Gabi und Sascha
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Ende des Monats ist es soweit: Der Flughafen Tempelhof wird wieder mal geschlossen. Diesmal vermutlich für immer. Das Ereigniss wirft seine Schatten voraus unter anderem diesen leichten Grauton. Nachdem ich schon mal geschrieben habe, dass mir Tempelhof als Flughafen ziemlich egal ist, stellt sich jetzt die Frage: Was machen mit der Wiese? Wieder als Schafweide für schlechte Tage nutzen und Mohrrüben anbauen? Immerhin ist der Mauerfall noch keine 20 Jahre her… Wer weiss was die Zukunft bringt?

Viel charmanter aber die Idee von André: Den Müggelsee auf das Flughafengelände verlegen und ein nettes Ganznaherholungsgebiet schaffen. Ok, ein Teil Neuköllns müsste dann ebenfalls ver­schwin­den — ich vermute: das Gejammer über den Verlust wird sich in Grenzen halten und die Bewohner können ja auf das Gelände des alten Müggelsees ziehen und zeigen das es besser geht als Hellersdorf oder Spandau.

Die aktuellen staatlichen Interventionen in den Finanzmärkten sind purer Keynesianismus. Meiner Meinung nach das erste Mal, dass es sinnvoll erscheint auf Keynes Ideen zurück zu greifen. Es wird sich im Verlauf der Krise zeigen, ob Keynes Ideen und Mechanismen greifen und funktionieren oder tatsächlich nicht hinhauen, wie seine Kritiker immer behaupten. Insofern ein Experiment am lebenden Objekt. Allerdings ist den Kritikern auf Seiten des freien Marktes ihre Logik auch abhanden gekommen. Es wird immer spannender.