Steuerreformen habe ich in meinem bisherigen, kurzen Leben [sic!] schon einige gesehen. Stoltenberg, Waigel, Eichel, um nur einige zu nennen. So richtig refomiert haben sie alle nicht. Zumindest nicht zu Guten, denn sonst hätten wir heute nicht über 90.000 Steuervorschriften. Jetzt also will es der Kirchhof richten, Mudder Merkels aus dem Hut gezauberter Supermann. Radikal will er die Liste der Steuerprivilegien zusammenstreichen. Zwar wird die Liste der angeblich 418 Identifizierten nicht herausgerückt, dass scheue Wahlvolk darf auf den letzten Metern nicht verschreckt werden, aber eines ist gewiss:
Wird die Abzugsfähigkeit von Spenden, insbesondere von Parteispenden abgeschafft, ist die Reform sogut wie erledigt. Die gespendeten ca. 10 Millionen sind einfach wichtiger als die Volkswirtschaft.
Auch eine harte Sau braucht einen starken Rückhalt im Parlament. Mit einer 10 Stimmen Mehrheit oder weniger bekommt man so eine Reforma aber nicht hin. Harter Hund hin, harter Hund her.
Ganz beschissen wird es bei einer grossen Koalition. Da hat man zwar die Mehrheit aber trotzdem faktisch zwei grosse gegeneinander arbeitende Blöcke, die sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen müssen.
