Ich bin eine Betriebssystemschlampe. Ich nehme alles, was mir vor die Finger kommt. Linux, AIX, DOS, Fenster, Solaris oder Mac OS X - ich kenne sie alle. Ich habe auf und mit ihnen gearbeitet und programmiert. Früher reichte eine Konsole, heute öffne ich Konsolen in Fenstern. Ich mag inzwischen auch GUI-Applikationen. Kein Mensch will heute mehr wirklich mit dem vi Software entwickeln wollen. Programme wie Freemind sind ohne GUI gar nicht möglich.
Als Softwareentwickler lernt man schnell Dinge zu vereinfachen. Der Zeitdruck zwingt dazu. Deswegen habe ich mir angewöhnt Programm nicht zu schliessen. Alle Programme bleiben so lange offen, bis sich das auf die Geschwindigkeit des Computers auswirkt. Mein Desktop ist also immer ziemlich voll. Unter Windows und KDE ist es mühsam das richtige Fenster zu finden. Seit ich auf dem Mac Exposé kennen gelernt habe ist auch das Problem Geschichte.
Exposé wird bei mir aktiviert, wenn ich den Mauszeiger in die rechten Ecken des Bildschirms bewege. Wechseln zwischen Fenstern und Applikationen geht damit erheblich schneller als bisher. Links oben ist der Bildschrirmschoner zum sperren des Rechners, links unten wird das Dashboard aktiviert.
Leider hat so ein Bildschirm nur 4 Ecken. Ich brauche aber 5! Denn ich arbeite auch viel mit dem Schreibtisch. Dort liegen immer die wichtigsten Dateien, an denen ich gerade arbeite. Um an den Schreibtisch zu gelangen, muss ich immer noch eine Taste (F11) drücken. Das ist lästig und bringt mich immer wieder kurzfristig aus dem Fluss. Ich habe noch keine Ahnung wie ich das Problem löse. Das Schöne an dieser Herausforderung: auch so durchdachte Systeme wie der OS X Desktop haben immer noch Potential für pfiffige Verbesserungen.
Nicht wirklich. Ich habe Mausgesten einige Zeit beim Opera ausprobiert. Die Ergebnisse waren nicht berauschend. Für mich nicht berauschend - bei meiner Arbeitsweise entstand ein heiloses hin- und hergehopse der Webseiten.
