In einem Kommentarthread bin ich auf Niven's laws gestossen. Eines der Gesetze lautet:
F × S = k
Das Produkt von Freiheit und Sicherheit ist eine Konstante.
Ob der Zune nun der iPod-Killer werden wird ist mir egal. Wer sich solchem Sprachgebrauch anschliesst, kann normalerweise aus den Innereien getöteter Tiere die Lottozahlen für heute Abend vorhersagen.
Zune ist allerdings zynisch. Zynisch was den Kunden betrifft.
Zune hat ein eingebautes Digital Restriction Management (DRM). Dieses scheint inkompatibel zu den bisherigen Systemen aus dem Hause Microsoft zu sein. Bisher gekaufte Musikstücke scheinen sich auf dem Zune nicht abspielen lassen. Dabei haben sie das gleiche Format wie Musik, die z.B. bei Musicload gekauft werden kann. Diese Musikstücke sind mit einem M$ DRM-System verdongelt, welches das übertragen auf den Zune wirkungslos macht. Zune kennt das alte DRM-System nicht und kann die Musik nicht abspielen.
Zune ist ein Gerät, das die Taschen des Redmonder Konzerns noch einmal füllen soll. Es ist ein Gerät, welches grandios zeigt, wie das zahlende Kundevieh noch einmal gemolken werden soll. Es zeugt hervorragend wie abhängig der Kunde von den Gängelungen eines Anbieters ist.
Zune kann Musik tauschen
Sehr spannend an Zune ist die Möglichkeit Musik zu tauschen. Mittels WLAN ist es möglich Musik auf andere Zune-Player zu übertragen. Diese können dann die Musik maximal dreimal in drei Tagen abspielen. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Zune-Software in die Datenstruktur der Musik eingreift und sie mit eigenen Techniken verdongelt. Sollte dies mit jedem übertragenen Musikstück passieren, dann ist dies aus meiner Sicht rechtlich problematisch. Denn damit würde Musik, die unter einer freien Lizenz steht - beispielsweise einer Creative Commons Lizenz - automatisch nicht mehr frei sein. Der Player verletzt in diesem Fall die Lizenz Der Benutzer verletzt in diesem Fall die Lizenz, ohne sich dagegen wehren zu können. Das wird bestimmt noch spannend.
