In New Scientist ist ein Artikel zur amerikanischen Diskussion über den sogenannten ePass, der in einer anderen Form leider seit heute in Deutschland ausgegeben wird, erschienen. In der, auch in den USA kontrovers geführten, Diskussion zeigt sich, dass die Techniken zum auslesen des Passes scheinbar weltweit auseinander gehen. So sollen amerikanische Pässe kontaktlos auslesbar sein, indem der Benutzer eine PIN eingibt und der Pass geöffnet ist. Er muss geöffnet sein, da der RFID-Chip durch anti-skimming material
im Inneren des Passes abgeschirmt wird und so nicht unbemerkt auslesbar sein soll. Zusätzlich soll vermutlich auch in den USA das Basic Access Control (BAC) Verfahren zu Einsatz kommen. Den tieferen Sinn eines PIN- und eines BAC-Verfahrens habe ich nicht ganz verstanden und er geht aus dem Artikel auch nicht hervor.
Das anti-skimming material
und das PIN-Verfahren wurde nachträglich vom State Department, auf Druck von Bürgerrechtlern, aufgenommen. Hier muss man schon die Frage stellen, ob die Entwickler des Passes und seiner Verfahren wirklich nicht so naiv waren, das anonyme Auslesen des Passes durch jedermann zu ermöglichen, oder ob hier nicht eine Salamietaktik gefahren wird. Wir, der Staat, muten unseren Bürgern erst einmal alles zu und lassen uns dann Zugeständnisse abtrotzen. Mal sehen, wie weit wir den Pöbel bekommen?! Der Bürger als Feind der Regierung, ähnlich sieht auch der scheidende Bundesinnenminister Otto Schily die Welt und hat zum krönenden Abschluss seiner Karriere den Big Brother Lifetime Award bekommen.
Die Einführung des RFID gestützte ePasses wurde im Zuge der Anschläge vom 11. September 2001 durch die ICAO weltweit beschlossen. Deutschland nimmt, aus wirtschaftlichen Gründen, leider eine Vorreiterrolle bei der Einführung dieses weiteren staatlichen Kontrollinstrumentes gegenüber der Bevölkerung ein.
Die Attentäter des 11. September reisten ganz normal, mit gültigen, echten Pässen, in die USA ein.
Via Java.Net
