Gabi und Sascha
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Eine der Merkwürdigkeiten der Globalisierung ist, dass Arbeitgeber die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter weltweit verschieben dürfen, potenzielle ehemaligen Arbeitsnehmern es aber nicht gestattet sein soll, die Produkte des Arbeitgebers zu verschieben.

Ein Paar Informationsquellen zu und Java.

Auf XML.com findet sich eine leicht verdauliche Einführung in zwei Teilen von Cameron Adams. Einen mehr javazentrisch, technischen Überblick hat Greg Murry geschrieben. Greg Ziebold et al. gehen auf AJAX in Zusammenhang mit Portlets (JSR 168) ein. Dies ist insbesondere wichtig, da in den Artikeln von Cameron Adams IFrames als Alternative zu AJAX beschrieben wird und sich Portelts und IFrames nicht so gut vertragen. Im Java Blueprint Katalog auf Java.Net gibt es ein eigenständiges Kapitel zu AJAX. Und bei O'Reilly einen interessanten Artikel zu Pitfall mit AJAX und dem Backbutton. Weitere Fallen, gerade die Usability betreffend, werden auch in Remote Scripting with AJAX, Part 1 beschrieben. Zum Thema JSF und AJAX gibt es ebenfalls Blueprints auf Java.net. Tags, die zum Beispiel eine Autocomplet-Funktion anbieten finden sich im Sourceforgeprojekt AjaxTags. Dieses kommt unter der Apache 2.0 Lizenz, kann also auch in kommerziellen Projekten eingesetzt werden.

Im Apple Developerbereich findet sich eine Beschreibung des Javascript XMLHttpRequest Objektes.

Ich habe bisher keinen Hinweis oder Überblick gefunden, wieviel AJAX in Applikationen mehr kostet. Allerdings denke ich, dass AJAX-Elemente innerhalb der nächsten 12 Monate noch als Begeisterungsfaktor dem Kunden gegenüber verkauft werden kann.

[PATIENTEN LOUNGE]

Ich habe mir in der letzten Woche in den Kommentaren eines Blogs erlaubt, Israel mit dem rassistischen Arpartheidssystem in Südafrika zu vergleichen. Für mich ist dieser Vergleich nicht neu. Gedanken darüber habe ich mir schon zu Zeiten meines Abiturs gemacht. Ich bin bis heutevder Meinung, dass die Unterschiede nicht sehr groß sind.

Allerdings beziehe ich keine feste Position pro und contra einer der beteiligten Parteien im Nahost Konflikt. Der Staat Israel ist ein Fakt. Er ist vorhanden. Er ist entstanden auf Kosten der dort lebenden Menschen. Soetwas hat es immer gegeben und gerade in der Geschichte des nahen Ostens ist z.B. das Ringen um Jerusalem tief verwurzelt. Es gab die Eroberungszüge der Römer, die den Konflikt noch nicht religiös überladen haben. Es gab arabische Eroberungszüge, die im Zuge des Konzepts das Haus des Krieges im Islam die Stadt erobert haben. Die Kreuzritter sind dort gewesen und haben wiederum die Araber vertrieben und so weiter und so fort. Heute gleicht die Situation einem gordischen Knoten aus Gewalt und Gegengewalt, gegenseitigen Schuldzuweisungen und vielen, vielen Emotionen. Dabei halte ich beide Seiten nicht für die Unschuld. Beide Seiten heizen den Konflikt immer wieder an und diejenigen mutigen Menschen, die versucht haben ihn zu lösen, werden von Radikalen, im Zweifel der eigenen Seite, getötet. So ist es , so ist es ergangen. Es ist der ewige Konflikt derer, die auf Gewalt setzen. Nur so können sie einfacher von den eigentlichen Problemen ablenken und ein Wir-gegen-Die erzeugen. Das letzte mal als soetwas passiert ist, hat Ariel Scharon den Tempelberg besucht, wohl in der Absicht den Konflikt erneut aufflammen zu lassen. Die Unterstützer der einen oder der anderen Seite machen sich in meinen Augen schuldig diesen Konflikt weiter zu schüren.

Denn es gibt Menschen in diesem Land, die ohne wenn und aber Israel unterstützen. Das ist ihr gutes Recht. Es gibt allerdings in diesem Land auch Menschen, die vorbehaltlos auf der Seite der Palistinänser stehen. Beide Seiten beschimpfen sich auf übelste Weise. Ein Diskurs ist mit beiden Seiten kaum möglich. Eine neutrale Haltung wird einem gleich als Antisemitisch oder Antiarabisch um die Ohren geknallt. Dabei wird das abdrängen in die antisemitische Ecke in Deutschland als Waffe benutzt, gegen die man sich schwer verteidigen kann. Es wird nach der alten Strategie vorgegangen, dass schon irgend etwas hängen bleibt. Der Mensch, der so denkt muss, aus der Sicht derer, die anderer Meinung sind, stigmatisiert werden. Der Vorwurf des Antisemitismus eignet sich dafür in Deutschland hervorragend.

Dieser Prozess des versuchens Menschen anderer Meinungen zu stigamtisieren tritt dabei immer zu Tage, wenn der jeweils andere Seite die Argumente auszugehen drohen. Um, wie auch beim Frieden, von dieser Schwäche abzulenken, bedient man sich eines stinkenden Breis aller möglicher Vorurteile. Dabei treffen in diesen Diskussion zwei sehr interessanten Aspekte aufeinander.

Zum einen werden Moslems, die ihre Religion verteidigen, pauschal als Islamofaschisten bezeichnet. Es wird gar nicht mehr auf Argumente gehört, sondern verunglimpft. Andere, wie ich, die versuchen zumindestens zuzuhören, werden andererseits in der linksliberalen Ecke gesteckt - wenn sie Glück haben - der gleich als Sozialisten oder Kommunisten stigmatisiert. Hier zeigt sich, dass diejenigen, denen vor 15 Jahren der Gegner abhanden gekommen ist, einen neuen gefunden haben. Früher waren die Linken das Böse an sich, heute sind es Moslems. Pauschal wie damals wird heute die Welt in Schwarz und Weiss eingeteilt, oder, um es mit einer alten Dumpfbackenweisheit zu sagen: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Wesentliche Aspekte unseres Zusammenlebens gelten in diesen Diskussionen nicht. Unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils? Als Beweis der Schuld gilt diesen konservativen Kreisen bereits eine Erwähnung in einem Verfassungschutzbericht. Dort wurden allerdings auch schon die Grünen erwähnt, die immerhin noch den amtierenden Aussenminister stellen. Unreflektiertes nachplappern.

Dabei höre ich erst einmal nur zu, damit ich mich eben nicht in diesen billigen Denkmustern verfange. Zuhören bedeutet aber erst einmal nur, Argumente aufzunehmen. Ich muss mich diesen Argumenten noch lange nicht anschliessen. Hier lebe ich nach dem prägenden Zitat meiner Grossmutter, die auf der Flucht von einer ehemaligen russischen Zwangsarbeiterin einen kurzen, prägnanten Satz über das Scheitern des Russlandfeldzuges zu hören bekam: Willst du führen mit einem Land Krieg, musst du sprechen seine Sprache. Das kann ich aber nicht, wenn ich nicht zuhöre. Ich sehe auch, dass wir uns im Krieg mit Terroristen befinden. Diese Terroristen nehmen eine Religion in Geiselhaft, wie es früher z.B. die RAF mit linken Ideen getan hat, ebenso wie heute Anarchisten als Bombenleger verschrieen sind, die die Welt ins Chaos stürzen wollen.

Ich werde mich dieser schwarzweiss Malerei nicht anschliessen. Ich werden nicht den Argumenten dieser Partialliberalen folgen, die nur in ihren konservativen Denkmustern Liberalität zulassen. Sie können versuchen Menschen zu stigamtisieren, zu verunglimpfen, aber sie werden es nicht schaffen, mir die Freiheit, die sie für sich selbst in Anspruch nehmen, zu nehmen.