Verfolgt man die Debatte um den immer stärker steigenden Ölpreis, dann kommt man irgendwann zu der Tatsache, dass ein Teil des Anstieges der Benzinpreise durch hausgemachte Probleme in den USA verschuldet ist. Dort wurde scheinbar jahrzehntelang nicht in die Modernisierung der Raffenerien investiert. Jetzt arbeiten sie am Limit und produzieren doch nicht genug für den heimischen Markt mit seinen 20 Liter verbrauchenden SUVs. Um dies zu kompensieren werden die fehlenden Treibstoffmittel z.B. auf dem europäischen Markt aufgekauft. Dadurch entsteht hier eine Benzinknappheit, welche sich, den Gesetzen der Marktwirtschaft folgend, in höheren Benzinpreisen hierzulande wiederspiegelt.
Daraus kann gefolgert werden: Globalisierung bedeutet auch, dass diejenigen, die sauber wirtschaften und in ihre Zukunft investieren, bestraft werden, wenn andere nicht zukunftsorientiert handeln. Wer jetzt den Zeigefinger hebt und meint: "Mooooooment, in der Marktwirtschaft sorgen die Unternehmen selbst für diese Zukunftsinvestitionen und somit können sie verkaufen an wen sie wollen", sei daran erinnert, dass z.B. die Firma Elf nicht unwesentliche Subventionen und das Tankstellennetz der DDR, Minol, bekam, um den Raffeneriestandort Leuna zu halten. Ich gehe davon aus, dass es bei fast allen anderen Raffenerien ebenso offene und versteckte Subventionen gibt, um Arbeitsplätze entweder zu halten oder neue an den jeweiligen Standort zu ziehen.
Bei dieser Spielart der Globalisierung wird es schwierig dem Mann auf der Strasse die Vorteile, die er durch diese hat, noch näher zu bringen. Ihn interessiert, zu Recht, nur die Benzinrechnung, die er jeden Monat präsentiert bekommt.
Zum Glück haben wir kein Auto ![]()
