Gabi und Sascha
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Da sitzt sie. Ich weiss natürlich nicht ob es eine Sie ist oder ein Er ist. Auf alle Fälle ist sie (ich bleibe der Einfachheit halber dabei) schwarz. Sie starrt mich mit ihren grossen Augen an. Denkt sich vermutlich ich beachte sie nicht. Ich beachte sie. Ich verachte sie. Ich hasse sie. Sie heisst vermutlich Jeff.

Langsam greife ich zur Fernsehzeitung. Es ist Dienstag und sie hat bemerkt, dass ich sie aus den Augenwinkeln beobachte. Sie koketiert. Geht nach rechts, geht nach links, schlägt die Beine übereinander. Wir tun so als beachten wir uns nicht. Das Rollenspiel scheint uns Spass zu machen. Aber es ist Ernst. Bitterer Ernst. Da macht sie einen Fehler, dreht mir den Rücken zu. Ich hole aus, schlage zu. Gotcha! Sie liegt benommen auf dem Bauch. Sarah Connors Kopf hat sie voll erwischt. Erneut schlage ich zu! Wie im Rausch. Sie liegt auf dem Rücken. Zappelt mit ihren sechs Beinen, haucht den letzten Atem aus. Ihre Bewegungen werden langsamer.

Zufrieden drehe ich mich um und grinse Frau an. Der dreckige Job ist erledigt. Einer musste ihn ja tun.

Aber Jeff ist durchtrieben. Hat nur auf toten Mann gemacht. Schlimmer als die Sniper des Vietcong. Dreht sich blitzschnell um. Mit einem höhnischen Grinsen surrt sie davon. Meine Niederlage ist vernichtend. Frau lacht sich scheckig. Der Tag ist gelaufen.

Wenn man nichts zu verbergen hat muss man auch nicht überwacht werden.
Ich habe etwas zu verbergen, meine Privatsphäre.
Muss ich jetzt überwacht werden?

Ich bin bestimmt ein drogensüchtiger, blutrünstiger Massenvergewaltiger.
So jedenfalls nach einem Fund des Schockwellenreiter.

[ZEITUNGSAUSSCHNITT]
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