Gabi und Sascha
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Da denkt die CDU tatsächlich irgendwie über dieses Jamaikabrimborium nach. Vermutlich um die Würde nicht ganz zu verlieren und wenigstens kurzfristig dem Souverän eine Definitionshoheit vorzugaukeln, bevor die Kirchhofflut sie dann doch versaufen lässt. Und falls sie es doch ernst meinen dann heisst Mudder Merkel doch Roxanne


Ich finde diese Art der Zusammensetzung gar nicht so uninteressant. Selbstverständlich wäre es nie zu solchen Überlegungen gekommen, wenn es ein - wie auch immer gelagertes - deutlicheres Wahlergebnis gegeben hätte. Aber wenn eine "Notsituation" jemanden dazu "zwingt" etwas im "Normalfall" undenkbares leben zu müssen, dann kann dies zu durchaus fruchtbaren Ergebnissen führen. Natürlich birgt dies auch ein Risiko - wie jede Chance. Interessant finde ich, dass meine spontane Reaktion ("Hey, warum nicht endlich mal schwarz, gelb, grün") auf einmal immer konkreter wird. Ich habe keine Ahnung, ob es was wird, aber es ist eine Option, die ernsthaft betrachtet werden muss. Die Situation erfordert gar von der CDU, dass sie sich ein wenig intensiver mit den Grundsätzen der Grünen auseinander setzen müssen. Natürlich müssen die Grünen das auch mit der CDU. Es ist selbstredend, dass jede Partei ihre Stärken und Schwächen hat - und er evolutionäre Ansatz dies zu kreuzen kann durchaus starke, stabile und vorwärtstreibende Ergebnisse produzieren. Natürlich kann dies auch nach hinten losgehen. Aber das kann in jeder anderen, relativ unerprobten Konstellation wie sie mir alle erscheinen auch. Also was soll's probieren sie's doch mal: Wenn's nicht klappt, dann eben nicht. Weg mit der Schrebergartenmentalität.

Ich denke auch weiterhin, dass das Spielchen sind. Die Grünen sind vermutlich genauso machtgeil wie der Rest der Mischpoke. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie eine Partei, deren Kern links ist, plötzlich eine solche Wende macht. Immerhin ist ein linkes Schwergewicht der Partei hier im Bezirk mit 43% der Stimmen als Direktkandidat gewählt worden.

Aber du hast natürlich in einer Beziehung recht: Am Ende muss der reis stimmen.

Na klar, sind es derzeit "Spielchen". Man positioniert sich, um möglichst viel für sich raus zu schinden. Mit so einer Position geht man dann in die Verhandlungen. Teilweise sind die Dinge dann auch noch an Personen geknüpft. Nicht umsonst tritt Fischer bedingt zurück. An ihm soll's ja nicht liegen, wenn grün mit schwarz. Aber wenn es denn nicht an ihm liegt, dann wäre er natürlich auch gerne wieder Aussenminister (was er ja auch sehr gut macht). Oder nehmen wir die FDP. Die haben ein Gesicht oder Kopf zu verlieren, wenn sie mit den roten. Von ihnen wäre ich am meisten enttäuscht, wenn sie mit den roten. Nicht wegen der Konstellation, sondern wegen der Glaubwürdigkeit, aufgrund der kategorischen Verneinung, die die gleiche Qualität hat wie dei Verneinung einer Zusammenkunft mit der "neuen" Linken.