Rebus ist zu Ende geschrieben. Trotzdem schreibt Ian Rankin natürlich weiter. Sein aktueller Kriminalroman spielt wieder in Edinburgh. Und er ist durchwachsen.
Mike MacKenzie ist gelangweilter Selfmademillionär. Er hat sein Computerunternehmen verkauft und widmet sich jetzt dem Sammlen von Kunst. Aber es gibt Kunstobjekte, die kann sich auch ein Millionär nicht leisten. Diese Kunstobjekte hängen im Museum oder lagern in den riesigen Archiven der Museen. Warum sie nicht daraus befreien? Mike MacKenzie will sie befreien und tut dies auch.
Der MacKenzie Coup beginnt langsam. Die Protagonisten und die Handlung wird gemächlich eingeführt. Für meinen Geschmack zu gemächlich. Dafür kommt die Durchführung des Überfalls auf das Archiv der schottischen Nationalgalerie plötzlich sehr schnell, ohne dass der Leser von allzu detaillierten Planungen behelligt wird. Dann aber nimmt der Roman an Fahrt auf. Wird schnell und es entspannt sich eine faustische Geschichte, bei der MacKenzie den Zauberlehrling gibt.
So stark das Mittelspiel des Romans ist, so flach und hollywood-like ist dann der Schluss. Eine zu spät erkannte Liebe rundet den durchschaubaren Kitsch am Ende ab. Da spielt die eigentliche Pointe schon keine wirkliche Rolle mehr.
Der MacKenzie Coup ist ein Kriminalroman, den ich nicht unbedingt weiter empfehlen kann. Dafür reicht das komplexe Spiel der Abhängigkeiten im Mittelteil nicht aus.
ISBN-13: 978-3442546510
Das Zensurgesetz wurde mit den Stimmen der SPD durch den Bundestag gepeitscht und beschlossen. Die Verräterpartei SPD hat dadurch bei mir den letzten Rest an Respekt verloren. Für mich, vollkommen unwählbar geworden der Verein.
Besonders schlimm wird es aber im Nachhinein. Wenn einige Mitglieder des Bundestages versuchen ihre Entscheidung zur Begründen oder ihre Nichtentscheidung zu revidieren. Dann wird es zum Polittheater, Kategory Comedy, Unterkategorie Volksverarsche.
Da entblödet sich sich die SPD Abgeordnete Elke Ferner nicht mit dem folgeden Zitat an die Öffentlichkeit zugehen:
Ich sehe es als meine Pflicht als Abgeordnete an, solche weitgehenden, intransparenten und verfassungsrechtlich schlicht unzulässige Verträgen zu Lasten Dritter durch eine gesetzliche Grundlage abzuschwächen und ihre negative Wirkung zu reduzieren.
Für wie grenzdebil hält die Abgeordenete Ferner ihre Wähler. Glaubt sie wirklich, dass die Wähler diesen rethorischen Schwachsinn schlucken. Das sie ihr abnehmen das verfassungsrechtlich schlicht unzulässige Verträge
durch ein Gesetz, welches die Gleichen Auswirkungen hat, besser werden? Und sie auch noch zustimmt?
Auch nicht besser die Südhessen-SPD. Immerhin politische Heimat von Bundesjustizminsterin Brigitte Zypries. Frau Zypries glänzte bei der entscheidenden Debatte immerhin durch komplette Abwesenheit. Dieser Südhessen Bezirk hat eine Arbeitsgruppe zum Thema eingerichtet der auch Justizminsterin Zypries angehört. Hute glänzt er mit der Mitteilung, das höchstwahrscheinlich grundgesetzwidrige
Gesetz zurück zu nehmen.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Eine Ministerin, die sich in der Bundesregierung nicht gegen das Gesetz ausspricht und die als Abgeordnete nicht zur Abstimmung geht, fordert nun als Mitglied der südhessischen SPD die Rückgängigmachung des Gesetzes? Ist das jetzt endgültig Polit-Comedy?
