Wenn ein Grossteil der Produktphilosophie darauf hinausläuft, das KISS das Mass der Dinge ist, dann ist es schwer das noch zu übertreffen. Einfache Dinge kann man sehr schnell kompliziert und unübersichtlich machen. Das artet dann irgendwann in Featuritis aus. Dagegen ist es sehr schwer etwas einfaches noch einfacher zu machen.
Dörrobst hat dieses Prinzip sehr schön in der Produktreihe der iPods gezeigt. Indem sie sich konsequent auf die 20% der Funktionalität konzentriert haben, die der Benutzer wirklich benötigt. Den Rest braucht man sogut wie nie. Wenn er bei einem ansonsten überzeugenden Produkt fehlt, vermissen ihn nur die Konkurenz und die Kritiker. Genau das ist die Crux, der Apple beim vor zwei Tagen vorgestellten iPod nano begegnen muss. Die Kritiker empfinden das neue Produkt zwar als sexy, aber so richtig umhauen tut es sie nicht. Von Apple wird halt erwartet, dass sie, wie Sony es beim Walkman seit über 25 Jahren vormacht, alle 6 Monate eine Revolution auf den Markt werfen ![]()
Der iPod ist halt Mainstream geworden, wie das Radio, der Fernseher, der Walkman, der CD-Player und all die anderen Geräte vor ihm auch.
Klar, das wissen wir doch alle, dass alles von Aple grosse Scheisse und völlig unbrauchbarer Mist ist. Beim iPod Shuffel vermisst man ganz schnell das multifunktionale 3D Display und den Shutterbrillenausgang. Deswegen ist der iBookerwerb auch eher als Entwicklungshilfemassnahme zu sehen. Das beschissene Linux und das ebenso dreckige Windows, von Solaris und AIX möchte ich gar nicht sprechen, sind in Sachen Unergonomie einfach viel fortschrittlicher als Apple. Dem Dörrobstanbieter soll dadurch einfach ein wenig Kleingeld in die Taschen gespühlt werden, damit sie endlich sowas geniales wie Windows Vista auf die Beine stellen.
