Gabi und Sascha
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Seit ein paar Tagen rennt das MacBook pro mit dem Leopard, a.k.a. Mac OS X 10.5. Erste Eindrücke sind so lala. Spaces benötige ich nicht wirklich. Den Desktop in mehrere virtuelle Bildschirme zu unterteilen und jeweils bestimmte Applikationen dort arbeiten zu lassen. Wer es mag. Exposé hat mich da mehr überzeugt und Spaces empfinde ich eher als Rückschritt. Ebenso ein Rückschritt ist die ausführliche Darstellung von Terminen in iCal. Jetzt muss ich einen Doppelklick auf ein Ereigniss machen, damit ich die Information sehe. Das Fenster am Rand existiert scheinbar nicht mehr.

Mail

Mail meldet regelmässig, dass es IMAP-Ordner nicht gibt, aus denen ich gerade etwas löschen oder verschieben möchte. Die Notiz- und Aufgabenfunktion brauche ich nicht wirklich. Todo-Liste halte ich für sinnlos, hier gibt es mit z.B. iGTD erheblich sinnvoller Werkzeuge. Da ist Apple schlicht zu spät.

Safari

Im Safari 3 mag ich sehr gerne die Funktion des vergrösserns von HTML textarea-Elementen. Was aber gar nicht geht: in JIRA kann ich im Workflow Issues nicht mehr weiter schalten. Keine Ahnung ob es am Safari liegt, am Tomcat oder der JIRA-Anwendung - es kommt immer ein 404er obwohl die Transaktion erfolgreich war. Dafür jetzt extra den Firefox nehmen zu müssen ist eine Zumutung!

TimeMachine und Java 6

TimeMachine habe ich in Ermangelung eines Backup-Systems noch nicht ausprobiert. Der mangelnde Java 6 Support hingegen ist kein applesches Ruhmesblatt. Deswegen: 13949712720901ForOSX (Via). Bei solch wichtigen Anwendungen ist Apple latent unzuverlässig. Deswegen würde ich auch nicht auf die Idee kommen einen Apple Server zu betreiben. Weiss ich ob denen nicht morgen einfällt Perl aus dem System zu entfernen? And who the fuck needs Ruby?

Finder

Sehr angenehm finde ich den neuen Coverflow-Modus im Finder. Das ist eine wirklich gute Idee. Ebenso die Anzeige Inhalten aus Ordnern die im Dock abgelegt sind und die Quick Look-Funktion. Gerade für solche Vereinfachungen der Dokumentenverwaltung schätze ich Apple seit Jahren. Auch die neuen Funktionen von Vorschau, PDFs beispielsweise zu annotieren, ist nett. Ich überlege gerade, ob ich deswegen Skim aufs Altenteil schicke.

Fazit

Das es einigermassen Rund läuft, auch für Apple keine Selbstverständlichkeit. Bis auf das Mail-Problem gibt es keine grösseren Probleme. Ein typischer Apple Evolutionsschritt - keine Revolution. Hatte ich auch nicht erwartet.

Nachtrag: Das Mail-Problem hat sich erledigt. Plötzlich und einfach so. Keine Ahnung warum. Etwas beunruhigend, denn die Administration hat auch nichts angepasst. Die neue Darstellung in iCal nervt. Es klasse Beispiel, wie man die Usability verschlimmbessern kann. Probleme gab es zwischenzeitlich mit der Tastatur. Diese hat sich manchmal unmotiviert abgeschaltet. Ausser einem Neustart ging nichts mehr. Auch DVDs liessen sich in einigen Situationen nicht mehr korrekt aus dem Rechner entfernen. Das Laufwerk lief ständig weiter - auch hier half nur ein Neustart. Seit 10.5.1 sind diese Probleme behoben. Allerdings stürzt das System seitdem zwischendurch unmotiviert ab.