Gabi und Sascha
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Heutzutage wird alles immer schnell mit dem Titel Revolution bedacht. Sei es eine heimliche Medienrevolution oder die Einführung eines neues Waschmittels. Ich denke nicht, dass der Umbruch in der Medienlandschaft, der durchaus zu beobachten ist, wirklich revolutionär ist. Er ist vielmehr ein evolutionäres vorranschreiten. Nicht Blogs oder Wikis treiben dies, sondern sie sind meiner Meinung nach ein Produkt der geplatzten DotCom-Blase. Im Zuge dieser Blase wurden von den Carriern extreme Überkapazitäten für IP-Dienste geschaffen. Diese mussten nach dem Zusammenbruch gefüllt werden. Die Carrier wurden gezwungen die Preise zu senken. Gleichzeitig sorgte der Softwaremarkt mit Open-Source dafür, dass die Kosten für Internetserver erschwinglich wurden. Durch die wachsende Virtualisierung, nicht nur auf Betriebssystemebene, werden diese Kosten in Zukunft noch weiter fallen.

Die Kombination dieser beiden Faktoren, sinkende Kosten für Rechner und Leitungen, bewirkte erst, dass sich soetwas wie Wikis und Blogs dezentralisieren und emanzipieren konnten. Ähnlich wie bei . Insofern könnte man vielleicht von einer Revolution sprechen. Komisch ist daran dann wieder, dass Technik den Weg bereitet, um Dinge stärker zu verändern.

Gestern war ich auf der Veranstaltung «Die heimliche Medienrevolution» bei Lehmanns. Leider ist die Revolution für mich ausgefallen. Zwar waren mit Erik Möller, Volker Grassmuck und Johnny Haeusler ein paar interessantere Protagonisten der Szene anwesend, aber Erik Möller hat es in einem Nebensatz anklingen lassen, die Veranstaltung wirkte ein klein wenig inzestiös.

Der eigentliche Vortrag von Erik Möller hatte nicht nur mit der Technik zu kämpfen, er war für mich auch ein eindrucksvolles Beispiel der Oberflächlichkeit. Wen interessiert schon wirklich ein Bildschirmfoto der GNU Free Document License? Wer findet es wirklich spannend anhand von ein paar Screenshot in nicht einmal 2 Minuten hingeklatscht erklärt zu bekommen, wieso ein spannendes Instrument in der Welt der Weblogs sind?

Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass mir die Veranstaltung nicht wirklich etwas Neues gebracht hat, oder sie einfach nur langweilig war. Auf alle Fälle bin ich nach ca. einer Stunde wieder gegangen, wie bei einem schlechten Fussballspiel. Da war es mir auch egal, ob Johnny Haeusler etwas zu diesem merkwürdigen Eintrag sagen wollte.

Einzig spannend war es einige der Anwesenden zu beglotzen. Die Tekkiefraktion, die sich einen Beamer für Filme anschaffen will und gelangweilt über das Fürn und Wider diskutierte oder die PowerBook-Fraktion, die aus purer Langeweile sofort nachdem der Vortragende begonnen hatte, ihre Rechner aufklappte und sich nicht die Bohne dafür zu interessieren schienen was Vorne gesagt wurde, höchstens durch zynische Kommentare gegenüber den Fragen aus dem Publikum auffielen. Langweilig halt.

Mit An- und Abfahrt drei misslunge Stunden in meinem Leben. Schade.

[ÜBERRASCHUNGSEISUCHE MIT KOMPASS IN EINEM KAISER'S MARKT] [EINKAUFSWAGEN VOLL MIT ÜEBERASCHUNGSEIERN]

Auch bei der Eiersuche wird immer mehr auf Haitäc gesetzt. Ein Ü-Eisucher mit Kompass im Supermarkt. Sieht so aus, als ob er welche gefunden hat.

Und überhaupt, irgendwann werde ich den Tag erleben, an dem es heissen wird «Frau Grad, zwei zweite Kassen, bitte…»

Bilder mit freundlicher Genehmigung des Aufgenommenen.

Homezone… Schweine!

[ABGESTELLTES SOFA VOR DER HEIDENFELDSTRAßE 12 IN BERLIN FRIEDRICHSHAIN]
Heidenfeldstraße 12 - Berlin Friedrichshain