Gabi und Sascha
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Der oberste Gerichtshof der USA hat beschlossen, dass die Tauschbörsen Grokster und StreamCast von der Contentindustrie verklagt werden können. Dabei scheint das Urteil speziell auf das Marketing der Firmen zu zielen, die es scheinbar billigend in Kauf genommen haben, dass mit ihren Plattformen Content auch illegal getauscht werden kann. Die unteren Gerichte müssen nun prüfen, ob Grokster und StreamCast gezielt für Urheberrechtsverletzungen geworben haben und ob sie für diese Verletzungen haften müssen.

Die Unterhaltungsindustrie feiert das Urteil als wichtigen Sieg gegen . Dabei hat der Supreme Court nicht gegen die Technik oder ihre Anwendung entschieden, sondern gegen die Art der Bewerbung. Dies ist insofern auch konsequent, denn Technik ist zuerst einmal wertneutral. Sie hat keine Moral und kann weder gut noch schlecht sein. Es kommt immer darauf an, was Menschen mit ihr anfangen.

Ich denke nicht, dass andere Distributionsplattformen wie z.B. deswegen verschwinden werden. Dafür gibt es inzwischen zu viele legale Anwendungen dafür. So verteilt z.B. das Eclipse Projekt seine Software via Bittorrent, die BBC experimentiert damit Sendungen via zu verteilen und Boeing hat Suns JXTA Technologie für das U.S. Army Future Combat System ausgewählt. Auch wird die Software immer dezentraler werden und von Menschen entwickelt, die dem Open Source Gedanken verbunden sind und nicht primär ökonomische Abitionen haben. Insofern erinnern die Kommentare ein wenig an die Bestrafung des . Feuer und haben die Menschen trotzdem bekommen.


BerlinOnline und der Spreeblick starten die Diskussion in der deutschen Blogosphäre: Ist das jüngste US-Urteil, dass die Entwickler und Betreiber von Tauschbörsen in die Haftung (vor allem in Sachen Schadensersatz) nimmt das Ende der Tauschbörsen? Nimmt man das Urteil ernst,...