Gabi und Sascha
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Der Staat wird mit größeren Bollwerken und Truppen bestürmt als verteidigt, da verwegene und verruchte Menschen durch eine kleine Geste und sogar auf eigene Veranlassung gegen den Staat aufgebracht werden; die anständigen Bürger sind auf irgendeine Art träger, kümmern sich nicht um die Anfänge politischen Unheils und werden schließlich erst durch die Unausweichlichkeit selbst aufgerüttelt, so dass sie selbst manchmal durch ihr Zögern und durch ihre Trägheit, während sie sogar unter Verlust ihres Ansehens die Ruhe behalten wollen, beides verlieren. Diejenigen aber, welche die Vorkämpfer des Staates sein wollen, bleiben sich nicht treu, wenn sie zu leichtfertig sind; wenn sie zu ängstlich sind, lassen sie den Staat von vornherein im Stich: nur diejenigen halten durch und nehmen alles um des Staates willen hin, die von der Art sind, von der dein Vater, Marcus Scaurus, war, der allen Aufrührern von Gaius Gracchus bis hin zu Quintus Varius Widerstand leistete, den niemals irgendeine Gewalthandlung, irgendwelche Drohungen, irgendeine Anfeindung ins Wanken brachte.

Gefunden über blogtaku42 und hier ausnahmsweise mal komplett zitiert.

hat heute zum Auftakt auf der in Frankfurt zehn Dinge vorgestellt, die frei sein müssen. Dabei geht es ihm primär um Content, also Enzyklopädie, Wörterbücher, Kunst und Musik, aber auch Material zur Bildung. Allerdings denkt er die Schritte nicht konsequent zu Ende. Es fehlen die Gesetze als elftes Ding. Warum diese von Fachleuten in irgendwelchen Ministerien in Zusammenarbeit mit Verbänden, die durch nichts dazu ermächtigt sind, intransparent für den , entwickeln. Warum nicht mittels eines Wikis von allen Interessierten? Ich kann mir gut vorstellen, dass dabei stabile Entscheidungen zustande kommen und die Akzeptanz für die Politik in der Gesellschaft stark ansteigt.

Der Autor des Spreeblick, Johnny Haeusler, hat gestern im Artikel Blogwerbung einiges zum Thema werbefinanzierten Contents geschrieben. Dabei geht er speziell auf das Thema Werbung durch Google AdSense ein. Diese Form der Werbung bietet die Möglichkeit kontextbezogene Anzeigen in den eigenen Content einbauen zu können und hat den Vorteil, dass sich der Einbauende nicht mit dem Vermarkten des Werbeplatzes beschäftigen muss.

Nicht so schön findet Johnny dabei diejenigen Leser seines Blogs, die einen Ad-Blocker verwenden und so das anzeigen der Werbung verhindern. Dadurch wird verhindert, dass jemand die Arbeit, die in seinen Beiträgen steckt, zwar konsumiert aber nicht bereit ist dafür, wie auch immer, zu zahlen. Verhindern lässt sich das Blocken mit dem momentanen Stand der Technik nicht. Verhindern lassen würde es sich nur, wenn die Technik, die den Inhalt erzeugt und anzeigt, nicht mehr offen ist, sondern sogenannte closed source. Soweit so schlecht für jemanden, der sein Geschäftsmodell ausschliesslich auf Onlinecontent aufbaut (wobei ich das Geschäftsmodell der Spreeblick Verlags KG nicht kenne).

Aber es gibt dabei noch einen weiteren Blickwinkel als nur den aus der Sicht des stumpfen Werbeverweigerer. Es geht dabei auch verstärkt um den Schritt hin zum mündigen Werbekonsumenten. Die Beschwerde von Johnny ist dabei noch verhaftet im klassischen hierarchischen Denken: ich produziere Inhalt, ihr bezahlt durch Werbekonsum. Einen Schritt weiter geht es allerdings wenn der Konsument wählen kann, von wem er Werbung bekommt. Bei klassischen Printmedien kann ich mich als Konsument nicht dagegen wehren. Bei Onlinemedien kann ich selektieren. Es geht mir dabei nicht um diejenigen Werbeblocker, die alles pauschal ausblenden. Es geht vielmehr um denjenigigen Werbekonsumenten, der sagt: Von dem akzeptiere ich Werbung, von jenem hingegen nicht.

Ich für mich z.B. versuche seit ca. 10 Jahren mein Leben weitestgehend frei von Microsoftrodukten zu halten. Dies erreiche ich, indem ich konsequent keine MS-Software in meinem Umfeld verwende. Ich möchte den Konzern auch nicht damit unterstützen, dass ich AdSense von ihm akzeptiere. Ich kann mir sehr gut einen Ad-Blocker vorstellen, den ich derart konfigurieren kann, dass er mir Werbung von Yahoo anzeigt, von Google und Microsoft hingegen nicht. Denn schliesslich betreibt ein Unternehmen wie Google das AdSense Programm nicht aus lauter Nächstenliebe, sondern sie wollen damit Geld verdienen. Deswegen springt jetzt eben auch Microsoft auf diesen Zug auf und ich möchte nicht, dass sie noch mehr Geld durch mich verdienen als sie es ohnehin schon tun. Ich kann mich durch die Technik der Ad-Blocker dagegen wehren.

Selbstverständlich bleibt damit auch ein Angebot wie das von Spreeblick auf der Strecke, welches ich trotzdem weiter konsumiere. Es sei denn es wird Werbung eines Anbieters eingeblendet, den ich akzeptiere. Ich bin mir sicher, hier wird es, wenn das Problem überhand nimmt, der Markt eine Lösung finden und andere Formen der Werbung erzeugen. Insofern sind wir erst am Anfang einer spannenden Entwicklung.

Im Übrigen verwende ich zur Zeit keine Ad-Blocker.

Anders kann ich es mir nicht erklären, dass der apokalyptische Reiter Wolfang jetzt die ersten Schritte zur Umsetzung der Gesellschaft plant.