Ein bedrückender Krimi. Brutal und gleichzeitig sensibel. Henning Mankells Held Kurt Wallander ist diesmal mit zwei Fällen beschäftigt, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Ein junges Mädchen verbrennt sich vor seinen Augen in einem Rapsfeld und gleichzeitig beginnt eine brutale Mordserie, bei der den Opfern mit einem Beil der Kopf gespalten wird. Schon nach kurzer Zeit wird dem Leser klar wer der Mörder ist und aus der Geschichte heraus fängt man an, soetwas wie Verständnis für diesen aufzubringen. Der Leser möchte Wallander fast zubrüllen, "Das! Das ist er. Nimm ihn noch nicht mit. Er hat sein Werk noch nicht abgeschlossen." Erschreckende Erkenntnis für mich. Mord bleibt Mord und niemand ist dazu berufen einem Anderen das Leben zu nehmen.
Der Roman ist sehr spannend zu lesen und sicherlich einer der besseren der ohnehin schon sehr guten Wallander-Reihe. Die Geschichte ist spannender als "Der Mann, der lächelte" und realistischer als "Die Brandmauer".
Alles in allem sehr zu empfehlen.
