Gabi und Sascha
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Ach du Scheisse, jetzt wirds eng für ihn.

Ich muss mich jetzt mal outen. Ich bin Atheist. Ich kann mit Religionen nichts anfangen. Und da ist unser Unterschied zu suchen. Für mich ist eine Religion eine Ideologie. Eine Ideologie ist Kommunismus, Atheismus, Demokratie, Nationalsozialismus, Nihilismus und was auch immer. Ich kann mit einigen Ideologie etwas anfangen, mit anderen nicht. Ich mache auch keinen Unterschied zwischen «weltlichen» und «spirituellen» Ideologien. Für mich basieren alle Religionen auf von Menschen ausgedachten Konzepten.

Eine Ideologie ist auch nur ein Konzept, etwas, dass ich nach der Frage «Was ist…?» beantworten kann. Also wiederum nichts anderes als ein Auto oder ein Staubsauger. Es soll ja auch Menschen geben, für die ihr Auto das Alpha und das Omega ist. Ein Konzept, also ein Ding (wie auch immer) kann ich allerdings hemmungslos beleidigen, in Frage stellen und kritisieren. Diskreminieren kann ich es allerdings nicht. Diskreminieren kann ich nur die konkrete Ausprägung des Konzepts Mensch, ein «Wer ist…?». Also vermutlich dich, wenn du nicht eine besonders pfiffige ELIZA bis :-)

Wenn ich nun eine Ideologie kritisiere, kritisiere ich keine konkreten Menschen. Und wenn sich eine Ideologie oder ein Auto deswegen beleidigt fühlt, dann steht ihnen in diesem Land immer noch der Rechtsweg offen. Dieser Weg steht auch dem Konzept Papst, Jesus oder Mohammed offen. Für die Propheten gilt, dass sie schon so lange verschieden sind, dass sie rein fiktionale Figuren sind. Wie Winnetou, nette Geschichte. Aber für mich als Atheisten ist es schlicht nicht zu verstehen, wieso sich Menschen dann beleidgt fühlen. Dann müssten sich auch verstorbene Menschen beleidigt fühlen, was ich für problematisch halte, da sie nicht mehr existent sind. Ich bin auch nicht beleidgt, wenn du den Atheismus kritisieren würdest. So what, dein Ding. Ich kann dich deswegen auch nicht belangen.

Es kann natürlich argumentiert werden, dass sich die Menschen, die einer Religion zugehörig fühlen, beleidigt fühlen. Wenn sie sich den Schuh anziehen, sollen sie doch. Aber sie sollen mich damit in Ruhe lassen. Sie sollen mich damit in Ruhe lassen mir verbieten zu wollen irgendetwas über ein «Was ist…?» zu sagen. Ich will nach meiner Façon glücklich werden.

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