. Die aufgenommen Bilder sind nicht sonderlich scharf. Chromatische Aberration ist deutlich zu sehen. Ich bin kein Pixelpeeper, aber selbst mir fällt es auf.

Trotzdem hat das Objektiv Spass gemacht, die zwei Stunden waren toll. Das Objektiv öffnet für wenig Geld den Horizont. Ob ich sie mir jemals anschaffen werde kann ich trotzdem nicht schreiben. Dazu ist der Einsatzbereich zu eingeschränkt.

[AUFFAHRT ZU EINER PARKGARAGE. SIEHT AUS WIE DIE STARTRAMPE IN EINEM SCIENCE-FICTION RAUMSCHIFF]
Parkgarageneinfahrt
 

10€ sollen sogenannte radikale Islamisten für einen Ausweis bezahlen müssen. Für 6 Monate. Weil ihr eigentlicher Ausweis eingezogen werden kann. Und weil in Deutschland Ausweispflicht herscht muss also Ersatz her. Zweimal kann der Ausweis für jeweils 6 Monate und 6€ verlängert werden. Danach muss ein neuer Ausweis her.

Zum Vergleich: ein Personalausweis mit biometrischen Bild und Chip kostet für 10 Jahre 28,80€.

In Deutschland musst du also für deine eigene Diskriminierung bezahlen. Damit führt Innenminister de Maizière eine bewährte deutsche Tradition weiter: auch der gelbe Judenstern musste von seinen Trägern bezahlt werden. Und auf einer Empfangsbestätigung bescheinigen: "Ich verpflichte mich, das Kennzeichen sorgfältig und pfleglich zu behandeln..."

Und machen wir uns nichts vor. Ist eine Infrastruktur dieser Art einmal eingeführt, wird sie auch für andere Personen und politische Gruppen genutzt. Gegen Hooligans vor grossen Sportereignissen oder einfach auf Dauer. Linke Antifas kommen dran – Weltwirtschaftsgipfel müssen halt geschützt werden. Und irgendwann dann auch andere Gruppen: Tierschützer, Gentechnikgegner, Occupy Demonstranten usw. Es findet sich immer eine Begründung und sei sie noch so absurd. Zur Not wird den Gruppen einfach ein radikal angeheftet.

[EIN MANN SITZT VOR EINE GRUPPE AUFGERÜSTETER POLIZISTEN AUF DEM BODEN]
 
[EIN MANN DRÜCKT AUF DEN KNOPF EINER BEHELFSAMPEL. AUF DEM BILD SIND NUR DIE STRAßE IM HINTERGRUND, DER ARM DES MANNES UND DER KNOPF ZU SEHEN.]
 

Dieses kleine Blog gibt es jetzt also seit 10 Jahren. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange durchhalte. Zwar schreibe ich nicht mehr soviel wie in den Hochzeit, als ich bis zu 90 Einträge pro Monat rausgerotzt habe, aber ganz habe ich das Schreiben noch nicht eingestellt. Der Fokus hat sich verschoben, weniger technisches, mehr Fotografie. Die kurzen Einträge von 2-5 Zeilen gibt es nicht mehr, die sind zu Twitter abgewandert. Dabei gibt es eigentlich soviel zu schreiben, aber ich hasse Redundanz. Dabei ist gerade die nötig, wenn ich sehe was um mich herum passiert, Stichwort: Überwachung und Grundrechte.

Vor 10 Jahren habe ich auf Pebble als Blogsoftware gesetzt. Pebble ist in Java geschrieben und so konnte ich es erweitern. Dann hat Simon irgendwann das API geändert und ich hätte alle Plug-Ins anpassen müssen. Dazu hatte ich keine Lust und so wurde die Basis dieses Blogs seit September 2005 nicht mehr angepasst. Inzwischen habe ich die Sourcen meiner Änderungen verloren. An den Pebble Sourcen hat sich seit einem Jahr nichts mehr getan und selbst die Änderungen waren marginal. Und auch das Layout dieses Blog, das zu ändern ich mir jedes Jahr zum Jahrestag wieder und wieder vornehme, ist etwas in die Jahre gekommen.

Was sonst noch so passiert ist in den 10 Jahren? Ich schreibe jetzt keinen grossen Rückblick. Ihr könnt euch ja von hier hierher vorarbeiten. Es sind 2.400 Einträge durch die ihr durch müsst.

Have fun :-)

-isk

Freiheit!? Von welcher verdammten Freiheit sprechen die?

Ja, es ist 9. November. Mauerfall vor 25 Jahren. Schön. Und? Etwas weniger Unfreiheit haben wir. Aber frei? Frei sind wir nicht. Niemand von uns ist frei. Ich kann dieses ganze Freiheitsgesülze nicht mehr hören. Unser Staat will uns bis in die letzte Bewegung überwachen und die Masse wehrt sich nicht. Vorratsdatenspeicherung? Soll wieder eingeführt werden durch die Hintertür IT-Sicherheitsgesetz. Maut? Die als fälschungssicher eingeführten, maschinenlesbaren Nummernschilder sollen fotografiert und 13 Monate lang anlasslos aufbewahrt werden. Es geht also um Bewegungsprofile, Überwachung als herausragendes Architekturmerkmal.

Superfrei, so permanent verfolgt zu werden. Von den Guten? Am Arsch. Genau so lange wird das nicht benutzt, solange du spurst. Lass es zu Aufständen oder revolutionären Tendenzen kommen, schon werden all die schönen Daten gegen dich eingesetzt. Und das was du nicht freiwillig dem Staat lieferst, das holen sie sich von ihren Kumpels von der NSA. Reisefreiheit? Sei mal Islamist oder Hooligan oder was auch immer gerade opportun ist: deine Reisefreiheit wird schneller eingeschränkt als du No Fly List sagen kannst.

Und was macht dieses Volk, das Erfahrung mit totalitären Systemen hat? Es wählt eine grosse Koalition, die alles und jedes in diesem Land erstickt. Es nimmt seine erkämpfte Freiheit und wählt sie ab. Für was? Für Sicherheit. Freiheit wird für Sicherheit aufgegeben. Wie armselig.

Freiheit? Wir leben in einer Freiheitsillusion. Also hört auf mich mit Freiheitsgesülze voll zu texten.

[PANORMAAUFNAHME DES BERLINER HAUPTBAHNHOFS, EHEMALS LEHRTER BAHNHOF, MIT GRÜNER WIESE UND AUF DEN BAHNHOF ZULAUFENDEN LINIEN. SEITLICH DES BAHNHOFGEBÄUDES WEITERE GEBÄUDE.]
 

Ich war gestern im Martin-Gropius-Bau in Kreuzberg in der Walker Evans Ausstellung. Seit langem hatte ich mal wieder Zeit und Musse für so etwas. Knapp 2 Stunden habe ich mir die Bilder intensiv angeschaut. Ich habe viel gelernt, auch wenn ich nicht mit vielen Bildern nicht soviel anfangen konnte. So sind seine Bilder von Häusern, die in den 1930er Jahren entstanden zwar technisch toll, für mich aber nichts sagend. Sie haben - und das sollen sie wohl auch nur - ausschliesslich dokumentarischen Charakter.

Sehr spannend sind aber die Bilder, die er im Rahmen des der Auftragsarbeit für die Farm Security Administration während des New Deals gemacht hat. Hier sind zwar auch viele Häuserbilder entstanden, aber es beginnen Bilder mit Menschen. Ein paar dieser Bilder sind aus meiner Sicht wirklich genial. Ich würde sie in der Wohnung aufhängen. Allerdings sind es nicht unbedingt massenkompatible Bilder. Viele der Besucher sind achtlos an ihnen vorbei gegangen. Schade. Ebenso an einem Bild mit drei Männern in Arbeitsklamotten an einer Straßenkreuzung, die in die in die Luft schauen. Das Bild ist aus der Reihe Herrenmode; ich konnte mich kaum von dem Bild los reissen. Auch nicht von einem Bild auf einem Londoner Bahnhof. Bei der Fotografie hat Evans auf den Vordergrund fokussiert und die Menschen im Hintergrund sind in Unschärfe nur schemenhaft zu erkennen. Umrahmt werden sie dabei vom Dampf der Lokomotiven.

Was mich bei den Bildern aus vergangenen Tagen immer wieder fasziniert sind ihre Dimensionen. Sie sind klein. Abzüge von mehr als 25cm an der langen Kante sind eher selten. Und selbst 20cm ist eher die Ausnahme. Trotzdem sind sie sehr klar und detailreich. Leider konnte ich mir den Detailreichtum nur selten erschliessen, eine Brille wird dieses Jahr kommen müssen.

Wenn ihr also in Berlin seit, euch ein wenig für Bilder oder vergangene Zeiten interessiert und bis zum 9. November Zeit habt, schaut euch die Ausstellung an. Die investierten 7€ sind sehr gut angelegt.


Bild: Walker Evans - Roadside stand near Birmingham, Alabama; 1936; Public Domain

[EINE GRUPPE JUNGER MÄNNER MIT BÄRTEN, VERTEILT IM SCHWARZWEISS BILD VOR EINER ROLLLADENWAND MIT ANGLERFISCHEN UND DER AUFSCHRIFT: "SEARCH & DESTROY". EIN MANN HAT SEINEN KOPF IN EINER HAND VERGRABEN UND EIN WEITERER SCHEINT AUF IHN EIN ZU REDEN.]
 

Since I photograph active again I'm also active in some photo communities. Picasa, Flickr or Flickr, just to name a few.

Some time ago I had commented on a Flickr image that I find the picture well. The photographer had thanked and asked to write what in his image / images was not good.

Oops ... He had caught me. The request was new. And I just did not know how to deal with it. I have long subdued me for an answer. Then I decided to ignore the request. Why?

Do not comment on every picture

I can not to any image, in which I have something to complain write something. Then I would comment the whole day long. It feels like 99% of all images I see daily are scrap. What should I write to these pictures? As Otto Steinert, "This is shit?" "Why?" "Think about it. Tell me tomorrow." When I do so the number of followers I can count on one hand. On the other hand I would see less bad pictures.

[VERY DYNAMIK SUNSET OVER A SEA IN EAST GERMANY.]
Sunset, Gülper See

Common taste

Unfortunately, in online communities it's difficult to find out whether a picture is good or not. It can only be found out if it meets a certain, generally accepted taste.

To determine this the first thing is the number of views. All major vendors measure this and publish the numbers. The view requires the least interaction and engagement with an image. Next level of appreciation is liken or plussen or whatever the function is named. It is a bit more than the view, requires at least one extra click. Then comes the comment. It requires the most complex interaction (words on the keyboard typing, lifetime donate) and is has accordingly much value. Some communities offer additionally a sharing function. This is then the crowning, because in most cases I share, because I like the picture.

Using indicators to enter directly in the microstock photography

However, use all these indicators with caution. Looking on it leads to 99% boring images and goes directly into the microstock photography. Such images comes up preferred at 500px. They are shallow eye candy seen quickly, quickly forget pop of an image. Really exciting these images are only for the operators of 500px.

Luxury

I take pictures first and foremost for me. I'm in the luxury mode to not live off of photography. Therefore, I need not restrict myself, does not have to look on views, likes and comments. I can make the images that I like. And if they then also please others, then that's fine for me and my ego.


Berlin, Wedding

German version

Die Featured Motte hatte die Marke von 10 Millionen Views durchbrochen.
Genau: sie ist gerade bei 10.01.3587 Views. Sehr geil!

Innerhalb von nicht einmal einem Monat kamen knapp 1 Millionen Views dazu. Ich habe keine Ahnung wieso, weshalb oder warum. Das nächste Ziel sind jetzt natürlich 20 Millionen Views. Ob und wann das Bild das jemals erreichen wird kann ich euch nicht schreiben. Ich werde euch aber informieren, sollte es jemals passieren. Und danach werde ich dann grössenwahnsinnig. In Bezug auf die Motte :-)

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
Visualisierungen der Zugriffszahlen
[KURVE ÜBER DIE VIEWS VOM 2012-09-06 BIS 2014-07-31]
Views total vom 2012-09-06 bis 2014-07-31

Erklärung für die nicht allzu spitzen Kurvenausschläge: ich habe nicht jeden Tag gemessen.

[KURVE ÜBER DIE VIEWS PRO TAG VOM 2012-09-06 BIS 2014-07-31]
Views pro Tag vom 2012-09-06 bis 2014-07-31

Die Zugriffsstatistik als ODS oder CSV Dokument.

[EINE PERSON HÄLT SICH EINEN REGENSCHIRM VOR DAS GESICHT. NUR DIE HAND IST HELL ZU SEHEN. ANSONSTEN IST DAS SCHWARZWEISS BILD SEHR DÜSTER.]
 

Ich brauchte die Telefonnummer des Babysitters. In vergangener Zeit hätte Gabi mir die Nummer einfach diktiert. Da wir aber mobil vernetzt sind, hat sie mir die Nummer von ihrem iPhone aus auf mein Windows Phone geschickt. Und damit begann der Spass.

Das iPhone hat eine vCard als MMS verschickt. Fragt mich nicht wieso. Da ich in Zeiten von WhatsApp kein MMS eingerichtet hatte, bekam ich eine Nachricht, wie ich auf den Inhalt der MMS auf einem Telekom-Server zugreifen kann.

Um die MMS von dem Telekom-Server abzuholen benötige ich erst einmal einen Webzugang. Dann muss ich mich mit eigener Telefonnummer und einer PIN anmelden. Erst einmal die eigene Telefonnummer herausfinden… Dann habe ich mich angemeldet.

Die Weboberfläche zeigte mir einen Textblock an, an dessen Struktur eine vCard erkannt werden kann. Den kann ich als ZIP Datei herunter laden. Okay, das ist jetzt zuviel des Guten. Also neuen Kontakt im Handy aufgemacht und die Daten mit der Hand eingetragen. Zum Glück ist die vCard einigermassen selbsterklärend.

Dauer der Aktion: ca. 8 Minuten. Mit simplen diktieren hätte es vermutlich weniger als eine Minute gedauert.

Die Featured Motte hatte die Marke von 9 Millionen Views durchbrochen :-)
Genau: sie ist gerade bei 9.068.641 Views, nachdem die Zugriffszahlen im November 2013 eingebrochen sind.

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
 

Als ich das Licht für mich entdeckte, wurde meine Fotografie auf eine neue Ebene gehoben. Das liesst sich erst einmal trivial und platt. Ist doch Fotografie mit Licht malen. So einfach ist es leider nicht. Licht ist nicht gleich Licht. Lehrbücher können dir Blende, Zeit, ISO, hyperfokale Distanz und andere Dinge erklären. Sie können erklären das zur Blauen- und zu Goldenen Stunde schön weiches Licht da ist. Aber wie ich mit Licht Stimmungen erzeuge können sie nicht wirklich erklären. Das musste ich erfahren. Für mich selbst finden. Ich musste lernen mit dem Licht zu spielen und – ganz wichtig – mit dem Schatten.

Bei mir hat der Prozess der Erkenntnis knapp 2 Jahre gedauert. 2 Jahr bis ich die Muster erkannt habe. 2 Jahr, bis ich gelernt habe die Ergebnisse zu reproduzieren.

Gestern ist mir eine solche Reproduktion gelungen. So – und genau so – war das Bild geplant. Ok, die Biene und die Ameise waren das Produkt meiner Geduld. Ich musste fast eine Stunde warten bis ich bei dem starken Wind die Szene im Kasten hatte.

Jetzt gilt es das Gelernte zu verbessern. Ich freue mich.

[DREI BLAUE BLÜTENSTIELE IM GEGENLICHT. AUF DER LINKEN SEITE EINE BIENE AN DEN BLÜTEN]
Biene und Ameise / Bee and Ant
English version

Painting with light

When I discovered the light for me, my photography has been raised to a new level. The reads itself once trivial and shallow. But photography is painting with light. Unfortunately it is not so easy. Trainings and textbooks can tell you shutter speed, ISO, hyperfocal distance and other things. They can tell you that Blue- and Golden hour have beautiful soft light. But how do I create moods with light, they can not really explain. I had to learn. Find out for myself. I had to learn to play with the light and – most importantly – with the shadow.

For me, the process of learning has taken almost 2 years. 2 years until I recognized the patterns. 2 years, until I learned to reproduce the results.

Yesterday I did such a reproduction successful. So – exactly so – the picture was planned. Ok, the bee and the ant were the product of my patience. I had to wait almost an hour until the scene was in the box. It was very windy.

Now I've to improve my skills. I am pleased.