Gabi und Sascha
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[BUCH COVER] Rebus ist zu Ende geschrieben. Trotzdem schreibt Ian Rankin natürlich weiter. Sein aktueller Kriminalroman spielt wieder in Edinburgh. Und er ist durchwachsen.

Mike MacKenzie ist gelangweilter Selfmademillionär. Er hat sein Computerunternehmen verkauft und widmet sich jetzt dem Sammlen von Kunst. Aber es gibt Kunstobjekte, die kann sich auch ein Millionär nicht leisten. Diese Kunstobjekte hängen im Museum oder lagern in den riesigen Archiven der Museen. Warum sie nicht daraus befreien? Mike MacKenzie will sie befreien und tut dies auch.

Der MacKenzie Coup beginnt langsam. Die Protagonisten und die Handlung wird gemächlich eingeführt. Für meinen Geschmack zu gemächlich. Dafür kommt die Durchführung des Überfalls auf das Archiv der schottischen Nationalgalerie plötzlich sehr schnell, ohne dass der Leser von allzu detaillierten Planungen behelligt wird. Dann aber nimmt der Roman an Fahrt auf. Wird schnell und es entspannt sich eine faustische Geschichte, bei der MacKenzie den Zauberlehrling gibt.

So stark das Mittelspiel des Romans ist, so flach und hollywood-like ist dann der Schluss. Eine zu spät erkannte Liebe rundet den durchschaubaren Kitsch am Ende ab. Da spielt die eigentliche Pointe schon keine wirkliche Rolle mehr.

Der MacKenzie Coup ist ein Kriminalroman, den ich nicht unbedingt weiter empfehlen kann. Dafür reicht das komplexe Spiel der Abhängigkeiten im Mittelteil nicht aus.

ISBN-13: 978-3442546510