Das Buch verspracht eine spannende Geschichte. Daniel Kehlmann erzählt von einem fiktiven Treffen zwischen Gauß und Humboldt in Berlin. Da dieses Treffen für Kehlmann nicht sehr ergiebig genug gewesen schien, erzählt das Buch - auf kurzen 300 Seiten - hauptsächlich von den Höhepunkten im Leben der beiden Forschergenies. Beide werden als etwas weltfremd dargestellt. Sie verbindet nur der Drang neues zu entdecken. Humboldt, indem er in die Welt hinaus zieht - Gauß nur durch die Kraft seines Verstandes. Maniacs beide auf ihre Art und beide für den Leser nicht sehr sympathisch.
An einem Wochenende hat man das Buch gelesen. Dabei verzichtet Kehlmann komplett auf wörtliche Rede und scheint es als intellektuelle Herausforderung zu sehen nur indirekte Rede einzusetzen. Mir macht soetwas wenig Spass und empfinde es als anstrengend soetwas zu lesen. Trotzdem ist das Buch kurzweilig, kann die hohen Vorschusslorbeeren allerdings nicht erfüllen.
