Gabi und Sascha
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Bei Nokia wurde die Gängelung des Benutzers besonders weit getrieben. Wo kommen wir den hin, wenn Programme flüssig zu bedienen sind. Mit einem selbsterstellten Zertifikat (ohne geht gar nix) fragt die Applikation beispielsweise: das Programm möchte eine Dateioperation ausführen. «Das Programm möchte Verzeichnis X lesen. Erlauben sie dies?» Ja. «Das Programm möchte Datei A bearbeiten. Erlauben sie dies?» Ja. «Das Programm möchte in Datei A Daten schreiben. Erlauben sie dies?» Ja.

So geht der Bockmist in einer Tour weiter. Das Menü, in welchem eingestellt werden kann, dass das Programm nicht zu lästig wird: tief in den Eingeweiden des S60 Systems verborgen (bei S40 gibt es keinerlei Einstellmöglichkeiten). Allein: bei den Dateioperationen kann nur ganz verboten oder immer fragen eingestellt werden. Was für ein Usability-GAU.

Warum kann das System nicht einfach einmal fragen: vertrauen sie diesem Zertifkat? Ja, Nein, weiss nicht. Bei Desktopsystemen funktioniert das doch auch. Abgesehen von der Tatsache, das da draussen sowieso 99% der Benutzer mit dem ganzen Zertifikateschnickschnack nichts anfangen können. Da wird immer auf «Ja» geklickt.

Und jetzt kommt bloss keiner und sagt: schaff dir doch ein Zertifikat von Verisign oder wem auch immer an. Für ein Programm, dass ich nur privat benutze?