Gestern ist die Geldtransportfirma Heros in die Pleite Insolvenz geschlittert. Abgesehen davon, dass ich es schon merkwürdig finde, wenn Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma 300 Millionen Euro an Kundengeldern unterschlagen können, habe ich die Pleite Insolvenz gestern am eigenen Leib erfahren. Ich war ca. 18:45 Uhr an der Commerzbankfilliale am Alexanderplatz. Dort klebte an allen Geldautomaten ein Zettel, auf dem stand, dass diese aus technischen Gründen ausser Betrieb sind. Frustriert bin ich zu Postbank gegange, »eine Auszahlung ist zur Zeit nicht möglich«. Scheisse.
Ich fragte mich, warum Banken es nicht schaffen flexibel zu sein und kurzfristig einen Notdienst einzurichten. Sonst werben sie doch ununterbrochen mit ihren flexiblen Konzepten und verlangen von Kreditkunden diese, wenn sie in Schwierigkeiten kommen. Nach Fraus Desaster nach dem Sparschweinschlachten darf dieses Jahr wirklich nichts mehr passieren (Zum Beispiel möchte ich die Mehrkosten für die Geldabhebung bei der Sparkasse wieder bekommen). Sonst hat die Commerzbank einen Kunden weniger.
Habe die Pleite in Insolvenz umgewandelt.
Ansonsten zum Umgang hast du recht. Uns haben sie einmal das Konto gesperrt, als mein damaliger Arbeitgeber insolvent war und wir Konkursausfallgeld bekommen haben. Das habe ich den Bankmenschen sogar schriftlich geben können. Damit war für sie auch alles in Ordnung. Leider drang das nicht bis zu Innenrevision durch und die haben es dann abgesperrt. Nicht so schön, wenn man das an einem Wochenede feststellt. Aber da hat die Bank dann wirklich gut reagiert und die Karte noch am selbsen Abend, einem Samstag, persönlich vorbei gebracht. Das finde ich sehr gut.
Man muss ja auch einmal etwas psoitives über Banken schreiben können.
Was ich persönlich an der Sache ziemlich interessant finde ist die aktuelle Situation, dass kein Kunde nennenswerte Schäden meldet. Sind wir damit bei dem Thema "Verlogenheit"? Sicher ist es nicht so schön, wenn ein großer Kunde sagen müsste: "Hey, wir haben uns schon immer gefragt, wo die 150 Mio. Euro Verlust herkommen". Aber es kann natürlich auch deutlich geschickter angestellt worden sein. Wenn es eine solide Gleichverteilung im Verhältnis zu den Zahlen auf alle Kunden gegeben hat, dann hat keiner einen wirklich hohen Verlust zu melden, sondern alle eben nur einen kleinen. Aber da taucht bei mir trotzdem die Frage auf, warum man so etwas nicht merkt. Ist die EDV darauf abgestimmt geringfügige Beträge, deren Ab- und Zugang nicht protokolliert werden kann auf ein Sammelkonto zu buchen? Bei "Kleinstbeträgen" tut das nicht weh, wenn es dabei bleibt. Wenn ich zum Beispiel den Beleg der Reservierung bei der DB nicht mehr habe, dann kann man das wohl "wegbuchen". Aber zwischen 3,00 Euro und 300.000.000 Euro besteht ein gewisser Unterschied. Vielleicht haben die ja auch 100.000.000 Kunden :-)). Wenn es aber wieder prozentual und nicht absolut betrachtet wird, dann sind vielleicht 3,00 Euro für meinen Arbeitgeber soviel wie 100.000 Euro für KarstadtQuelle. Das würde dann bedeuten sie müssten etwa 3000 Kunden in einer ähnlichen Umsatzstärke haben.
Ich bin in jedem Fall gespannt, was die Aufklärung dort an offiziell kommunizierten Ergebnissen zu Tage befördern wird

Nun, ob die Pleite sind oder nicht, wird sich ja erst noch rausstellen. Schliesslich gibt es auch genug Unternehmen, die währen der "Karenzzeit" einer Insolvenz auf die ein oder andere Art gerettet werden konnten.
Aber es ist schon interessant. Die Banken werden sicher viel investieren, um die Verfügbarkeit zu gewährleisten. Für eine genaue Verfügbarkeit müsste man sicher sicher mit entsprechend wissentschaftlichen Methoden eine Erhebung machen. Aber einen solchen Fall hat man vielleich gar nicht bedacht. Ich bin nun, wie viele, absolut kein Bankenfreund. Ich kann aber aktzeptieren, dass solch eine Situation in die Verfügbarkeitszenarien nicht mit eingeflossen ist. Auch könnte ich verstehen, wenn man das als höchst abwegig ausgegrenzt hat.
Interessanter finde ich die Frage wie man damit umgeht. Also interessanter in dem Fall, ob du die Gebühren erstattet kriegst oder ähnliches. Ich hatte mal ein interessantes Erlebnis. Da ging es nicht um die Erstattung von Gebühren, sondern um die Verletzung des Bankgeheimnisses. Ich habe ich entsprechend beschwert beim Vorstand und wurde auch entsprechend ernst genommen. Der Umgang mit meiner Beschwerde hat mich dazu bewegt bei der Bank zu bleiben. Fehler macht jeder - die Frage ist, wie man damit umgeht und wie oft man sie wiederholt.