Gabi und Sascha
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ܜber Ostern sind wir an die Nordsee gefahren. Zu meinem Vater. Um unabhängiger zu sein, haben wir eine Auto gemietet. Von Avis. Avis war diesmal schlicht günstiger als Europcar. Bei Avis waren wir zum ersten Mal Kunden. ܜber das Webportal haben wir als Anmietstation den Berliner Hauptbahnhof gewählt. Stutzig hätte uns dann der erste Anruf machen sollen (so oder ähnlich):

Avis:Guten Tag Herr Kohlmann.
Ich:Guten Tag.
Avis:Ich kann ihnen ihre Reservierung bestätigen. Aber sie wissen schon, dass die Station am Hauptbahnhof nur eine virtuelle Station ist?
Ich:Nö. Bekomme ich dort auch virtuelle Autos?
Avis:Nein, Herr Kohlmann. Am Hauptbahnhof können sie angemietete Fahrzeuge nur abgeben.
Ich:Und wo bekomme ich dann das Auto her?
Avis:Da müssen sie zu uns in die Budapester Straߟe kommen.

Ich fragte dann noch, ob es eine Station mehr im Osten gibt. Gibt es schon, lohnt sich aber nicht. Komisch wurde es, als mich 8 Stunden später ein freundlicher Herr von Avis noch einmal anrief. Er erzählte mir die selbe Geschichte noch einmal. Avis scheint hier seine Prozesse nicht im Griff zu haben.

Die Anmietung war dann problemlos. Der Kindersitz in Ordnung. Die Tage in Nordenham entspannend. Am Montag habe ich den Wagen dann wieder abgegeben. Schlüssel abgegeben, Avis und das Auto vergessen.

Problematisch wurde es, als Gabi am Ende der Woche die Konten überprüft hat. Avis hatte über 170 € mehr abgebucht. Keine Begründung, kein Hinweis, nichts. Natürlich war die Hotline gerade nicht besetzt. Als wird dann jemanden erreicht hatten, teilte die Person uns mit, das in den Rückgabedaten kein Schaden vermerkt sei – wir waren uns auch sicher, dass dort nichts war. Sie würden sich darum kümmern. Am nächsten Tag wurde ich angerufen. Ja, das Problem sei folgendes: in dem zurückgegebenen Auto sei kein Kindersitz mehr gewesen. Nur hatten wir den Kindersitz nach dem Einbau nicht wieder ausgebaut. Als ich das Auto abgegeben habe, war der Kindersitz definitiv im Auto. Ich wurde etwas ungehalten. Wir fühlten uns betrogen. Das erste Mal bei Avis und dann sowas. Nach einigen hin und her sagte uns die hörbar irritierte Person am anderen Ende, sie wolle sich erneut darum kümmern.

Am nächsten Tag wurden wir erneut von Avis angerufen. Das Problem habe sich erledigt. Der zuviel abgebucht Betrag werde uns erstattet.

Einen neu gewonnen Kunden hat Avis trotzdem wieder verloren.

Fast alle sind heute an roten Ampeln stehen geblieben. Hätte beinahe ein schlechtes Gewissen gehabt.

Vulkanasche legt Flugverkehr über Deutschland lahm. An einem Freitag. Könnt ihr euch auch vorstellen, was heute in den ICEs dieser Republik los ist :-)

  • In Washington traf sich die selbsternannte Atomelite zum Gipfel. Das Scheisszeug soll nicht in falsche Hände gelangen, war das Ergebniss. Schaue ich mir Die Akte Gorleben an, dann kommt der Gipfel zu spät.
  • Die Aigner schimpft auf Google und Facebook. Skrupellose Datensammler seien das? Und Payback, Frau Aigner? Da können Sie sogar was gegen machen. Wenn Sie denn wirklich was machen wollten.

Auf dem Weg zur Arbeit. Mit dem Fahrrad. Straße der Pariser Kommune, Unterführung am Ostbahnhof. LKW ausgewichen; Schlagloch übersehen. Voll durch. Rücklichtblende fällt ab. Purzelt drei Meter weiter – bleibt auf Fahrbahn liegen. Steige ab, um es aufzuheben. Weiterer LKW kommt. Rücklichtblende besteht jetzt aus einigen tausend Plastiksplittern.

96 Autos mehr in Deutschland.

Pontifex Maximus für Zahnarzt.

Aber was ist guter Code? Und wer entscheidet das? Einfache Antwort: Immer derjenige, der die Dokumentation braucht. Das ist regelmässig nicht derjenige, der die Dokumentation (oder den Code) geschrieben hat.

Diejenigen, die dokumentieren, überschätzen sich regelmässig selbst. Leider.

Ich bin ein Alt-64er.