Gabi und Sascha
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Heute morgen auf Radio 1 ein Interview mit der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Bundestag - Ulrike Merten. Meine Güte, was für ein lavieren und herumeiern - soll die Bundeswehr ein robustes Mandat für den Nahosteinsatz haben oder nicht? Kampftruppen sind für Frau Merten nur Soldaten, die am Boden sind. Aha - die Marine ist für sie keine Kampftruppe. Die angesammelten Mordinstrumente der Marine sind vermutlich nur Attrappen und sollen einem imaginären bösen Buben mordsmässig Angst machen. Sicher das.

Ihre Schiffe zu baden wird nicht die Aufgabe der Marine vor der Küste des Libanons sein. Sie soll dort etwas mehr machen. Vermutlich dafür sorgen, dass keine Waffen geschmuggelt werden. An sich schon eine kaum zu erfüllende Aufgabe. Um dies zu verhindern muss sie den vermeintlichen Schmuggler durchsuchen. Macht sie dies ohne Kaperbrief, dann ist das auch heute noch schlicht Piraterie. Damit ein Kapitän überzeugt werden kann, dass es besser ist sich durchsuchen zu lassen braucht es genau ein Ding: ein überzeugendes Argument. Und dieses Argument ist auf See schlicht und einfach: Gewalt ausüben - drohen reicht dann meistens schon. Ansonsten kann gleich die Heilsarmee vorbei geschickt werden.

Alternative: es wird nicht durchsucht. Dann können die Pötte gleich weiter in Wilhelmshaven vor sich hin rosten. Spart ungemein.

Mein Vorschlag: vergesst die Idee. Wir müssen nicht überall mitmachen. Schon gar nicht im Nahostkonflikt. Werden wir uns nur die Finger dran verbrennen. Hindukusch ist schon kompliziert genug.