Frau macht sich gerade Gedanken, was wir in 3 Monaten essen werden. Wird auch Zeit
Eintrag gemacht: 22. März 2006 17:37:35 CET
Erster Google Blogsearch Zugriff: 22/Mar/2006:18:43:08 +0100
Das ist schön. Gefunden hier und auch sonst sehr lesenswert.
«Ich wars nicht», mit dieser Floskel haben wir uns früher als Kinder immer versucht heraus zu reden wenn wir Scheisse gebaut hatten und erwischt wurden. Hat nie funktioniert. Irgendwie haben Erwachsene uns immer durchschaut. Heute weiss ich, wenn es doch einmal funktioniert haben sollte, dann hat man die Kleinen im Glauben gelassen man glaube ihnen.
Dubya hats nicht gewollt
Dubya, den man nach seinen vermutlich illegal angeordneten Abhörmassnahmen und Gunatanamo Bay als amerikanischen Lukaschenko bezeichnen könnte, wird heute zitiert mit den Worten Bei allem Respekt, Helen: Mir zu unterstellen, dass ich diesen Krieg gewollt habe, ist schlichtweg falsch
zitiert. Er soll diese Antwort der Journalistin Helen Thomas auf die Frage warum er den Irak-Krieg begonnen habe, gegeben haben.
Verfolgte Unschuld
Warum es dann allerdings Kriegspläne gab bleibt sein Geheimnis. Schliesslich stellte der Irak nicht gerade eine akute Bedrohung für das Terretorium der USA dar. In Nürnberg wäre er vermutlich hingerichtet worden. Die gaben schliesslich auch fast alle an unschuldig zu sein. Wie kleine Kinder.
Wie man in den letzten Tagen, Wochen und Monaten sehen kann, reagiert man beim Fachblatt für Bigotterie, der Bild-Zeitung, inzwischen immer schneller auf Medlungen im Bild-Blog. Da werden Falschangaben und Schlampigkeiten mit Onlineartikeln in der maximalen Geschwindigkeit, die das Redaktionssystem vermutlich hergibt, nach erscheinen eines Bild-Blog Eintrages korrigiert (was dort wiederum kommentiert wird).
Kernkompetenz outsourcen
Wer hätte gedacht, dass aus der Welt der Printmedien, die in Zeiten des Web 2.0 des öfteren schon mal etwas schnarchig erscheint, eine solche Innovation kommt. Outsourcen einer journalistischen Kernkompetenz, der Qualitätssicherung, in die Community und die Konkurrenz. Chapeau, Herr Diekmann, das ist wirklich nicht schlecht. Da können sich die Redakteure in Zukunft noch viel mehr auf die Überschriften konzentrieren.
Ich muss morgen nach Marburg reisen. Für die Fahrt mit der Bahn wurden beim ACC Reisebüro die Karten bestellt. Die Fahrkarten waren bis heute nicht in der Post, weswegen über ihren Verbleib recherchiert wurde. Als Antwort kam der Hinweis, dass die Karten am Automaten hinterlegt wurden. Es müsse nur eine Transaktionsnummer eingegeben werden, dann bekommen wir sie. Die Transaktionsnummer wurde uns freundlicherweise mitgeteilt. Da ich soetwas noch nicht gemacht habe, muss ich morgen noch etwas eher aufstehen, um mir gegebenenfalls ein Ticket im Bahnhof selbst zu kaufen. Ausserdem muss die E-Mail mit den Daten ausgedruckt werden usw. Das heisst, die gesparte Zeit der Bestellung muss ich jetzt im Bahnhof und beim Ausdrucken (aufstehen, zum Drucker gehen, kontrollieren) mehr aufbringen, um auf der sichereren Seite zu sein.
Was soll das?
Ich frage mich jetzt, ob es sich für diesen Service lohnt noch einen Reisevermittler einzuschalten. Das kann ich dann auch alleine und habe nicht en Ärger.
In Frankreich wurde, laut einer Meldung im Heise Newsticker, die umstrittene Urheberrechtsreform vom Parlament beschlossen. Dabei wurde auch der Zwang zur Interoperabilität von Formaten, über welchen ich bereits am 15. März geschrieben habe, beschlossen. Inwieweit sich dies jetzt in der Praxis entwickelt muss man sehen. Es dürfte auf jeden Fall spannend bleiben.
Irritierend
Irritierend ist hingegen, dass Softwarehersteller mit Strafe bedroht werden, die «wissentlich» Software verbreiten, die «offensichtlich» darauf ausgelegt ist Urheberrechtsverletzungen zu ermöglicht. Da dies im Grunde mit jeder Software, die in einer Netzwerkinfrastruktur arbeitet, möglich ist, müsste meiner Meinung nach in Frankreich das Internet abgeschaltet werden. Auch hier bleibt es sehr spannend. Allerdings dürften Open-Source Entwickler diese Spannung weniger begrüssen. Für sie sind die angedrohten Strafen existenzbedrohend.
Wir alle sind bekloppt. Und Web 2.0 nur eine andere Form des Gruppenficks der Gruppentherapie.
Von AnonymouS
