Da lästert der SAP-Vorstand Shai Agassi über das Modell quelloffener Software. Open Source Software sei Sozialismus rund um geistiges Eigentum. Sie sei wenig innovativ und unterlaufe eventuell die Entwicklung neuer Applikationen. Recht hat er, der geehrte Herr Agassi. Ich werde ihn in Zukunft um Rat fragen, was ich mit meinem geistigen Eigentum machen darf.
Aber vermutlich kennt Herr Agassi nur den Emacs, der bei der Entwicklung des wirklich sehr innovativen ABAP-Kerns zum Einsatz kommt. Natürlich ist ein LISP Interpreter, um welchen ein Editor gedängelt wird, nicht wirklich innovativ. Zumindest heute nicht mehr. Genau wie diese ganzen anderen Ideen wie zum Beispiel relationale Algebra und Datenbanken, C und sein Preprozessor, auf dessen Basis die Multiplattformentwicklung, man mag es kaum aussprechen, des innovativen ABAP, basiert.
Dem geehrten Herrn Agassi sei ins Stammbuch geschrieben, dass ein Teil des Erfolges von SAP auf dem Ideen, und somit dem geistigen Eigentum, vieler basiert, welches diese freiwillig der Public Domain überlassen haben.
