Gabi und Sascha
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So ist das nun einmal: man kann die Nichtexistenz eines Gottes nicht beweisen weil es ihn gibt. Mit solchen rethorischen Kniffen versucht, der Autor Jörg Haupenthal, seine Leser einzulullen und in die verschrurbelte zu ziehen. Mit pathetischem Gehabe (Heute ist längst klar, dass die Erde zwar etwas Besonderes ist…) und metaphysischem Ethikgeseiere sollen Wissenschaften als in weiten Teilen unseriöser Hokupokus diffamiert werden. Dabei verkennt der Autor, dass Ethik nichts anderes ist als religöse Dogmen und Wissenschaft nur entstehen konnte, weil sie diese Dogmen immer wieder in Frage stellte. Das mag zum aktuellen Zeitpunkt nicht immer in Ordnung sein, muss sich aber die Frage gefallen lassen, wo wir heute in der Medizin stehen würden, wenn nicht Menschen wie da Vinci sich gefragt hätten wie der Mensch im Inneren aussieht und ihn, entgegen den damals vorherschenden ethisch-religiösen Dogmen, nicht einfach aufgeschnitten hätte.

Da ich niemanden öffentlich beleidigen darf und auch bekennenden Abtreibungsgegnern und JU Mitgliedern das Recht zubillige sich frei zu äussern (was andersherum ja nicht immer dere Fall ist), bezeichne ich mich deswegen heute einmal selbst als Arschloch.

War grad mit einer Freundin eine kleine Bootsfahrt auf der Spree machen. Wir nahmen die Reederei an der Haltestelle "Alte Börse". Zunächst einmal durften wir 7,50 Euro pro Person lacken. Letztes Jahr waren es noch 5 Euro. Viel zu teuer, aber für seinen Besuch will man sich halt von der besten Seite zeigen!

Peinlich wurde es dann aber, als wir am Bundeskanzler(innen)amt vorbeifuhren. Da kam vom Tonband noch immer die Ansage, dass dort der Bundeskanzler wohnen würde u.s.w. Das war wirklich peinlich. Statt des Fahrpreises sollten sie doch mal ihre Tonbänder auf den neuesten Stand bringen.

Vielleicht war das auch einfach nur Kunst, die wir nicht als solche erkannt haben.

Ach du Scheisse, da muss man sich dann doch zweimal überlegen, ob man nach Nordrhein-Westfalen ziehen möchte. Nicht nur, dass in der dortigen Verfassung die Ehrfurcht vor Gott in der Erziehung Teil der Landesverfassung ist (Artikel 7), jetzt soll das Sprüchlein auch noch in §2 des Schulgesetzes aufgenommen werden. So als ob Lehrer zu blöd sind die Landesverfassung zu lesen.

Auf dem Weg zum religös motivierten Radikalenerlass

Ich frage mich allerdings auch, was solch eine Bestimmung in einem Schulgesetz, geschweige denn einer Verfassung zu suchen hat. Von wegen Trennung von Religion und Staat. Da es atheistischen Lehrern sehr schwer fallen sollte ihren Schülern Ehrfurcht vor einem Konzept zu vermitteln, das es für sie selbst nicht gibt, fordert dies natürlich indirekt, dass Lehrer in Nordrhein-Westfalen in Zukunft nur noch dann eingestellt werden, wenn sie konfessionel gebunden sind.

Via Blogamt

Vor einigen Jahren, als noch nicht jeder einen Funkknochen sein eigen nannte – inzwischen geht der Trend ja locker zum Zweit- oder Dritthandy – galten die Telfonierer in der Öffentlichkeit dem Plebs noch als wichtigtuende Spinner. Das Bild hat sich massiv gewandelt. Heutzutage fühlt man sich komisch, wenn man, so wie ich gestern, das Haus ohne Handy verlässt. Nach dem Kinobesuch konnte man dann noch auf dem Balkon sitzen und jungen Menschen beim Selbstgespräche führen zusehen. Sie laufen die Strasse entlang, beide Hände frei, kein Kabel führt zum Ohr, und quatschen munter drauf los. Einzig ein kleiner Stab neben dem Ohr verrät das Bluetooth Head-Set. Ich werde sicherlich noch einige Zeit benötigen, bis ich auch bei solch einem Anblick abgestumpft genug bin, um das nicht brüllend komisch zu finden. Und ganz nebenbei stellle ich mir gerade eine Horde frei sprechender, wild gestikulierender Italiener vor.