Gabi und Sascha
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Da sitzt sie. Ich weiss natürlich nicht ob es eine Sie ist oder ein Er ist. Auf alle Fälle ist sie (ich bleibe der Einfachheit halber dabei) schwarz. Sie starrt mich mit ihren grossen Augen an. Denkt sich vermutlich ich beachte sie nicht. Ich beachte sie. Ich verachte sie. Ich hasse sie. Sie heisst vermutlich Jeff.

Langsam greife ich zur Fernsehzeitung. Es ist Dienstag und sie hat bemerkt, dass ich sie aus den Augenwinkeln beobachte. Sie koketiert. Geht nach rechts, geht nach links, schlägt die Beine übereinander. Wir tun so als beachten wir uns nicht. Das Rollenspiel scheint uns Spass zu machen. Aber es ist Ernst. Bitterer Ernst. Da macht sie einen Fehler, dreht mir den Rücken zu. Ich hole aus, schlage zu. Gotcha! Sie liegt benommen auf dem Bauch. Sarah Connors Kopf hat sie voll erwischt. Erneut schlage ich zu! Wie im Rausch. Sie liegt auf dem Rücken. Zappelt mit ihren sechs Beinen, haucht den letzten Atem aus. Ihre Bewegungen werden langsamer.

Zufrieden drehe ich mich um und grinse Frau an. Der dreckige Job ist erledigt. Einer musste ihn ja tun.

Aber Jeff ist durchtrieben. Hat nur auf toten Mann gemacht. Schlimmer als die Sniper des Vietcong. Dreht sich blitzschnell um. Mit einem höhnischen Grinsen surrt sie davon. Meine Niederlage ist vernichtend. Frau lacht sich scheckig. Der Tag ist gelaufen.

Wenn man nichts zu verbergen hat muss man auch nicht überwacht werden.
Ich habe etwas zu verbergen, meine Privatsphäre.
Muss ich jetzt überwacht werden?

Ich bin bestimmt ein drogensüchtiger, blutrünstiger Massenvergewaltiger.
So jedenfalls nach einem Fund des Schockwellenreiter.

[ZEITUNGSAUSSCHNITT]
Ab zur , neuen Stoff besorgen

 

Bei diesem Bild des Schockwellenreiters bricht bei mir der pure Neid aus. Sowas lässiges habe ich noch nicht gefunden, wie man hier, hier, hier und hier sehen kann. Werde mich anstrengen müssen.

Beim Britenrabatt stellt sich die Frage: Happy Digits oder Payback?

Mit Stupidedia stellt sich Wikipedia ein ernstzunehmendes Konkurrenzprojekt entgegen.

Der oberste Gerichtshof der USA hat beschlossen, dass die Tauschbörsen Grokster und StreamCast von der Contentindustrie verklagt werden können. Dabei scheint das Urteil speziell auf das Marketing der Firmen zu zielen, die es scheinbar billigend in Kauf genommen haben, dass mit ihren Plattformen Content auch illegal getauscht werden kann. Die unteren Gerichte müssen nun prüfen, ob Grokster und StreamCast gezielt für Urheberrechtsverletzungen geworben haben und ob sie für diese Verletzungen haften müssen.

Die Unterhaltungsindustrie feiert das Urteil als wichtigen Sieg gegen . Dabei hat der Supreme Court nicht gegen die Technik oder ihre Anwendung entschieden, sondern gegen die Art der Bewerbung. Dies ist insofern auch konsequent, denn Technik ist zuerst einmal wertneutral. Sie hat keine Moral und kann weder gut noch schlecht sein. Es kommt immer darauf an, was Menschen mit ihr anfangen.

Ich denke nicht, dass andere Distributionsplattformen wie z.B. deswegen verschwinden werden. Dafür gibt es inzwischen zu viele legale Anwendungen dafür. So verteilt z.B. das Eclipse Projekt seine Software via Bittorrent, die BBC experimentiert damit Sendungen via zu verteilen und Boeing hat Suns JXTA Technologie für das U.S. Army Future Combat System ausgewählt. Auch wird die Software immer dezentraler werden und von Menschen entwickelt, die dem Open Source Gedanken verbunden sind und nicht primär ökonomische Abitionen haben. Insofern erinnern die Kommentare ein wenig an die Bestrafung des . Feuer und haben die Menschen trotzdem bekommen.

Frauen sind komisch.

Abdelghani Mzoudi hat Deutschland als freier Mann verlassen. Ihm ist nicht nachzuweisen gewesen, dass er an den Terroranschlägen des 11. September beteiligt gewesen war. Der Freispruch hatte seine rechtstaatliche Ordnung und wurde vom Bundesgerichtshof bestätigt.

SpOn berichtet heute, dass Mzoudi für 435 Tage Untersuchungshaft keine Haftentschädigung bekommt. Begründung des Hamburger Justizsenators: Er steht auf einer Liste mit Terrorverdächtigen. Die 4675 € werden nicht ausbezahlt.

Er hat sogut wie keine Chance von der Liste herunter zu kommen. Er war in Trainingscamps in Afghanistan und ist damit verdächtig. Selbstverständlich ist er das. Und seiner Gesinnung traue ich auch nicht. Aber er war unschuldig im Gefängnis und dafür hat er entschädigt zu werden. Es gibt keinen Freispruch zweiter Klasse. Wir können doch nicht einfach geltendes Recht aushebeln, nur weil es irgendwo eine Liste gibt, die besagt, dass Menschen, die darauf stehen, nichts zusteht. Ansonsten lege ich gleich eine Liste an, die besagt, dass Menschen, die darauf stehen keine Steuern zahlen müssen. Mein Name wird ganz oben stehen.

Dieser Vorgang ist bezeichnend für die Aushöhlung des Rechts innerhalb der EU Institutionen und der Grundrechte im Zuge der Histerie. Durch die Verordnung (EG) Nummer 2580/ 2001 vom 2001-12-27 (Amtsblatt EG L 344 vom 2001-12-28) (E:PDF' title='Als PDF'>PDF) hat sich der Rat der EU selbst ermächtigt eine solche Liste anzulegen und zu verwalten. Das Europäische Parlament wird bei solchen Verordnungen nur informiert, nationale Parlamente können in einem solchen Fall gar nichts mehr machen. Die Vertreter des Souveräns sind entmachtet worden, man könnte meinen wir sind in einer Regierungsdiktatur angekommen. Da nützt es auch nichts, wenn die Bundestagsabgeordnete der CDU Beatrix Philipp in der Debatte zum Informationsfreiheitsgesetzes vom 2005-06-03 (PDF) zu Protokoll gibt:

Wir leben in einem Rechtsstaat, dessen Struktur, demokratische Legitimation und Kontrolle über jeden Zweifel erhaben sind. Die Rechtssicherheit in Deutschland wird von vielen ausländischen Experten immer wieder als positiver Standortvorteil aufgeführt.

Mich erinnert dies leicht an die Kommunistenhatz in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als Postboten plötzlich zu Staatsfeinden wurden und aus dem Dienst entfernt werden sollten, weil sie für die auf einen Stadtratsposten kandidiert haben.

Ich lese zwischendurch auch in stramm konservative Blogs, sowie ich auch zwischendurch die FAZ lese oder die TAZ. Ich mache das, weil ich Angst habe sonst nur in eine Richtung zu denken und das Leben ausserhalb der kleinen Wahrnehmungswelt nicht mitzubekommen. Manchmal sind diese Blogs lustig. Oft aber bösartig und agressiv, wenn jemand nicht der eigenen Meinung entspricht. Manchmal sind sie auch einfach nur menschenverachtend. Am 25. Juni war es mal wieder soweit. Da hat Jürgen Krafzik von Gegenstimme unter der Überschrift Europäische Lichtblicke: Spanischer Senat lehnt Legalisierung der "Homo-Ehe" ab so ein Ding rausgeschossen:

Während beim kommenden CSD in Berlin die deutsche Schwulen- und Lesbenlobby noch ihren Regenbogenträumchen nachhängt ("Unser Europa gestalten wir!"), zeigt ihnen ein anderer Teil Europas zwischenzeitig, dass es ein von dieser Klientel verunstaltetes Europa rundweg ablehnt. Und das ist auch gut so. Denn wer, der noch über einen einigermaßen gesunden Menschenverstand und dringend not-wendige moralische Grundwerte verfügt, will schon, dass beispielsweise solche obszönen Horrorgestalten eine europäische Zukunft mitprägen?

Der ganze Artikel ist garniert mit einigen Bildern eines vorhergehenden .

Das diese Menschen die europäische Zukunft nicht mitprägen dürfen zeigt ziemlich deutlich die Denke von Jürgen Krafzik. Sie erlaubt eigentlich nur zwei Konsequenzen:

  • entweder die Aberkennung der bürgerlichen Rechte (aktives und passives Wahlrecht, Meinungsfreiheit usw.)
  • oder, wenn das erste nicht funktioniert: den Tod. Denn wie soll man Menschen sonst daran hindern ihr Umwelt mit zu prägen?

Man kann politisch unkorrekt, konservativ, mainstream-resistent, polemisch sein, also die verbriefte Meinungsfreiheit für das mitteilen der eigenen Interessen nutzen. Daran ist nichts auszusetzen. Aber Menschen wie Jürgen Krafzik würden in letzer Konsequenz vermutlich auch Menschen töten, weil sie andere Meinungen und Ansichten haben. Genau das muss man ihnen unterstellen, wenn sie soetwas schreiben. Deswegen muss man sie beobachten.

Enter the Matrix! Go to Haltestelle Landsberger Alle/Petersburger Straße! Follow the white rabbit! Have fun, ISK!

[WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT]
[WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT] [WHITE RABBIT]

Für sowas muss man diese Stadt lieben.

Letztes Wochenende im Monat. Umzugszeit. Entrümpelungen… Schweine!

[KÜHLSCHRANK]
Heidenfeldstraße - 2005-06-25
[FERNSEHER]
Heidenfeldstraße - 2005-06-25

 

B.Z. und die Leihe Vorgestern noch schrieb ich zum Umgang mit Komplexität darüber, dass die uns umgebenden Gesetze zu unübersichtlich geworden sind und dass der Spruch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht kaum noch nachzuvollziehen ist. Diese Unwissenheit wird jetzt auch mal wieder journalistisch in die Masse gepumpt. Heute steht auf den Werbeplakaten der B.Z. mal wieder so ein Blödsinn:

Ruder- und Tretboote günstig leihen

Natürlich ist das günstig. Leihe, liebe B.Z., ist immer unentgeltlich. Kostnix, Lau. Ohne Moos was los. Da ist es also nichts besonderes, wenn ihr davor günstig schreibt. Nachlesen könnt ihr das hier. Man kann Sachen nur günstig mieten, denn Miete kostet.

 

Geiz ist geil, Lebensmotto aller Menschen, die gestern, heute und morgen nach mehr Geld schreien, aber keines ausgeben wollen, werden jetzt auch von der Bahn umworben.

Trampen mit der Bahn
Geiz ist geil - - gesehen von Gabi

 

Simon schrieb gestern über die Yahoo! Term extraction für Tagwolken (Tagclouds), eine Art Webservice. Hört sich nett an, löst allerdings nicht das grundlegende Problem mit Tags als solches.

Interessanter Kommentar zum Thema im Linux Journal. Sehr lesenswert.

Via Schockwellenreiter

Berlin (SPX) - Zur gestrigen Jugend gegen Rassismus Veranstaltung des SJD in der Schönleinstraße erschienen die üblichen UnterstützerInnen. Die SchwarzInnen (nein, nicht Neger MenschInnen schwarzafrikanischer Abstammung sondern die üblichen BerlinerInnen schwarzangezogenen), die Jungs und Mädels vom Verteilerkasten mit ihren grünen Freunden und andere MenschInnen, die allerdings in der Minderheit gewesen sind. Andächtig wippend lauschten sie der mitgebrachten Musik, die zum Teil auch live dargeboten wurde, brachten die ausliegenden Flyer durcheinander vermutlich in der Hoffnung 20 Cent oder 'n Euro darunter zu finden, bemalten den Platz mit bunter Kreide und amüsierten sich. Worüber war nicht auszumachen.

[MESNCHEN AUF ASPHALTPLATZ]
SJD Eventtime in der Schönleinstraße

Wegen des Radaktionschlusses der PizzabäckerInnen konnte unsere AussenreporterInnenteam leider nicht bis zum Ende des Gigs bleiben. Wir bitten unsere verehrten LeserInnen dies zu entschuldigen.

sascha am 23. Juni 2005 11:42:24 CEST

Ix ist Kopist von das. Auch schön.

Today I had implemented a simple decorator for Pebble to hide rejected responses (comments and trackbacks) to better fight spam. With the decorator as spam classified responses (learn more about) are hidden for normal readers until you approve them. Read the installation manual to use the decorator.

Get the software from http://www.speexx.de/java/pebble

Eine aus Schweinelendchen in marinade.

Für die Marinade nimmt man eine viertel Tasse Sherry und eine halbe Tasse . Dazu gibt man einen guten Esslöffen süssen (Rosen-) und scharfen (Extra) , einen halben Esslöffen (Cumin), etwas Salz und Pfeffer. Das Ganze gut verrühren.

Ein Schweinefilet in dünne Scheiben schneiden und in die Marinade geben. Dafür sorgen, dass das Fleisch bedeckt ist und mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Danach die Fleichstückchen auf Holzspiesse stecken und in der Pfanne kurz anbraten oder besser grillen.

Frage: Eine Gemeinsamkeit zwischen Software und Gesetzen?

Mehr...

Das Preisbloggen der Zeit ist in den letzten Tagen etwas in die Kritik gekommen, seit sich der Juror Gero von Randow schon frühzeitig öffentlich abfällig mit den eingereichten Postings auseinandergesetzt hat. Immerhin zog er aus verschmähenden Kritik dich falsche Konsequenz und stellte das bloggen gestern ein.

Ein ganz andere Kritik zum Preisbloggen, die mehr technischer Natur ist, sind die putzigen Buttons unten auf der Preisblogseite. Die gaukeln vor, dass sich die Seiten streng an die Kriterien für XHTML halten. Und an CSS. Tun sie natürlich nicht, wie ein schneller Klick auf die Button beweisst (Stand heute, jetzt).

Mein Beitrag zum allgemeinen Zeit Preisbloggen Bashing.

Nachdem ich schon vor Tagen davon berichtete, dass der Krieg der Welten längst angefangen hat, schiebt Spiegel Online heute nach und berichtet ganz aufgeregt darüber, dass sie nicht so richtig darüber berichten dürfen. Nämlich über das cineastische Grossereignis der Sommersaison. Denn berichten macht keinen Spass, wenn sie nichts über den Inhalt des Films schreiben dürfen. Nur runterblöken wieviel das Werk gekostet hat, das Tom Cruise naß gemacht wurde und seiner Angebeteten einen Heiratsantrag gemacht hat ist auf Dauer nicht gerade wirklich spannend. Und dieses berichten haben der Verleih, der Produzent, der Regiseur, die Steadicam und der Best Boy... untersagt! Shocking!

Aber es gibt eine einfache Lösung lieber Spiegel: Schreibt einfach nicht darüber. Ignoriert den Film. Regt euch nicht über den Maulkorb auf. Macht den Film zum schwarzen Loch.

Ich habe mir einmal die Tags bei Technorati angeschaut. Die Tags erlauben es Content zu klassifizieren. Um dies zu erreichen muss z.B. innerhalb der Seite nur ein Hyperlink auf die Technorati Tagliste gesetzt werden. Um einen Tag als solchen zu qualifizieren muss der Link nur dass Relationenattribut rel mit dem Wert tag bekommen. Der Wert des Attributes ist in der XHTML Spezifikation als CDATA definiert. Demnach kann also fast jeder beliebige Text innerhalb dieses Attributes stehen. Das Linkziel kann in einem solchen Fall als Typisierung des Links gesehen werden. Leider fängt dann damit auch das Problem an, die Technorati, auf seiner Hilfeseite demonstriert. Dort wird ein solcher Tag auf Chihuahuas bei flickr.com demonstriert:

<a href="" rel="tag">Chihuahua</a>

Das Tag besagt nicht, was gemeint ist. Dies erschliesst sich dem Leser erst, wenn er auf den Link klickt. In diesem Fall ist die Hundrasse Chihuahua gemeint. Bei Technorati und anderen wird dies dann entsprechend dem Tag in einer Kategorie abgelegt. Problematisch dabei ist die Tatsache, dass Chihuahua so noch kein eindeutiges ist. Chihuahua ist auch ein Staat in . Somit hat man ein semantisches Problem zwar kann eine sogenannte Kategrorienwolke gebaut werden, indem auch Tags zu z.B. Hund oder Mexiko eingebaut werden. Aber es ist nicht ersichtlich wie diese Tags zusammenhängen.

Ein Lösung würde es sein hierarchische Tags zu verwenden. Diese werden von Technorati und anderen auch unterstützt. Also z.B.

<a href="" rel="tag">Chihuahua</a>

Dies würde ein paar semantische Probleme beheben, aber immer noch nicht optimal sein. Die vor dem Hintergrund, dass Menschen unterschiedliche Wahrnehmungen ihrer Umwelt haben. Auch hier ein Beispiel: Ich bin Softwareentwickler, vornehmlich im Bereich Java und dort J2EE. Eine Hierarchie bei mir könnte als Tag so aussehen:

<a href="" rel="tag">J2EE</a>

Meschen, die sich allgemein mit Programmiersprachen beschäftigen haben vielleicht nicht diese differenzierte Sichtweise wie ich auf Java. Sie haben eher den folgenden Aufbau:

<a href="" rel="tag">Java</a>

oder

<a href="" rel="tag">J2EE</a>

So baut sich mit der Zeit ein heiloses durcheinander an unterschiedlichen Hierarchien auf und im Grunde ist man wieder bei Null. Informationen werden nicht mehr einfach gefunden und/oder sind nicht semantisch zu finden. Ein Hypethema, auf welches sich viele Blogger stürzen, weil es sich vermeintlich grossartig anhört aber womöglich nur dazu dient ein Unternehmen zu pushen, welches von anderen Unternehmen gekauft werden will.

Das ist eigentlich ziemlich schade, denn es gibt schon Lösungen für die Probleme, die allerdings etwas komplexer sind. Beispielsweise bietet das dmoz open directory project eine ausgereifte an, die die meisten alltäglichen Klassifizierungsprobleme lösen kann. Die DMOZ Taxonomie liegt dabei in RDF vor. Dies hätte also ein paar Vorteile gegenüber der naturgemäss flachen Hierarchie, die bei der Technorati Technologie entsteht:

  1. Saubere hierarchische Struktur
  2. Mehrsprachig und mit Querverweisen
  3. In RSS 1.0 als Taxonomy Modul einbaubar
  4. Kompatibel mit der Semantic Web Initiative des W3C

Wo ist, da ist auch . Die RDF Beschreibung ist mit 68 Megabyte () ziemlich gross. Ausserdem ist RDF eher etwas für Maschinen, weniger für Menschen. Aber auch das Problem kann lösen. Die DMOZ Klassifizierung kommt unter einer sehr liberalen Lizenz. So könnte sich z.B. Technorati hinsetzen und einen Webservice aufbauen, der es Blogsoftwareanbietern leicht macht eine API einzubauen, die es ermöglich durch die DMOZ Taxonomie zu navigieren und entsprechende Tags zu generieren. Allerdings vermute ich, dass dies dem Technorati Geschäftsmodell zuwider läuft.

Ist heute das Wort des Tages [SMILY] und absolut konkret krass hippster Business Coolsprech.

Alternativen: veranboten und vergeanboten.

Danke an Markus und Matthias.

Firma pleite, Kind aus dem Haus, Müll auf die Strasse... Schweine

MÜLL
Schönleinstraße - Berlin/Kreuzberg - 2005-06-21

 

Der Law Blogger schreibt drei Worte und es sind schon 7 Kommentare da und gleich mindestens einen Trackback. Liegt das an der juristisch orientierten Leserschaft?

Das ist das Ergebnis des ersten Computerprogramms, das ich geschrieben habe. Auf einem C64 in Basic v2.0. Vor über 20 Jahren. Es hat über zwei Woche gedauert es zu programmieren und das Ergebnis war in weniger als 2 Minuten da.
Bei der Zahl ist die erste Zahl durch 1 teilbar, die nächsten beiden durch 2, die ersten 3 durch 3 und so fort. Keine Zahl von 0-9 kommt dabei doppelt vor.

Hätte ich die Kategorie "nostaligisches" müsste ich es dort einordnen. Habe ich aber nicht. Ich schaue eher nach vorne. Trotzdem muss ich demnächst mal die alten C64 Disketten sichten und die selbstprogrammierten Spiele binär sichern.

Irgendwie erinnert mich das Motiv an Animals von Pink Floyd. Oder an die Quadriga des real existierenden Sozialismus.

[VIER SCHORNSTEINE - QUADRIGA]
Berlin Oberschöneweide, von der Spree aus gesehen - 2005-06-05 (Heiners Abschiedsbootstour)

 

Neuer Film, aber niemand kümmert sich um die brutale Wirklichkeit. Dabei sind sie schon unter uns. Tut doch was! Informiert Dubyaa, die GSG 9, den Kammerjäger.

[SPACE INVADERS AN HAUSWAND]
Space Invaders - Gesehen am Heinrichplatz, Berlin/Kreuzberg

Mehr Space Invaders

Als Aktionär ist es man Mitbesitzer eines Unternehmens. Je nachdem wieviele Anteile man von diesem Unternehmen hat, hat man einen Anteil an den Stimmen bei Hauptversammlungen. Besitze ich eine Aktie aus einem Pool von 100 Millionen, so habe ich immerhin ein Stimmverhältnis von 1:100000000. Beschliessen die restlichen 99999999 Stimmen, dass es zu einer Kapitalerhöhung kommt, ich also etwas in das Unternehmen hineinzahlen muss, dann muss ich mich an die Entscheidungen der Mehrheit beugen. Oder ich trenne mich von meinem exorbitanten Unternehmensbesitz, indem ich meine Aktie verkaufe. So ist das in der Wirtschaft.

So ist das allerdings nicht in der Politik.

Vor knapp 20 Jahren haben die damaligen Mitglieder der EG (heute EU) beschlossen, dass soetwas wie eine Kapitalerhöhung durchgeführt wird, bei der ein Mitglied dem nicht folgen muss. Großbritannien hat seit dem das Privileg weniger in die gemeinsame EU Kasse einzahlen zu müssen als der Rest. Durchgesetzt hat dies Magret Thatcher, die Eisener Lday. Damals hat Großbritannien nicht seine Beteiligungen an der EU verkaufen müssen (austreten). Damals wurde der Besitz Grossbritanniens am gemeinsamen Europa nicht vermindert. Wie in einer Aktiengesellschaft hätte man dies durch weniger Rechte erreichen können. Stattdessen hat Großbritanien weiterhin ein sogenanntes Vetorecht, mit dem es alle Beschlüsse, die gegen den Britenrabatt gerichtet sind, blockieren kann. Und selbstverständlich nutzt die jetzige britische Regierung das aus, denn der Rabatt ist unbefristet. Man kann ihnen dafür heute keinen Vorwurf machen. Wer will schon freiwillig mehr bezahlen als er muss. Davon hat er keinen Vorteil, schon gar nicht gegenüber den Wählern, denen er diesen Griff in ihre Brieftasche erklären muss.

Einen Vorwurf muss man den damaligen beteiligten Politikern machen, allen voran Helmut Kohl, die dafür gesorgt haben, dass der Rabatt bezahlt wird. Daei sagen diese Politiker oft, man müsse das grosse Ganze im Auge behalten. Vorrausschauend denken. Ich glaube, dass das nur eine hole Phrase ist. Eine Nullaussage wie die grossen Sorgen wegen der vielen Nichtwähler.

Vor einiger Zeit sind mir im Tunnel der U8, kurz vor dem U-Bahnhof Moritzplatz aus Richtung Alexanderplatz kommend, ein paar Schilder auf der jeweils gegenüberliegenden Fahrbahnseite aufgefallen. Sie sind im Dunkel des Tunnels schwer zu sehen. Auf den Schildern steht in grossen freundlichen Lettern: ÜBERIRDISCH, ÜBERFLÜGELT, ÜBERWÄLTIGT, ÜBERMUT, ÜBERSCHWANG und ÜBERMANNT.

Ich weiss nicht, ob die Schilder dort schon länger hängen und sie mir bisher nicht aufgefallen sind, oder es sich um eine aktuellere (Kunst)Aktion handelt. Eine Nachfrage bei der BVG dazu wurde bisher leider noch nicht beantwortet.

Nachtrag: Laut einer E-Mail von der BVG vom 30. Juni 2005 wurden die Schilder dort vor ca. 10 Jahren im Rahmen eines Kunstprojektes angebracht.

Das fünfköpfige, grossartigste Softwareentwicklerteam diesseits des Rio Grande war heute im Mona Lisa am Maybachufer essen. Mit einem mal stand das Mütterchen vor uns am Tisch. Schwarzes Kleid, lila Bluse und weisse Schuhe, das stahlgraue Haar sauber frisiert. Sie fragte: "Seit ihr alle Deutsche?"

"Nein", kommt die zu 90% korrekte Antwort, "Wieso?"

"Ich wollte nur mal wissen wie die Strassen in Deutschland sind."

Schweigen bei uns. Es gibt doch noch Fragen, die uns aus dem Konzept bringen können.

"Na dann, guten Appetit noch."

Sie ging und ich wunder mich noch immer.

Blauer Himmel
Graefestraße Ecke Dieffenbachstraße, 13 Uhr

 

Ein der Hauptaufgaben einer Verfassung ist es den Bürger vor dem Staat zu schützen. Durch diesen Schutz soll sich ein gewisses Vertrauen in den Staat und sein System beim Bürger einstellen. Trotzdem müssen die Bürger des Staates diesem auch immer misstrauen. Die Verfassung eines Staates muss dieses Spannungfeld berücksichtigen. Das jetzige Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist hier in ein starkes Ungleichgewicht zu ungunsten der Bürger geraten. Durch die faktische Abschaffung der Artikel 13 [Unverletzlichkeit der Wohnung] und Artikel 16 [Verbot der Ausbürgerung, Auslieferung] und der diskutieren und von den Sicherheitspolitikern geforderten massiven Aufweichung des Artikels 10 [Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis] ist der Willkür gegenüber dem Bürger Tür und Tor geöffnet. Man darf sich nicht darauf verlassen, dass der Staat es schon richtig machen wird. Er wird es nicht. Wenn jemand Macht bekommt wird er sie auch missbrauchen, wenn man ihm die Möglichkeiten dazu gibt. Dies hat uns die Geschichte immer und immer wieder gelehrt. Das ist ein typisch menschlicher Wesenszug, der an dieser Stelle auch nicht bewertet werden soll.

Eine neue Verfassung muss sich deswegen auch und besonders um dieses Spannungsfeld kümmern. Es muss den Bürger vor Übergriffen des Staates schützen. Und dieser Schutz ist notwendiger denn je. Bürger können schon heute an jedes EU Land ausgeliefert werden (Artikel 16). Dabei wird nicht berücksichtigt, dass der Bürger damit, trotz eines geeinten Europas, in einen anderen Kulturkreis befördert wird. Er spricht nicht unbedingt die Sprache der Vernehmungsbeamten, Anwälte und Richter. Er kennt vermutlich nicht die Gesetze und Regeln des Landes, er kennt ja noch nicht einmal die in seinem eigenen Staat. Hier gerät der Bürger in einen massiven Nachteil gegenüber den ihn festhaltenden Apparaten, die fast unerschöpfliche Ressourcen haben. Dies gilt es zu korrigieren.

Ebenso muss der Bürger die Handlungen des Staatsapparat soweit es irgendwie möglich ist überwachen können, nicht umgekehrt. Dies ist nicht nur ein wesentlicher Baustein, um z.B. Korruption eindämmen zu können. Es ist auch ein Instrument, um den Missbrauch von Macht bekämpfen zu können. Aus diesem Grund wird auch die Informationsfreiheit ein wesentlicher Bestandteil der Grundrechte der neuen Verfassung werden und der alte Zopf des sogenannten Amtsgeheimis abgeschafft. Dabei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass es trotzdem schutzwürdige Interessen des Staates gibt. Diese sind alerdings starkt zu begrenzen, z.B. auf den Schutz der Kernbestandteile der innern und äusseren Sicherheit, z.B. verdeckte Ermittlungen im Bereich der Terrorismusbekämpfung.

Ebenfalls zur Transparenz trägt die Offenheit des Parlamentes bei. Im jetzigen Parlamentarismus tagt z.B. der Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat nichtöffentlich. Der Bürger kann nicht überprüfen, was in diesen Gremien hinter verschlossenen Türen ausgekungelt wird. Dies führt auch zu jenem Politikverdruss, der immer wieder beklagt wird, den aber niemand wirklich bekämpfen möchte, denn diejenigen die Poltik machen haben es sich in dieser Politikverdrossenheit bequem eingerichtet. Allerdings hat der Bürger ein Anrecht darauf die Entscheidungsfindung der Volksvertreter nachvollziehen zu können. Schranken sind wiederum nur zulässig, wenn es um die Kontrollpflicht des Paralaments gegenüber den Geheimdiensten und die Landesverteidigung geht.

Zur Transparenz des Staates gehört es auch, dass Menschen, deren Grundrechte im Zuge der Schranken, die die Verfassung bei den Grundrechten hat, verletzt werden dies innerhalb einer angemessenen Frist mitgeteilt bekommen. Sie können dann die ordentlichen Gerichte anrufen, um die Rechtmässigkeit der Verletzung überprüfen zu lassen, auch wenn diese Verletzung immer durch einen Richter angeordnet sein muss. Diese Pflicht zur Information durch den Staat ist wesentlich und darf nicht eingeschränkt werden. Das Problem der Überwachung der Überwacher, vor welchem man oft steht muss breit gestreut werden, um es soweit wie möglich zu unterbinden, dass kleine Grppen entstehen, die überwachen.

Intransparenz ist über kurz oder lang der Tod jeder demokratischen Gesellschaft.

Nicht gleich auf Antwort (kommt in 15 Sekunden) klicken sondern nachdenken. Kleiner Tip, es hat entfernt was mit George W. Bush, mit dem Schockwellenreiter sein Revier und Ulla Schmidt zu tun.

Also, was ist das?

Dachte ich mir, als ich gerade gelesen habe, dass die venezianischen Behörden eine an die Kaaba erinnernde Skulptur des Künstlers Gregor Schneider nicht erlaubt haben: Sie könne die Gefühle der islamischen Gemeinde verletzen.

Die Kaaba ist allerdings, nach z.B. der Logik der Oberspassbremse Mullah Omar, nur ein Stein.

Say no to EPatents Die Diskussion um Softwarepatent geht weiter. In der gleichen Woche, in der Franzosen und Niederländer in Referenden der EU-Verfassung eine Absage erteilt haben, will der Rat der EU weiter machen wie bisher. Das heisst Missachtung der Vertreter des Souveräns bei voller Unterstützung der grossen Player der Softwareindustrie. Um eine weitere Entfremdung der Bürger von den Regierenden muss man sich dabei keine Gedanken machen. Das kommt von ganz alleine.

Allerdings kann man es auch so sehen: Software kann jeder. Programmieren ist nicht komplexer als beispielsweise einen Roman oder Krimi zu schreiben. Man lernt eine Sprache, wendet die vorgegebene Syntax mehr oder weniger korrekt und sinnvoll an und macht etwas sinnvolles. Auch in einem Buch oder einer Kurzgeschichte kommt der Autor in unerwartete Situationen und muss diese lösen. Programmierer machen den ganzen lieben langen Tag nichts anderes. Und wie bei Buchautoren kommen auch Softwareentwickler auf ähnliche Ideen, verwenden ähnliche Muster zur Lösung. Im Grunde ist Software also eine Art Literatur.

Aber das veröffentlichen von etwas die ich selbst geschrieben habe ist mein Grundrecht (Artikel 5). Habe ich es nicht selbst geschrieben und nur kopiert, dann greift das Urheberrecht. Geschriebener Programmcode ist also schon geschützt. Dies ist auch ein gängiges Argument der Softwarepatentgegner.

Softwarepatent gehen nun einen Schritt weiter. Sie sollen sowohl die Umsetzung in Programmcode als auch die Idee dahinter schützen. Einige Beispiele aus dem Gruselkabinett finden sich im Patentwebshop der FFII. Beispielsweise die grossartige Idee Filme über das WWW anzusehen. Das ist zur Zeit eigentlich noch nicht schützenswert, aber das Europäische Patentamt erteilt diese Patente schon einmal vorsorglich und unsere Regierenden wollen nur die gängige Praxis legalisieren, wie auch den schweren Diebstahl, der ist dann nächstes Jahr dran ist.

Wenn allerdings Ideen geschützt werden, dann kann ich mich nicht mehr frei entfalten. Ich werde immer stärker eingeschränkt und kann bald nichts mehr tun, denn es kann sein, dass ich die Ideen von irgendjemanden da draussen verletze. Und damit wird dann auch Artikel 2 der Ökonomie geopfert.
Oder besser: Ideen sind ein schützenswertes Gut und indem ich sie auch habe und nicht dafür bezahle verletze ich die Rechte anderer und das wars dann.

Die Gedanken sind frei und Geschichte wiederholt sich.

[Nachtrag] - Einen schönen beschreibenden Artikel dazu bei Jürgen Ernst.

Zum vergrössern klicken - Bild Werbung Berlin 2005-06-13 Und wer räumt die Sauerei in der Laube jetzt weg?

 

Ich habe heute den SpeexX Ocean Annotator, ein Java API zur freien annotation (taggen) von Text mit semantischen Informationen in der Version 1.1 released.

Das API unterstützt jetzt den vollen Umfang der Dokumentenspezifikation. Hinzugekommen sind sogenannte Properties, die dokumentenweit sichtbar sind. Mit den Properties lassen sich neben den sematischen Informationen z.B. auch statistische Informationen oder Informationen der Dublin Core Initiative hinterlegen. Zusätzlich wurde eine Dateinamenerweiterung und ein Mimetype definitiert.

Das SpeexX Ocean Annotator API kann von Sourceforge herunter geladen werden oder als dependency in Maven eingebaut und von Ibiblio (oder einem Mirror) geladen werden.

Dependencyeintrag im Maven POM (Version 3):


    <dependencies>
        <dependency>
            <groupId>speexx</groupId>
            <artifactId>ocean-annotation-handler</artifactId>
            <version>1.1.0</version>
            <url>http://www.speexx.de/ocean/annotator/index.html</url>
        </dependency>
        <dependency>
            <groupId>speexx</groupId>
            <artifactId>speexx-util</artifactId>
            <version>2.0.0</version>
            <url>http://www.speexx.de/java/util/2.0/</url>
        </dependency>
    </dependencies>

Picknick beim Mark Knopfler Konzert in der Waldbühne Wir waren am Dienstag im Konzert von Mark Knopfler. Die Karten hatte ich Mann zu Weihnachten geschenkt, in der Hoffnung, dass er mit einem Kumpel hingeht, weil ich die Musik nicht mag. Ich empfinde das als "Schremmelmusik". Aber über Geschmack läßt sich ja zum Glück streiten.

Leider, zum Glück, wollte Mann mit mir zum Konzert. Ich hatte gar keine Lust, aber glücklicherweise mußte ich feststellen, dass der Typ gar nicht so übel war. Ich war zwar mit eine der jüngsten Besucher, Waldbühne aber es war trotzdem sehr, sehr nett. Ein rundum ruhiges, ausgelassenes und fröhliches Konzert.

Die Leute vor uns auf der Bank hatten sich sogar einen großen Picknickkorb gepackt und irgendwie ging alles super gelassen ab. So fröhlich habe ich selten mehrere Berliner auf einen Haufen gesehen.

Trotzdem werde ich daheim niemals nie die Solo CDs von ihm hören. Irgendwo hört es ja auch wieder auf.

Übrigens: Schönen Gruß an WERNER!!!

Was bin ich doch für ein Ignorant. Da wusste ich bis vorhin nicht, dass Ossi Urchs ein Internet-Guru ist. Ich wusste nicht einmal das es Ossi Urchs überhaupt gibt. Doch dank meines liebsten Hausblattes weiss ich das jetzt. Denn uns Ossi, den wir in einer Linie nennen können mit Tim Berners-Lee (Happy Birthday nachträglich), Vint Cerf, Robert E. Kahn oder Jon Postel (der es sogar zu einem eigenen RFC gebracht hat, während uns Keep it simple Ossi noch nicht einmal Zeit für einen eigenen Wikipediaeintrag hatte (Stand 20050609T174500 (ich liebe Klammern))) hat jetzt einen eigenen Zweitblog bei Focus, sein eigener scheint ob seiner Prominenz und Guruhaftigkeit ebenso stark frequentiert zu sein wie dieser hier, über digitales. Er kommentiert mässig spannende Dinge, die auch in diesem hochgeschätzen Blog schon viel zu spät ein Thema waren. Das natürlich viel weniger pointiert und kritisch als ich es mir erlauben kann. Ich muss nicht auf den Werbepartner des Focus Rücksicht nehmen und kann also eindreschen wie ich will. Dann nimmt er die Texte und verwertet sie beim Focus nochmal, wobei er für den cut 'n paste Vorgang zwischen 12 Minuten und 6 Stunden benötigt.

Ossi, du Reinkarnation von Harry Rowohlt, ich werde in Zukunft all deine Worte zum Thema digitales aufsaugen (wenn ich Zeit habe, deine Texte sind ja manchmal ellenlang), verinnerlichen, verarbeiten und daran abarbeiten, Spass dabei haben... Vermutlich wirst du mehr Leser haben als ich, aber hierzu und hierzu (((((kannst das auch nicht so schreiben, die Werbepartner mit ihrer neuen Daddelkiste, du weisst schon))))) hast du noch nichts geschrieben. Ha, ich war schneller als du. Ich bin auch ein GuruGuru!

Was sonst noch geschah? Ach ja, so ein neues hochinnovatives Onlinesuchportal, betrieben von absoluten Koriphäen ihres Faches: http://www.delter.de/

Gefunden über Indiskretion Ehrensache und Spreeblick.

So und nun sorge ich für ein klein wenig Traffic und setze jede Menge Trackbacks.

ER, der Fahrstuhl in der Dieffenbachstraße 33c, hat parapsychologische Eigenschaften. Und heute, pünktlich zum Start des Anhalters, muss ich es der Welt mitteilen. ER weiss nämlich schon vor mir, dass ich IHN heute benutzen möchte. ER öffnete heute schon mal die Tür als ich herein gekommen bin. ER war schon da mit offener Tür als ich eben zum Mittag gegangen bin. ER hat mir eben beim wiederkommen auch die Tür geöffnet. ER macht das schon seit Monaten. Allerdings nicht immer. Manchmal ist ER auch bockig und ich muss erst das Knöpfchen drücken.

Ich werdem IHM einen Namen geben. ER heisst ab heute Bob.

Ich gebe es zu, ich habe Vorurteile. Ich habe sogar verdammt viele Vorurteile. Ich pflege und hege sie und kehre sie auch an den dümmsten und unpassensten Stellen heraus. Ein Vorteil ist mir heute leider abhanden gekommen:

Nicht alle Frauen sind bei Kreditkarten Schwarze Löcher!

Frau hat es heute abgelehnt die Kreditkarte zu nehmen und sie mir gleich wieder in die Hand gedrückt.

Seit Tagen geisterte es durch die Presse, seit vorgestern ist es nun offiziell: Dörrobst Rechner kommen demnächst mit Intel Prozessoren.

Klasse! Wieder ein Grund weniger, der für Fenster spricht... Gab es überhaupt jemals einen, der dafür sprach?

In der neuen Fassung der Verfassung habe ich das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit der unbeobachteten Kommunikation eingeführt. Mit diesem Grundrecht wird der bisherige Artikel 10 (Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis) verallgemeinert und nicht nur der Inhalt der Kommunikation geschützt, sondern auch wer mit wem kommuniziert. Dies auch vor dem Hintergrund der momentanen Bestrebungen innerhalb der EU die Verbindungsdaten der Kommunikation im Zuge der Terrorbekäpfungen über Jahre hinaus zu speichern. Zu dieser Kommunikation zählt auch die Kommunikation zwischen Menschen in Wohnungen (bisheriger Artikel 13).

Problematisch ist hierbei, wie bei fast allen Grundrechten, die Schrankenbildung. Ich weiss noch nicht wie ich es damit halten soll. Zur Zeit schränke ich die Grundrechte nur über die Bedrohung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und die Kernbereiche der inneren und äusseren Sicherheit ein. Vermutlich würde es auch in Ordnung sein, dass es eine Einschränkung geben kann wenn der begründete Verdacht besteht, dass eine schwere Straftat begangen wurde. Schwere Straftaten sind dabei Mord und Menschenhandel. Was es auf keinen Fall geben darf ist eine präventive Überwachung.

Vor diesem Hintergrund habe ich auch Artikel 7 entworfen. Der bisherige Freizügigkeitsartikel geht in seinen Schranken zu weit. So konnte bisher die Freizügigkeit auch eingeschräkt werden, um strafbaren Handlungen vorzubeugen. Dies ist allerdings eine ziemlich weiche Bestimmung und schützt den Bürger nicht unmittelbar vor staatlicher Willkür. Beispielsweise kann bei einem Platzverweis nicht schnell genug überprüft werden, ob dieser rechtens ist. Eine Überprüfung im nachhinein kann in vielen Fällen bereits zu spät sein. Beispielsweise bei Demonstrationen. Was nütz es nach Monaten Recht zu bekommen, dass ein Platzverweis nicht korrekt war, wenn die Demonstration vorbei ist. Die Menschen sollen hier selbst entscheiden und nicht durch staatliche Institutionen bevormundet werden.

Was passiert eigentlich wenn bei den Leuchteschwertern die Batterie auf dem letzten Loch peift?

Tauscht Dörrobst dann auch den Akku kostenpflichtig aus?

Ich habe heute im SpeexX Ocean Annotator einen Fehler im Attributehandling fixen müssen. Eine Version 1.0.1 steht auf Sourceforge zum download bereit. Alle weiteren Änderungen finden sich im Changelog.

Dank an Tilman Jäger für den Bugreport.

Naja, das zwar nicht, trotzdem habe ich das neue Telefon natürlich auch danach ausgesucht ob es einen eingebauten MP3 Player hat. Hat es natürlich. Und der ist noch nicht einmal übel. Zumindestens nicht für meine leicht schwerhörigen Ohren (insbesondere dann schwerhörig wenn es von der besten Ehefrau von allen heisst, doch bitte den Müll runter zu bringen).

Zu meckern gibt es allerdings doch zwei kleiner Dinge. Das Telefon schaltet die Musikwiedergabe ab wenn ein Anruf kommt. Dann klingelt es zwar (übrigens die MIDI Wiedergabe ist auch ziemlich gut und nicht so kraftlos wie bei einigen Nokia-Knochen), aber nicht durch den Kopfhörer, sondern direkt am Telefon. Wenn die Musik gerade etwas leiser (The man with the harmonica) ist und die Umgebung lauter (Tram), dann registriert man es nicht unbedingt. Nach dem Telefonat springt die Musik zwar automatisch wieder an. Unschön ist aber, dass die Menuauswahl auf den Startbildschirm zurück springt. Die Musik kann man dann erst wieder ausstellen, wenn man von dort in das entsprechende Menu springt.
Zum anderen stellt das Telefon zwischendurch die Shuffeleinstellung wieder auf den Ausgangszustand zurück. Ich habe noch nicht herausgefunden wann das passiert. Es hat scheinbar nichts mit einem eventuellen ausstellen zu tun.

Allerdings erlebt man auch nette Dinge mit der Musik. Beispielsweise wenn die besten Ehefrau von allen anruft und gerade Sympathie for the Devil läuft. Oder man die Metallica Version von Whiskey in the jar vor der der Pogues'/Dubliners' hört. Da sagt mir die Metallica, mit etwas mehr Dampf, doch eher zu

Mehr S700i

Grad hatte ich in der Tram ein ziemlich heftiges Erlebnis:

War auf dem Weg nach Hause und habe im Wagen einen Apfel gegessen (an sich nichts außergewöhnliches), aber am Alex stieg dann ein ca. 15 Jahre altes Mädchen mit Kumpel/Freund ein. Sie setzte sich mir gegenüber. Erst auf den 2. Blick habe ich ihre wirklich total zerschnittenen Unterarme gesehen und den durchnässten Verband an ihrem rechten Arm. Sie hatte ein kurzärmliges Oberteil an, hat also die Verletzungen und Narben nicht verdeckt, was für mich bedeutet, dass sie zu ihren Taten stand, bzw. sogar zeigen wollte.

Ich habe noch an meinem Apfel gegessen, da fingen die beiden vor meinen Augen an, den durchnässten und verschmutzten Verband zu entfernen. Da verging mir dann der Hunger auf den Apfel und ich sagte nur: "Danke, sehr appetitlich!"

Die beiden hat das gar nicht gekümmert. Sie machten munter weiter. Und in meinem Kopf fingen die Gedanken an zu schwirren. Sind sie wirklich so hart, wie sie tun? Das Mädchen zumindest nicht, sonst hätte sie sich die Verletzungen nicht zugefügt. Also, was tun? Dem Mädchen Hilfe anbieten in Richtung: Mensch, Mädchen, was hast du denn für ein Problem, möchtest du nicht mal reden oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen? Da sagte sie dann zu ihrem Kumpel/Freund:"Die Ärztin konnte das nicht mehr nähen, was zu spät. Hat gefragt, ob ich wieder in die Klinik will. Will ich aber nicht!"

Da kam mir dann der Gedanke mit der Hammermethode: Ich könnte ja einfach sagen: Hab endlich den Mut und schneid das nächste mal an der richtigen Stelle, und zwar tief genug, dann hat sich das erledigt! Aber sowas denke ich höchsten und könnte es niemals sagen. Also stieg in mir ein Gefühl hoch, das weder das Wort Wut richtig beschreibt, noch sonst irgend ein Wort, Mitleid war es jedenfalls nicht.

Als wir dann am Krankenhaus vorbei fuhren, sagte sie: "Scheiß Notaufnahme, die Ärzte sind alle doof, hab nur .......bekommen." Sie nannte irgend ein Medikament (schien sich wohl auszukennen?!). "Als letztens die Notärtzin da war, hat sie mir was gegeben, das war total gut, fühlte mich echt super." Während sie das sagte, strahlte sie totalen Stolz aus. Zum Glück war die nächste Haltestelle meine.

Nach solchen Erlebnissen grübel ich immer noch Stunden herum, ob ich dem Mädchen irgendwie hätte helfen können. Manchmal gibt eine Handlung/Bemerkung eines Außenstehenden den nötigen Kick, um etwas an der Situation zu verändern. Aber was sollte ich tun, schließlich habe ich keine geeignete Ausbildung, und schaden wollte ich dem Mädchen bestimmt nicht.

Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, dass das Mädchen sich nur äußerlich mit dem Ritzen schaden will. Ihr Ziel könnte es jedoch sein, Personen zu verletzten, die sie lieben. Denn hätte sie sonst alles in einem öffentlichen Raum wie der Tram zum Besten gegeben? Hilfe wurde ihr doch schon mehrmals angeboten? Warum greift sie nicht zu?

Tja, also jetzt traue ich mich auch mal :-)

Vor ein paar Tagen war mal wieder meine Lieblingsarbeit zu erledigen: bügeln. Also hatte ich das Bügelbrett aufgestellt, mir das Bügeleisen geholt, Wasser eingefüllt, die Wäsche aufs Sofa gepackt und den Fernseher eingeschaltet. Ready for take off.

Dann gab ich Saft = Strom. Das Eisen fing an, Dampf auszustossen, was ja an sich normal ist. Aber es zischte ganz arg fürchterlich. Ich hab mir aber nichts weiter gedacht ausser, dass vielleicht Wasser auf die Sohle gekommen ist....

Dann nahm ich Saschas T-Shirt, grösse 6XL und strahlend weiss, drapierte es mir richtig übers Brett und fing an, zumindest wollte ich das. Denn als ich das Eisen in die Hand nahm, gab es mir Rauchzeichen, es wollte wohl nicht mehr, aber dass wusste ich ja nicht. Dazu kam ein Knall und ich lies das Eisen vor Schreck fallen. Es qualmte immer mehr und als ich wieder halbwegs aus dem Schock erwacht war, zog ich den Stecker. Super Gabi!!!!

Erst traute ich mich nicht, das Eisen anzufassen, aus Angst, einen Stromschlag zu bekommen, aber ich mußte ja irgendwie das Zelt (T-Shirt) retten. Dann habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen, mir das Eisen geschnappt, es rennend in die Küche gebracht und in die Spüle geschmissen (kann ja nicht brennen *grins*). Tapferes Mädchen!!

Aber das T-Shirt kann ich wohl nicht mehr retten, hat `nen dicken Fleck, ist aber nicht verbrannt! Danach hab ich erst einmal Sascha angerufen, um ihm mitzuteilen, dass ich noch lebe. Der fragte, ob die Sicherung rausgeknallt sei, ich hatte keine Ahnung! Der Fernseher lief nicht mehr, also musste es wohl so sein. Den Stromkreis habe ich dann ohne Probleme wieder schliessen können. Ich bin halt genial (manchmal).

So, jetzt hatte ich einen Haufen Wäsche, aber kein Bügeleisen. Also bin ich am nächsten Tag los zu der Filiale einer großen Elektrowarenkette am Alex. Aber normale Bügeleisen, so wie unser altes, hatten die nicht. Irgendwie sahen die alle aus wie super high-tech Raketen. Was ich brauchte, war nur ein einfaches, suesses, kleines, funktionierendes Bügeleisen. Hab mich dann beraten lassen, kaufte ein aus dem Angebot, weil es ja dringend war und nicht so teuer sein sollte. War aber trotzdem ein Fehlkauf, die Sohle ist aus Keramik oder so, flutscht aber nicht (noch nicht?) so gut.

Jedenfalls musste ich ja die Klamotten bügeln. Also: the same procedure as last time. Aber vorher hatte ich mir die Anleitung ganz genau durchgelesen, sogar 2 Mal! Also gab ich wieder Saft und das S......-Ding qualmte wieder wie ein Lagerfeuer. Ich bekam natürlich schon wieder Panik, nahm 10 m Abstand von Eisen, obwohl das mit dem Qualm so richtig war, da es so in der Anleitung stand (aber stimmt das auch immer?). Dann zischte und schnaubte es wie das alte Eisen, bevor es den Styx überquert hat. Ich hatte Angst!! Auch knackte es wieder alle paar Minuten und es leuchtete so ein blödes rotes Lämpchen auf, dass eigentlich gelb sein sollte. Sehr verwirrend alles......

So habe ich dann, ständig in Angst vor dem nächsten knacken, doch noch diese für Hausfrauen alltägliche Arbeit unter höchstem Stress erledigen können. Mein Adrenalinspiegel war bestimmt so hoch wie der Mount Everest. Ich lebe noch, aber das nächste Bügeln kommt bestimmt.

MÖGE DIE MACHT MIT MIR SEIN!!

P.S.:Als Kind hatte ich auch schon ein Bügeleisen. Das wurde sogar richtig warm. Ich nannte es Bubam! Nur zur Information.

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Nach Diktat verreist

Für die Arbeitskollegen die hier auch manchmal lesen. Vielleicht ist euch ja bei euren Wegen von und zur Arbeit einmal im Schlawinchen der kleine graue Mann mit starkem Morbus Parkinson aufgefallen (schliesslich sollten viele von uns dafür sensibilisiert sein). Johnny Haeusler vom Spreeblick hat ihm eine weiteres Gesicht gegeben.