Gabi und Sascha
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Ich bin mir sicher: Guido Westerwelle wollte mit seiner platten Attacke gegen Hartz Ⅳ ablenken. Vielleicht von schlechten Umfrageergebnissen? Vielleicht vor seiner Unlust am Amt des Aussenministers? Allerdings glaube ich nicht, dass es unbewusst war. Dazu hat Westerwelle als Politiker zuviel Erfahrung und ist rethorisch zu geschickt.

Eine Diskussion allerdings hat er angestossen. Ziel erreicht? Wenn Hartz ⅣEmpfänger wirklich überzogen versorgt werden, warum dann nicht radikal handeln? Warum faulen Säcken überhaupt etwas geben und von oben nach unten umverteilen? Westerwelle, Sarazzin und Konsorten sondern diese Behauptung doch unterschwellig permanent ab? Warum damm nicht Hartz Ⅳ ersatzlos streichen? Nichts gibt es mehr. Wer mehr als 12 Monate arbeitslos war, der bekommt gar nichts mehr. Weder für sich noch seine Kinder. Sollen sie sehen, wie sie ihren Lebensunterhalt zusammen bekommen.

Aber ich vermute, dass trauen sie sich dann doch nicht. Nicht, weil sie das Grundgesetz respektieren. Sie haben in den letzen Jahren deutlich und oft gezeigt, dass ihnen Grundgesetz am Arsch vorbei geht. Nein, sie haben Angst vor den Unruhen, dem Bürgerkrieg und der Revolution, die dann auf uns zukommen. Hartz Ⅳ ist das Erkaufen von Ruhe. Bezahlt durch die Mittelschicht, zum Wohle der Oberschicht. Nicht mehr und nicht weniger.

Die von Westerwelle – angeblich so nötige – losgetretene Debatte ist eine Phantomdiskussion. Es wird sich gar nichts ändern.




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