Gabi und Sascha
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Mein Handy zeigt etwas, was Du nicht siehst ist eine Geschichte auf Spiegel Online überschrieben. Ich hatte vor Jahren einmal ein Konzept für solch ein System auf dem Tisch, für eine technische Begutachtung. Das Konzept basierte nicht auf einer Kombination von GPS und Kompassdaten, sondern auf Pattern Recognition. Das Konzept hatte gegenüber der GPS/Kompass-Lösung den Vorteil nicht auf diese und ihr funktionieren angewiesen zu sein. Beispielsweise hat GPS Probleme in Innenräumen, unter der Erde usw. Erschwerend kommt hinzu, dass GPS in Häuserschluchten unpräzise ist. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nun einmal innerhalb von Städten.

Der Anspruch der Erfinder mit dem Pattern Recognition Ansatz ging aber weiter als grob Wikipedias Geokoordinaten weiter zu verwenden. Sie wollten den Menschen nicht nur zeigen was sie sowieso schon grob kannten sondern tiefer in die Materie gehen. Neuschwanstein ist bekannt, aber was für eine spannende Geschichte gibt es zum Torbereich zu erzählen? Andererseits was aber wenn Nebel die Sicht versperrt. Ebenfalls hat der Ansatz auch Probleme mit unsichtbaren oder grossen Sehenswürdigkeiten. Das Schlachtfeld von Kalkriese ist damit eher schwer zu erkennen.

Die Kamera des Handies hat ein Bild aufgenommen, ein Muster wurde daraus berechnet (z.B. mittels genetischer Algorithmen). Dieses wurde an einen Server gesendet, der verglich das Muster und lieferte Informationen zum gesehenen, welches in die Kamera eingeblendet werden sollte. Einen Prototypen gab es bereits. Jetzt benötigten sie Geld. Viel Geld, denn der Mustererkennungsansatz erfordert eine genaue Erfassung der abzubildenden Sehenwürdigkeiten und ihre permanente Aktualisierung. 25 Millionen Euro wollte das Unternehmen vom Starnberger See damals haben — um Deutschland zu erfassen. Ob es letztlich am Geld gescheitert ist weiss ich nicht.

Ich halte eine Kombination aus GPS und Kompassdaten auf der einen Seite und Pattern Recognition auf der anderen Seite für das effektivste Vorgehen. Die Vorteile beider Seiten werden vereinigt und die Nachteile fast komplett eliminiert. Ich bin auch überzeugt, das Augment Reality in 5 Jahren etwas ganz natürliches sein wird. Sei es als Add-on in Handies oder als zusätzliches Feature in Navigationsgeräten.