Gabi und Sascha
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Menschen können ekelige Schmarotzer und Parasiten sein. Eine ganz spezielle Gattung sind Bandbreitenschmarotzer. Sie sind vermehrt anzutreffen in Billigcommunities wie Jappy, Knuddels oder Myspace. Dort können sie in ihren Gästebüchern Links zu Bildern einbinden. Bilder, die zum Beispiel auf diesem kleinen Server liegen. Und produzieren so mal eben 100 GB Traffic. An einem Tag. Ganz nebenbei ignorieren sie auch noch die Lizenz der meisten Bilder – Creative Commons Attribution-ShareALike 3.0 DE – eine sehr liberale Lizenz: nicht mal eine klitzekleine Namensnennung, geschweige denn ein Backlink, ist drin. Das bedeutet, wir haben nichts davon. Ausser Kosten. Anders als Flickr und Google Picasa können wir auch mit den Referrern nichts anfangen.

Nach den 100 GB Traffic habe ich heute zwei Dinge getan:

Zuerst habe ich diese knuffige kleine Apache Rewrite Regel eingebaut:


    <IfModule mod_rewrite.c>
        RewriteEngine On
        RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
        RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://www.speexx.de/.*$ [NC]
        RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(www\.)?jappy.de/.*$ [NC,OR]
        RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(hp\.)?knuddels.de/.*$ [NC]
        RewriteRule \.(gif|jpe?g|png|bmp)$ /fuehlen.png [L]
    </IfModule>

Ich habe lange überlegt ob ich das machen. Immerhin sabotiere ich sie damit auch. Aber diese widerlichen kleinen Blutegel und die Anbieter dieser Schmarotzercommunities wissen was sie tun. Deswegen: keine Gnade.

Dann habe ich recherchiert was da noch so in den Gästebüchern steht. Ergebniss: zum einen besteht der Inhalt gefühlt zu 100% aus mehr oder minder dämlichen Bilder. Zum anderen gibt es einen Kreis von Anbietern für diese mehr oder minder dämlichen Bilder. Die Gästbuchbilderanbieter, kurz GB Pic Anbieter, bauen ihr Geschäftsmodell auf organisierter Urheberrechtsverletzung auf. Das Gewäsch von wegen nur Bilder hochladen, zu denen der Hochladende auch die Rechte hat. Come on my dear, what the fuck. Bei geschätzten 90% der Bilder handelt es sich schlicht um Urheberrechtsverletzungen. Das ist einfach zu erkennen, manchmal auch automatisch. Die Anbieter verstecken sich vermutlich hinter der Regel, dass sie erst bei Kenntnisnahme einer Urheberrechtsverletzung reagieren müssen.

Ich habe ein paar Bilder von den Gästbuchbildersites herunter geladen. Bei einigen steht in den Exif-Daten oder den IPTC-Feldern Hinweise auf Lizenzen drin. Mit ein paar einfachen regulären Ausdrücken zu ermitteln. Dabei fällt mir ein: hat der Anbieter denn dann nicht doch Kenntnis von der Lizenz und macht sich so bewusst einer Urheberrechtsverletzung schuldig? Immerhin liegen dem Anbieter die Daten über die Lizenz und das Urheberrecht vor. Und Tools zum automatischen Auslesen der Exif- und IPTC-Daten sind heute State of the Art.

Ich habe zwei der Fotografen angeschrieben (auch die Anschrift und EMail waren in den IPTC-Daten hinterlegt). Beide wussten nichts davon, dass ihre Bilder bei Bizipic (oops) hochgeladen waren. Sie waren nicht begeistert.