Am Freitag sind sie gekommen. Sie sind Gabis 4 Schwestern, die Frau von Gabis Bruder und Gabis Freundin Nicole. Leider konnte Tina nicht kommen, da ihr Prof sie als Sozialpädagogikstudentin kurzfristig zum Arbeiten gebracht hat.
Freitag begann alles damit, dass der Zug, den sie genommen haben zu spät in Hannover angekommen ist und sie den Anschluss nach Berlin verpasst haben. Ich lieb die Bahn... Dadurch mussten sie den Zug eine Stunde später nehmen und waren erst um 0 Uhr irgendwas bei uns. Und ich war müde. Um 2 Uhr Morgens sind wir dann endlich ins Bett gekommen und um 7 Uhr wieder aufgestanden. 7 Frauen können verflucht viel Lärm machen wenn man schlafen möchte.
Nach dem Frühstücken und noch einmal auf-den-Pott-gehen sind wir dann nach Mitte gefahren. Erst zum Alex. Beate ist dort in den Galeria Kaufhof, weil sie doch unbedingt noch Spielzeug für den Nikolaus für Lea und Felix braucht. Ich ahnte schreckliches und es trat ein. Die eine wollte dort schauen, die andere wieder da und Gabi und Beate hingen in der Spielzeugabteilung fest. Playmobil, Plüschtiere... Einen Sack Flöhe hüten ist leichter. .. Viel leichter. Aber nach einer halben Stunde Konfusion habe ich sie dann wieder zusammen gehabt.
"Ohhh.... da ist ja ein Taschenladen". Wie viele leidgeprüfte Männer kennen diesen Spruch zur Genüge. Hey... es war der blöde Taschenladen im S-Bahnhof Alexanderplatz. Was ist an dem besonderes? Ich konnte sie dann davon überzeugen, dass es noch jede Menge mehr Taschenläden in Mitte gibt.
Ab zur Friedrichsstrasse, runter zu 'Unter den Linden', weiter zum Brandenburger Tor. 'Oh, ist das klein...' Was haben sie, die es noch nicht kannten erwartet? Den Eifelturm? Nett war der neue Designerladen Barbara Lohmann im Hotel Adlon, der allerdings nichts mit Gabis Schwester Barbara zu tun hat.
Von dort weiter zum Reichstags und dann zurück zum Potsdamer Platz.
Wahnsinn ist das meistgehörte Wort des Tages. Klar ist Berlin gross. Gerade wenn man aus Riesenbeck kommt.
Okay, wir sind dann noch weiter zum Wittenbergplatz und die meistens Ladies ab ins KaDeWe.
Zu teuer... Das war die Erkenntnis aus dem Laden. Und als ob das nicht klar ist, sind sie dann gleich in den nächsten Deichmann (Schuhgeschäft) gestürmt. Nah aber hallo! Wer beim Deichmann Schuhe kaufen will, hat im KaDeWe auch nichts verloren. Natürlich ist der Laden teuer. Aber habt ihr etwas sinnvolles gekauft? Nur zwei Jutetaschen für 1,50 €. Ist das nicht überteuert? Aber steht ja KaDeWe drauf... Okay, fair bleiben, Sascha. Beim ersten Mal hat dich das KaDeWe auch überwältigt und wenigsten bekommt man dort guten Pata Negra.
Danach sind wir dann zurück nach Friedrichshain. 2 Stunden ausruhen. Dann zum Amrit in die Oranienstrasse beim Görlitzer Bahnhof. Lecker indisch essen. Leider war das nicht ganz so toll. Eine von den sies war bockig. Wat de Bur nich kennt, dat freht hi nit (Sorry, ich kann kein Plattdeutsch). War sehr unschön und hat mich ziemlich angekotzt.
Nachdem Essen sind wir dann noch einmal zum Potsdamer Platz gefahren weil sie noch mal shoppen wollten. Ist ja auch toll am Samstag in den Potsdamer Platz Arkaden bis 24 Uhr einkaufen zu können. Ich denke nur an die armen Verkäuferinnen.
Aber auch dass habe ich überlebt. Mit der U2 über Alex zurück. Höhe Mollstrasse/Otto-Braun-Strasse war es dann 24 Uhr und Gabis Geburtstag (der 30igste) begann. Zum Glück wurde nicht in der Strassenbahm gesungen.
Wieder zu Hause gab es dann Geschenke. Von mir hat Gabi eine Armani Uhr bekommen. Und da sie Nachts die Zeit von der Armbanduhr ablesen möchte und die Armani Uhr keine Leuchtezeiger (O-Ton Gabi) hat, habe ich einen Reisewecker gekauft, vorsichtig die Verpackung von René Kern geöffnet und einen 6,99 € Wecker darin verpackt. Gabi ist mir weinend um den Arm gefallen, als sie die Verpackung gesehen hatte, ohne sie zu öffnen. Als sie den Wecker sah entgleisten ihr alle Gesichtszüge und völlig entäuscht kam ihr nur ein "Ein Wecker? Was soll denn die Verarsche?" über die Lippen. Okay, ich habe ihr dann ganz schnell die Uhr gegeben.
Zum Glück dauerte der Tag dann nicht mehr allzu lange. Am nächsten Morgen wurde noch gebruncht und dann sind sie gegen 15 Uhr wieder gen Heimat gefahren. Alles war weniger schlimm als ich erwartet hatte. Gabi und ich sind noch ein wenig über die Weihnachtsmärkte geschlendert und habe den Tag faul ausklingen lassen. Ich glaube, sie hat sich über diesen Geburtstag sehr gefreut.
Jetzt hoffen wir nur, dass Birgit ihren Mann (Gabis Bruder Jürgen) überreden kann, dass Jenny, ihre älteste Tochter, uns nach Weihnachten besuchen kann.
