Gabi und Sascha
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Eine der Fragen, die mich immer wieder bewegen, seit ich beschlossen habe eine neue Verfassung für dieses Land auszuarbeiten ist die, wie die Menschen dazu zu bewegen, dass sie mich nicht für einen Spinner und die Idee nicht für ein Hirngespinnst halten. Ich denke, dass die meisten, die die Idee lesen und vielleicht sogar sehen, dass ich mich langsam an die Umsetzung mache, genau das denken. Ich kann ihnen das nicht übel nehmen. Ich bin nicht der erste, der diese Idee hat und diejenigen, die ich bisher auf den einschlägigen Plattformen im World Wide Web oder anderswo gefunden habe sind zumindest komisch. Sie tendieren zu bizarren rechten oder linken Ideen, wollen die Gesellschaft ändern. Sie wollen verhindern, dass die Türkei in die Europäische Union aufgenommen wird oder eine utopische soziale Gerechtigkeit erreichen. All das will ich gar nicht. Ich will die Menschen nicht besser machen oder umerziehen. Das will und kann ich nicht. Das kann auch keine Verfassung.

Ich will, dass der Ruck endlich Wirklichkeit wird. Das die Verkrustung des Systems in unserem Land endlich aufgebrochen wird. Das die Menschen in diesem wunderbaren Land wieder anfangen an das land zu glauben. Das die Verdrossenheit aufhört und der Glauben an das Land wieder zunimmt. Dies erreicht man aus meiner Sicht nicht mehr mit dem bisherigen Grundgesetz. Dazu ist die Situation viel zu verfahren. Manchmal muss man etwas wegschmeissen und von vorne beginnen. Bundestag und Bundesrat blockieren sich permanent gegenseitig. An diesem Problem wird auch die Bundestagswahl in diesem Jahr nichts ändern. Allenfalls wird das fortschreiten der Verkrustung um ein, zwei Jahre hinausgezögert. Ich denke nicht, dass daran auch eine Bund-Länder Kommission nichts ändert, die die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern neu regeln soll. Denn das Grundgesetz ist nicht die Erfolgsgeschichte von der immer wieder geredet wird. Ein Grundgesetz, welches in knapp 56 Jahren wiederum knapp 150 mal geändert wurde ist keine Erfolgsgeschichte. Jede dieser Änderungen ist ein kleines Zeichen des Misserfolges welches sich im Ganzen zum Turmbau zu Babel ausgewirkt hat.

Ich will nur eine wehrhafte Verfassung. Dabeim umfasst dieses wehrhafte nicht nur die Verteidigung gegen radikale Gegner des Staates, sondern auch gegen den Feind im eigenen Establishments. Eine der Ideen ist beispielweise, dass die Vertreter des Souveräns im Parlament, diesem nicht über Jahrzehnte ununterbrochen angehören dürfen. Hier sollten 16 Jahre (4 Legislaturperioden) genug sein. Die Trennung der Gewalten soll festgeschrieben werden. Abgeordnete in den Parlamenten des Bundes sollen nicht gleichzeitig Mitglieder der Regierung sein. Parlamente des Bundes ist ein weiteres Stichwort. Ich möchte nicht an den Ländern rütteln. Diese haben sich in meinen Augen bewährt. Ausserdem lehne ich zentrale Systeme ab. Diese neigen dazu anfällig zu sein gegenüber den Möglichkeiten der ihnen übertragenen Macht. Allerdings sollte das Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern klar definiert sein, also eine klare Definition der Aufgaben des Bundes, klare Aufgaben für die Länder und klare Aufgaben für beide. Sind beide zuständig, muss der Bundesrat den Gesetzen zustimmen. Dabei sollen die Abgeordneten der Länderkammer frei in den Ländern gewählt werden. Als Idee auf jeweils 500.000 oder 1 Mio. Einwohner eines Landes ein Landesvertreter.
Wehrhaft muss eine Verfassung auch gegen sich selbst sein. Vor dem Hintergrund, dass in der Geschichte bisher nichts für die Ewigkeit war, muss auch eine neue Verfassung sich anpassen oder ablösen lassen. Zur Zeit haben wir hierfür noch den Artikel 146, auf dem diese Idee hier überhaupt fusst. Zwar gibt es Stimmen, auch unter Verfassungsrechtlern, die meinen, dass dieser Artikel ein Fehler ist, aber ich denke, dass sonst irgendwann der Druck zu gross werden wird und das System radikal umgekrempelt wird. Denn nichts ist für die Ewigkeit!

Jetzt wurde das hier doch zu einer losen Ideensammlung und nicht zu einem Zusammenschreiben der Gedanken, wie man das mit dem Spinner verhindern kann. Ich denke, man kann es nicht. Nur permanetes Arbeiten hilft. Die Menschen müssen langsam von der Idee überzeugt werden. Soetwas kann man nicht über das Knie brechen, sondern muss im Zeitraum eines Jahrzehntes denken.

dass sie Deutschland dienen will. Soetwas finde ich löblich und sollte bei einem Politiker in meinen Augen auch selbstverständlich sein. Nur ist das eben kein Fortschritt gegenüber dem aufgeklärten Absolutismus aus der Zeit von Friedrich dem Großen. Gespannt sein kann man bei so einer Aussage auf das Wahlprogramm mit dem Mut zu Ehrlichkeit.

Skalierbar ist das mit Abstand skalierbarste Buzzword in der IT.

Wie in der Agenda schon angekündigt, habe ich mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung für die Bundsrepublik Deutschland begonnen. Den Verlauf findet man hier.

Als Tool zum schreiben benutze ich Freemind und lade, getreu dem Motto veröffentliche früh, veröffenliche oft aus der Opensource Welt, jeden ein sich daran zu beteiligen. Ideen können erst einmal in den Kommentaren eingebracht werden.

Ich habe den Antrieb des Blog gerade auf Pebble 1.8 gehoben. Die Sprachanpassung deckt alle wesentlichen Dinge ab, die der Benutzer sieht. Im Adminbereich ist alles beim alten geblieben und damit habe ich kein Problem. Allerdings musste ich einige Texte doch noch anpassen, da sie sich ziemlich dämlich gelesen haben.

Beim Look 'n Feel musste das Theme angepasst werden, da mit der alten CSS Datei das Layout völlig wirr aussah. Aber das ist auch schon bei Umstieg von Pebble 1.6 beta1 auf die Version 1.7.1 der Fall gewesen. Etwas unruhig bin ich nur, weil es eine Nullnummer ist. Aber es ist ein Hobby, was solls also?! Und bisher hat Simon einen sehr guten Job gemacht. Pebble bietet alles was ich brauche. Und was man nicht hat kann man einfach selbst schreiben.

Keine Frage, das schänden von Büchern ist widerlich. Ich empfinde Bücherverbrennungen als eine der schlimmsten Dinge, die Menschen machen können. Als ich allerdings hörte was einige Muslime veranstalteten, als Newsweek meldete, dass der Koran im US-Gulag Guantanamo Bay angeblich im Klo heruntergespült wurde, musste ich mich um die Inkonsequenz bei diesen Demonstrationen/Ausschreitungen schon wundern. Keiner dieser Menschen hat vermutlich demonstriert oder auch nur daran gedacht, dass irgendetwas falsch läuft, als die afgahnischen Spassbremsen der Taliban die Buddha-Statuen von Bamiyan sprengen liessen. Die damaligen Oberspassbremse Mullah Omar wurde mit den Worten es seien nur Steine zitiert. In dieser Logik, liebe übergeifernden religiösen Spinner, ist auch der Koran nur Papier. Also stellt euch nicht so an!

Und weil euer Blutdruck jetzt bestimmt schon auf Gipfelhöhe des Mount Everest ist, hier noch ein Link zu Ayaan Hirsi Ali.

Jean-Claude Junckers (Ministerpräsident des EU-Schwergewichtes Luxemburg und zufällig auch gerade EU-Ratspräsident) Demokratieverständnis verstehe ich schon lange nicht mehr. Und als hätte ich es nicht geahnt kommt heute via Spiegel Online die Nachricht, dass die niederträchtigen Franzosen und Oranjes bei einem nicht genehmen Ergebnis zur EU-Verfassung, laut Juncker, so lange abstimmen sollen, bis es ins Konzept passt. Vielleicht würde es aber besser passen, wenn sich diejenigen, die soetwas denken, gleich ein neues Volk suchen, dass sie bei solchen Sprüchen noch ernst nimmt (frei nach Brecht).

Wer immer diese Auszeichnung BP verliehen hat kann jetzt nachlesen warum.

Gefunden beim Werbeblogger

An Softwarearchitektur musste ich spontan denken, als ich das Bild sah.

Soetwas kommt dabei heraus, wenn es keine klare Strategie für die Softwareentwicklung gibt.
Wenn die Entscheidungträger unsicher sind weil sie von ihrem Job nichts verstehen.
Soetwas kommt dabei heraus, wenn Softwarearchitekten oder die, die sich so nennen, keinen blassen Dunst von dem haben was sie tun.
Wenn nur hirnloses Marketinggebrabbel nachgeäfft wird.
Wenn alle denken, die nächste Technologie wird alles besser machen.
Wenn sich der Fokus permanent ändert. Grund: siehe oben!
Es ist das Ergebnis mangelnder Kommunikation.
Es ist die Quintessenz aus 2000 € Tagssatz diverser Consultants die nur Nach mir die Sintflut denken.
Es ist das Ergebnis der Ignoranz einfacher Wahrheiten: Any problem in computer science can be solved with another layer of indirection. But that usually will create another problem. (David Wheeler)

Software ist nicht einfach. Ich mach mir bei jeder Archiektur fast in die Hose weil ich Angst habe Fehler zu machen (und bin damit zum Glück nicht alleine). Das ganze coole Getue, was man immer liesst über dieses und jenes tolle Projekt, dass man wunderbar hinbekommen hat. Meinen Glückwunsch! Aber wieviele habt ihr daneben in den Sand gesetzt? Tut nicht so lässig, die Statistisk spricht gegen euch!

Ich muss zur Zeit in Zeitschriften lesen, dass MDA was ganz tolles ist. So ein bullshit. Es ist ein neues Buzzword das durchs Dorf getrieben wird. Die meisten haben doch noch nicht einmal UML verdaut und verwenden es nur für bunte Bilder in Powerpoint Präsentationen. Wie viele Softwareunternehmen im KMU Bereich (ungeschönt, also ohne Putzfrau und Praktikanten) verwendet denn UML für den gesamten Entwicklungsprozess? Die Firmen haben im Durchschnitt 14 Beschäftigte. Wer von denen kann sich denn Rose leisten? Oder Together? Und hat seine Prozesse daran angepasst? Ich lese es doch immer wieder in den Bewerbungen: Erfahrung mit Rational Rose. Fragt man dann nach kommt die kleinlaute Antwort: Naja, wir hatten im Unternehmen eine Raubkopie. Aber eingesetzt haben wir es nicht. Und plötzlich soll alles besser werden. ROTFL!

Man bin ich heute angepisst!

Die Erbin von Dumpfbacke Kelly Bundy und der Hilton-Hotels soll einen... igitt, ich mag das Wort kaum schreiben... Porno... igittigitt, pfuibah... gedreht habe. Ganz ganz furchtbar.

Naja... da gibt es heftigere Videos auf MTV...

Seht selbst

Im Grunde halte ich Kameras in Handies für überflüssig. Aber die Bildqualität von heute morgen scheint für das Blog ausreichend zu sein.

Mehr...

Simon hat Pebble, die Blogsoftware, welche auch diesen Blog antreibt, in der Version 1.8 auf Sourceforge zum download bereit gestellt.

Vermutlich werde ich am Wochenende die neue Version testen und den Blog hier dann umstellen. Normalerweise bin ich nicht so schnell darin eine neue Software auf Servern zu installieren, aber eat your own food. Eines der neuen Features von Pebble ist die Internationalisierung (I18N). Und die Übersetzung ins Deutsche haben Gabi und ich gemacht.

Ausgedient... Schweine!

Schöner wohnen in Friedrichshain
Heidenfeldstraße - Berlin/Friedrichshain - 2005-05-24

 

Ich gebe zu, ich bin manchmal ziemlich kleinlich und detailversessen. In meinem Beruf sollte ich das auch sein. Politiker scheinen da etwas anders zu ticken, obwohl doch vielen von ihnen Juristen sind. So etwa auch der amtierende Bundeskanzler. Der sagte in seiner Regierungserklärung folgendes:

Meine Damen und Herren, ich möchte Sie bitten, in diesem Augenblick nicht allzu kleinlich und detailversessen auf den einen oder anderen Halbsatz in diesem oder jenem Paragraphen des Gesamtwerks zu starren – einen Halbsatz, der unseren Erwartungen vielleicht nicht völlig entspricht –, sondern einmal innezuhalten–, sondern einmal innezuhalten, vielleicht sogar ein paar Schritte zurückzutreten, um unsere Entscheidung, die wir heute zu treffen haben, mit den Augen der Älteren unter uns zu betrachten, jener, die Zeugen und Opfer der Verheerungen des 20. Jahrhunderts waren, also aus der Sicht unserer Väter und Mütter, unserer Großmütter und Großväter, die uns – 60 Jahre nach dem Ende der europäischen Katastrophen – gerade in diesen Tagen des Gedenkens wieder so nahe gerückt sind.

Innehalten musste ich auch, als ich das im Protokoll der Sitzung gelesen habe. Innehalten und schlucken.

Dann.... dem Mann beipflichten! Recht hat er! Und ich kann das Zitat jetzt jedem Politiker unter die Nase halten, der am Projekt eines eigenen Verfassungsentwurfs etwas herum zu mäkeln hat. Denn zu diesem Kommentar gab es im Plenum des Bundestages keinen Kommentar. Keine verbale Schelte, kein pöblen, nichts

Es ist schon eine komische Situation. In Frankreich stimmt am 29. Mai der höchste Souverän über die EU-Verfassung ab. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird der Souverän Frankreichs vermutlich das machen, was seine ureigenste Aufgabe ist, nämlich den Systemfehler EU-Verfassung durch ein non zu korrigieren. Dabei wird schon jetzt eindringlich darauf hingewiesen, dass das alles ganz schlimm ist für Europa, wenn die Franzosen die EU-Verfassung ablehnen. Europa sei nicht mehr steuerbar heisst es aus allen Ecken. Der Verfassungsvertrag nicht mehr nachverhandelbar. Die Union mit 25 Mitgliedsstaaten nicht mehr fähig zum Handeln, zu Entscheidungen.

Bei solchen Worten frage ich mich, wer die Institution der EU denn in diese Situation gebracht hat? Einzig Irland hat beim Vertrag von Nizza die Bürger gefragt. Und diese habe den Vertrag dann auch prompt abgelehnt. Nur durch eine massive Werbekampagne wurde er dann in einem zweiten Anlauf angenommen. (Ich hoffe, die Franzosen müssen bei einer Ablehnung dann nicht auch so lange Abstimmen, bis das Ergebniss stimmt.) Gerade dieser Vertrag sollte die EU angeblich schon fit machen für neue Mitglieder. Und plötzlich hiess es, dass der Vertrag dazu nicht gut genug sei. Die auch von mir abgelehnt EU-Verfassung soll es jetzt richten.

Ich kann diese Friss Vogel oder strib Alternativen nicht leiden. Diese moralischen Erpressungen, welche die Menschen dazu zwingen sollen etwas gut zu heissen, das andere beschlossen haben. Und wenn diese es nicht tun, nicht blöd blöckend den Leithammeln folgen, nicht die Schuld bei sich suchen, sondern bei denen, die immer Recht habe.

Das Volk als höchster Souverän hat in einer Demokratie nun einmal immer Recht. Das ist das Wesen einer Demokratie. Wenn man das anzweifelt, und sei es nur weil man der Masse der Menschen nicht zutraut sich richtig zu entscheiden, dann hat man das Wesen der Demokratie nicht verstanden. Oder hängt insgeheim totalitären Ideen an.

Zum real gelebten Information at your Fingertips schreibt Indiskretion Ehrensache über seine Erlebnisse mit Yahoo hier. Es ist amüsant zu lesen wie die Firma, die vor ein paar Jahren noch die vollkommene Umkrempelung unseres informationsbeschaffenden Alltages prophezeite, nun zurückhaltender agiert als die etablierten Unternehmen der old economy.

Neuwahlen im Herbst? Auswählen zwischen Pest und Cholera?
Ich bleibe bei Pest.

Osborne StierBiegt man in Sevilla, der Haupstadt von Andalusien, von Córdoba kommend rechts ab, erreicht man die Provinz Huelva. Im Spätsommer 2003 haben wir in Huelva, im El Cortijo de los Mimbrales zwischen El Rocío und Matalascañas eine Woche Urlaub gemacht. El Rocío ist ein verschlafenes Westerndorf von knapp 700 Einwohnern, welches nur zu Pfingsten von hunderttausenden Wallfahrern besucht wird, die dort sherryseeliges Fest feiern. Matalascañas wiederum ist eine langweilige künstliche Ferienstadt, die nur im Hochsommer wirklich belebt ist. Als wir dort waren, waren die zumeist einheimischen Urlauber schon wieder abgereist und der Ort glich einer Geisterstadt.
Einzig der Nationalparkt Coto de Doñana und die weiten, Ende September, Anfang Oktober, menschenleeren Strände sind erwähnenswert. Ein herrlicher Ort also den Urlaub ruhig zu geniessen und sich zu entspannen.

Corta Atalaya - Das Wasser am Boden ist zwei Fussballfelder grossVon unserer Unterkunft konnte man schnell Ausflüge in die weitere Umgebung machen. Dafür wird allerdings unbedingt ein Auto benötigt. Dann kommt man allerdings in Orte, die die Pauschaltouristen selten zu sehen bekommen. Im Norden der Provinz, an der Grenze zur Provinz Sevilla, liegt der Ort Minas de Riotinto, benannt zum einen nach den dortigen Minen und dem Fluss, der blutrotes Wasser führt. In den Minen wurde schon in der Kupferzeit das begehrte Metall abgebaut. Die Stadt, die Minen und das Museum sind einen Besuch wert. Alleine das grosse Tagebauloch (Corta Atalaya), mit einer Länge von ca. 1200 Metern, einer Breite von 900 Metern und 330 Metern Tiefe, ist imponierend. Die restliche Umgebung ein Mahnmal für die industrielle Zerstörung einer Landschaft.

Cerdo Ibérico bei AracenaNördlich von Riotinto fährt man durch ausgedehnte Korkeichenwälder, die die Heimat des Grundstoffes des leckersten Schinkens dieser Welt. Die Schweine der Rasse Cerdo Ibérico, eine freilebende Mischung aus Wild- und Hausschweinen, fressen hier in den letzten drei Monaten ihres Lebens hauptsächlich die Eicheln der Korkeiche. Dies gibt dem luftgetrockneten pata negra einen feinen, nussigen Geschmack. Zentrum der Produktion des jamón ist Jabugo. Hier lagert er bis zu 24 Monate, bevor er in aller Welt als Delikatesse verkauft wird. Er kostet zur Zeit zwischen 7 € und 16 € für 100 Gramm. Den Schinken geniesst man als Tapa entweder pur mit einem kühlen Glas Sherries (Fino) oder als pan con tomato.

Die Korkeichenwälder sind auch Heimat des Kampfstieres, die hier, weitab vom Menschen, drei Jahre lang aufwachsen. Man mag vom Stierkampf halten was man will, sollte allerdings immer bedenken, dass die Wälder ohne diese Stiere von ihren Besitzern längst in Monokulturen umgewandelt worden wären. Auch weiss ich nicht was brutaler ist. Ein Stierkampf, in der das Tier innerhalb von 15 Minuten getötet wird, dafür aber 3 Jahre frei leben kann. Oder ein Zuchtrind, welches schnell hochgepäppelt wird und dann auf dem Schlachthof stundenlang spührt, wie Artgenossen industriell getötet werden.

Corrida in der Arena von SevillaGabi und ich haben in Sevilla auch einen Stierkampf besucht. Zuerst war Gabi dagegen. Sie hatte Angst, dass sie es nicht durchhalten würde. Dann ist sie allerdings doch mitgekommen. Als Archäologiestudentin argumentierte sie, kann man durch einen Stierkampf versuchen zu verstehen wie es bei den Gladiatorenspielen im alten Rom zugegangen ist. Das Experiment ist positiv ausgegangen. Die Corrida, die ausschliesslich zu Pferde stattfand, begann mit der Vorstellung des routinierten Töters Joao Moura. Der etwas langsame Stier starb beim ersten Stoss mit dem Degen auf der Stelle. Das Höhepunkt war allerdings die Vorstellung von Martin Burgos. Ich konnte mir bis dahin nicht vorstellen, was man mit von von einem Pferd alles machen kann. Der 24 jährige Matador stiess zum Beispiel zwei maximal 20 Zentimeter lange Banderillas kopfüber in den Nacken des Stieres oder ritt seitwärts, vom Stier verfolgt, einmal um die gesamte Arena. Da ist es kein Wunder, dass er das Pferd dreimal wechseln musste. Nach einer, aus meiner Sicht, fehlerfreien Vorstellung bekam er zwei Ohren.

Wenn wir wieder eine Gelegenheit haben eine solche erstklassige Corrida zu besuchen werden wir es auf alle Fälle tun.

Rezept: pan con tomato con jamón

Weissbrot aufschneiden und die Innenseite rösten. Mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe die geröstete Fläche einreiben. Eine vollreife Tomate halbieren und ebenfalls mit der Schnittfläche fest über das Brot reiben, so dass Fruchtfleisch hägen bleibt. Anschliessend mit Olivenöl (am besten aus Baena) beträfeln. Nicht zu dünn mit pata negra belegen und sofort servieren.

Say no to EPatents Ein Kinderlied umgetextet zum Thema findet sich im Heise Forum.

Dank an Susanne für den Hinweis

 

Ein Mann muss zum Flughafen und bestellt für 17:00 ein Taxi. Er kommt zu spät am Flughafen an und verpasst seinen Flieger. Er ruft bei der Taxizentrale an und beschwert sich über die Unfähigkeit des Taxifahrers.

In der nächsten Woche bestellt der Mann das Taxi für 17:00 und gibt den Weg vor, den der Taxifahrer nehmen soll. Er kommt zu spät am Flughafen an und verpasst sein Flugzeug. Wieder beschwert er sich über den Taxifahrer.

In der Woche darauf bestellt der Mann das Taxi für 17:00, definiert den Weg, der gefahren werden soll und welche Strecken in welchem Gang zu fahren sind. Auch dieses Mal verpasst er seinen Flieger und beschwert sich über den Fahrer.

In einer Unterhaltung mit seinem Nachbarn gegenüber erfährt er, dass dieser in den drei Wochen den gleichen Flug gebucht hatte. Er nahm auch ein Taxi und hat keinen Flug verpasst. Auf die Frage, wie er es geschafft hätte immer rechtzeitig zu sein, zuckte dieser mit den Achseln und sagte nur:

"Keine Ahnung, ich habe der Taxizentrale mitgeteilt, dass ich ein Taxi zum Flughafen benötige. Man fragte mich, um welche Uhrzeit es da sein sollte und ich entgegnete nur, dass es rechtzeitig da sein sollte, damit ich pünktlich um 17:30 am Flughafen bin. Im Anschluss sagte man mir, dass der Taxifahrer um 16:45 eintreffen werde."

Von Frank via E-Mail. Mit freundlicher Genehmigung.

Für die nächsten Jahre:

  1. 2005 kleines Spiel für den neuen Knochen schreiben
  2. ab 2005 neues Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ausarbeiten
  3. 2006 Papa werden
  4. 2008 nochmal Papa werden
  5. 2009 Hotte Köhler als Bundepräsidenten ablösen
  6. 2014 als Bundespräsident wiedergewählt werden
  7. 2015 neues Grundgesetz beschliessen lassen und Inkraft setzen

Ich denke Punkt 3 wird am schwierigsten.

Vor kurzem habe ich erfahren wie das mit dem Outsourcing wirklich funktioniert. Ein Bekannter, der bei einem grossen Beratungsunternehmen als Softwareentwickler arbeitet, hat mir erzählt, wie z.B. der Einkauf einer grossen Deutschen Bank durch Outsourcing kostengünstiger werden soll. Die Technologie des Einkaufs basiert dabei auf SAP. Die einzelnen Komponenten sollen durch ein Java-Module zur Zusammenarbeit gebracht werden. An der Entwicklung dieser Module arbeiten 3-5 Softwareentwickler. Keine erfahrenen Profis, sondern nach den Worten meines Bekannten, Rookies direkt von der Universität. Diese hatten weder von Java, noch von SAP, geschweige denn irgendwelchen Enterpriseanwendungen, irgendeine Vorstellung. Jeweils einer der Entwickler ist für die GUI, die Geschäftslogik und die Schnittstellen verantwortlich. Eine Architektur als solche lag nicht vor. Diese sollte von den beteilgten Entwicklern on-the-fly erstellt werden. So die Idee der Projektleitung. Für das ganze Entwicklungsprojekt wurden 30 Tage veranschlagt. Nach über einem Jahr war immer noch nichts fertig. In der Zeit wechselte die Projektleitung mehr als 4 mal, dass Management 2 mal.

Und da fragt sich John Reynolds warum es so viel schlechte Software gibt... Und ich verstehe jetzt warum die virtuelle Arbeitsagentur so schlecht und teuer ist... 145 Berater und 5 Entwickler

Die Redmonder haben in Großbritannien einen Kurzfilm-Wettbewerb über Gedankendiebe (Thought Thieves) ausgeschrieben. Bisher dachte ich immer, dass die Gedanken frei sind. Man kann sie nicht verbieten und zum Glück auch klauen, imitieren, erweitern, verwerfen, sich-darüber-lustig-machen, darüber streiten und vieles vieles mehr.

Ich denke, dass so in den Köpfen eingepflanzt werden soll, dass nicht kontrollierte Freiheit doch etwas böses ist. Es ist ein weiterer Baustein im Gedankengebäde des Gates-Konzerns, der auf Kontrolle und Unterdrückung zielt. Hierzu muss man nur einmal Gates Buch Der Weg nach vorn lesen. Schon da schreibt der Autor von den Möglichkeiten das Leben Aller zu überwachen (Kapitel 12).

Und ich klaue jetzt nur den Hinweise und setze keinen Trackback beim Werbeblogger.

Leader mit Charisma erzielen fast immer die schlechtesten Resultate. Management Zentrum St. Gallen, ärgert euch bei dem Werbespruch doch sicherlich über die deutsche Geschichte.

Anzeige aus: Der Spiegel, 20/2005

Keines unserer heutigen Sicherheitssysteme, weder Lenkradschösser noch Stahlkammern, ist vollkommen pannensicher. Allenfalls können wir potentielle Einbrechern ihr Geschäft so schwer wie möglich machen. Entgegen weitverbreiteter Auffassungen schneidet die Computersicherheit im Vergleich sehr gut ab. Computer können Informationen so sicher abschirmen, daß selbst die raffiniertesten Hacker nur unter großen Schwierigkeiten an sie herankommen, es sei denn an verantwortlicher Stelle wird ein Fehler begangen. Schludrigkeit ist die Hauptursache für Sicherheitslücken.

Bill Gates - Der Weg nach vorn

Am 12. Mai sind meine (Saschas) Eltern zu uns nach Berlin gekommen. Die Anreise war schon ein Abenteuer für sich. Ich hatte ihnen zwar eine ziemlich einfache, aber genaue, Wegbeschreibung geschickt (Abfahrt in Gross Ziethen, dann immer der B 96a folgen), aber sie haben es ziemlich schnell geschafft, sich heillos zu verfahren. Auf alle Fälle haben sie es irgendwie geschafft, bis zur Pasewalkerstraße zu kommen. Wie, ist eines der ewigen Mysterien. Über Handy haben wir sie dann in die Heidenfeldstraße gelotst, nicht ohne dass sie sich noch zweimal verfahren haben :-).

Für Freitag hatte ich mir frei genommen, um den Touristguide zu machen. Gabi hatte an dem Tag noch Uni. Wir machen mit Besuchern am Anfang immer die Mitte-Tour, Familienintern auch Schweinetour genannt, da sie für erstmalige Besucher immer ziemlich anstregend ist. Diese führt vom Hackeschen Markt zum Reichstag und Bundeskanzleramt. Auf dem Weg liegt die Neue Wache, die meine Mutter, die immer etwas auf cool macht SMILY, schon ziemlich beeindruckt hat. Die Skulptur von Käthe Kollwitz in der Mitte des ansonsten kahlen Raumes macht einen sehr traurig und lässt einen die ganze Kälte von Gewaltherschaften spüren.

Die erste Pause haben wir dann im Innenhof der Staatsbibliothek Unter den Linden gemacht. Immerhin muss ich den ganzen Weg noch auf Krücken laufen. Von dort ging es dann weiter zum Brandenburger Tor und zum Reichstag. Mit der Linie 100 sind wir dann weiter zum Zoo gefahren, da wir noch nach Steglitz in die Schlossstrasse mussten. Wir hatte meiner Mutter zum Geburtstag einen Gutschein für das Bastelgeschäft gegenüber des Bierpinsels geschenkt. Der Gutschein war ziemlich schnell verbraucht. Auf dem Rückweg haben wir dann noch meinen Rucksack bei Burger King am Bahnhof Zoo abgeholt, den ich dort vergessen hatte. Manche Berliner sind halt doch ehrlich!

Am nächsten Tag sind wir früh morgens wieder zum Reichstag gefahren, weil meine Eltern die Kuppel besuchen wollten. Früh, weil wir dachten, dass dann die Schlange nicht so lang ist. Dachten wir... Aber das dachten natürlich auch viele andere. Zwei Stunden Wartezeit und das schon um 9:30 Uhr. Zum Glück bin ich zur Zeit nicht ganz so mobil. Wir konnten den Behinderteneingang nehmen. Zu irgendetwas muss der Fuß ja gut sein.

Nach dem Kuppelbesuch ging es wieder am Tor und dem Stelenfeld (sie fanden es, als sie da waren, doch nicht sooooo schlimm und Papa ist sogar, neugierig wie er ist, hinein gegangen) vorbei zum Potsdamer Platz. Das Sony-Center fanden sie beeindruckend und auch den Käferfilm, den wir im IMAX 3D gesehen haben. Von dort ging es dann weiter ins Pergamonmuseum wo Gabi den antiken Splatterfilm erklärt hat und ganz stolz damit prahlte, dass sie schon auf dem Markttor von Milet gestanden hat. Leider ist das Tor hinter einem Netz zur Zeit schlecht zu sehen. Beeindruckend fanden sie auch das Ischta Tor und die Museumsinsel allgemein. Ich frage mich nur immer, warum die Besucher immer wieder die Ausstellungsstücke begrabschen müssen. Warum klettern sie für ein Foto über die Absperrungen? Warum stecken sie ihre Finger in die Augenhöhlen antiker Bronzeplastiken? Warum verstehen sie nicht, dass, wenn es jeder machen würde, wir nicht lange etwas davon haben? Wenigstens waren es nicht meine Eltern.

Mein Geburtstag stand dann ganz im Zeichen des Karnevals der Kulturen in Kreuzberg. Sie hatten dort jede Menge Spass. Und ich habe mich geärgert, weil die Caipis bis zu 4 € gekostet haben. Dafür hat Gabi jetzt ein wunderschönes blaues Tuch aus Naturseide (Ist Seide nicht immer Naturseide? Aber wenigstens hat sie ein gutes Werk getan.). Dafür hat meine Mutter den Punks, die uns auf der Fahrt zum Südstern begleitet hatten, gut Kontra gegeben. Irritiert waren sie (meine Eltern) nur, als sie sich über den Dreck am Kotti aufregten und ich ihnen sagen musste, dass es eigentlich recht ordentlich aussah.

Heute sind sie alleine in Potsdam.

Vor dem Alten Museum
Vor dem Alten Museum
Innenhof der Staatsbibliothek
Innenhof der Staatsbibliothek
Pariser Platz und Brandenburger Tor
Pariser Platz und Brandenburger Tor

 

Gipfelstürmer
Gipfelstürmer
Fahrstuhl im Reichstagsgebäde
Fahrstuhl im Reichstagsgebäde
Blick zum Potsdamer Platz
Blick zum Potsdamer Platz

 

Spiegelbild
Spiegelbild
Entspannen
Entspannen
Grenzgängerin
Grenzgängerin

 

Antiker Splatterfilm
Antiker Splatterfilm
Karneval der Kulturen
Karneval der Kulturen
Karneval der Kulturen
Karneval der Kulturen

 

Karneval der Kulturen
Karneval der Kulturen
Samba (Er)
Samba (Er)
Samba (Sie)
Samba (Sie)

Manchmal vermisst an Leute erst, wenn sie wieder da sind. So heute mit dem Läfer, der sich seit bestimmt einem halben Jahr mal wieder in der Dieffenbachstraße hat blicken lassen.

Welcome back!

Im aktuellen Javamagazin ist ein Artikel über die Neuerungen in JAXP 1.3, welches in Java 5.0 integriert ist. Der Artikel kommt zwar etwas spät, aber besser spät als nie. Leider findet sich in dem Artikel ein zumindest nicht ganz korrekte Aussage auf Seite 111:

Ein Manko des JAXP API war bisher, dass es keine Standardisierung zum Laden und Speichern von XML- bzw. DOM-Dokumenten gab. In J2SE 1.4 konnte man die klassischen Datei-Operationen verwenden (BufferedReader, BufferedWriter. Xerces besitzt mehrere Serializer-Klassen (XMLSerializer, XML11Serializer, HTMLSerializer, XHTMLSerializer), die in anderen XML-Parsern nicht zur Verfügung stehen. Bei einem Wechsel des Parsers muss der Java-Code angepasst werden.

Bedenklich an diesem Zitat ist die Tatsache, dass der Autor dabei schlicht ignoriert, dass es im J2SE 1.4 sehr wohl eine standardisierte API für das serialisieren von XML gibt. Dabei können sowohl DOM, SAX als auch beliebige Java Objektgraphen (natürlich mit ein wenig Handarbeit) in XML serialisiert werden. Wie das genau geht erklärt Benoît Marchal beispielsweise in seinem hilfreichen Artikel Tip: Using SAXTransformerFactory.

Ich finde es Schade, dass gerade in einem Fachblatt wie dem Javamagazin soetwas behauptet wird. Zwar ist die Aussage nicht ganz so schlimm, wie der völlig verunglückte Artikel zum Apache Commons Modeler, aber er lässt schon Zweifel an der Qualifikation des Autoren und der Qualitätssicherung zu.

Damit man die Aussagen auch einfach nachvollziehen kann, hier ein kleines Beispiel, welches ein XML Dokument einliesst (liegt als String vor) und in eine temporäre Datei, mittels der Transformer API, schreibt:


    /**
     * Simple example to write DOM to Files and Streams.
     *
     * @author Sascha Kohlmann
     */
    public class Java14XmlSerializerExample {

        private static final String XML = 
            "<test><value>Simple DOM2File test</value><name>I think this works fine."
            + "</name></test>";
    
        public static void main(final String [] args) throws Exception {

            // Vorbereitung für DOM.
            final Reader reader = new StringReader(XML);
            final InputSource source = new InputSource(reader);
            final DocumentBuilderFactory dFactory = 
                DocumentBuilderFactory.newInstance();
            final DocumentBuilder builder = dFactory.newDocumentBuilder();
            final Document doc = builder.parse(source);

            final DOMSource dSource = new DOMSource(doc);
        
            // Ausgabe in temporäre Datei vorbereiten.
            final File tmpFile = File.createTempFile("Java14XmlSerializerExample.", 
                                                     ".xml");
            System.out.println("write to: " + tmpFile.getAbsolutePath());
            final FileWriter fw = new FileWriter(tmpFile);
            final StreamResult sResult = new StreamResult(fw);

            // DOM in XML serialisieren.
            final TransformerFactory tFactory = TransformerFactory.newInstance();
            final Transformer transformer = tFactory.newTransformer();
        
            transformer.transform(dSource, sResult);
        
            System.out.println("written - please verify");
        }
    }

Das ganze sollte natürlich mit Java 1.4 ausprobiert werden.

Die JAXP ist übrigens auch ein heisser Kanditat für Abkürzungen in Abkürzungen:

  • JAXP
  • Java API for XML Parsing
  • Java Application Programming Interface for Extensible Markup Language Processing
Schlappe 80 Zeichen. Nicht schlecht :-)

In den letzten Tagen habe ich mir intensiver die Java API des SonyEricsson S700i angeschaut. Das Handy unterstützt die MDIP 2.0 Schnittstelle. Bei dieser Schnittstelle ist im Grunde gegenüber 1.0 nicht soviel hinzu gekommen. Das Wenige hat es aber in sich. Die Games API ist ziemlich gut geworden. Es ist schon beindruckend, wie man mit so wenig Klassen ein so mächtiges System anbieten kann. Es sind nur ein paar Codezeilen nötig, um ein komplettes Mehrebenen parallax scrolling hin zu bekommen. Die Grafiken werden in ressourcensparenden Frame PNGs abgelegt und durch Angabe von Offsets wird dann daraus das Spielfeld vom System zusammen gebaut. Das erinnert einen an Zeiten der Spieleprogrammierung auf dem C64. Man will sofort wieder anfangen Ballerspiele zu schreiben.

Das, für ein Handy, riesige Display (240x320 pixel, 262K Farben, für Java 65536 benutzbar) lädt dazu gerade ein. Durch die wenigen Tasten, die man im nicht ausgeklappten Zustand verwenden kann, ist es auch gut möglich das Handy quer zu legen. Vor meinem Auge entstand sofort ein Uridium Clone. Leider benötigt man für Actionspiele fast immer beide Hände. Ein Hand zum steuern, eine Hand (oder besser einen Daumen) zum schiessen. Sowas ist bei dem S700i bauartbedingt leider nicht möglich. Der Feuerknopf müsste seperat am oberen Ende sein, ist aber natürlich im Zentrum der 4-Wege Wippe. Aber mit kamen schon zwei Ideen für halbwegs spannende Spiel, die man auch mit einer Hand bedienen kann. Nicht der 10. Pacman Clone und auch nicht die millionste Tetris Variante. Wenn Gabi nichts dagegen hat, werde ich es in den nächsten Wochen mal versuchen umzusetzen. Mehr will ch hier noch nicht verraten. Nur soviel, das Spiel wird vermutlich frei unter der GPL sein.

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Diese kleinen 15 Pixel hohen Textblödchen mit mehr oder weniger sinnhaften Linkzielen dahinter finde ich toll. Wollte ich auch schon immer mal haben. Also finde mich...

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Scholz & Friends wirbt für mildes Männerbier von Holsten konnte man heute auf Horizont lesen.

Ich kann dieses ganze milde, lighte und smoothe nicht mehr sehen. Alles ist nur noch mild. Alles wird sanft. Jogurts gibt es nur noch cremig mit Sahne. Kaffee muss mild oder sanft sein. Und irgendwann ist alles die gleiche Pampe. Aldimasse mit etwas anderen E-Ingredenzien, abgestimmt auf einen Massengeschmack, kompatibel zur Fitness-wir-sind-schön-und-hipp-Welle.

Mit Beck's Gold hat der ganze Bockmist jetzt auch beim Bier angefangen. Schrecklich diese Mäusepisse. Schmeckt wie der Inhalt eines dreimal wiederverwendeten Kaffeefilters. Ich hätte nicht gedacht, dass man Warsteiner noch unterbieten kann. Aber der Masse, die Christiansen am Sonntag im Ersten für einen fundierten Politiktalk hält, die trinken sicherlich auch dieses Abwaschwasser.

"mildes Männerbier"... Ich halts im Kopf nicht aus...

Ausrücken zur Apfelfront. Los! Lesen!

Bei Eingaben von sicherheitskritischen Daten im S700i von SonyEricsson sollte man ein paar Sekunden mit dem tippen warten. Es kann passieren, dass das Telefon die einegegebenen Daten ein paar Sekunden im Klartext anzeigt, bevor es sie durch Sternchen ersetzen. So eben geschehen bei der Eingabe der Telefonsperre. Beim rückgägigmachen von Zeichen werden diese dann auch wieder im Klartext angezeigt.

Unschön ist auch, dass die Menge der noch einzugebenden Zeichen heruntergezählt wird. Mit Geschick kann man versuchen den Code zu erraten.

History:

2005-05-05
Akkustand
2005-05-01
S700i - Erster Eindruck
2005-04-30
Neues Telefon

Vielleicht wird irgendwann die allgemeine Speicherung und Überwachung der Telekommunikationsverkehrsdaten kommen. Man kann dann nach der Devise handeln, man habe nichts zu verbergen. Das finde ich ziemlich dumm. Ich habe sehr wohl etwas zu verbergen. Es geht niemanden etwas an welche Websites ich besuche. Es geht niemanden etwas an wem ich EMails schicke und mit wem ich über P2P kommunizieren. Das ist dann allerdings nicht mehr so einfach möglich. Allerdings sind Flatrates heute nicht mehr so teuer und werden in den nächsten Jahren auch immer billiger. Es ist dann ja nicht mehr ganz unmöglich seine Datenspuren für den Staat zu verwischen, indem man einen Roboter sinnvoll für sich arbeiten lässt. Aus einem Wöterbuch werden Queries für unterschiedlichste Suchsysteme (Google usw.) zusammen gestellt und abgeschickt. Die Antworten surft das System an und gewinnt daraus vielleicht wiederum neue Suchwörter. Sinn und Zweck ist es das Systemn zur Aufzeichnung der Verkehrsdaten einfach zu überfluten. Quasi mit SPAM voll zu müllen und mit den Daten, deren schiere Menge schon heute schwer zu greifen ist, das System unbrauchbar zu machen.

Nach dem ersten Eindruck scheint sich meine Befüchrtung vom 30. April 2005 nicht zu bewahrheiten, dass die Akkulaufzeit geringer ist als angegeben. Und das obwohl ich ihn in den letzten Tagen doch ziemlich gefordert habe. Stundenlanges herumspielen mit Bluetooth, dem schicken Java 3D Spiel scheinen den Akku nicht sonderlich in Bedrängnis gebracht zu haben. Er ist noch zu über 30 % voll.
Für die grossen Augen der netten Kollegen: In 2 Jahren hat jeder Knochen 3D.

Bei einer Bluetoothanwendung fror das Handy allerdings komplett ein und liess sich nur durch die entnahme des Akkus wiederbeleben. Das geschah, als ich eine Datei an den Linuxrechner (Fedora 1 mit eigenem Kernel, da DualHead Mode Betrieb) schicken wollte. Unter Suse 9.2 gab es auf unserem privaten Notebook keine Probleme. Der USB-Dongle war irgend ein Ding von Acer (ich bin kein Hardwarefreak). Deswegen einen Dank an Christopher für das Teil. Ansonsten gibt es bei Bluetooth bisher nichts auszusetzen. Sogar die Remote Desktopsteuerung funktionierte unter SuSE einwandfrei.
Was mich allerdings wundert ist, wie viele Menschen Bluetooth in der freien Wildbahn offen lassen, so das jeder Kontakt aufnehmen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gewollte ist.

Für die nächsten Tage werde ich auf jeden Fall ein wenig Java auf dem Ding spielen. Gabi ist bei ihren Eltern, so dass ich ungestört vor der Konsole sitzen kann. Beim Siemens SL45 habe ich damals die Entwicklung beendet, weil es einfach keinen Spass gemacht hat 45 Minuten zu warten um 1 kB in den Speicher zu schreiben. Die Multimedia Card war in dem Ding nicht wirklich der Hit. Oder es lag an der Implementierung.

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Beim Original erfährt man: ...The superstructure defines the six structure diagrams, three behavior diagrams, four interaction diagrams, ...:
Das sind dann 6+3+4 = 13.

In "Analyse und Design mit UML" von Bernd Oestereich zählt man (Seite 211):
5 Strukturdiagramme, 4 Architekturdiagramme, 2 Verhaltensdiagramme und 4 Interaktionsdiagramme = 14.

In "Basiswissen "Softwarearchitektur" von Thorsten Posch u.a. (Seite 140) zählt man:
6 Strukturdiagramme, und 8 Verhaltensdiagramme (4 Interaktionsdiagramme, zwei Zustandsdiagramme, ein Use-Case und ein Aktivitätsdiagramm) = 14

Und bei Gentleware.com liest man...
...All 9 Diagram Types...

Das ist ja wirklich toll. Dann findet man weiter unter UML.ORG, dass ja beispielsweise Rhapsody schon UML 2.0 kann mit einem tollen Link und im Tool selber versucht man dann gar vergeblich ein 1.4 Komponentendiagramm zu erzeugen.

Und da sage noch einer das Politik scheisse ist, weil jeder etwas anderes sagt, interpretiert, meint oder wie auch immer.

Ich schlage vor:
IT'ler in die Politik und Politiker in die IT. Wenn eines davon nicht zu erwarten ist, dann Veränderung!

Von Frank via E-Mail. Mit freundlicher Genehmigung.

Say no to EPatents Indiskretion Ehrensache berichtete am 29. April 2005 über den DFB-Bundestag. Dieser hat beschlossen, dass der DFB Sportwetten anbieten will, wenn diese legal werden.

Das Thema hat mich nicht umgehauen, als ich es gelesen habe. Der DFB macht doch nichts anderes als das Europäische Patentamt, welches im Grunde schon seit Jahren Softwarepatente vergibt. Dann laufen die Lobbyisten los die gängige Praxis zu legalisieren. So what?

Nach ein paar Stunden rumspielen mit dem neuen Telefon denke ich, dass die Bedienung ziemlich einfach und intuitiv ist. Die vier Haupttasten, die als einzige mit der Cursorwippe sichtbar sind wenn das Telefon nicht ausgeklappt ist, reichen vollkommen für die normale Bedienung aus. Die meisten Telefonnummern die man anrufen will hat man sowieso im Adressbuch. Um an diese schnell heranzukommen gibt es Verknüpfungen, die ähnlich funktionieren wie bei dem alten Knochen. Und mittels der Infrarotschnittstelle war das alte Telefonbuch auch schnell übertragen. Schön, dass soetwas wenigstens inzwischen recht einfach geht. Beim Siemens musste ich vor 4 Jahren noch alle Daten neu eingeben.

Das Telefon ist durch seine grossen und übersichtlichen Menüs so einfach zu bedienen. Die Anleitung konnte ich schon nach wenigen Minuten weglegen. Wer liesst denn heute noch. Dabei ist das Handbuch schon an einigen Stellen lustig geschrieben. Es gibt eine sogenannte Sprachwahl. Im Handbuch auf Seite 19 wird diese beschrieben. Um an diese zu gelangen kann man eine Taste drücken oder das Zauberwort sagen (siehe Foto). Wenn man nicht weiss, was das Zauberwort ist, dann fängt man erst einmal an zu lachen und brüllt sein Telefon erst mit sofort an, um dann mit bitte weiter zu betteln. Auf Seite 31 wird dann erklärt was das Zauberwort ist.

Etwas unschön ist die Schutzfolie des Displays. Ich habe die früher immer ganz gerne noch einige Zeit auf dem Display gelassen, damit dieses nicht so schnell verkratzt. Leider ist bei S700i die Folie mit sinnlosen Aussagen bedruckt.

S700i mit Schutzfolie
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S700i - Anleitung 'Sprich das Zauberwort'
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