Gabi und Sascha
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Um was geht es in den nächsten Tagen und Wochen? Macht! Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Es geht nicht darum, ob irgendjemand fair spielt. Was für ein Blödsinn. Es geht um die höchste Macht im Land. Das hat nichts mit Fairness zu tun. Das hat etwas damit zu tun, dass die Liste der Verlierer zwar bei Platz zwei beginnt, aber man die Regeln, die besagen, was Platz zwei ist, jederzeit umschreiben kann.

Schröder hat gestern zwar in der Elefantenrunde eine Arroganz an den Tag gelegt, die kaum zu überbieten ist. Aber soetwas macht er nicht aus irgendwelchen Selbstüberschätzungen. Der Mann ist Macht- und Medienmensch und weiss wie er rüber kommt. Er hat dieses Spiel 20 Jahre und länger gelernt. Er macht soetwas genausowenig ohne Berechnung wie der Stoiber Ede die Ossis wegbasht. Ihm jetzt Realitätsverlust vorzuwerfen und sich auf irgendwelche Fakten zu berufen ist so ziemlich das Falscheste was man tun kann. Es bedeutet ihn zu unterschätzen und selbst arrogant zu sein - wenn man das macht hat man verloren.

Vielleicht spielt er hoch. Aber es geht um Macht und da muss man zwischendurch auch einmal hoch spielen. Wer das nicht begreift sollte noch einmal seinen lesen. Oder "Kunst des Krieges". Und manchmal muss man auch die Regeln umschreiben. Scheiss auf das Gewäsch von gestern. Mudder Merkel ist da doch nicht anders und ebenfall butterweich wenn es gerade in den Kram passt. Am Ende muss man Probleme pragmatisch angehen. Bei Machtfragen zählt nur das Ergebniss.


Es geht um Gewinner und Verlierer. Es geht um Image und Ansehen. Es geht wohl derzeit weniger um Macht oder Ohnmacht, zumal ich bezweifle dass es die höchste Macht im Land ist. Wenn es denn doch die höchste Macht im Land ist, dann ist sie nicht sonderlich hoch, da die Möglichkeiten zu begrenzt sind. Macht als solches ist erstmal überhaupt nicht schlimmes. Der Umgang mit ihr ist das Problem - gleiches gilt übrigens auch für Freiheit - aber zurück. Ich sehe derzeit nicht so sehr das Problem bezüglich Fairness. Das war während des Wahlkampfes viel gravierender. Jetzt wurde ein anderen Schlachtfeld betretet, bzw. der Wähler hat definiert, wer das Schlachtfeld zu betreten hat. Und nun wird erstmal mit dem Säbel gerasselt. Keiner will die Hosen runterlassen, aber irgendeiner muss es tun. Es ist auch ein wenig wie das Gefangenen Dilemma, oder? Was denn, wenn nun doch links-links-grün. Wie verkauf ich's dann mit geringem Vertrauensverlust. Gleiches gilt für viele andere Konstellationen. Ich denke die einzig wahre Variante ist die, dass Frau Merkel Herrn Schröder heiratet und seinen Namen annimmt. Dann wird sie Kanzlerin, also bleibt Schröder an der Macht. Im Ehevertrag wird hinterlegt, dass Frau Schröder die Agenda 2010 umsetzt, aber zur Finanzierung die Mehrwertsteuer erhöht. Herr Schröder akzeptiert die Flattax (die ja gar keine ist). Wenn's nicht klappt, kriegen die ein Kind und Frau Schröder nimmt Erziehungszeit.
;-)