Auf java.net hat Janice J. Heiss einen Artikel unter der Überschrift "JXTA Technology Brings the Internet Back to Its Origin" veröffentlicht. Darin beschreibt er, dass die JXTA Technologie durch das aufspannen eine virtuellen Netzwerkes über das bestehende Internet, dieses zurück zu seinen Wurzeln bringt. Diese Wurzeln liegen in der Ausfallsicherheit, sprich sicher gegen Denial-of-Service Attacks, die den ganzen Austauschknoten physikalisch vernichten. Ebenso schwärmt er davon, dass durch die JXTA PeerGroups und die UUIDs das hierarchische und damit fehleranfällige DNS überwunden wird. Einen solchen Fehler hat es gegeben, als der Irak aus politischen Gründen aus dem DNS verschwand und damit virtuell praktisch nicht mehr existent war.
Begründet wird dies durch die von ihm postulierte Tatsache, dass durch die wachsende Bandbreite des Einzelnen, das asymetrische Client-Server-Modell in den Hintergrund gedrämgt werden kann. Bandbreite und CPU Ressourcen stehen dem einzelnen verstärkt zur Verfügung und er kann es in das Netzwerk einbringen.
Es ist gerade einmal zwei Tage her, dass ich in "Es war einmal..." genau diesem widersprochen habe. Durch die ADSL Technologie wird die von Janice beschrieben Welt verhindert.
Ebenso wird das Internet durch JXTA nicht ausfallsicherer für die einzlenen Peers. Durch wirtschaftliche und politische Zwänge ist es bereits heute so, dass die Anzahl der Austauschknoten (Peers) im Internet immer gringer wird. Politische Zwänge können durch Zensurbehörden via z.B. in China sein, die so die Datenströme besser kontrollieren können. Auch im transatlantischen Datenverkehr gibt es nur einige wenige Austauschpunkte, die eben auch für die bessere Überwachung eingerichtet (reduziert) wurden. Innerhalb Deutschlands nimmt das DE-CIX eine solche zentrale Position ein. Auch wenn dieses etwas redundanter ausgerichtet ist, so reicht doch die physikalische Zertörung dieses Knotens, z.B. durch einen der vielbeschworenen Terroranschläge, um die Netzinfrastruktur ganz erheblich zu beeinträchtigen. Ein virtuelles Netzwerk, wie es JXTA ist, ersetzt eben nicht das wirkliche physikalische Netzwerk.
So richtig ankotzen tun mich gerade diese Arschlöcher, die aus ihrem Elfenbeinturm heraus dem bajuwarische Schmalspurkasper Ede Stoiber bei seinem Ostbashing Recht geben. Diese Wichser, die schon mit der Muttermilch den Zucker in den Arsch geblasen bekommen haben, können in ihrem ganzen arroganten Scheuklappendenken gar nicht nachvollziehen, was es heisst, mal eben die ganze gewohnte Umwelt zu verlieren. In ihrem elitären Gewäsch vergessen sie (wahrscheinlich wissen sie es nicht einmal), dass alleine die Integration des Saarlandes in die Bundesrepublik und der Umbau der dortigen Montanindustrie ein viertel Jahrhundert gedauert hat. Und dabei ging es nicht um 16 Millionen Menschen (hallo ihr Idioten, es handelt sich um Menschen und nicht um Maschinen) wie heute, sondern um etwas mehr als eine Million.
Wo sind sie denn, die blühenden Landschaften, die der Oggersheimer versprochen hat? Durch deren pure Existenz es die Frustrierten gar nicht geben würde? Wir alle wollten die Einheit. Und ihr habt euch daran aufgegeilt, dass die Diktatur des SED Regimes von der Gechichte hinweggefegt wurde. Jetzt lernt auch mit den Folgen leben. Verwöhntes Pack!
Laut der Netzeitung wird Chris DiBona, Open-Source-Manager bei Google, in der Zeitschrift «Computer Business Review» mit den Worten zitiert:
Warum sollten wir die Kontrolle über unsere Software einer anderen Firma übertragen?
Damit begründet er seine Ablehnung gegenüber Windows als Betriebssystem, da man bei Closed-Source-Software erst fragen müsse, ob man am Programmcode Änderungen vornehmen darf. Ich werde Chris DiBona daran erinnern, wenn ich mal eine GB-X00X in die Hände bekomme.
