Als ich vor zig Jahren zum ersten mal am Mac OS X durchscheinende Fenster gesehen habe war ich begeistert. War schon toll zu sehen, wie ein langlaufender Compileprozess in der hinteren Konsole rechnet und vorne kannst du Steuerdateien im vi editieren. Der ersten Begeisterung folgte schnell die Ernüchterung. Bei intensivem arbeiten ermüdet ein durchscheinender Hintergrund, der sich auch noch bewegt, sehr schnell. Das unruhige Bild lenkt zudem von der eigentlichen Aufgabe, die man im Vordergrund durchführen muss, zu sehr ab. Es zeigte sich schnell, dass der Mensch nicht zwei Aufgaben gleichzeitig erledigen kann. Insofern wunder ich mich, warum um die transluzenten Möglichkeiten im neuer Software so ein Geschrei gemacht wird. Sicherlich, für einige kleine Anwendungen ist es ganz hübsch (Apples Dashboard, PNG Darstellung), im Grossen und Ganzen aber überbewertet. Nach zwei Tagen habe ich wieder auf Null Transparenz geschaltet.
