Gabi und Sascha
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Die JUnit ist schon vor einiger Zeit in der Version 4 erschienen. Die erste Auffälligkeit ist die geänderte Packagestruktur. War das Basispackage vor der Version 4 unter junit definiert, so ist es jetzt unter org.junit zu finden. Dies allein ist natürlich kein Grund für einen derartigen Versionssprung. Dieser wir vielmehr durch neue Konzepte für die Testentwicklung gerechtfertigt. Die JUnit 4 übernimmt das Konzept der Metaauszeichnungen für Test aus der NUnit und verwendet Annotationen aus Java 5, um Tests zu beschreiben. Dadurch wird das API erheblich schlanker.

Einfacher JUnit 4 Test

Eine erste kleine Testklasse:


    package de.speexx.playground.sascha.junit4;

    import org.junit.Test;
    import org.junit.Assert;

    public class JUnit4Test {

        @Test 
        public void simpleAssert() throws Exception { 
            Assert.assertEquals(1, 1);
        }
    }

Zuerst fällt auf, dass die Testklasse nicht mehr von TestCase abgeleitet ist. Die Klasse existiert in der offiziellen JUnit 4 API, die durch Javadoc beschrieben ist, nicht mehr. Intern wird sie für die Abwärtskompatibilität allerdings mitgeliefert.

Damit unter der JUnit 4 eine Testmethode erkannt wird, muss sie mit der Annotation @Test markiert werden. Eine derart annotierte Methode muss nicht mehr mit dem Prefix test beginnen, um vom JUnit Runner als Testmethode erkannt zu werden.

Nach dem compilieren kann der Test ausgeführt werden:


    sascha@linux:> java -cp ./:./junit-4.0.jar org.junit.runner.JUnitCore de.speexx.playground.sascha.junit4.JUnit4Test
    JUnit version 4.0
    .

    Time: 0

    OK (1 test)

Set up und tear down

Durch das Fehlen der Ableitung von TestCase entfällt natürlich auch die Möglichkeit durch den Aufruf von setUp vor der Ausführung jeder Testmethode den Test zu initialisieren. Dies wird durch die Annotation @Before vor einer beliebigen Methode ersetzt.


    package de.speexx.playground.sascha.junit4;

    import org.junit.Test;
    import org.junit.Before;
    import org.junit.Assert;

    public class JUnit4Test {

        private int simpleValue = 0;
    
        @Test 
        public void simpleAssert() throws Exception { 
            Assert.assertEquals(this.simpleValue, 2);
        }

        @Before 
        public void init() {
            this.simpleValue = 2;
        }
    }

In der vorliegenden Version 4.0 kann auch mehr als eine Methode mit der Annotation @Before versehen werden. Dies steht meiner Meinung nach im Widerspruch zur Dokumentation, in der es heisst: Annotating a public void method with @Before causes that method to be run before the @Test method. Auch ist die Abfolge der Aufrufe nicht definiert, so dass auf diesen Mechanismus vorerst verzichtet werden sollte. Allerdings werden @Before annotierte Methoden einer eventuell vorhandenen Superklasse vor der in der aktuellen Klasse aufgerufen.

Die Methode tearDown() aus TestCase wird durch die Annotation @After ersetzt. Auch hier gilt, dass die Annotation mehrfach vorkommen kann.

Klassenweites set up und tear down

Neben dem set up und tear down vor jedem Testmethodenaufruf ist es mit der JUnit 4 auch sehr einfach möglich dies einmalig, one-time set up, für die Testklasse auszuführen. Hierfür muss eine public static void Methode mit der Annotation @BeforeClass versehen werden. Für das one-time tear down mit der Annotation @AfterClass.


    package de.speexx.playground.sascha.junit4;

    import org.junit.Test;
    import org.junit.BeforeClass;
    import static org.junit.Assert.assertEquals;

    public class JUnit4Test {

        private static int SIMPLE_VALUE = 0;
    
        @Test 
        public void simpleAssert() throws Exception { 
            assertEquals(SIMPLE_VALUE, 2);
        }

        @Test 
        public void anotherSimpleAssert() throws Exception { 
            assertEquals(SIMPLE_VALUE, 2);
        }

        @BeforeClass 
        public static void init() {
            SIMPLE_VALUE = 2;
        }
    }

Zusätzlich wird im Beispiel die assertEquals Methode statisch importiert.

Tests ignorieren

Manchmal ist es im Entwicklungsprozess nötig, dass Testmethoden nicht ausgeführt werden sollen. Dies wird durch die Annotation @Ignore erreicht, die optional mit einem beschreibenden Wert versehen werden kann.


    package de.speexx.playground.sascha.junit4;

    import org.junit.Test;
    import org.junit.Ignore;
    import static org.junit.Assert.assertEquals;

    public class JUnit4Test {

        @Test 
        public void simpleAssert() throws Exception { 
            assertEquals(1, 1);
        }

        @Ignore("not yet ready")
        @Test 
        public void anotherSimpleAssert() throws Exception { 
            assertEquals(1, 2);
        }
    }

Bei der Ausführung wird für einen ignorierten Test ein I anstatt eines Punktes für einen erfolgreichen Test ausgegeben.


    sascha@linux:> java -cp ./:./junit-4.0.jar org.junit.runner.JUnitCore de.speexx.playground.sascha.junit4.JUnit4Test
    JUnit version 4.0
    .I

    Time: 0

    OK (1 test)

Abwärtskompatibilität

Trotz dieser Änderungen ist die JUnit weiterhin kompatibel zu den 3.x Versionen, so dass bestehende Tests nicht angepasst werden müssen. Allerdings haben einige Spielereien gezeigt, dass ein mixen beider Vorgehensweisen nicht geeignet ist. Deswegen sollten Tests, die auf der JUnit 4 basieren in neuen Testklassen aufgenommen werden.

Einsatz

Es stellt sich natürlich die Frage, ob und wann man beginnen soll die JUnit 4 in einem produktiven Umfeld einzusetzen. Dies ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Da die neue Version zwingend Java 5 voraussetzt, macht dies natürlich nur für solche Entwicklungen Sinn, die bereits damit arbeiten. Allerdings kommt es dann natürlich auch immer auf die Entwicklungsumgebung an. So müssen beispielsweise die Eclipse Test Plug-Ins an das neue API angepasst werden und auch das Projektmanagement-Tool Maven unterstützt das neue Test API, sowohl in der Version 1.x und 2, noch nicht. Für den professionellen Einsatz müssen diese erst nachziehen. Gerade bei einem solch zentralen Tool wie Maven ist dies nicht unbedingt trivial. Es bewirkt, dass der gesamte Entwicklungsprozess auf Java 5 umgestellt werden muss.

Fazit

Mit dem Major Upgrade hat die JUnit einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Sie nutzt die mit Java 5 eingeführte Möglichkeit der Annotationen konsequent aus und verschlank dadurch das API dramatisch. Dabei wird einmal mehr deutlich welch mächtiges Sprachfeature Metainformationen sind und wie sie das Design von Frameworks grundsätzlich verändern. Bei der JUnit 4 kann man kaum noch von einem Test-Framework sprechen (Don't call us, we call you), sondern von definierten Metainformationen und einer beliebigen Ausführungseinheit. Diese starke Entkopplung ist ein grosser Gewinn, der das Redesign auf jeden Fall gerechtfertigt hat.

Bayern möchte die Benutzung von Handys bei Schülern in der Schule verbieten. Hintergrund ist eine Razzia, die an einer Schule in Immenstadt, bei der über 200 Handys kurzzeitig beschlagnahmt und auf 19 Geräten Gewalt- und Pornofilme gefunden wurden. Da der Besitz solcher Filme auch für Jugendliche nicht verboten ist, stellt sich hier, neben der Frage der Verhältnismässigkeit, auch die Rechtmässigkeit der Aktion. Dies wird im Lawblog thematisiert, aber nicht bei den sogenannten Leitmedien wie zum Beispiel Focus Online oder im aktuellen Spiegel (13/2006, Seite 50).

Was soll erreicht werden?

Das jetzt angestrebte Verbot der Handynutzung auf dem Schulgelände ist Augenwischerei und blinder Aktionismus. Es wird keinen Jugendlichen davon abhalten zu versuchen sich solche Videos zu beschaffen. Durch das Verbot wird lediglich eine Beruhigung der Stammtische erreicht, ein Plazebo für die vermeintlich schockierte Gesellschaft, die sich gleich darauf dem nächsten Schockthema zuwendet, um sich daran aufzugeilen. Insofern passt die Massnahme. Langfristig wird es vielleicht die Schule und den Pausenhof aus der Schusslinie des Empörungsjournalismus bringen. Helfen wird es nicht, da Jugendliche durchaus in der Lage sind ihr Handy ausserhalb des Schulgeländes einzuschalten.

Hilflos durchwursteln

Sich um das Wieso, Weshalb, Warum zu kümmern, dafür reicht einfach nicht der Atem in einer Politik, die nicht in der Lage ist langfristige Visionen zu formulieren, sondern sich die viele Aktiengesellschaften, nur von Quartal zu Quartal hilflos durchwurstelt und gesellschaftlichen Problemen einzig mit Verboten begegnen kann.

Mehr: Das Teufelszeug gehört verboten

Partielle Sonnenfinsternis über Berlin - gesehen im Volkspark Friedrichshain.

[PARTIELLE SONNERNFINSTERNIS ÜBER BERLIN]
Partielle Sonnenfinsternis
[PARTIELLE SONNENFINSTERNIS]
Volkspark Friedrichshain

 

Am Wochenende waren wir mal wieder in Nordenham. Ein paar Impressionen aus dem Fischereihafen von Bremerhaven und Wolkenbilder aus Budjadingen.

[FISCHRÄUCHEREI HERBERT FRANKE IM FISCHEREIHAFEN VON BREMERHAVEN]
Fischräucherei Herbert Franke
[RÄUCHEROFEN IN DER FISCHRÄUCHEREI HERBERT FRANKE]
Räucherofen
[FISCH IN RÄUCHEROFEN]
Fisch in Räucherofen

 

[WOLKEN MIT SONNENLOCH UND GRÜNE WIESE]
Butjadingen bei Eckwarden
[REGENVERHANGENER HIMMEL ÜBER GRÜNER, SONNENBELEUCHTETER WIESE]
Budjadingen bei Tossens
[WOLKENSPIEL ÜBER DEM JADEBUSEN BEI ECKWARDER HÖRNE ]
Jadebusen bei Eckwarder Hörne

 

Auch im Kontext (Klick aufs Bild) ist das Schild merkwürdig. Ohne begründende Erklärung ist das Schild irgendwie nicht einzusehen. Zumal im dazugehörigen Ladengeschäft Rotbarsch im Grosshandel verkauft wird.

[SCHILD MIT ROTEM RAND, WELCHES SYMBOLISIERT, DASS AN DIESEM ORT DIE NAHRUNGSAUFNAME VERBOTEN IST]
Bremerhaven - Fischreihafen, Nahe Knurhahnstraße

 

3 CDs in iTunes importiert und auf den iPod kopiert. Würde das neue Urheberrecht bereits bestehen, dann sind das, pessimistisch gerechnet, 96 Urheberrechtsverletzungen gewesen. Eine Bagatelle?

Am Samstag im Radio, Fussball Bundesliga, «Die Ecke kommt zur Mitte»

Ich habe eben auf dem Klo einen Artikel zur Diskussion um die, zur Zeit heiss diskutierten, Einbürgerungstests gelesen. Dabei kam dann in mir die Frage auf, was ich selbst denn als typisch deutsch bezeichnen würde. Auf den ersten Blick eine einfache Frage mit einer einfachen Antwort. Im Zweifel werden Schiller und Goethe herunter gebetet. Freiheit… Da wird es dann schon eng. Die letzte Diktatur ist noch nicht vor so langer Zeit in der Versenkung verschwunden.

Es wurde eine längere Sitzung.

Was ist typisch britisch?

Ich habe mir dann die Frage gestellt, was typisch britisch ist. Wahlweise typisch französisch, chinesisch oder namibisch. Ich kann diese Frage nicht beantworten. Ist schlechtes Essen typisch britisch? Bestimmt nicht. Essen Franzosen den ganzen Tag Froschschenkel? Nicht die, die ich kenne. Ist Namibia eine willkürlich regierter Staat, nur weil er in Afrika liegt? Ich kann all diese Fragen nicht beantworten, da ich nur eine sehr klischehaftes Bild der Länder und Menschen im Kopf habe.

Zwei unter vielen

Auch Schiller und Goethe sind nicht typisch deutsch. Sie sind zwei unter vielen. Walther von der Vogelweide ist auch deutsch, Heine, Brecht, Grass, Ringelnatz, Fritz Lang und viele andere, ob sie nun gemocht werden oder nicht. Andere Länder haben auch grosse Künstler hervor gebracht, Warhole, Turner, Da Vinci, Cervantes… Kunst ist also nichts typisch deutsches. Ebensowenig bahnbrechende Erfindungen. Ford hat die industrielle Fliessbandproduktion erfunden (ein Klische), Edison die Glühlampe (ein Klische), die Franzosen die Revolution (ein Klische), Watt die Dampfmaschine (ein Klische), Gutenberg den Buchdruck (ein klische). Erfindungen sind auch nichts typisch deutsches.

Die Sprache?

Nachdem nun vieles ausgeschlossen war, habe ich mir gedacht: die Sprache. Das ist es… Ein kurzer, sehr kurzer Gedanke. In Österreich spricht man auch Deutsch, ebenso in Luxemburg und der Schweiz. Aber abgesehen von einigen Idioten würde ich Österreich nicht unbedingt als deutsch bezeichnen. Die Österreicher schon gar nicht. Wie ist es mit den Kolonialmächten Grossbritanien, Frankreich oder Spanien? Sind die USA, Australien und Hong Kong typisch britisch nur weil dort Englisch gesprochen wird? Nicht mal Schottland und Wales sind das. Sprache ist also auch nicht typisch deutsch.

Was ist es denn dann?

Vielleicht alles zusammen. Die Sprache, die Lebenden und die Toten, das kollektive Gedächnis. Nur, kann soetwas mit einem formalisierten Test überprüft werden? Ich denke nicht. Es ist nur ein Klische, welches abgefragt werden kann. Deswegen halte ich die Idee eines solchen Tests für idiotisch. Vermutlich hat sie ihren Urspung in einem typisch deutschen Klische, nur welchen? Wahlkampf kann es nicht sein, die nationalistische Karte wird bei Bedarf auch in anderen Ländern gezogen…

Frau macht sich gerade Gedanken, was wir in 3 Monaten essen werden. Wird auch Zeit :-)

Eintrag gemacht: 22. März 2006 17:37:35 CET
Erster Google Blogsearch Zugriff: 22/Mar/2006:18:43:08 +0100

Das ist schön. Gefunden hier und auch sonst sehr lesenswert.

«Ich wars nicht», mit dieser Floskel haben wir uns früher als Kinder immer versucht heraus zu reden wenn wir Scheisse gebaut hatten und erwischt wurden. Hat nie funktioniert. Irgendwie haben Erwachsene uns immer durchschaut. Heute weiss ich, wenn es doch einmal funktioniert haben sollte, dann hat man die Kleinen im Glauben gelassen man glaube ihnen.

Dubya hats nicht gewollt

, den man nach seinen vermutlich illegal angeordneten Abhörmassnahmen und Gunatanamo Bay als amerikanischen bezeichnen könnte, wird heute zitiert mit den Worten Bei allem Respekt, Helen: Mir zu unterstellen, dass ich diesen Krieg gewollt habe, ist schlichtweg falsch zitiert. Er soll diese Antwort der Journalistin Helen Thomas auf die Frage warum er den Irak-Krieg begonnen habe, gegeben haben.

Verfolgte Unschuld

Warum es dann allerdings Kriegspläne gab bleibt sein Geheimnis. Schliesslich stellte der Irak nicht gerade eine akute Bedrohung für das Terretorium der USA dar. In wäre er vermutlich hingerichtet worden. gaben schliesslich auch fast alle an unschuldig zu sein. Wie kleine Kinder.

Wie man in den letzten Tagen, Wochen und Monaten sehen kann, reagiert man beim Fachblatt für Bigotterie, der , inzwischen immer schneller auf Medlungen im Bild-Blog. Da werden Falschangaben und Schlampigkeiten mit Onlineartikeln in der maximalen Geschwindigkeit, die das Redaktionssystem vermutlich hergibt, nach erscheinen eines Bild-Blog Eintrages korrigiert (was dort wiederum kommentiert wird).

Kernkompetenz outsourcen

Wer hätte gedacht, dass aus der Welt der Printmedien, die in Zeiten des Web 2.0 des öfteren schon mal etwas schnarchig erscheint, eine solche Innovation kommt. Outsourcen einer journalistischen Kernkompetenz, der Qualitätssicherung, in die Community und die Konkurrenz. Chapeau, Herr Diekmann, das ist wirklich nicht schlecht. Da können sich die Redakteure in Zukunft noch viel mehr auf die Überschriften konzentrieren.

Ich muss morgen nach Marburg reisen. Für die Fahrt mit der Bahn wurden beim ACC Reisebüro die Karten bestellt. Die Fahrkarten waren bis heute nicht in der Post, weswegen über ihren Verbleib recherchiert wurde. Als Antwort kam der Hinweis, dass die Karten am Automaten hinterlegt wurden. Es müsse nur eine Transaktionsnummer eingegeben werden, dann bekommen wir sie. Die Transaktionsnummer wurde uns freundlicherweise mitgeteilt. Da ich soetwas noch nicht gemacht habe, muss ich morgen noch etwas eher aufstehen, um mir gegebenenfalls ein Ticket im Bahnhof selbst zu kaufen. Ausserdem muss die E-Mail mit den Daten ausgedruckt werden usw. Das heisst, die gesparte Zeit der Bestellung muss ich jetzt im Bahnhof und beim Ausdrucken (aufstehen, zum Drucker gehen, kontrollieren) mehr aufbringen, um auf der sichereren Seite zu sein.

Was soll das?

Ich frage mich jetzt, ob es sich für diesen Service lohnt noch einen Reisevermittler einzuschalten. Das kann ich dann auch alleine und habe nicht en Ärger.

Und will das Internet abschaffen

In Frankreich wurde, laut einer Meldung im Heise Newsticker, die umstrittene Urheberrechtsreform vom Parlament beschlossen. Dabei wurde auch der Zwang zur Interoperabilität von Formaten, über welchen ich bereits am 15. März geschrieben habe, beschlossen. Inwieweit sich dies jetzt in der Praxis entwickelt muss man sehen. Es dürfte auf jeden Fall spannend bleiben.

Irritierend

Irritierend ist hingegen, dass Softwarehersteller mit Strafe bedroht werden, die «wissentlich» Software verbreiten, die «offensichtlich» darauf ausgelegt ist Urheberrechtsverletzungen zu ermöglicht. Da dies im Grunde mit jeder Software, die in einer Netzwerkinfrastruktur arbeitet, möglich ist, müsste meiner Meinung nach in Frankreich das Internet abgeschaltet werden. Auch hier bleibt es sehr spannend. Allerdings dürften Open-Source Entwickler diese Spannung weniger begrüssen. Für sie sind die angedrohten Strafen existenzbedrohend.

Mehr auch in der Netzeitung.

Wir alle sind bekloppt. Und Web 2.0 nur eine andere Form des Gruppenficks der Gruppentherapie.

Von AnonymouS

Immer wieder fällt mir auf, dass Unternehmen Namen aus der griechischen und/oder römischen Mythologie für ihr Produkte oder Projekte verwenden. Bei mag dies nicht schlimm sein, sie wurde von in einer heroischen Kraftanstrengung gerettet. Bei fängt es schon an kritisch zu werden. Immerhin wurde der , von mit einem plumpen Bauerntrick überlistet, als ziemlich naiv geoutet. Ist aber gerade noch zu tolerieren. Beim überheblichen nehmen meine negativen Assoziationen dann allerdings überhand. Ein solches Produkt würde ich, so es ich mir denn leisten könnte, nie anschaffen. Da ist der Absturz schon im Namen prophezeit.

Ich frage mich bei solchen Namen immer wie so ein Namenserfinder tickt. Bestimmt nicht so wie ich.

[RESTAURANT WOLF - POTSDAMER PLATZ ARKADEN] Das Restaurant Wolf im Untergeschoss der Potsdamer Platz Arkaden bietet für 2,20€ eine mittelgrosse Currywurst mit Brötchen an. Die Wurst war bereits warm als sie mit einer Maschine in kleine Stücke gehäkselt wurde. Dann fragte die Bedienung, ob ich die Wurst scharf oder nicht scharf zubereitet haben möcht. Ich habe mich für scharf entschieden. Die Wurst wurde mit recht wenig dünnflüssiger Sauce übergossen und dann mit einer homöpathischen Menge Curry bestreut.

Die subjektive Wertung

Scharf ist eher eine subjektive Einschätzung, denn scharf war das Ganze nicht. Aber auch sonst hat die Wurst nicht sonderlich gut geschmeckt. Sowohl Frau als auch ich empfanden sie als pappig, einfach nur langweilig.

Fazit

Bei dem Preis und dem Ort kann man eigentlich erheblich mehr erwarten deswegen: auf keinen Fall noch einmal.

Weiteres

Koordinaten N52°30.47' O13°22.49'

Codewort Currywurst

Kalk ist gefährlich. Vielleicht sogar das gefährlichste was es auf dieser Welt gibt. Wirklich. Millionen und Abermillionen Waschmaschinen krepieren jedes Jahr an akuter Verkalkung. Dabei kommt es zu dramatischen Szenen mit überschwemmten Kellern und mittelalten Waschmaschinenreperaturspezialisten, die der unwissenden Waschmamsell von Welt ein komisch gebogenes Etwas unter die gepuderte Nase halten. In der UN, so hört man, wird bereits darüber diskutiert Kalk international zu ächten. Einzig das Antikalkmonopol um den Grossproduzenten Kalkton mit seinen angeschlossenen Dealern wehrt sich vehement und erfolgreich gegen eine solche Massnahme.

Ich brauchte dringend neue Schuhe. Also ab nach Stegliz, Schloßstraße, zum Dealer meines Vertrauens. Er öffnete die Tür, taxierte mich. «Panama Jack, schwarz, Grösse 50», verkündete er mir in mein verblüfftes Gesicht. Er hat sich geirrt, Grösse 49 hat gereicht. 10 Minuten später habe wir den Laden wieder verlassen. So muss es sein.

Manchmal frage ich mich, woher plötzlich die Spezies Homo Powerpointis kommt, die scheinbar nicht in der Lage ist ihr Leben ohne Powerpoint und Outlook organisieren zu können. Ich vermute, dass diese Menschen schwer krank sind.

Im Kommentarbereich bei Mein Parteibuch zu einer Mail des rechtslastigen Bloggers Stefan Herre, in der dieser den Blogbetreiber auffordert einen Wiki-Eintrag zu seiner Person zu löschen, wird argumentiert, dass die Informationen in dem Eintrag frei zugänglich sind. Die Argumentation ist in gewisser Weise rekursiv, denn auch durch den Eintrag sind die Informationen natürlich frei zugänglich. Spannt man die Argumentation der freien Zugänglichkeit über ein Netzwerk auf, dann können die dort wiedergegebenen Informationen immer als Argumentation dienen, dass die Information frei verfügbar sei. Für die betroffene Person wird es extrem aufwändig, wenn nicht gar unmöglich, die Informationen wieder zu entfernen. Dies selbstverständlich auch vor dem Hintergrund, dass niemand in der Lage ist permanent Informationen zu seiner Person in Netzwerken zu überwachen.

Zur besseren Einordnung: Es geht mir um die Argumentation frei zugänglich. Nicht um den beschriebenen Fall selbst. Mein Mitleid mit Stefan Herre kann man als stark unterentwickelt beschreiben.

Ich habe vorhin (gestern) in einer Döneria die kostenlose Zeitschrift Güneşim mitgenommen. Diese bezeichnet sich als monatliches Nachrichten- und Handelsmedizin und erscheint zweisprachig, Deutsch und Türkisch. In Ausgabe 32 wird auch auf eines der Hauptthemen der letzten Wochen, den , eingegangen. Dort wird der Hamburger mit den Worten zitiert die Urheber verdienen es nicht, weiterhin auf diesem Feld tätig zu sein. Sie habe das hohe Gut der Meinungsfreiheit missbraucht. Er äusserte er sich nicht explizit dazu, dass die beteiligten Mitarbeiter der Zeitung, die die Karrikaturen veröffentlicht hat, entlassen werden sollen. Das ist bei einer solchen Feststellung allerdings auch unerheblich, da durch eine solche Äusserung durch den Bundestagsabgeordneten der Linkspartei, die Forderung nach einem Berufsverbot latent mitschwingt.

Ein ganz anderes Kaliber ist da Tareq al-Suweidan, der in einer Diskussion mit jungen Dänen erläutert, dass sie (Sippenhaft gehört bei dieser Art der Argumentation implizit dazu) es nicht zulassen, der er (Mohammed) beleidigt wird. Er gipfelt in der Forderung, das wir dies begreifen und akzeptieren müssen.

Ich muss gar nichts begreifen. Schon gar nicht muss ich irgendetwas akzeptieren. Würde dem so sein, dann müsste Tareq al-Suweidan akzeptieren, dass meine Religion, die zum Teil im Grundgesetzartikel 5 niedergeschrieben ist, durch seine dogamtische Forderung, zutiefst verletzt wird und nicht zu akzeptieren ist. Muss er aber nicht. Er kann nur damit leben.

Und weil dem so ist, kann er mit mir gerne am 25. März diesen Jahres um 14:00 Uhr im Lustgarten in Berlin/Mitte diskutieren.

Heute von Kerstin Griese (SPD), die bei 5 Millionen Arbeitslosen scheinbar immer noch der Meinung ist, dass die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Kind eine der Hauptursache für die geringe Geburtenrate in Deutschland ist.

Wir sind Meister des kaschierens und Stümper im meistern des Kaschierten.

Frank Knobloch

Die Urheberrechtsdebatte im Nachbarland Frankreich ist zur Zeit sehr spannend. Zuerst stand eine Gesetz zur Debatte, welches extrem restriktiv gegen Kunden und Benutzer Urheberrechtlich geschützter Inhalte vorgehen wollte. Dieses Gesetz wurde in einer Nachtabstimmung im Parlament kurz vor Weihnachten komplett konterkariert. Der Tausch geistigen Eigentums über Musiktauschbörsen wurde handstreichartig legalisiert und zeigt auf, dass Politik zumindest in Frankreich sehr spannend sein kann. In dem Konfikt zwischen Parlament und Regierung kam Bewegung und die Regierung sah sich genötigt ihr ausschliesslich auf wirtschaftliche Interessen ausgerichtetes Gesetzesvorhaben abzumildern. Gleichzeitig kam erneut die Idee einer auf.

Zwischenzeitlich hat sich auch Franreichs Staatspräsident Jacques Chirac, indem er indirekt forderte, dass das Recht auf zu einem Bürgerrecht zu machen. Dies soll erreicht werden, indem das Recht eingeräumt wird, dass das Abspielen von Urheberrechtsmaterial auf jedem Gerät möglich sein muss.

Dies wird meiner Meinung nach zu zwei Konsequenzen führen:

  1. In der Contentindustrie wird man sich auf einen einheitlichen und offenen DRM-Standard einigen müssen. Dieser kann dann selbstverständlich auch als Open-Source Software implementiert werden, wobei ich hier der Meinung bin, dass dies die Idee hinter DRM aufweicht.
  2. Die Contentindustrie muss sich auf einheitliche Formate für Audio- und Videoinhalte einigen, da der Benutzer diese sonst nicht auf allen Geräten abspielen kann. Daher muss er sie in andere Formate überführen, was ihm wiederum erlaubt ist.

In einer Futurezonemedlung zum Thema heisst es zwar, dass dies wiederum dazu führen kann, dass sich Apple, welches sein Fairplay-DRM nicht für Dritte öffnen will, aus dem französischen Onlinemusikmarkt zurück zieht. Dies halte ich allerdings für nicht sehr wahrscheinlich, solange die Möglichkeit besteht mit Onlinemusik Geld zu verdienen. Zumal die geplante gesetzliche Regelung natürlich auch Auswirkungen auf die Urheberrechtsdebatte innerhalb der EU und deren Mitgliedstaaten haben wird.

Heute mußte ich ein bischen durch die Stadt fahren, hatte verschiedene Termine. Und das schönste an der Sache war, dass die Sonne wie bekloppt schien. Als wolle sie allen sagen: Habt noch ein bischen Geduld, der Frühling kommt ganz bald :-)

Und: gleich verändert sich die ganze Stimmung. Habe heute viele Leute lächeln sehen. Und außerdem habe ich heute mehr zuvorkommende Gesten miterleben dürfen. Jetzt scheinen auch endlich die sturen Berliner aufzutauen. Schön.

Habe gerade die Feuerwehr bei einem Einsatz an der Frankfurter Allee beobachten können: Schnee vom Dach schaufeln.

Wollte hiermit mal allen Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen, allen Sanitätern und Sanitäterinnen und allen anderen aus dem Rettungswesen für ihre Arbeit danken.

Vielen lieben, großen Dank!

Oliver vom Antibürokratieteam berichtet, dass im britischen Unterhaus ein Gesetz diskutiert wird, welches die Befugnisse des Parlmentes für weite Teile der politischen Willensbildung ausschalten soll. Eine Diskussion, die uns in mit Sicherheit auch in Deutschland blühen wird.

In der Softwareentwicklung:

  • agil für durchwursteln
  • pragmatisch für schlampig

Mehr :-)

Die kryptoliberalen Brandstifter echauffieren sich mal wieder über angebliche moralische Bankrotterklärungen bei der UN und vergessen dabei, dass ihre moralische Bankrotterklärung gerade einmal 3 Monate alt ist.

Ich frage mich allmählich was das mit dem Handy-TV (natürlich mit Fussball) soll? Fernseher werden immer grösser, die heilige Kuh HDTV soll es dieses Jahr angeblich nun ganz bestimmt, wirklich, im Consumer Markt den Durchbruch schaffen und dann soll das gleichzeitig auch auf einem Handy funktionieren? Auf einem briefmarkengrossen Display mit lächerlicher Auflösung? Hi-Fi und Schellackplatte nebeneinander?

Bei diesen Problemen frage ich mich dann immer wieder, ob in den Etagen, in denen solche Themen gesetzt werden, Menschen mit gesundem Verstand arbeiten, oder solche, die nur an Marktstudien bei Early-Adaptoren glauben?

Exotisch muss nicht unbedingt gut sein. Die Vogelbeerenschokolade von Zotter ist mehr Marzipan zwischen zwei dünnen Lagen Zartbitterschokolade. Irgendwie etwas muffig und langweilig, hat wenig mit Vogelbeere zu tun. Auch nicht noch mal. Mit Zotter habe ich irgendwie kein Glück.

Die nächste Geschmacksrichtung ist Rumfeige in Mandeljus.

Mehr Schokolade

Eigentlich eine gute Idee, die der Kriminologe Christian Pfeiffer da hat. Den Medienkosum der Jugendlichen per Gesetz einschränken. Denn der böse Medienkonsum verleitet die Kinder schneller dazu gewalttätig zu werden. Ich finde, dass das eine ganz hervorragende Idee ist. Dann haben die perspektivlosen Kids wieder mehr Zeit die Gesellschaft durch sinnlose Gewalt davon zu überzeugen, dass restriktivere Gesetze unbedingt nötig sind. Zum Schutz der Allgemeinheit (und vor Terroristen), versteht sich.

Hab heute mit Mann Bundesliga angesehen. Da war ein Torwart, der trägt immer rosa Trikots. Frage mich, warum? Ihm steht die Farbe ja ganz gut, aber Männer in rosa Oberteilen sind mir seit meiner Jugend suspekt.

Ich fand es nicht so schlimm, dass er da mal nen Ball nicht festgehalten hat. Jeder hat im Job schon mal was verpatzt.

Oder gibt es da eine Abwehrstrategie, die ich nicht kenne? Bitte um Aufklärung in diesem Fall! Dankeschöön :-)

[VERBOTSSCHILD FÜR ANKERN WEGEN KAMPFMITTEL AUS DEM 2. WELTKRIEG]
Berlin - Kupfergraben

 

Eine Ehe ist normalerweise eine Zugewinngemeinschaft. Bei einer Scheidung wird alles, was innerhalb der Ehezeit so zusammen gekommen ist, zwischen den Nocheheleuten wieder aufgeteilt. Wie ist das eigentlich, wenn sich die Frau Silikonmöpse hat machen lassen…?

Ich darf vermutlich nicht schreiben, dass der Artikel hinter diesem Link, der gar nicht existiert, existiert. Und wenn er existieren sollte, was natürlich nicht sein darf, dann muss man ihn ignorieren.

[REMAGEN - ORIGINAL BERLINER BRATWURST NEBEN DER KOMISCHEN OPER] Die Imbissbude steht , zwischen Komischer Oper und Glinkastraße. Neben Bratwurst bietet sie natürlich auch Currywurst an. Die Wurst wird über einem Gasgrill zubereitet und dann im Pappschälchen klein geschnitten. Darüber kommt eine kalte Tomatensauce, die man als solche erkennt, da in ihr viele grosse Tomatenstückchen zu erkennen sind. Etwas Curry drüber und für 2,50 € geht sie mit Brötchen über die Theke.

Die subjektive Wertung

Ich bin kein grosser Fan von kalter Tomatensauce, insofern war ich nicht gerade begeistert. Da hilft auch die stark nach Krakauer schmeckende Wurst nicht viel weiter, auch wenn das einmal etwas ganz anderes war (abgesehen von der Majorancurrywurst).

Fazit

Wer mal dran vorbei kommt sollte sie probieren. Allerdings ist in dem Preis ein mächtiger Mitteaufschlag enthalten. Beim nächsten mal nehme ich sie nur als Bratwurst.

Weiteres

Koordinaten N52°30.97' E13°23.51'

Codewort Currywurst

Nach dem etwas lieblosen «Ab die Post» diesmal eine neue Geschichte um die junge Hexe Tiffany. Nachdem diese in «Kleine freie Männer» die Feenkönigin mit einer Bratpfanne besiegt hat, verlässt sie diesmal das Kreideland, um in eine, von Oma Wetterwachs vermittelte, Hexenlehre zu gehen. Dabei wird sie von einem Schwärmer, einem Geisterwesen, verfolgt, welches Tiffany als Wirt benötigt und schliesslich auch ihren Verstand übernimmt. Doch ein kleiner Teil von Tiffany wehrt sich gegen den Eindringling und mit Hilfe der kleinen freien Männer gelingt es ihr schliesslich, den Schwärmer wieder aus sich zu vertreiben.

Einer der schönsten Teile ist die Diskussion zwischen Tiffany und dem Schwärmer.

Ihr habt diese Sache, die ihr… Langweile nennt. Das ist die kostbarste Gabe des Universums! Wir haben ein Lied gehört, in dem es hieß: «Funkle, funkle kleiner Stern…» Welch eine Macht! Welch eine wundersame Macht! Ihre nehmt eine Billion Trillionen Tonnen flammender Materie, einen atomaren Ofen ungeheuren Ausmaßes, und verwandelt ihn in ein kleines Lied für Kinder!

Alleine dafür hat sich der Kauf dieses wunderbaren Buches gelohnt.

Gabi hat eben Altpapier runter in den Container gebracht. Heute stand dort ein Karton mit alten Büchern, die jemand wegschmeissen wollte, sich dann aber doch nicht dazu hat durchringen können. Ein paar Krimis von Agatha Christie im Original, mit Stempel und Registrierung des British Councils, daneben ein paar Kinderbücher und zwei Bände mit ausgewählten Werken von Lenin und Stalin, die sofort mein Interesse geweckt haben. Das erstaunlichste an beiden Büchern: Es scheint sie einmal jemand wirklich gelesen zu haben. Nicht blosse Dekoration im Bücherregal, sondern unterstrichene Zitate und Lesezeichen die auf bestimmte Kapitel, nicht nur am Anfang der Bücher, hinweisen. Ganz erstaunlich sowas…

Noch mehr erstaunt waren wir, als wir auf Seite 586 sahen, wie Lenin zur Sache kommt: pures Visionen produzieren ohne agitatorischen Schnickschnack!

Mein Mann ist der allerbeste Koch, den es gibt. Er bringt mich sogar dazu, wieder Champingons zu essen.

Er ist wirklich fabelhaft! Einen dicken Kuss dafür.

Hab Mann auf eine Idee wegen der Umgestaltung der Homepage gebracht. Er hat sich jetzt Gedanken wegen der technischen Umsetzung gemacht und fragt sich, ob er es damals so oder so gebaut hat! Mir sagt das ja alles nix und da hab ich ihn gefragt, ob er das nicht dokumentiert hat. Er sagt schließlich immer, dass sie auf der Arbeit alles ganz genau dokumentieren müssen.

Ups, so wie er da schaute, bin ich wohl in ein dickes Fettnäpfchen getreten ;-)

Er: «Als Urlauber bekommt man ja nie mit, wie schwer wir es in der Schweiz haben. Der Druck ist so wahnsinnig hoch.»

Was für ein Glück, dass wir uns keinen Urlaub in der Schweiz leisten wollen, um mit dem dortigen Elend konfrontiert zu werden.

Heutzutage wird alles immer schnell mit dem Titel Revolution bedacht. Sei es eine heimliche Medienrevolution oder die Einführung eines neues Waschmittels. Ich denke nicht, dass der Umbruch in der Medienlandschaft, der durchaus zu beobachten ist, wirklich revolutionär ist. Er ist vielmehr ein evolutionäres vorranschreiten. Nicht Blogs oder Wikis treiben dies, sondern sie sind meiner Meinung nach ein Produkt der geplatzten DotCom-Blase. Im Zuge dieser Blase wurden von den Carriern extreme Überkapazitäten für IP-Dienste geschaffen. Diese mussten nach dem Zusammenbruch gefüllt werden. Die Carrier wurden gezwungen die Preise zu senken. Gleichzeitig sorgte der Softwaremarkt mit Open-Source dafür, dass die Kosten für Internetserver erschwinglich wurden. Durch die wachsende Virtualisierung, nicht nur auf Betriebssystemebene, werden diese Kosten in Zukunft noch weiter fallen.

Die Kombination dieser beiden Faktoren, sinkende Kosten für Rechner und Leitungen, bewirkte erst, dass sich soetwas wie Wikis und Blogs dezentralisieren und emanzipieren konnten. Ähnlich wie bei . Insofern könnte man vielleicht von einer Revolution sprechen. Komisch ist daran dann wieder, dass Technik den Weg bereitet, um Dinge stärker zu verändern.

Gestern war ich auf der Veranstaltung «Die heimliche Medienrevolution» bei Lehmanns. Leider ist die Revolution für mich ausgefallen. Zwar waren mit Erik Möller, Volker Grassmuck und Johnny Haeusler ein paar interessantere Protagonisten der Szene anwesend, aber Erik Möller hat es in einem Nebensatz anklingen lassen, die Veranstaltung wirkte ein klein wenig inzestiös.

Der eigentliche Vortrag von Erik Möller hatte nicht nur mit der Technik zu kämpfen, er war für mich auch ein eindrucksvolles Beispiel der Oberflächlichkeit. Wen interessiert schon wirklich ein Bildschirmfoto der GNU Free Document License? Wer findet es wirklich spannend anhand von ein paar Screenshot in nicht einmal 2 Minuten hingeklatscht erklärt zu bekommen, wieso ein spannendes Instrument in der Welt der Weblogs sind?

Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass mir die Veranstaltung nicht wirklich etwas Neues gebracht hat, oder sie einfach nur langweilig war. Auf alle Fälle bin ich nach ca. einer Stunde wieder gegangen, wie bei einem schlechten Fussballspiel. Da war es mir auch egal, ob Johnny Haeusler etwas zu diesem merkwürdigen Eintrag sagen wollte.

Einzig spannend war es einige der Anwesenden zu beglotzen. Die Tekkiefraktion, die sich einen Beamer für Filme anschaffen will und gelangweilt über das Fürn und Wider diskutierte oder die PowerBook-Fraktion, die aus purer Langeweile sofort nachdem der Vortragende begonnen hatte, ihre Rechner aufklappte und sich nicht die Bohne dafür zu interessieren schienen was Vorne gesagt wurde, höchstens durch zynische Kommentare gegenüber den Fragen aus dem Publikum auffielen. Langweilig halt.

Mit An- und Abfahrt drei misslunge Stunden in meinem Leben. Schade.

[ÜBERRASCHUNGSEISUCHE MIT KOMPASS IN EINEM KAISER'S MARKT] [EINKAUFSWAGEN VOLL MIT ÜEBERASCHUNGSEIERN]

Auch bei der Eiersuche wird immer mehr auf Haitäc gesetzt. Ein Ü-Eisucher mit Kompass im Supermarkt. Sieht so aus, als ob er welche gefunden hat.

Und überhaupt, irgendwann werde ich den Tag erleben, an dem es heissen wird «Frau Grad, zwei zweite Kassen, bitte…»

Bilder mit freundlicher Genehmigung des Aufgenommenen.

Homezone… Schweine!

[ABGESTELLTES SOFA VOR DER HEIDENFELDSTRAßE 12 IN BERLIN FRIEDRICHSHAIN]
Heidenfeldstraße 12 - Berlin Friedrichshain

 

Gestern haben wir den zweiten Teil von Dresden gesehen. Den Ersten habe ich halb lesend verbracht und folgte der Geschichte wenig aufmerksam. Ich bin da etwas geschädigt von der Sat1 Luftbrücke, die ich als durchsichtig und billig empfunden habe. In die Sturmflut von RTL habe ich nur kurz reingeschaut. Als ich gesehen habe, wie die Wassermassen die Strasse heruntergebraust sind habe ich umgeschaltet; als zu unrealistisch empfand ich das Ganze. Dabei stört mich noch nicht einmal die übliche Liebesschnulze, die um das eigentliche Katastrophenthema aufgebaut wird. Das ist schon bei Camerons so gewesen. Dresden hob sich wohltuend von diesen Herzschmerzklamotten ab. Die Liebesgeschichte war nicht zu schnulzig, der Handlungsablauf, trotz seiner Vorhersehbarkeit, nicht ganz so holzschnittartig wie befürchtet.

Mit einigen Dingen im Film hatte ich trotzdem meine Probleme. So will es mir irgendwie nicht einleuchten, warum ein britischer Bomberpilot, mit seinem Fallschirm aus dem abgeschossenen Flugzeug abgesprungen, in ländlicher Gegend gelandet und vom wütenden Mob angeschossen, ausgerechnet in die Grossstadt flüchtete. Vermutlich diente auch der, der den Bombenhagel überlebende Jude Simon, der Beruhigung irgendeines Gewissens, seht her, ganz so schlimm war es dann doch nicht. Und ob im Februar 1945 wirklich noch überall Hakenkreuzfahnen geweht haben weiss ich nicht, aber diese Attribute gehören wohl dazu.

Die Szenen des Infernos haben mich dann doch interessiert. Wie die Stimmung in den Luftschutzkellern war, dass der Inhalt der Einmachgläser in den Kellern der brennenden Häuser anfing zu kochen. Das Massensterben in den Kohlenoxiden oder als die Hauptdarstellerin vom Sog des Feuers beinahe in dieses hinein gezogen wurde.

Die Story hätte meiner Meinung nach auch in einen Film mit 120 Minuten Dauer locker untergebracht werden können. So, auf zwei Tage verteilt, muss es wohl aber heutzutage beim sogenannten Eventfernsehen sein. Meinetwegen, der Unterhaltungsfaktor war in Ordnung.

Gabis Meinung zum ersten Teil.

Der Zusammenhang zwischen dem eindreschen Franz Beckenbauers und diversen Politikern auf Jürgen Klinsmann auf der einen Seite und der Tatsache, dass die Eindreschenden zu denjenigen gehören, die gestern in einem grossen deutschen Gossenblatt unter die Nase gerieben bekommen haben, dass sie kostenlose Vorzugseintrittskarten für die Weltmeisterschaft bekommen, ist schon sehr auffällig.

Wer viel Geld im White Trash ausgibt muss noch was oben drauf legen. Klingt komisch, ist aber wohl so.

Via Kreuzblogger

[DREHARBEITEN ZUM FILMPROJEKT "MEIN FÜHRER - DIE WIRKLICH WAHRSTE WAHRHEIT ÜBER ADOLF HITLER" AUF DER BERLINER MUSEUMSINSEL VOR DEM ALTEN MUSEUM] [HAKENKREUZ KULISSE IM LUSTGARTEN VOR DEM BERLINER DOM] Hätte Äärrrr fröher geahnt, das Äärrr einmal von Ihm gespält wird, Äärrr hätte sich viel fröher erschossen.

 

Bin endlich wieder in der Hauptstadt angekommen und habe gleich Besuch mitgebracht: meine kleine Schwester und meine Nichte Jenny. Ja, richtig, Jenny (Mann spricht Dschenni). Endlich hat sie die Reise nach Berlin antreten dürfen.

Ich glaube, die neuen Eindrücke hier haben Dschenni zum Schluß doch ein wenig überfordert. Aber ihr scheint es gefallen zu haben, denn sie möchte uns wieder besuchen. Am süßesten fanden wir alle, dass ihr Freund Milan ihr hinterher gefahren ist. Er hat hier eine Tante, die er "spontan" besuchen wollte. Achhhhhh, junge Liebe!

Bin jetzt mal gespannt, was ihre Eltern zu dem Mitbringsel sagen ;-)

Gerade ist der erste Teil des Films zu Ende gegangen. Und ich muß sagen, dass er jetzt schon besser ist als die Luftbrücke. Großes Plus ist natürlich, dass es keine lästigen Werbeunterbrechungen gibt. Da zahl ich doch gern Gebühren.

Aber auch der Film selber ist besser gemacht, weil er nicht mit so vielen Spezialeffekten arbeitet, die selbst extrem Kurzsichtige wie ich ohne Brille erkennen, wie bei der Luftbrücke.

Weiter finde ich es gut, dass zwar Schauspieler mit großem Namen mitspielen, aber nicht die Hauptrolle belegen, sondern dass Nachwuchsschauspielern, bzw. die Junge Riege endlich mal die Handlung führen.

Der Film war sicherlich nicht gerade ein Schnäppchen, aber hier zeigt sich mal wieder, dass Qualität vor Quantität steht.

Bis jetzt finde ich es ein super gelungenes, bodenständiges Werk.

Saschas Meinung zum zweiten Teil.

[CHECK POINT CURRY VOR DEM TRÄNENPALAST] Der Check Point Curry befindet sich in der Nähe des S-Bahnhofes Friedrichstraße, direkt vor dem Tränenpalast. Für 1,50 € wird hier eine Currywurst mit und ohne Darm angeboten. Ich habe mich für eine mit entschieden. Nachdem nachgefragt wurde, ob ich sie vor Ort essen möchte, wurde sie aus der Fettpfanne genommenn und auf einem Teller zubereitet. Unter die Wurst wurde ein Stück Pergamentpapier gelegt. Nach dem Üblichen bestreuen mit Curry kommt etwas sehr wenig Sauce darüber. Den Spiess musste ich mir selbst nehmen.

Die subjektive Wertung

Mit dem Papier wirkte das ganz nicht sehr lecker. Zwar ist es im Grunde egal, ob Papier oder Pappschälchen. Allerdings wirkte das Pergamentpapier irgendwie seltsam. So als wolle man sich das Spülen sparen und den Teller beim nächsten Gast einfach wieder verwenden.

Die Sauce war eindeutig zu wenig. Das Schlimmste allerdings war der kaum wahrnehmbare Currygeschmack. Dies lag an der Wurst, die so durchdringend nach schmeckte, dass hierdurch jedweder andere Geschmack im Keim erstickt wurde.

Fazit

Es mag Menschen geben, die Majoranwurst mögen, ich nicht. Deswegen nicht noch einmal.

Weiteres

Koordinaten N52° 31,23' O13° 23,29'

Codewort Currywurst

Es ist gar nicht so leicht die GEZ zu verlassen wenn sie einen einmal hat. Beim Finanzamt dürfte es noch schwieriger werden. Trotzdem gibt es schon einmal eine Austrittserklärung (PDF).

Via Finblog

[COMING SOON IN 2004]
Coming soon... Oder irgendwann sonst

 

Bei remix.kwed.org kann man bewundern welch grandiose Soundmaschine der C64 war und der noch immer ist. Futter für den iPod.

Schokolade mit Banane + Muskatnuss ist exotisch, aber nicht unbedingt mein Geschmack. Das Ganze ist von Zotter aus Österreich.

Die nächste Geschmacksrichtung ist Vogelbeere.

Mehr Schokolade

Anonyme Kommentare und solche ohne E-Mail- oder Homepageadresse werden in Zukunft gelöscht. Geht wohl leider nicht anders. Schade.

Laut einer Meldung bei Heise sorgen Bestrebungen der Volksrepublik Chinas für eine eigene Internet-Adresszone im für Aufregung. Kurz zusammengefasst kann es bei diesen Bestrebungen dazu kommen, dass das bisherige System der Namensauflösung, also dem Umsetzen von Namen auf IP-Adressen, zusammen bricht.

Auch wenn die Datenbank des DNS dezentral abgelegt ist, so ist sie in ihrem Wesen doch zentral auf einen einzigen Server ausgerichtet, den . Dieser untersteht indirekt der Kontrolle des US-Handelsministerium. Vom strategischen Standpunkt betrachtet ist dieser Zustand äusserst gefährlich, da alle weiteren Root-Server ihr Informationen mit diesem synchronisieren. Es wäre der US-Administration zumindest theoretisch möglich die Topleveldomain der Volksrepublik (CN) abzuschalten und so weite Teile der chinesischen Internetkommunikation lahm zu legen. Für die Regierung der Volksrepublik eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Gegen diese versucht sie sich mit dem im Artikel beschriebenen Vorgehen zu verteidigen. Dabei wird der Zusammenbruch des bisherigen, zentralistischen Systems billigend in Kauf genommen.

Lange Vorrede, kurzer Sinn. Bei dieser Problematik zeigt sich einmal wieder, dass zentralistische System kurzfristig einfacher zu implementieren und administrieren sind. Langfristiger überleben hingegen dezentral implementierte Lösungen, wie das Internet selbst, welches nicht einfach abgeschaltet werden kann. Insofern ist das DNS langfristig gesehen ein Designunfall des Internets. Hierbei ist es um so erstaunlicher, als das in einem Technology Review Artikel über eine Neuordnung des Internets im Bereich der Nutzerauthentifizierung von einem zentralisierten Austausch von digitalen Zertifikaten und andere Mittel die Rede ist. Im Grunde geht es dabei aber nur um Kontrolle.

»Er muss die Scribbles noch PDFen

Grossartig!

Man merkelt es, es geht aufwärts im Lande.