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Ich lese nicht viel Neues im Internet-Manifest. Nicht, weil ich täglich damit zu tun habe. Eher weil zentrale Aussagen schon über ein Jahrzehnt alt sind. John Barlow von der Electronic Frontier Foundation hat sie schon im ausgehenden letzten Jahrtausend formuliert.
Die Thesen – Manifest ist viel zu hochtrabend – wurde um ein paar neuere Entwicklungen ergänzt, schön und gut. Aber viel zu Journalismus- und Weblastig. So als ob diese das Doppelsternsystem des Internet sind.
Auch die Festschreibung des Urheberrechts gefällt mir nicht – schon gar nicht als Bürgerpflicht. Zwar stelle ich Software, die ich entwickel, selbst unter offene Lizenzen, damit das Urheberrecht gewahrt bleibt. Ich kann aber auch darauf verzichten, wenn etwas anderes kommt… Und hier liegt der Hase im Pfeffer: das Manifest versucht auch die Zukunft zu manifestieren. Während die klassischen Verlage gerade zum Roleback ansetzen, soll hier konservativ der Status quo festgeschrieben werden. Ich sehe keine Weiterentwicklung.
