Gabi und Sascha
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«Arbeit macht frei» - das eiserne Schild über den Eingang zum Vernichtungslager Auschwitz wurde geklaut. Hoipoloi hat da eine Idee…

Nachtrag zu Schiffsverkehr.

[NEON BLAU UND ROT BELEUCHTETES SCHIFF AUF SPREE]
Spree

 

Die Stärke des Liberalismus ist, dass er auf einem ähnlich soliden theoretischen Fundament aufbaut wie der Kommunismus: der menschlichen Vernunft.

Ich bin an der Nadel. Sie haben mich. Genauer: Google hat mich. Auf dem Ubuntu und dem Mac hat Chrome heute das Duo Safri/Firefox abgelöst. Ich verwende kaum noch den GMX Account sondern Google Mail. Verwalte dort meine Termine und Kontakte; habe ein Android Telefon und einen Google Wave Account.

Gibt es eigentlich schon die Anonymen Googler?

Es wird immer mal wieder geschrieben, der Klimawandel müsse gestoppt werden – um die Erde zu retten.

Wie meinen? Eiszeiten und Dürreperioden hat es immer mal wieder gegeben. Der Erde scheinen sie nicht geschadet zu haben. Vielleicht einigen DNS-Trägern. Aber die kommen und gehen. Um die Rettung der Erde müssen wir uns wohl erst in 4-5 Milliarden Jahren Gedanken machen. Das ist noch weit hin. Vorher wird Kopenhagen bestimmt noch ein paar Mal Tiefseehafen werden.

Ach herrje. Es gipfelt mal wieder: IT-Gipfel. Die üblichen Verdächtigen.

Stolz wird ein konkreter Theseus Output präsentiert – endlich einmal. Wieviel Steuermillionen sind dafür versenkt worden? Aus eigener Erfahrung mag ich gar nicht daran denken, was damit alles quersubventioniert wurde. Und sowas wird als Leuchturmprojekt dargestellt.

Und dann natürlich die glorreiche Idee verseuchte Rechner mittels Netzwerkdatenanalyse zu identifizieren. Das ist nicht nur ein echter Brüller. Es zeigt auch, wie sich Politik und die ihr ergebenen Lobbyverbände die Zukunft der vernetzen Gesellschaft vorstellen: ähnlich wie die unsägliche Sperrdebatte – oberflächlich schauen und dabei die Freiheit mit Füssen treten. Botnetze arbeiten im Verborgenen. Bots nisten sich auf Rechnern ein und versuchen nicht entdeckt zu werden. Aktuell mögen sie vielleicht etwas offen kommunizieren. Was wird aber passieren, wenn durch eine wie auch immer geartete totale Analyse des gesamten Netzverkehrs durch Provider, dieser Datenverkehr bekämpft werden soll? Richtig: die Kommunikation wird ⒜ verschleiert und die Kommunikation wird ⒝ über Overlaynetzwerke abgewickelt. Mit dem Ergebniss: die alten und schwachen werden gefunden und der Benutzer wiegt sich in trügerischer Sicherheit. Selbstverständlich geht es auch um Sanktionen. Der Benutzer soll, so er nicht freiwillig mitmacht, gezwungen werden. Menschen überzeugen? Nicht doch. Zwang ist überhaupt wohl das Einzige, was in diesem Land verstanden wird. Was bei mir wiederum die Frage aufkommen lässt: wer haftet wenn mal was nicht so hinhaut wie es soll? Daten unwiderbringlich verloren sind? Die ISPs?

Es scheint sich aber ein Trend abzuzeichnen: Provider und ISPs werden stärker eingebunden in die totale Überwachung des Datenverkehrs. Provider und ISPs müssen heute schon die Daten für die Vorratsdatenspeicherung sammeln, in Frankreich und Großbritannien sind sie der verlängerte Arm der Contentindustrie (Stichwort: Three-Strikes-Out). Der Provider und ISP: mein Blockwart.

Und unser neuer Innenminister? Thomas de Maizière gibt sich scheinbar selbstkritisch wenn er sagt dass der Staat seine Bürger mit einem Generalverdacht belegt hat. Seine Aufgabe sei es diese Kluft zu überwinden. Scheinbar kein Wort darüber, die Gesetze, in denen dieser Generalverdacht mündet, zu überarbeiten und abzuschaffen. Stattdessen solle ein Dialog des Vertrauens geschaffen werden. Wie immer also: reden und weitermachen wie bisher – darüber etwas nettere Polit-PR giessen.

Einzige Hoffnung: bisher haben diese IT-Gipfel heisse Luft produziert.

Manchmal muss es ein grober Klotz sein. Ein Klasse die ich entwickelt hatte, hatte eine bestimmte Signatur. Nix wildes, beispielsweise war die Klasse final. Wenn eine Klasse final ist, muss ich mich nicht um die Probleme kümmern, die Vererbung mit sich bringen kann. Das final war plötzlich verschwunden. Grund: in einem Test wurde eine abgeleitete Version benötigt. Leider wurde nur das final entfernt. Die Klasse aber nicht hinsichtlich Vererbung angepasst. Z.B. habe ich in der equals Methode noch den instanceof Operator verwendet. Geht bei final Klassen. Bei Klassen, die nicht final sind ist das grob fahrlässig.

Ich habe den Test umgeschrieben – es geht auch einfach ohne Vererbung mit nur einer Zeile Code mehr und dann die Tests erweitert. Bisher habe ich immer nur die Erzeugung eines Exemplars über den Konstruktor getestet. Jetzt teste ich auch die Signatur. Den Test habe ich mit einem Kommentar versehen. Hoffentlich hilft es.


    @Test
    public void creation() {
        // If you must change these tests go into yourself and check:
        // are the changes are really needed?
        new Notifier();

        final Constructor[] cons = Notifier.class.getDeclaredConstructors();
        assertThat(cons.length, is(equalTo(1)));
        assertThat(Modifier.isPublic(cons[0].getModifiers()), is(equalTo(true)));

        final int modifiers = Notifier.class.getModifiers();
        assertThat(Modifier.isPublic(modifiers), is(equalTo(false)));
        // Implementation safe for inheritance?
        assertThat(Modifier.isFinal(modifiers), is(equalTo(true)));
    }

Vorher sah der Test so aus:


    @Test
    public void creation() {
        new Notifier();
    }