Gabi und Sascha
Tags - Kategorien : Alle | Berlin | Bücher | Fotografie | Java | Linkhalde | Weichware | Verfassung

Island, Irland und Grossbritannien eint in der Wirtschaftskrise: sie haben mit die unreguliertesten Finanzmärkte überhaupt (gehabt?). Neben den USA sind sie auch am stärksten von der Krise getroffen worden. Vermutlich so getroffen, dass der IWF bei Island mit dem Standardrepertoire – Märkte liberalisieren – nicht viel reissen kann. Das hält die libertären Phrasendrescher aber nicht davon ab, an ihrer Dolchstosslegende zu stricken: der regulierende Staat ist Schuld!


... die offensichtlich präkognitive Elemente enthält, lieber Sascha. Warnen doch die "liberalen Phrasendrescher" nicht erst seit gestern davor,
dass die Notenbanken, besonders die amerikanische Fed, zu viel "billiges Geld" in die Wirtschaft gepumpt haben, was Anreize verzerrt und Banken zu übermäßigen Risiken verleitet hat. Schon vor fünf Jahren warnte der Verfasser hellsichtig vor einer Hypothekenkrise, die das internationale Finanzsystem destabilisieren könne. Dass nun aber der große Crash bevorsteht, wie Baader prophezeit, ist eine extreme Ansicht, die nur wenige Experten teilen.
FAZ, 12.11.2007
Fragt sich: Wieso konnten liberalisierte Märkte ausserhalb des unmittelbaren EInflussbereichs der FED damit nicht umgehen? Eben Island, Irland usw. Sie hatten doch alle Nöglichkeiten.
Ruf Dir mal das IMHO nicht ganz unzutreffende Bild von der Finanzkrise als Tsunami in Erinnerung: da verstärken sich Effekte gegenseitig, und führen zu Verwüstungen auch weit entfernt vom Ursprung des Bebens...