Vor knapp 2 Monaten habe ich schon einmal nach Informationen zu Quaero gesucht. Quaero ist ein deutsch/französisches Suchmaschinen-Projekt. Es soll irgendwann einmal einen Widerpart zu Google und Co. sein. Es soll das europäische Kulturgut indexieren und zur Verfügung stellen.
Im September habe ich einiges zu Quaero gefunden. Allerdings wenig substanzielles: ein bischen PR - nicht sonderlich gut; einen Posten im Haushalt des BMWi. Ansonsten: viele hippe Ideen - die Rede ist von «Social Tagging» kombiniert mit Ontologien auf OWL-Basis. Hört sich einfach an, ist aber sehr komplex und schwer am Markt durchzusetzen. Alles sehr geheimnisvoll und im Nebel verborgen. Loïc Le Meur hat schon vor einigen Monaten diese fatale Mischung kommentiert.
Bei Heise lese ich dann, dass es primär um wirtschaftliche Interessen geht. DFKI-Direktor Wolfgang Wahlster wird mit den Worten zitiert: Wir sind nicht interessiert an Dingen wo wir sagen, das stellen wir jetzt zum Gemeinwohl ins Internet.
Verlangt auch niemand. Nur sollte das DFKI dann eben auch keine Fördermittel bekommen. Oder vielleicht doch. Dann könnte das DFKI auf seiner Homepage zumindest eine simple Volltextsuche installieren. So sehe ich schwarz für die Kernaufgabe des DFKI bei Quaero: Benutzerschnittstellen, intelligenter Dialogführung und Visualisierung
Eben Verdorbenes aus dem Kühlschrank entsorgt. Dacht mir: So schnell? Kann doch nicht sein. War aber mein Fehler. Auf der Verpackung stand: «kühl und dunkel lagern».
Nicole hat ja schon darüber geschrieben. Diesmal war es ein durchgeknallter Spinner aus Emsdetten, der Erfurt nachmachen wollte. Ich habe keine Ahnung, was den Typen geritten hat soetwas zu tun. Der Innenexperte (oder lang: Bürgerrechtsterminator) der SPD, Dieter Wiefelspütz auch nicht. Aber er kann sich schon vorstellen als Konsequenz »Killerspiel« zu verbieten - was für mich sehr nach Zensur stinkt.
Mehr Konsequenzen
Im letzen Jahr sind in Deutschland durchschnittlich mehr als 14 Menschen täglich im Strassenverkehr gestorben. 5361 im gesamten Jahr. Wir sollten dringend darüber nachdenken Kraftfahrzeuge zu verbieten. Und Autorennspiele. Und Filme über Autorennen. Kriegsfilme? Nee, die nicht! Wir müssen ja schliesslich Soldaten in Krisengebiete schicken, damit sie sich dort umbringen lassen. Und damit die Politik ihnen, als Gipfel der Verlogenheit, gedenken kann.
Nachstrag: Zur aktuellen Mediensau ein paar Links bei Netzpolitik, ein wertkonservativer Vergleich beim Spreeblick, bei wirres eine Linksammlung und bei Ruben wundert sich über die Bayern.
Was ist eine »NailFactory«?
- Kosmetikstudio mit Spezialisierung auf Fingernagel-Design
- Unternehmung zur Produktion von Nägeln
- Bordell
Richtig
Jetzt sind die durchgeknallten Kids auch nach Emsdetten gekommen. Bisher hörte man immer "nur" in den Nachrichten von schießwütigen Jugendlichen in Schulen. Typische Denkweise: "Ist ja weit weg. Hier geschiet so etwas nicht." Heute ist es in Emsdetten passiert. Geiselnahme, Verletzte. Ein 18-jähriger hat in der Schule um sich gefeuert. Jetzt hat er sich selbst erschossen. Schockierend.
