Gabi und Sascha
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Yesterday I've released a first version of a latin character based normalisation to ASCII for the Pebble (version 1.7+) permalink support. With the release it is possible to generate speaking permalinks with latin based non-ASCII characters. Read more for the idea and motivation behind. Pebble is a very nice weblog software from Simon Brown based on Java. But is easy to port the software to other weblog software in Java or other languages.

You can get the software at http://www.speexx.de/java/pebble/

Die staatliche Datenkrake in der Bundesrepublik soll immer neue Kompetenzen zum ausschnüffeln der Bürger bekommen. Heute lese ich, dass der Innenexperte der SPD, Dieter Wiefelspütz, vorschlägt, dass die Befugnisse der Geheimdienste erweitert werden sollen, so etwa beim Zugriff auf Buchungsdaten von Reiseunternehmen und Banken.

Dieser Ruf, natürlich wieder begründet mit der Terrorabwehr, ist ein weiterer Tropfen, der das Recht auf informelle Selbstbestimmung der Bürger aushöhlen soll. Dabei ist mir vor ein paar Tagen etwas komisches passiert. Beim telefonieren kamen wir irgendwie auf George W. Bush zu sprechen. Und plötzlich riefen wir wie bescheuert Schlüsselwörter in den Hörer (Semtex, Osama, Zucker, Düngemittel, Irak usw...). Natürlich war das zuerst nur ein Spass, damit irgendwelche ominösen Scansysteme darauf anspringen. Mir ist der Spass aber im Halse stecken geblieben, als ich bemerkte, dass das ja eigentlich ein ziemliches Misstrauen gebenüber dem eigenen Land ausdrückt.

I18N URIs are nice to produce encoding problems in different environments. In the german language we have some characters in the alphabet called Umlaute (äöü) and Szet (ß). Other language have accents (e.g. in the french alphabet) an much more other extensions to the latin characterset. In a weblog it is nice to have a pronuncing URI other than a nonspeaking timestamp. It gives additional information to a search engine entry like Google. For that you can take the title of a weblog entry, remove all non alphabetic and number characters and add an .html postfix. But if you have so call Umlaut or accent characters the URI is problematic to read cause in RFC 1234 non ASCII characters are forbidden and must shown with one or more triplets, beginning with a percent sign (%), following with an hexadecimal octet value. For example, the space character is encoded as %20.

A solution for weblog software may be to transform the special characters like Umlaut, Szet or characters with accents in simple ASCII characters. To do this there must only be a transformation table for all problematic characters to primitiv ASCII (or in this case simple latin) characters. It makes no sence to transform characters from the greek or cyrilic characterset to the latin characters.

Following a sinmple Java code example:


   static final char[] ORIG = {'ß', 'ä', 'ö', 'ü', ''...};
   static final String[] REPLACE = {"ss", "ae", "oe", "ue", ...};

   public String latinBasedToAsciiTransformation(final String title) {

       final char[] titleArray = title.toCharArray();
       final int titleLength = title.length();
       final StringBuilder sb = new StringBuilder(titleLength);

       for (int i = 0; i < titleLength; i++) {
           boolean replace = false;
           for (int j = 0; j < ORIG.length; j++) {
               if (titleArray[i] == ORIG[j]) {
                   sb.append(REPLACE[j]);
                   replaced = true;
                   break;
               }
           }
           if (! replace) {
               sb.append(titleArray[i]);
           }
       }

       String newTitle = sb.toString();
       newTitle = newTitle.replaceAll("[^a-zA-Z0-9_]", "");
       newTitle = newTitle.replaceAll("_+", "_");
       newTitle = newTitle.replaceAll("^_*", "");
       newTitle = newTitle.replaceAll("_*$", "");

       return newTitle
   }

I'll write later in this week a simple LatinBasedTitlePermalinkProvider for the Pebble weblog software.

I have had the main idea to this solution on a drive from Berlin to Nordenham on Good Friday 2005. It is my own idea. But what if there is a company in the world who had this idea too and now holds a patent on it? For me it is open source and I've not enought time and money to check such a patent.

Aus Spiegel Online erscheint zur Zeit eine Artikelserie zu Linux. Dort behauptet der Autor Klaus Lüber, dass Linux die meisten Benutzer überfordert. Es sei zu komplex, die Syntax der Programmzeilen kryptisch, einfache Probleme, unter Windows einfach zu lösen, werden zu unüberwindbaren Hindernissen.

Ich selbst verwende Linux privat seit über 10 Jahren. Beruflich habe ich als Softwareentwickler bisher unter Windows, Linux, FreeBSD, AIX und Mac OS X gearbeitet (Serversysteme erwähne ich hier einmal nicht). Aus dieser Perspektive kann ich den Autoren nur zustimmen. Linux ist zu kompliziert. Ein normaler Benutzer will und soll sich nicht mit dem compilieren von Treibern befassen müssen. Die Einrichtung eines Druckers darf nicht zu einer Odysee werden. Die Beschäftigung mit dem System darf nicht zum Selbstzweck werden.

Zwar hat sich in den letzten 10 Jahren sehr viel getan, die Weisheit letzter Schluss ist dies aber in vielen Bereichen immer noch nicht. Und hier sind die Linux Distributionshersteller wie SuSE oder Redhat nicht ganz unschuldig. Seit meinen Anfängen um den Kernel 0.99-irgendetwas, den ersten Slackware Distributionen bis zum aktuellen SuSE 9.2 habe ich es nicht einmal erlebt, dass sich das Update einer Distributionsreihe problemlos einspielen liess. Beim letzten Update von SuSE 8.1 auf Version 9.2 wurden z.B. die Verknüpfungicons zum Disketten- und CD-ROM Laufwerk entfernt. Das ist in erster Linie ärgerlich, weil ich die Verknüpfungen händisch wieder einrichten musste, da meine Frau diese sonst nicht wieder gefunden hätte. Sie will und muss nicht die Linux Dateisystemhierarchie kennen, um mit dem Konqueror einfach zum CD-ROM Ordner navigieren zu können. Dieses kleine negative Erlebnis zerstörte bei mir wieder den an sonsten positiven Eindruck, den ich von SuSE 9.2 hatte.

Aber sind andere Systeme wirklich einfacher? Ich denke nicht. Heutige PCs sind extrem komplexe Maschinen. Die Aufgaben welche die Benutzer damit erledigen wollen sind ebenfalls extrem komplex. Diese Komplexität kann man nicht reduzieren, man kann höchstens versuchen eine Illusion der Einfachheit zu erzeugen. Diese Illusion wird in der Linuxwelt nicht sonderlich gut erzeugt. Hier schwächelt auch Microsoft mit Windows. Sie wird einigermassen überzeugend in der Applewelt erzeugt. Treiber sind unter Windows und Mac OS X zwar ein wenig einfacher zu installieren, aber welcher Anwender kennt sich wirklich mit dem Zonenmodell des Internet Explorers unter Windows aus und konfiguriert dieses auch immer korrekt? Verstärkt wird diese Selbstbeschäftigung mit dem System zwangsläufig unter Windows wenn der Benutzer im Internet surfen will. Dann benötigt er ein Anti-Viren Werkzeug, welches regelmässig geupdated werden muss (was zusätzlich Geld kostet). Zusätzlich wird noch eine Firewall benötigt. Diese bringen zwar eine Grundkonfiguration mit, deren Arbeitsweise aber kein normaler Anwender wirklich versteht. Denn wer will sich schon wirklich hinunter auf die TCP/IP Protokollebene begeben? Ausserdem muss er regelmässig einschlägige Sicherheitsforen lesen und die dortigen Erkenntnisse bewerten, denn nicht immer lässt sich auf den nächsten Microsoft Patchday warten.

Die Liste der Schwierigkeiten lässt sich bei jedem System endlos weiter führen. Das eine kann dies besser, das andere jenes. Solche Artikel führen auf jeden Fall zu hitzigen Flamewars und erzeugen Aufmerksamkeit für den Autoren. Ansonsten sind sie für Kenner eher belanglos. Daher arbeite ich morgen auch wieder auf meinem Fedora Linux und bin dabei auch noch produktiv. Denn sonst hätte mein Arbeitgeber mir längst einen Mac verordnet... hmm... [aufleuchtende Glühlampe] "CHEF!!! Ich bin unproduktiv..."

Referenzen:
Spiegel-Online Artikel: Quälen an der Quelle, Die Not mit dem Retter

P.S. Programmzeilen sind immer kryptisch, wenn man sich nicht mit dem Programmiersystem auskennt.

Der SpeexX Ocean Annotator geht in der Entwicklung auf die Zielgerade. Auf Sourceforge steht der erste Releasekandidat bereit. Ein weiterer Releasekandidat ist nicht geplant. Releasetermin ist April 2005.

Wichtigste Änderung ist die Umbenennung des Interfaces CoreBuilder in DocumentBuilder.

Say no to EPatents Anders als mit Arroganz der Macht kann man die Politik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) unter dem Minister Clement kaum noch beschreiben. Laut eines Briefes des Ministeriums an verschiede Firmen und Privatpersonen, die sich auf grund der Positionen des Ministerrates der Europäischen Union Sorgen um ihre Existenz machen, antwortet das Ministerium, dass diese Sorgen unbegründet sind. Allerdings begründet das Ministerium, welches scheinbar voll auf der Linie von Microsoft und Co. ist, diese Aussage nur sehr vage. Daneben wird heute vom der Initiative NoSoftwarePatents.com eine Teilauswertung (PDF) einer Umfrage des BMWA veröffentlicht, in der über 60% der teilnehmenden Firmen und Personen Existenzangst in Hinblick auf die Position der Bundesregierung haben. Vermutlich hat unser Superminister Clement, Herr über 5,2 Millionen Arbeitslose, deswegen von der Umfrage schon im Juli 2004 einen Rückzieher gemacht.

Der NRW Apparatschik Clement schafft es so mühelos das Aktionsprogramm "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" im Nirvana verschwinden zu lassen. Bloss keine Innovationen. Lieber die Kohle weiter mit Milliarden subventionieren. Weiter so, Augen zu und durch. Schöne Reden schwingen und dabei viel arrogante heisse Luft erzeugen. Der Macher ist wie der Königsclown von England.

Die Dresdner Bank wirbt mit dem Slogan Die Beraterbank zu sein. Ich bin zwar kein direkter Kunde der Bank, aber ich freue mich natürlich über soetwas. Berater lassen sich normalerweise Zeit, um auf die Wünsche der Kunden einzugehen.

Aber warum muss sich dann der Geldautomat der Berliner Filale am Kottbusser Damm, Höhe U-Bahnhof Schönleinstrasse, auch so viel Zeit nehmen? Die gefühlte Zeit bei dem Gerät nähert sich auf jeden Fall der Unendlichkeit an. Und wenn ich schon am meckern bin, warum bekommt man es an der Oberfläche kaum mit, wenn man einen nicht lieferbaren Betrag oder eine falsche PIN eingegeben hat? Das UI-Design ist da nicht gerade sehr intuitiv und sollte bei Fehlern einen deutlicheren Hinweis geben.

Trotzdem ist heute ein wunderschöner milder Frühlingstag mit lustigem Vögelgezwitscher.

Laut einer Meldung auf Spiegel Online sind Journalisten Schuld daran, dass die Bürger immer weniger Vertrauen in die Politik haben. Wenn ich soetwas lese, dann sinkt mein Vertrauen in Politiker noch tiefer. Früher hat man auch den Überbringer einer schlechten Nachricht geköpft und nicht den Verursacher. Vermutlich aus der Tatsache heraus, dass man an den Verursacher nicht immer so leicht heran gekommen ist. Und vielleicht ist das auch in diesem Fall das Problem. Die Politiker erreichen nicht mehr die Addressaten ihres Handelns.

Wie auch? Entscheidungen werden heute in Koalitionsrunden abgesprochen oder in informellen Zirkeln. Die Fraktionsdisziplin, die lähmende Blockade in der Gesetzgebung zwischen Bundestag und Bundesrat und die Verlagerung der Macht in das sehr intransparentes Gremium des Vermittlungsausschusses, all das sind nicht gerade Mittel, um das Vertrauen des Wählers in die von ihm Gewählten zu erhöhen.

Und diese Intransparenz wird nicht besser durch die Gremien der EU, in der an den Parlamenten vorbei Entscheidungen getroffen werden. Diese Regeln sollen jetzt in einer EU Verfassung festgeschrieben werden, bei der zumindest die Bürger der Bundesrepublik Deutschland wiederum keine direkte Mitsprache bekommen werden. Dies fördert natürlich das Vertrauen der Bürger in die Politik ungemein.

Und alle Politiker scheinen instinktiv zu wissen, dass Transparenz böse ist. Deswegen wird ein Informationsfreiheitsgesetz auf Bundesebene bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Deswegen sind Journalisten verantwortlich. Weil sie einen Teil der Politik transparent machen.

Aber vielleicht hätte es die auslösende Meldung auf Spiegel Online gar nicht geben sollen. Denn sie erhöht den Vertrauensverlust noch weiter. Und ich schreibe auch noch meine Gedanken dazu hier auf. Ich bin kein Journalist. Ich bin ein Teil des obersten Souverän der Demokratie. Aber mit dieser Meinung bin ich jetzt auch schuldig, gefährlich und werde unter Generalverdacht gestellt.

Mehr Demokratie wagen? Aus keinen Fall! Es scheint wieder an der Zeit, dass sich die Politik ein neues Volk wählen muss.

Richard Grimes hat einen ziemlich frustrierend klingenden Artikel über dotNOT geschrieben. Als Autor mehrere Bücher über M$ Produkte ist er nun nicht gerade als Microsofts grösster Kritiker auszuweisen.

Allerdings sehe ich das grösste Problem beim Schwenk von VB6 auf VB.NOT in der Tatsache, dass plötzlich ganz ganz ganz viele prozedural denkende VB Entwickler in die OO-Ecke verpflanzt werden sollen. Und das funktioniert normalerweise nur unter extrem grossen Schmerzen. Ich selbst habe 3 Jahre benötigt, um Objektorientierung zu begreifen und ich lerne noch immer. Und das obwohl ich mich mit OO, sei es C++ oder Java, jetzt schon seit über 10 Jahren befasse.
Das dies in einem Designdesaster endet habe ich bei einem ehemaligen Arbeitgeber gesehen. Dort wurde ein sehr grosses Projekt für einen grossen Deutschen Autokonzern aus Niedersachsen auf .NOT Basis entwickelt. Damals war .NET gerade brandheiss und Microsoft unterstützte Firmen massiv dabei .NET Projekte zu stemmen, um in den Markt zu kommen. Das Projekt war eine ASP.NOT Entwicklung, die eigentlich komplett prozedural in C# von ehemaligen VB Entwicklern durchgeführt wurde. Einmal davon abgesehen, dass der eigentliche Code sowieso in Stored Procedures des M$SQL-Servers lag und die Entwickler mit einige Singletonkonstrukten in der Clusterumgebung arge Probleme hatten (Merke: aus prozeduralen denkenden Entwicklern werden genausowenig in kurzer Zeit OO-Götter wie aus Clientprogrammierern Serverfachleute werden. Das gaukeln uns die ganzen bunten Whitepapers und Powerpointpräsentationen nur vor). Ironie der Geschichte ist, dass das Projekt inzwischen eingestellt wurde. Aber wie effektiv die VW IT Geld verbrennt ist eine Geschichte, die ein anderes mal erzählt werden kann.

Und da wunder sich John Reynold in seinem Blog, warum so viel schlechte Software existiert. Weil es gaaaaaaannnz ganz viele Marketingfuzzies gibt (scheinbar gerade bei M$, wie ein Microsoftmitarbeiter auf der Advanced Developer Conference 2002 in Hannover erzählt hat) und noch mehr Spinner, die darauf hereinfallen (ebendort gesehen :-).

[Update] Prominente VB Entwickler protestieren gegen Microsofts Visual Basic Politik, welche die Erkenntnisse aus Richard Grimes Artikel zu bestätigen scheint.

Alle Jahre wieder prophezeien die Auguren der Technikwelt, dass , 16:9 und all der ganze andere Fernsehschnickschnack kurz vor dem Durchbruch steht. Ganz besonders in den langweiligen Zeiten zwischen den Weihnachtsgeschäften, dann wenn die CeBIT kurz vor der Tür steht. Dann berichtet man von flimmerfreien Fernsehern, die superscharfe Bilder mit 5fach höherer Ausflösung zeigen. Diesemal ist es die Fussball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, die für den Durchbruch sorgen soll. Die Hersteller scheinen ernsthaft damit zu rechnen, dass sich alle Zuschauer vor dem Anpfiff noch schnell einen neuen Fernseher zulegen. Ähnlich hat auch einmal gedacht, als er für sündhaft viel Geld seinen Sendern die Übertragungsrechte der Fussballbundesliga sicherte. Leider ging auch dort die Rechnung nicht auf. Die trägen Fussballkonsumenten dieser Welt, zu denen auch ich mich zähle, haben sich nicht reihenweise Premiereabos zugelegt. Wozu auch? Im frei empfangbaren Fernsehen wurde Fussball gezeigt, zwar mit Werbeunterbrechungen und bei Sat1 ewig langezogen, aber es reichte den meisten. Mit HDTV wird es ähnlich sein. Es wird keine , höchstens eine .

Realistisch bleiben. An die Trägheit der Masse denken. Gabi und ich hören CDs mit einem Spieler von NAD, 13 Jahre alt. Unser Fernseher ist noch älter und tut noch immer. Bisher hat uns niemand einen wirklich guten Grund sagen können, warum wir uns neue Geräte anschaffen und dann auch noch das 4-5 fache eines normalen Gerätes dafür ausgeben sollen.

Vieleicht bin ich auch nur gelangweilt. In meinem Beruf als Softwareentwickler wird alle zwei Jahre eine neue heilige Kuh durchs Dorf getrieben. Wenn man das 20 Jahre mitgemacht hat kann man das realistischer einschätzen.

Siehe auch Hype um Serviceroboter: Alle 15 Jahre wieder :-)

[Update] Interessanter Hinweis auf Telepolis warum das mit HDTV nicht so recht klappen wird: Analog, Digital - sch…egal, Hauptsache TV-Gucken wird illegal!

Am heutigen Montag wurde ohne Aussprache der stark umstrittene Richtlinienentwurf für die Patentierbarkeit von Software vom Ministerrat der EU durchgewunken. Und dies obwohl mindestens vier Parlamente der EU Mitgieldsstaaten diesen Entwurf ablehnen.

Was hat das noch mit der Herschaft des Volkes zu tun?

Ich bin fasziniert vom Berliner Goldhut aus dem Museum für Vor- und Frühgeschichte. Deswegen hier ein Foto des Hutes, freigestellt als TIF Datei. Das Bild steht unter der Creative Commons License für die nichtkommerzielle Weiterverwendung. Der Hut ist auf dem Bild hinter Glas, ist also dementsprechend nicht gut für wissenschaftliche Arbeiten geeignet.

Der Hut ist aus purem Gold in einem Stück getrieben worden. Er ist 74,5 cm hoch und ca. 490 g schwer. Der Hut wird als Tira eines Priesterskönigs aus der Bronzezeit (1000 v. Chr.) interpretiert. Die Ornamente des Berliner Goldhutes sind eine verschlüsselte Darstellung des 19 jährigen Mondzyklus. Dies wiederum dokumentiert dieses Wissen weit bevor Meton von Athen den Mondzyklus 423 v. Chr. exakt berechnete. Aufgrund des Kalenders wird vermutet, dass der Goldhut Herschaftswissen verkörpert, da der Träger wusste wann bestimmte Rituale (welche ist nicht bekannt) zu feiern waren.

 

ZWEIFEL, weithin sichtbar auf dem ehemaligen Palast der Republik in Berlin. Zweifel als Ausdruck von was? Beschreibt es den Zweifel eines Landes und Volkes Über seinen inneren Zustand? Beschreibt es die Gemütsfassung des Landes? Ich kann mir nur sehr wenig Reim auf dieses kontextlose Wort im Raum machen. Auf jeden Fall ist das Wort nicht sehr motivierend. Es ist nicht positiv und verstärkt sinnloser Weise auch noch negative Stimmungen. Ewiges zweifeln und hinterfragen ist lähmend und hält davon ab Probleme anzugehen. Es hält davon ab einfach einmal zu machen, Entscheidungen zu treffen, nach vorne zu schauen.

Ich finde es schade, dass solche negativen Stimmungen auch noch weithin verbreitet werden. Aber irgendwie ist es auch bezeichnend. Diesem Land fehlt der Mut die Probleme anzupacken. Lieber starren wir wie ein Kaninchen auf die Schlange, ergehen uns in lamentieren darüber wie schlecht es uns geht und manifestieren dies auch noch in diesem unangebrachten Wort. Schade.

ZWEIFEL ueber dem Palast der Republik

 

Say no to EPatentsIch bin mir nicht sicher, ob ich noch verstehe wie Demokratie funktioniert. Ich war immer der Meinung, dass die Vertreter des Vokes im Parlament Gesetze beschliessen, die die Exekutive, unsere Regierung, dann ausführt. Ich dachte auch, dass die Regierung an die Beschlüsse des Parlaments gebunden ist... Dachte ich mal...

Zur Zeit werde ich irgendwie eines Besseren belehrt. Da gibt es die Diskussion um die Patentierung von Software innerhalb der EU. Die EU Kommision möchte die bisher nicht ganz legale Praxis des Europäisches Patentamts zur Vergabe von Softwarepatenten legalisieren, weil es so oft gemacht wird. Das alleine ist schon so, als ob Ladendiebstahl legalisiert werden soll weil er so oft vorkommt. Allerdings haben sich inzwischen das EU Parlament, der Deutsche Bundestag, das niederlänische Parlament und der spanische Senado gegen eine Patentierbarkeit von Software ausgesprochen und die EU Kommission oder ihre jeweiligen Regierungen gebeten nicht für diese Patentierbarkeit im Ministerrat zu stimmen. Auch die polnische Regierung stellte sich im Rat mehrfach quer gegen die Patentierbarkeit von Software. Somit würde sich alleine im Ministerrat eine Sperrminorität von 4 Mitgliedern ergeben, wenn die EU Verfassung bereits in Kraft sein würde (Artikel I-25, Absatz 1).

Ich denke ich bin nicht naiv, deswegen frage ich mich, warum wehrt sich die Kommision so dagegen in letzter Konsequenz dem Bürgerwillen statt zu geben. Ist vielleicht das Mittagessen zwischen Bill Gates und Kommissionspräsident Barroso am 31. Januar 2005 der Grund?

Warum müssen die Parlamente Bitten, dass sich die jeweiligen Regierungen an die Beschlüsse der Volksvertreter halten? Haben wir dann selbst innerhalb der EU bald den Fall, das irgendwelche Gremien Dinge beschliesen, die dann den nationalen Parlamenten nur noch zum abnicken vorgelegt werden?

Diese Art der Demokratie ist dann zu komplex. Die Menschen verstehen sie nicht mehr und wenden sich ab, weil sie sich nicht mehr vertreten sehen. In der EU scheint man jetzt den gleichen Fehler zu machen wie in der Bundesrepublik mit der inzwischen blockierenden Mitwirkung des Bundesrates bei der Gesetzgebung.

[UPDATE] In Dänemark ist es scheinbar möglich, dass das Parlament Minister anweisen kann wie sie abzustimmen haben. Mehr hier.

[UPDATE 2] Softwarepatente: Neue Zweifel an der Gültigkeit des Ratsbeschlusses