Gabi und Sascha
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Gerade mit gesetzter polnischer Flagge auf Spree Richtung Osten unterwegs. Auslandseinsatz oder geklaut?

Heute morgen waren noch jede Menge biersaufende Jünglinge an Bord. Bestimmt getarnte Seeräuber.

Gruss an den Kreuzungsschäuble Thomas und fast alle anderen im 9. Stock :-)

  • Habt ihr es auch gespürt? Michael Jacksons Tod erschüttert das Internet wird bei Heise getitelt. Um dann zu schreiben, das Wikipedia, Twitter und die Los Angeles Times kurzzeitig Schwierigkeiten hatten. 3 Websites machen jetzt bei Heise schon das Internet aus.

  • Der Vistanachfolger kann demnächst für 50 Euronen vorbestellt werden – solange der Vorrat reicht. Solche Pappnasenslogans können sich nur Marketiers ausdenken, die vom Digitalen keine Ahnung haben oder bewusst Bullshit erzählen, um irgendwelche Anreize zu schaffen. Bei besagter Softwarebude fällt eine Entscheidung schwer.

In Los Angeles ist ein Sack Reis tot umgefallen. Eine Stunde wankte er, dann war es aus. Eilig herbeigeeilte Lagerarbeiter konnten ihn nicht mehr aufrichten. Es trauern seine Kumpel Basmati und Onkel Bens, sowie die Belegschaft von Monsanto.

Schön erklärt von Kristian Köhntopp: Falscher Planet, falsches Jahrtausend

Mein Leben ist etwas anders, aber kopieren, das mache ich nun auch schon seit 25 Jahren.

Keine Ahnung ob es stimmt, klingt aber logisch. Die GEMA als Kulturvernichter mit Strukturen ähnlich des DDR Politbüros oder der katholischen Kirche.

[BUCH COVER] Rebus ist zu Ende geschrieben. Trotzdem schreibt Ian Rankin natürlich weiter. Sein aktueller Kriminalroman spielt wieder in Edinburgh. Und er ist durchwachsen.

Mike MacKenzie ist gelangweilter Selfmademillionär. Er hat sein Computerunternehmen verkauft und widmet sich jetzt dem Sammlen von Kunst. Aber es gibt Kunstobjekte, die kann sich auch ein Millionär nicht leisten. Diese Kunstobjekte hängen im Museum oder lagern in den riesigen Archiven der Museen. Warum sie nicht daraus befreien? Mike MacKenzie will sie befreien und tut dies auch.

Der MacKenzie Coup beginnt langsam. Die Protagonisten und die Handlung wird gemächlich eingeführt. Für meinen Geschmack zu gemächlich. Dafür kommt die Durchführung des Überfalls auf das Archiv der schottischen Nationalgalerie plötzlich sehr schnell, ohne dass der Leser von allzu detaillierten Planungen behelligt wird. Dann aber nimmt der Roman an Fahrt auf. Wird schnell und es entspannt sich eine faustische Geschichte, bei der MacKenzie den Zauberlehrling gibt.

So stark das Mittelspiel des Romans ist, so flach und hollywood-like ist dann der Schluss. Eine zu spät erkannte Liebe rundet den durchschaubaren Kitsch am Ende ab. Da spielt die eigentliche Pointe schon keine wirkliche Rolle mehr.

Der MacKenzie Coup ist ein Kriminalroman, den ich nicht unbedingt weiter empfehlen kann. Dafür reicht das komplexe Spiel der Abhängigkeiten im Mittelteil nicht aus.

ISBN-13: 978-3442546510

Das Zensurgesetz wurde mit den Stimmen der SPD durch den Bundestag gepeitscht und beschlossen. Die Verräterpartei SPD hat dadurch bei mir den letzten Rest an Respekt verloren. Für mich, vollkommen unwählbar geworden der Verein.

Besonders schlimm wird es aber im Nachhinein. Wenn einige Mitglieder des Bundestages versuchen ihre Entscheidung zur Begründen oder ihre Nichtentscheidung zu revidieren. Dann wird es zum Polittheater, Kategory Comedy, Unterkategorie Volksverarsche.

Da entblödet sich sich die SPD Abgeordnete Elke Ferner nicht mit dem folgeden Zitat an die Öffentlichkeit zugehen:

Ich sehe es als meine Pflicht als Abgeordnete an, solche weitgehenden, intransparenten und verfassungsrechtlich schlicht unzulässige Verträgen zu Lasten Dritter durch eine gesetzliche Grundlage abzuschwächen und ihre negative Wirkung zu reduzieren.

Für wie grenzdebil hält die Abgeordenete Ferner ihre Wähler. Glaubt sie wirklich, dass die Wähler diesen rethorischen Schwachsinn schlucken. Das sie ihr abnehmen das verfassungsrechtlich schlicht unzulässige Verträge durch ein Gesetz, welches die Gleichen Auswirkungen hat, besser werden? Und sie auch noch zustimmt?

Auch nicht besser die Südhessen-SPD. Immerhin politische Heimat von Bundesjustizminsterin Brigitte Zypries. Frau Zypries glänzte bei der entscheidenden Debatte immerhin durch komplette Abwesenheit. Dieser Südhessen Bezirk hat eine Arbeitsgruppe zum Thema eingerichtet der auch Justizminsterin Zypries angehört. Hute glänzt er mit der Mitteilung, das höchstwahrscheinlich grundgesetzwidrige Gesetz zurück zu nehmen.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Eine Ministerin, die sich in der Bundesregierung nicht gegen das Gesetz ausspricht und die als Abgeordnete nicht zur Abstimmung geht, fordert nun als Mitglied der südhessischen SPD die Rückgängigmachung des Gesetzes? Ist das jetzt endgültig Polit-Comedy?

Via

1904 wurde Hans Albert Einstein geboren. 1905 veröffentlichte sein Vater die ersten Schriften zur spezielle Relativitätstheorie. Zeit ist relativ, wenn man ein Kind hat. Relativ sehr schnell.

Vormittags, Katze gerettet, Kochanstraße.
Nachmittags, Kirschen geklaut, Eldenaer Straße.

[CURRY AM ZOO]Gestern bei Andreas Rebers, war schön gewesen. Auf dem Rückweg im Bahnhof Zoo – Abstieg zur  U9  – Curry am Zoo ausprobiert. Ich pur und im Darm, Karsten mit Pommes und extra Zwiebel. Der Zwiebelkick war original nicht vorgesehen, aber das freundliche Personal war erfreulich flexibel. Bei mir wurde gefragt, ob ich's etwas schärfer haben wolle. Klar doch. In Karstens Zwiebeln waren auch noch Peperonis drin – unerwartet. Haha.

Brötchen gab es nicht dazu. Wurde auch nicht gefragt ob wir welche haben wollen. Brötchen? Sowieso überflüssiger Schnickschnack.

Die subjektive Wertung

Pommes werden hier nicht bewertet. Waren aber wohl besser als bei Curry 66. Die Wurst, aus der Fettpfanne, war in Ordnung. Knackig und nicht so öde labbrig wie bei Curry 32. Die Sosse aber war gut. Nicht sowas ganz langweiliges wie sonst meistens. Fruchtig, scharf und süss; fein abgestimmt; etwas zu tomatenmarkig. Meine Extracurryschärfe aber, naja, scharf ist was anderes. Das war eher enttäuschend.

Fazit

Für 1,50€ immer wieder gerne. Wenn wir mal wieder da sind. Kommt leider sehr selten vor — vielleicht jetzt öfter.

Weiteres

Koordinaten  N52°30'23.70" O13°19'56.56"

Codewort Currywurst

«Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand»

Vor Jahren hatte ich Besuch von den Zeugen Jehovas. Sie klingelten und wollten mir was aus der Genesis er­zäh­len. Ich winkte ab. Die Genesis ist ein Märchen. Wie, so fra­gte ich, kann es sein, dass Kain ge­zeich­net wird, da­mit ihn die an­de­ren Menschen nicht töten. Wo kom­men die an­de­ren Men­schen her? Nein, ant­wor­te­ten sie mir, dass müsse ich anders interpretieren…

Nein, muss ich nicht.

Heute spielen klassische Religionen keine zentrale Rolle mehr in unserem Leben. Wir kön­nen sie in­ter­pre­tie­ren wie wir wol­len. Ein vier­stel­lige An­zahl an re­li­giö­sen christ­li­chen Sekten deu­tet ihr Buch, die Bi­bel, un­ter­schied­lich. Da­bei kann nur eine In­ter­pre­ta­tion rich­tig sein. Wel­che dies aber ist, da­rü­ber strei­ten sich die Gelehrten. Heu­te zu­meist fried­lich. Religionskriege sind ge­ra­de nicht gross in Mode.

Taxonomien

Taxonomien sind Klassifikations-Systeme für Gegenstände und/oder Ideen. Taxo­no­mien sind da­bei zu­meist hierarchisch ge­ord­net. Meh­rere Begriffe wer­den durch ei­nen Oberbegriff ab­strakter zu­sam­men ge­fasst. Bei­spiel: Auto und Fahr­rad sind Unter­be­grif­fe von Fort­bewe­gungs­mittel.

Das Recht als Religion

Gesetze sind die moderne Form der kodifizierten religiösen Regeln. In der Bi­bel die 10 Ge­bo­te, im BGB über zwei Zeh­ner­po­ten­zen Re­geln mehr. Hin­zu kom­men ei­ni­ge hun­der­tau­send wei­tere Paragrafen in den un­ter­schied­lichs­ten Gesetzen und Verordnungen. Über die­se Re­geln wachen Juristen, die Priester des Rechts. Wie bei Re­li­gio­nen kann der Laie das Regel­werk auch nicht mehr durch­schauen. Er muss sich Fach­leu­te kau­fen, die ihn be­ra­ten und für ihn vor den höchs­ten Au­to­ri­tä­ten des Rechts, den Gerichten spre­chen.

Das Recht und Religion verwandt sind belegt auch rö­mi­sche Juristen­weis­heit «vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand».

Problem der Interpretation

Am Beispiel von Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus all­gemein zu­gäng­lichen Quel­len unge­hin­dert zu unter­richten. Die Presse­frei­heit und die Frei­heit der Bericht­erstat­tung durch Rund­funk und Film werden ge­währ­leis­tet. Eine Zensur fin­det nicht statt.

Der Begriff der Zensur bezeichnet dabei ein Verfahren um Inhalte zu kon­trol­lie­ren. Da­bei wird un­ter­schie­den zwischen Vor- und Nachzensur. Eine klas­sische taxonomische Klassifizierung. Das Pro­blem: in der Rechtswissenschaft in die­sem Land wird beim Zensurbegriff des Artikel 5 von Nachzensur aus­ge­gan­gen. Nach­zensur be­deu­tet, das je­der seine Mei­nung frei zum Aus­druck brin­gen darf. Er kann aber nach­träg­lich zur Ver­ant­wor­tung ge­zo­gen wer­den, wenn er da­bei ge­gen Gesetze ver­stösst.

Die Priester des Rechts interpretieren den Oberbegriff Zensur – mit seiner kla­ren Aus­sage – um in ei­nen sei­ner Unterbegriffe. Auf Fort­be­we­gungs­mit­tel an­ge­wen­det: Fort­be­we­gungs­mit­tel sind Fahr­räder aber kei­ne Au­tos. Logisch ist das nicht, aber das müs­sen Re­li­gio­nen auch nicht sein.

Mein Problem

Klassische Religionen kann ich ignorieren. Ich kann die Interpretationen der Religionsgelehrten aus­blen­den und mir mei­ne ei­gene Interpretation ma­chen — wes­we­gen ich die Bi­bel und den Koran als zu­tiefst aggressive und ge­walt­tä­tige Bücher be­trach­te.

Beim Recht in diesem Land kann ich das nicht. Ich muss mich ihm un­ter­wer­fen. Ich bin als Laien den Priestern des Rechts aus­ge­lie­fert. Als Atheist bin ich der Re­li­gion Recht hilf­los aus­ge­lie­fert. Ich habe nicht die Freiheit das Recht zu ig­no­rieren. Ich habe nicht die Macht das Recht zu än­dern – höchstens durch Revolution. Die Macht das Recht zu än­dern ha­ben nur die Ju­risten, die das Recht so kom­plex ge­macht ha­ben, dass nur noch sie es be­herr­schen. Auch hier eine Paral­lele zu den mei­sten re­ligi­ösen Gruppie­rungen: Die Prie­ster machen die Re­geln, die Laien ha­ben zu ak­zep­tieren.

Zuerst einmal ein Dilemma nur für mich.

Fazit

Wenn dir beim nächsten Mal jemand sagt, Artikel 5 meint die Nachzensur, zeig ihm den Stinkefinger, inter pre tie re selbst.

Aus einem Spam-Kommantar:

Wir freuen uns darauf, Ihnen lokalisierte Versionen bekannter Programme anbieten zu konnen: Englisch, Deutsch, Franzoesisch, Italienisch, Spanisch und viele andere Sprachen! Sofort nach dem Kauf konnen Sie die gewunschten Programme herunterladen und installieren.

Von einem Millionenmarkt sprach Zensursula von der Leyen in Zusammenhang mit Kinderpornografie. Aus eine Kleinen Anfrage an die Bundesregierung:

Frage: Auf welche Datengrundlage stützt sich die Bundesregierung bei der Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland?

Antwort: Die Bundesregierung verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland.

Weiter im Text

Opel-Rettung

Was will eine Automobilzulieferer mit einem Automobilhersteller? Das einserne Gesetz der Zulieferer lautet: komme deinen Kunden nichts ins Gehege. Sonst sind es sehr schnell nicht mehr deine Kunden. Was also will Magna-Styr mit Opel?

Bei 100 Millionen Euro, die Magna-Styr investieren will, wird die Frage irgendwie immer spannender.

Kinderpornozensur

Aus Sicht der Politik kann eine Lösung löschen statt sperren nicht in Frage kommen. Bei Kipo herscht ein weltweiter Konsens. Bei allen anderen Themen, die zensiert werden könnten, nicht. Deswegen machen nur Sperren für die Politik wirklich Sinn. Alles andere ist Moppelkotze. Politik meint hier Innen- und Sicherheitspolitik.

Recht ist Religion

Und Religion lehne ich eigentlich ab.

Die geringe Wahlbeteiligung soll am Debakel der SPD Schuld sein. Legt die SPD Franz Müntefering in den Mund. Übersetzt bedeutet das wohl: Sozialdemokratische Wähler, ihr seit ein faules Pack. Aber in Wählerverachtung war der Müntefering ja schon immer gross. Immerhin solle man Parteien nicht an ihren Wahlkampfversprechen messen.

Ausserdem, bei der Europawahl fehle die personelle Konfrontation. Na da schau her. Bei der Wahl für ein Parlament, das homöpathisch mehr Macht hat als die DDR Volkskammer, konnten nur Parteien gewählt werden. Wo soll es denn bei den grauen Herren Parteiapparatischiks zu personeller Konfrontation kommen? Was hat das wählen von Parteien überhaupt mit Demokratie zu tun?

Der Fettnapf ist von uns gegangen. Ausgetauscht gegen einen beliebigen Shushi-Schuppen. Prenzelberg wird immer mehr langweiliger Pop.

Es trauern Sascha, sein Bauch, Gabi, der Nachbar und alle Bekannten.

Codewort Currywurst

Die Schlange, an der man sich anstellt ist immer die langsamste.

Heute ausprobiert. Kassen kurz in Augenschein genommen. Vermeintlich langsamste Kasse ausgewählt. Obige Erkenntnis bestätigt.

Bei Nokia wurde die Gängelung des Benutzers besonders weit getrieben. Wo kommen wir den hin, wenn Programme flüssig zu bedienen sind. Mit einem selbsterstellten Zertifikat (ohne geht gar nix) fragt die Applikation beispielsweise: das Programm möchte eine Dateioperation ausführen. «Das Programm möchte Verzeichnis X lesen. Erlauben sie dies?» Ja. «Das Programm möchte Datei A bearbeiten. Erlauben sie dies?» Ja. «Das Programm möchte in Datei A Daten schreiben. Erlauben sie dies?» Ja.

So geht der Bockmist in einer Tour weiter. Das Menü, in welchem eingestellt werden kann, dass das Programm nicht zu lästig wird: tief in den Eingeweiden des S60 Systems verborgen (bei S40 gibt es keinerlei Einstellmöglichkeiten). Allein: bei den Dateioperationen kann nur ganz verboten oder immer fragen eingestellt werden. Was für ein Usability-GAU.

Warum kann das System nicht einfach einmal fragen: vertrauen sie diesem Zertifkat? Ja, Nein, weiss nicht. Bei Desktopsystemen funktioniert das doch auch. Abgesehen von der Tatsache, das da draussen sowieso 99% der Benutzer mit dem ganzen Zertifikateschnickschnack nichts anfangen können. Da wird immer auf «Ja» geklickt.

Und jetzt kommt bloss keiner und sagt: schaff dir doch ein Zertifikat von Verisign oder wem auch immer an. Für ein Programm, dass ich nur privat benutze?

[DATEIFOLDER MIT DEM AUSSEHEN EINER SALAMIWURST] Zwei Debattenbeiträge zur Zensur im Internet. Der eine von Dieter Wiefelspütz (SPD), des­sen her­ab­las­sen­de Arro­ganz und In­kom­pe­tenz Petronella be­reits aus­rei­chend ge­wür­digt hat. Er gibt – laut ei­ner AFP Meldung fol­gen­des zum Besten:
Natürlich werden wir mittel- und län­ger­fris­tig auch über an­dere kri­mi­nel­le Vor­gän­ge re­den. Es kann doch nicht sein, dass es im In­ter­net eine Welt ohne Recht und Ge­setz gibt.

Zumindest ist Wiefelspütz ehrlich. Auch wenn er wieder das unsinnige Argument des Internets als rechts­freien Raum bemüht. Das Zitat gibt die Rich­tung vor: es geht darum das deutsche In­ter­net sau­ber zu halten. Frei von schäd­li­chem Ein­fluss. Zensur von Inter­net­sei­ten auch zu un­se­rer ei­ge­nen Sicher­heit. Schö­nen Gruss von Erich.

Subtiler ist da schon das Zitat von Zensur vom CDU Bosbach:

Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu be­fas­sen, damit die öffent­liche De­bat­te nicht in eine Schief­lage ge­rät.

Die Salamitaktik wunderbar in schöne, runterkochende Worte verpackt. Und doch politiksprechmässig schon mal drauf hin­wei­sen: wenn's dann durch­ge­setzt ist, dann wer­den an­dere Sei­ten auf­ge­zo­gen. Dann muss die De­batte noch mal ge­startet wer­den. Ob es nicht auch sinn­voll sein kann eine Partei mit Stasivergangenheit im Internet zu zen­sieren? Immer­hin wird sie ja vom Verfassungsschutz be­ob­ach­tet. Je­nem Ver­fas­sungs­schutz der Wolfgang Schäuble und die CDU mit ihrer Stasigegenwart nicht be­obach­tet. Obwohl die weit­aus schlimmer für un­sere Ver­fas­sung sind als Die Linke, die so­wie­so keine Macht hat.

Aktueller Mitzeichner Stand: 111027 Unterschriften


Nachtrag: Wiefelspütz dementiert Zeitungsbericht über angebliche Ausweitung von Internetsperren. Wobei ich bei dem Abgeordnetenwatch Beitrag über das Keine Silbe ist von mir autorisiert gestolpert bin. Fürchterlich dieser Kontrollwahn durch Autorisierungen von Interviews.

Quelle Icon: Wurstblog

[JAVA DUKE]

Heute habe ich mir die MSA 2 Spezifikation angeschaut. Sie soll den völlig zer­fa­ser­ten und un­über­sicht­lichen Jave Mobile Markt ordnen. Eine Mamutaufgabe – zu­ge­ge­ben – MSA 2 wird kei­ne Lösung aus dem Schlamassel sein. Das zeigt sich schon daran, mit wel­chem Elan das Pro­jekt vor­an ge­trie­ben wird: Am 20. Juli 2004 wurde der JSR ini­ti­iert und bis heu­te nicht ab­ge­schlos­sen.

MSA 2 ist auf­ge­teilt in 3 Plattformen: Entry, Standard und Advanced. Die drei Platt­for­men bau­en auf­ein­an­der auf und um­fas­sen je­weils eine Men­ge von JSRs, die für den mo­bi­len Be­reich ge­dacht sind. Ins­ge­samt sind es 27 JSRs in der Advanced Platt­form. Das Pro­blem: auf je­der Platt­form gibt es wie­de­rum Conditionally Mandatory APIs – nicht zwin­gend vor­ge­schrie­be­ne Schnitt­stel­len. Bei­spiels­wei­se ist Blue­tooth in der Entry Platt­form Conditionally Mandatory. In­ner­halb des Bluetooth JSR 82 ist das OBEX API op­tio­nal. Wenn schon an der Blue­tooth­schnitt­stel­le ge­spart wer­den muss, dann kann in sol­chen Geräten auch gleich auf eine Java Um­ge­bung ver­zich­tet wer­den. Be­son­ders sinn­los sind sol­che op­tio­na­len Sub-APIs bei den Advanced Multimedia Supplements Schnittstellen. Nie­mand wird wirk­lich 3D-Sounds in sei­nen Pro­gram­men ein­set­zen, wenn ein sol­ches API op­tio­nal ist. Ge­nau­so gut kann dann da­rauf ver­zich­tet wer­den.

[JAVA VERIFIED LOGO] Viel wichtiger als de API-Konsolidierung ist es den schreck­lichen Zertifikate­dschungel zu lich­ten. Es geht da­rum den Markt für klei­ne Applikationen durch freie oder semi­profes­sionel­le Entwickler zu er­obern. Da macht es kei­nen Sinn zig hun­der­te Dollar jähr­lich für Zertifikate aus­zu­ge­ben, um die wich­tigs­ten Hersteller zu un­ter­stüt­zen. Der Java Verified Process ist un­sinn­ig. Welcher Hobbyentwickler kann schon ei­nen drei­stel­ligen Dollarbetrag aus­ge­ben, um seine Applikation für ein Handy-Modell (oder Modellfamilie) veri­fizie­ren zu las­sen – bei hun­der­ten in­fra­ge kom­men­der Modelle? Je­des Up­date muss er­neut veri­fi­ziert wer­den. Schlägt eine Ve­rifi­zie­rung fehl: Pech­ge­habt, die Kohle ist weg. Bei 2 Updates pro Jahr plus Zer­ti­fi­kat sind da schon mal schnell 500-700 Dollar fäl­lig. Bei den wich­tig­sten Handy-Mo­del­len kommt da schnell ein fünf­stel­li­ger Be­trag zu­stan­de. Zum Ver­gleich: 100 Dollar bei Apple oder Micro­soft. Wenn das Pro­blem ge­löst ist, dann kann das auch mit Java Mobile noch was wer­den. Vor­her nicht.

mime-util scheint mir ein brauchbares Java Werkzeug für das Ermitteln von Dateitypen zu sein. Ich werde es in den nächsten Tagen einmal testen. Besonders gefällt mir, dass die magic.mime aus Unix-Umgebungen wieder verwendet werden können.

mime-util steht in der Version 2.0 unter der wirtschaftsfreundlichen Apache 2.0 Lizenz.

[JOLLY ROGER VON WIKIPEDIA] Am Wochenende darf das deutsche Stimmvieh mal wieder ein paar Kreuze für das Parteienestablishment machen. Ricardo hat mich dazu inspiriert mal den Whal-O-Mat zu befragen, was ich so wählen könnte. Das Ergebnis verwundert mich nicht. Überzeugter EU kritischer Europafan mit starken Hang zu (links) liberalen Gedankengut. Jetzt muss ich ich am Sonntag nur noch meinen Ekel vor der Politik überwinden und mich in ein Wahllokal schleppen. Kann knapp werden.
[WHAL-O-MAT SCREENSHOT MIT DEN PREFERENZEN "PIRATEN", "FTP", "GRÜNE"...]

Quelle Jolly Roger: Wikipedia

Pfurz im Wind der Geschichte

Das der Kapitalismus den Sozialismus gerade mal um 20 Jahre überlebt, ist schon eine feine Ironie der Geschichte.

Auf die Heinzelmännchen ist auch kein Verlass :-(