Wir sehen gerade die Sendung »Täter, Opfer, Polizei« im RBB. Es wird ein Video gezeigt, in welchem ein subjektiv gut zu erkennender Mann einen anderen in der U-Bahn zusammen schlägt. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt, aber die Tat kann ihm nicht eindeutig nachgewiesen werden. Trotz der Videobilder. Trotzdem er eine Mütze auf hat, die normalerweise ältere Menschen tragen. Trotz der Hinweise des Opfers, dass der Täter einen ungepflegten Eindruck machte, was wohl auch auf den Verdächtigen hinweist.
Wozu dann aber auch noch eine Videoüberwachung? Was hat diese Totalüberwachung für einen Sinn, wenn man einfach abstreiten kann, dass man das auf dem Bild sei.
Kommentare[1]
Geschrieben von sascha am 19. Februar 2006 19:33:56 CET

na, denselben, den die Vorratsdatenspeicherung hat: keinen.
Wir erinnern mal an London: Die Täter wurden tatsächlich auf den Videobändern gefunden, nachdem die Eltern sie als vermisst gemeldet hatten und private Bilder an die Ermittler gegeben hatten - damit diese sie dann auf den Videos finden. Toll.
Super auch, dass es Videoüberwachung in den Berliner Bussen gibt (vor allem Nachts) - schade nur wenn der Busfahrer nicht bemerkt, dass hinten gerade jemand zusammengeschlagen wird und damit nicht die Aufzeichnung aktiviert. (Bzw. das automatische Löschen deaktiviert).
Toll auch, dass in London alles überwacht wird. Auf Heise berichtet ein Forumsteilnehmer, dass ein Bekannter Erschlagen wurde (tot) - aber den Täter konnte man immerhin dann doch ermitteln. Da die Tat im Affekt geschah war dem Täter die Kamera offenbar reichlich egal. Super.
(Selbstmordattentätern sind Kameras afaik auch egal)
Grumbl!