Na da schau her. Beim letzten grossen amerikanischen Stromausfall 2003 hiess es: soetwas kann bei uns nicht passieren. Von wegen des engmaschigen Netzes und so. Da sind sich die Experten der grossen Stromanbieter einig.
Die Titanic galt als unsinkbar und die Mauer - die niemand errichten wollte - stand auch noch 100 Jahre.
Kommentare[1]
Geschrieben von sascha am 5. November 2006 17:29:56 CET

naja, beim letzten Stromausfall in Italien war ja das Problem die Italienische Seite... Sie hatten wegen Wartungsarbeiten nur noch eine Leitung über die Alpen.
Die war überlastet und hing irgendwann so weit durch, dass sie zu nah an ein paar Baumwipfel kam. Gab dann nen Überschlag und ne Notabschaltung.
Okay, so warm wie in dem Winter wars schon lange nicht mehr, daher hing das Kabel halt mehr durch. Gut. Aber dass in Österreich (wo das Kabel dann den Kurzen hatte) Bäume unter Hochspannungs trassen nur gestutzt werden brauchen, wenn Bauern bei der Obsternte gefährdet werden würden ist ja auch ein Witz...
Jedenfalls waren die Italiener zu 'faul' ihre Kraftwerke anzufahren, weil das Kostet ja mehr als aus dem Verbund zu ziehen. Und nur so wegen Reserverleistung ein Kraftwerk anzufahren, wozu....?
Jedenfalls ist Fakt, dass wohl auf Grund der Abschaltung der Leitung bei der Meyer-Werft die restlichen Leitungen am Limit waren.
Hier hätte vielleicht die Französische Seite reagieren können und ein Kraftwerk anschmeissen können um schnell gegenregulieren zu können.
Die Frage ist nun: Wer hat gepennt und das nicht mitgeteilt - vielleicht wussten die Franzosen von der geplanten Abschaltung ja nichts....
Andererseits: Wenn man von der Politik immer nur zu hören bekommt, man sei zu teuer und seine (A-)Kraftwerke nicht länger laufen lassen darf und dann auch noch die Gebühren vorgeschrieben bekommt, die man fürs Durchleiten von Strom kassieren darf, ist man halt schon mal bestrebt woanders einzusparen. Zum Beispiel bei zusätzlichen Leitungen, die in 80% der Zeit abgeschaltet (oder wenig genutzt) sind.
Anderes Thema:
Toll finde ich, dass Berlin seinen Strom jetzt in Nordeuropa kauft. Da muss sich die <stroke>Bewag</stroke> Vattenfall AG nicht mit sowas wie Stromerzeugung in Berlin abgeben.
Ach mist - der Transport belastet das Verbundnetz. Ach, kacke, von dem Strom aus Nordeuropa kommt hier ja gar nix an. Mist, der Strom muss ja doch in Berlin und Umland erzeugt werden.....
Und die Arbeitsplätze, wer zahlt die?
Noch haben wir in Deutschland einen riesen Vorteil: Die durchschnittliche Entfernung Erzeuger - Verbraucher liegt afaik bei unter 300km.
Mal sehn wie lange das noch so bleibt. Stromausfälle werden jedenfalls häufiger, denke ich.
Es gibt halt keine einfache Lösung für komplexe Probleme.
Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten, ebenso polemik, rechtschreib- und grammatikFehler ;)