Gabi und Sascha
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[SCHWARZWEISS BILD DES AUSGANGS ZUM SPREEDREIECK DES S-BAHNHOFES FRIEDRICHSTRAßE IN BERLIN] Zu den Bildern aus dem Spreedreieck gibt es jetzt eine Entstehungs- und Bearbeitungsgeschichte.

Damit die Geschichte zum Bild nicht störend wirkt, habe ich ein kleines Javascript eingebaut, dass durch anklicken auf ein Link-ähnliches Element die Beschreibung ausfährt. Hier musste ich von den Vorgaben abweichen, die immer a-Elemente verwenden. Ein a-Elemente führte immer dazu, das Pebble den Link-Klick ausführen liess. Ich habe das a-Element durch ein span-Element ersetzt. Visuell ist es nicht zu unterscheiden. Wird das Element erneut angeklickt, fährt die Beschreibung wieder ein. Ist noch nicht so ganz intuitiv und werde ich definitiv noch im Aussehen verbessern.

Bei der Suche wie dies mit JQuery möglich ist, habe ich gelernt, dass sowas auch Spoiler genannt wird. Ich bin kein UI Entwickler, deswegen war mir der Begriff nicht geläufig. Ist er dann bekannt, werden einige sehr gute Hinweise gefunden, wie dieses toggeln mit JQuery erzeugt wird. Die Umsetzung ist dann schon fast langweilig.

Und jetzt: viel Spass.

Der Besitz einer Zeichenkette, so lass ich gestern, soll strafbar werden. Zumindest wenn es nach den Vorstellungen des BKA geht und es ein Link ist der er auf Kipo verweisst. Das wird dann im nächsten Schritt auf strafbare Inhalte erweitert und unmittelbar daran anschliessend auf unliebsame Inhalte. Sinn und Zweck ist es natürlich auch, dass damit der Besitz einer Sperrlist die geleakt wurde, strafbar wird. Konsequenterweise muss dann auch der Besitz eines Bildes strafbar sein. Über QR-Code kann ein URL (Link) codiert werden. Und weil es so spassig ist, habe ich noch eine paar Umleitungen eingebaut.

[QR-CODE]

 

Zum dritten Mal fange ich jetzt und heute einen Blogeintrag an. Die ersten beiden waren jeweils fast fertig, als ich sie durch Fehlbedienung wieder gelöscht habe. Zwischengespeichert? Ach, geh. Sowas ist doch was für Angsthasen. Ist wohl doch etwas Früh. Wenn ihr dies also lest, dann habe ich es tatsächlich geschafft auf "Publish" zu klicken, bevor das Ding den Orkus runter geht.

Die positive Marketingeinstellung: der Tag hat Potential nach oben.

Nachtrag: So, jetzt habe ich es doch noch in diesem Monat geschafft.

Die E-P2 ist eine fantastische Kamera. Sie bietet viele Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten garantieren zwar kein gutes Motiv, unterstützen aber dabei ein gutes Bild besser zu machen. Ich habe in den letzten 4 Monaten eine steile Lernkurve durchgemacht. Diese betraf sowohl die technischen Möglichkeiten, als auch die Motive. Viele Dinge, die ich in der ersten Zeit gemacht habe, würde ich heute nicht mehr machen. Ein paar technische Beispiele:

Rohdatenformat

Ich nehme Bilder inzwischen nur im Rohdatenformat (Raw) auf. Der Unterschied ist die Anzahl der Farbabstufungen gegenüber dem JPEG Format. In JPEG sind pro Farbanteil (Rot, Grün und Blau) 8 Bit möglich. Dies entspricht 256 Helligkeitsabstufungen. Der Sensor der E-P2 liefert pro Farbe 12 Bit. Dies entspricht 4096 Helligkeitsabstufungen pro Farbe. Diese 12 Bit werden im Olympus Raw Format verlustfrei - der zweite grosse Vorteil des Rohdatenformates - gespeichert.

Nachteil der Aufnahmen im Rohdatenformat: sie müssen im Anschluss immer entwickelt werden. Bilder im Rohdatenformat sehen auf den ersten Blick auf dem Bildschirm immer zu dunkel und trübe aus. Dies liegt an der Diskrepanz zwischen den vorhandenen Farbabstufungen des Originalbildes und der Anzahl der Farbabstufungen, die der Bildschirm darstellen kann. Standardbildschirme sind heute immer auf 8 Bit pro Farbe ausgelegt. Die Betrachtungssoftware muss das Bild herunterrechnen. Sie kann aber keine Entscheidung treffen, wie sie das Bild anpassen soll, damit es auf dem Bildschirm gut aussieht.

Exemplarisch ein heruntergerechnetes Originalbild und das später fertig entwickelte Bild:

[DAHLIENBLÜTE ORIGINAL]
Heruntergerechnetes E-P2 ORF Bild
[DAHLIENBLÜTE BEARBEITET]
Bearbeitet und Ausschnitt angepasst

Bei der Entwicklung gibt es ein wichtiges Detail zu beachten: niemand kann mehr sagen, wie das Originalmotiv von den Farben wirklich wirkte. Ich kann es zumindest nicht. Bei den Aufnahmen der Dahlienblüten haben wir ca. 100 Bilder gemacht. Überlebt haben hinterher 12. Wie genau exakt die Blüte oben aussah ist dabei nicht mehr nachvollziehbar. Es kommt bei der Entwicklung daher auch immer auf den subjektiven Eindruck desjenigen an, der entwickelt. Abhilfe würde vielleicht dadurch möglich sein, sowohl das Rohdatenformat zu speichern, als auch eine JPEG Variante. Aber auch dabei verfälscht natürlich die Kamerasoftware das Bild.

Bei der Blüte oben wurde mit Lightroom der Tonwert automatisch korrigiert, die Farben allgemein kräftiger dargestellt und der mittlere Kontrast erhöht. Danach wurde die Sättigung des Gelbtons erhöht. Deswegen wirkt die Blüte als scheine die Sonne durch die hindurch.

ISO

Bei der ISO Zahl bin ich flexibel. Normalerweise nehme ich ISO 100. Aber wenn die Umgebung etwas dunkler ist, gehe ich auch hoch bis ISO 1000. Bei einer noch höheren ISO Zahl wird das Rauschen dann doch stark. Zumindest in Umgebungen, bei denen höhere ISO Werte nötig sind. In dunklen Umgebungen ist das Rauschen stärker als in lichtstarten Umgebungen. Und es kommt darauf an, wie das Bild später präsentiert werden soll. Wird das Bild stark verkleinert, dann ist das Rauschen nicht so schlimm.

Verwende ich Stativ und Fernauslöser um eine statische Szene auszunehmen, dann gehe ich immer auf ISO 100. Die Gefahr des verwackelns ist dann gering. ISO 100 ist der kleinste einstellbare ISO Wert der E-P2.

Weissabgleich

In den meisten Fällen überlasse ich es nicht der Kamera, den richtigen Weissabgleich zu wählen. Ich habe den Weissabgleich starr eingestellt und bearbeite/korrigiere hinterher bei der Entwicklung. Für die beste Strategie habe ich aber noch nicht genug Erfahrung gesammelt.

Belichtungsreihen für HDR-Bilder (high dynamic range)

Die E-P2 erlaubt es Belichtungsreihen aufzunehmen, die unterschiedliche EV (Lichtwert) haben. Einstellbar ist zum Beispiel von -1 bis +1. Diese drei Einzelbilder können dann mittels Spezialsoftware in HDR-Bilder verrechnet werden. Statt 12 Bit pro Farbe stehen dann 16 Bit oder mehr Bit pro Farbe zur Verfügung (Belichtungsreihen für HDRIs werden immer verlustfrei gespeichert. Der JPEG Algorithmus würde sonst wichtige Details heraus rechnen. Genau dafür wurde er entwickelt.) Mittels dieser Technik lassen sich sehr kontrastreiche Bilder erstellen. Aktuelle Ausgabegeräte können HDR-Bilder nicht ausgeben, Deswegen müssen sie wieder auf LDR (low dynamic range) Niveau herunter gerechnet werden. Die Kunst ist es dabei nicht zu übertreiben… oder bewusst zu übertreiben.

[TRIEBWERK UND FAHRGESTELL] Bei dem Bild links wurde bewusst auf Übertreibung verzichtet. Dabei stellt sich natürlich die Frage: und was ist an dem Bild besonderes? Es ist der Blick ins innere des Treibwerkes. Auf dem normal belichteten Bild waren die Details schlecht zu erkennen. Grund: der Messpunkt für die Helligkeit lag nicht auf dem Treibwerksinneren. Deswegen wurde das Innere nur sehr dunkel abgebildet. Helligkeit die aber nicht vorhanden ist, kann auch nicht durch die Postproduktion aus den Bilddaten herausgeholt werden. Durch die Belichtungsreihe wurde es möglich die Details innerhalb des Treibwerkes klar heraus zu stellen.

[BRANDENBURGER TOR] Das Bild auf der rechten Seite ist aus der Grunge Reihe. Es wurde durch mit Hilfe einer Belichtungsreihe erstellt. Bei den Einstellungen in Photomatic wurde aber stark übertrieben. Kontraste, Luminanz und Sättigung wurden bis zum Anschlag hochgedreht. Das Ergebniss wirkt völlig unnatürlich, was für mich den Reiz der Reihe ausmacht. Aber es darf nicht übertrieben werden. Deswegen ist in der Reihe jetzt erst einmal Schluss.

Anmerkung: die Presets könnnen hier herunter geladen werden.

Belichtungsreihen und Dreck auf dem Sensor

Bei den HDR Belichtungsreihen muss die Technik absolut sauber sein. Insbesondere darf bei hellen Motiven kein Staub auf dem Sensor sein. Sonst sieht man diesen Staub sehr schnell und unschön auf dem entwickelten Bild. Ich habe einige Zeit gebraucht um dies zu realisieren. Deswegen sind einige Bilder, deren Motive ich ganz spannend finde, auch nicht ganz so ansehnlich. In der Picasa Galerie habe ich die Bilder getaggt. Bei dem folgenden Bild ist er Dreck besonders klar im linken oberen Viertel zu sehen:

["ALTES MUSEUM" IN BERLIN VON DER LIEBKNECHTSTRAßE AUS AUFGENOMMEN]
Altes Museum mit Staubbelastung auf dem Sensor

Das hinterhältige dabei ist die Ultraschallreinigung des Sensors. Die Kamera ein paarmal an- und ausgestellt und der Staub ist entweder nicht mehr da oder wo anders. Das gleiche Motiv etwas später am gleich Tag mit gleicher Technik erneut aufgenommen ist ohne Staubbelastung:

["ALTES MUSEUM" IN BERLIN VON DER LIEBKNECHTSTRAßE AUS AUFGENOMMEN]
Altes Museum ohne Staubbelastung zur Goldenen Stunde

Ich hatte Glück, dass das unbelastete Bild zur Goldenen Stunde entstand und deswegen ein spannenderes Farbenspiel hat. Trotzdem reinige ich den Sensor jetzt zwischendurch mit Druckluft oder einem Nylonpinsel. Dreck auf dem Sensor ist weniger dramatisch als es sich lieest.

Fazit

Das spielen mit der E-P2 macht unheimlich viel Spass. Ich habe noch eine Menge aus zu probieren. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen bei Bildern, die ich hier reinstelle, die Entstehungsgeschichte mit zu erzählen.

Nachtrag: Habe mit der Geschichte zu den Spreedreiecks Bildern damit angefangen.


In allen Bildern sind EXIF Daten hinterlegt. Eventuell müssen hierfür die Originale aus den unterschiedlichen Picasa Alben herunter geladen werden. Die meisten EXIFs enthalten auch den Aufnahmeort.

[FASSADE IN SCHWARZWEISS UM 2 UHR MORGENS. AUF DER RECHTEN SEITE IST EIN FENSTER ERLEUCHTET. DIE ANDEREN FENSTER DER FASSADE SIND DUNKEL]
Hinterhof bei Nacht - Mehr Berlin Bilder

 

[DREI LÜFTUNGSROHRE ÜBEREINANDER IN SCHWARZ-WEISS]
Lüftung am Katastrophenbrunnen im Britzer Garten - Mehr Berlin Bilder

 

Mit der HDRI Technik können auch sehr ansprechende schwarzweiss Bilder gemacht werden. Jordi Navarro hat ein paar über Prag gemacht und immer einen Farbtupfer zugelassen. Aber man darf sich das Album nicht in einem Durchgang antun. Dann wird es sehr anstrengend die Detailfülle zu verarbeiten. Am Ende sah ich nur noch Matsche.

Habe heute den GIMP Clone CinePaint auf dem Mac ausprobiert (Version 0.23 und 0.24 auf Mac OS X 10.6.4). CinePaint kann angeblich TIFF 16 und OpenEXR Dateien verarbeiten. Also Bilddateien mit mehr als 8 Bit Farbtiefe pro Kanal. GIMP kann aktuell nur mit besagten 8 Bit Rastergrafikformaten umgehen, wie ich schon einmal geschrieben habe.

Leider hat es nicht so richtig geklappt. Der Mauszeiger wurde durch ein intransparentes Kreuz ersetzt. Laden einer TIFF 16 Datei hat funktioniert. Ebenso konnte eine OpenEXR Datei geladen werden. Die einfache Palette der GIMP Werkzeuge konnte eingesetzt werden. Durch den fehlerhaften Mauscursor war ein effektives Arbeiten aber nicht ganz einfach. Bei den Filtern musste CinePaint dann in beiden Versionen kapitulieren. Die Dialoge für die Filter wurden hinter dem Fenster mit der Grafik geöffnet. Nach dem sichtbar machen - verschieben des Hauptfensters - reagierten die Dialoge nicht auf Eingaben. Hierdurch wird das Programm unbedienbar.

Ich werde CinePaint weiter beobachten.

Die Rede von Monty Cantsin auf der Freiheit statt Angst. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits hier. Das Knie, you know. Solche Strecken laufen, auf Asphalt, geht fast nur mit Schmerzmittel. Und darauf habe ich keinen Bock.

Aber Datenschutzgreenwashing finde ich sehr schön und passend auf den ganzen Google-Streetview-ist-böse-Scheiss.

[DER AUTOR DES ARTIKELS BEIM FOTOGRAFIEREN VON DAHLIENBLÜTEN]Wir haben ein neues Spielzeug. Eine Olympus E-P2 Kamera. Seit Mitte Mai. Die alte Sony DSC-P100 hat keinen Spass mehr gemacht. Die Auslöseverzögerung war zu stark und bei Blitzauslösung hat es immer mal wieder Geisterbilder gegeben.

Die E-P2 haben wir ausgewählt, weil sie nicht so groß und wuchtig ist, wie normale Spiegelreflexkameras. Dies erreicht das sogenannte Micro-FourThirds System durch das weglassen des Spiegels. Das Bild wird direkt auf den Bildschirm an der Gehäuserückseite gespielt. Für diejenigen, die lieber durch einen Sucher fotografieren – zu denen gehöre ich – gibt es einen hervorragenden elektronischen Sucher zum Aufstecken. Dieser Sucher war einer der Gründe für den Kauf der Kamera. Bei Suchern wird man beim Fotografieren nicht abgelenkt und kann sich voll auf das Bild konzentrieren. Ausserdem sind die Sucherbilder klar und deutlich zu erkennen, auch bei starken Sonnenlicht. Der Olympus Sucher ist eine Klasse für sich. Mit seinen eine Millionen Pixel lässt sich jedes Bild klar und deutlich darstellen. Seine Verzögerung ist minimal.

[PROPELLERFLUGZEUGE MIT BLAUEN UND ROTEN BAUTEILEN ALS CLOSE-UP]Die E-P2 hat eine Auflösung von ca. 4.000 x 3.000 Pixel. Bei angenommenen 320 dpi kann überschlägig von 100 Punkten pro Zentimeter ausgegangen werden. Es reicht als für Abzüge bis 40 x 30 cm. Wir haben einige 28 x 21 cm Abzüge gemacht - z.B. vom Bild links. Das Ergebniss der Abzüge ist grossartig. Im Vergleich zur Sony oder der Silberfotografie vergangener Tage, ein Quantensprung.

Einen Blitz hat die E-P2 nicht. Dies wurde in einigen Testberichten als Nachteil kritisiert. Ich sehe das nicht ganz so dramatisch. Die meisten eingebauten Kamerablitze sind höchstens für naheste Nahaufnahmen geeignet. Die E-P2 hat dafür einen weiten ISO Bereich. Von ISO 100 bis 6.400. Dabei ist das Rauschen bis ISO 800 in Ordnung und lässt sich leicht weg retuschieren. Bis ISO 1.200 geht es dann so. Alles darüber ist dann problematisch. In den meisten Fällen fotografieren wir mit ISO 100. In Innenräumen mal auch mit ISO 400. Alles darüber macht in Innenräumen keinen Sinn, denn der Autofocus ist langsam. Das war auch einer der grossen Kritikpunkte in den Testbesprechungen. Dies kann ich bestätigen. Zumindest mit dem mitgelieferten Kit Objektiv (14-42mm 1:3.5-5.6) ist der Autofocus bei entsprechenden Lichtverhältnissen dann nicht mehr benutzbar.

[DIORAMA BILD] Mit der Bedienung der Kamera kommen wir sehr gut zurecht. Sie hat ein fire-and-forget Programm. Die Kamera wählt Blende, Zeit, Schärfe, Farbtemperator, ISO Wert und den ganzen Rest. Auslösen und vergessen. Auf der 8 GB Karten können rund 600 RAW-Bilder abgelegt werden. Wir fotografieren nur im RAW Modus und wählen und entwickeln erst hinterher. Deswegen wird das Bild auch nicht auf dem Monitor angezeigt. All dies konnte nach kurzen durchlesen des Handbuches eingestellt werden. Die Menus hierzu sind logisch und strukturiert aufgebaut. Ich selbst fotografiere in den meisten Fällen mit Zeitautomatik. Selbstverständlich unterstützt die E-P2 auch Blendenautomatik, ganz ohne Automatik und einige Art-Programme (Diorama Bild rechts).

Mit der E-P2 fotografieren macht wieder Spass. Die Kamera ist nicht ideal für alle Situationen. Für uns war der Kompromiss – wie bei jeder Kamera – aber eine gute Entscheidung. Die Kamera ist nicht gegen Staub und Spritzwasser geschützt und für Sportaufnahmen nur bedingt geeignet. Vielleicht Schach. Wir würden die Wahl trotzdem immer wieder so treffen.

Jetzt fehlt nur noch ein ordentliches Tele :-)

 

[3 GRÜNE, FLIEGENDE LUFTBALLONS VOR DER SPITZE DES BAHNTOWERS IN BERLIN AM POTSDAMER PLATZ]
Potsdamer Platz - Mehr Berlin Bilder

 

Geschichte der Bilder
Die Bilder sind nach der Freiheit statt Angst Demonstration in diesem Jahr entstanden. Karsten und ich haben uns nach knapp der Hälfte der Demonstrationsstrecke abgesetzt, weil wir dehydriert ware. Ausserdem spielte mein Knie nicht mehr mit. Am S-Bahnhof Friedrichstraße haben wir uns jeweils eine Cola gekauft und uns auf den Platz zwischen dem nördlichem Ausgang des Bahnhofes und dem Tränenpalast gesetzt. Wir haben uns gewundert, wo die Massen an Touristen herkommen. Dabei sahen wir mit unseren Kameras selbst wie Touristen aus.

[ORIGINALBILD DES AUSGANGS DES S-BAHNHOFS FRIEDRICHSTRAßE AM SPREEDREIECK]Das Bild ist Teil einer EV Belichtungsreihe. Ich habe die Belichtungsreihe ohne Stativ aus der Hand geschossen. Das entstandene Bild ist langweilig. Keine Spannung. Kein erkennbarer Goldener Schnitt, ödes Farbenspiel, welches durch das Gegenlicht nicht viel besser wird. Der Haarschopf unten wirkt deplaziert.

In der Entwicklung habe ich die Bildreihe dann in Photomatik zu einem HDR Bild zusammen gesetzt. Beim Tonemapping im Details Enhancer wurden dann mein Grunge Preset für das Brandenburger Tor angewendet (download). Dabei werden Kontrast, Sättigung, Helligkeit und Mikrokontrast bis zum Anschlag hoch gesetzt. Beim Smoothing wird im Light Mode allerdings High statt Mid verwendet.

[TONEMAPPED BILD DES AUSGANGS DES S-BAHNHOFS FRIEDRICHSTRAßE AM SPREEDREIECK] Im nächsten Schritt wurde dann das entstandene Bild in schwarzweiss umgewandelt. Das Bild wurde derart beschnitten, dass nun so etwas ähnliches wie ein goldener Schnitt vorhanden ist. Das Vordach des Eingangs wurde als Trenner der Szene eingesetzt. Die Menschen sind mit ihren Köpfen in etwa auf ⅓ der Bildhöhe. Gleiches gilt für die Glasfront im oberen Drittel, welche auf der linken Seite etwa in ⅓ der Bildhöhe beginnt. Ebenso ist die Uhr jetzt in der Nähe zweier Drittelgrenzen. Der Haarschopf ist ins untere rechte Drittel gewandert und ist nun ein tragendes Element des Bildes. Nach dem Beschnitt wurde das Rauschen noch leicht geglättet. Dann war ich zufrieden.

Störend ist im oberen Bereich die Weitwinkelverzerrung (14mm, entsprechend 28mm Kleinbild bei ISO 200, ƒ5,6 und 1/320 Sekunden Belichtung). Ich habe versucht ein ähnliches Bild entstehen zu lassen, nachdem ich das Bild entzerrt habe. Das Ergebnis war wenig befriedigend, nur schwarzweisse Matsche. Keinerlei Licht- und Schattenspiel mehr. Langweilig wie das Originalmotiv.

Interessierte können die drei Originalbilder gezipt im ORF (wieso?) herunter laden (46 MB).


[ORIGINALBILD DES BÜROGEBÄUDES AM SPREEDREIECK] Das Bild ist an der selben Stelle wie das Bild des S-Bahnhofs aufgenommen worden. Ich habe mich lediglich um 90° nach Links gedreht. Bei dem Bild wurde lediglich eine Tonwertkorrektur angewendet, das Motiv etwas gekräftigt und der Kontrast erhöht.

Die Farbe wirkten dann trotzdem nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das silbrige Aluminium und das Blau in den Fenstern harmonierten nicht. Ich habe die Farben mit einem Schwarzweiss-Filter (SW Aussehen 2) heraus genommen. Das Bild wurde etwas gedreht, damit der rechte Rand senkrecht mit der Bildkannte abschliesst. Damit der Abschluss zustande kommt, wurde das Bild beschnitten. Fertig.

Im Gegensatz zum ersten Bild, dauerte die Entwicklung unter einer viertel Stunde. Beim ersten Bild hat die Entwicklung über zwei Stunden gedauert. Insbesondere die Versuche die mit den entzerrten Bildern frassen sehr viel Zeit.

Heute vor 37 Jahren putschte sich in Chile das Militär an die Macht. Freundlich unterstützt von der international agierenden Terrororganisation CIA. Unter Diktator Augusto Pinochet wurden mehr als 3.000 Chilenen umgebracht. Unter den Ermordeten ist auch auch der rechtmässig gewählte chilenische Präsidenten Salvador Allende.

Bewerber meinen manchmal, dass sie ihre Bewerbung als Schnitzeljagd aufbauen können. Ich hatte in den letzten Tagen eine solche. Der Bewerber hat ein kurzes Anschreiben geschickt. In der Mail dann Zugangsdaten (Login, Passwort) und ein URL zu einer Webseite, von der ich mir seine Dokumente herunter laden kann. Ist schon mal grenzwertig, da er damit tracken kann, wie wir arbeiten. Aber es gibt auch Einblicke in den Bewerber:

  • er ist verspielt
  • er hat Zeit. Wieso?

Ich habe mir die Dokumente und Arbeitsproben angeschaut. Bei den Arbeitsproben hätte er besser darauf verzichtet, sie online zu stellen.

Ganz lustig wurde es dann aber bei den Dokumenten. Lebenlauf war vorhanden, kurz knapp, ausreichend. Projektliste war in Ordnung. Zeugnisse…? Im Dokument stand nur, dass aus Sicherheitsgründen keine Zeugnisse online sind. Er, der Bewerber, bringe sie dann zum Bewerbungsgespräch mit.

Nice try. Und Tschüß.

Brandenburger Tor
Altes Museum
Bundesrat

Mehr Berlin Bilder - Mehr Grunge

 

Am Sonntag war wir im Britzer Garten. Beim Dahlienfeuer. Es ist schon erstaunlich, was es für unterschiedliche Blüten bei den Züchtungen gibt. Wir haben ein paar Bilder gemacht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Wenn ihr hier (oder auf ein Bild) klickt startet eine Slideshow. Alle Bilder gibt es in unserem Picasa Album Dahlienfeuer im Britzer Garten.

Blütenbilder aus den Gärten der Welt in Marzahn.

Die GWT-MATH Artefakte befinden sich im Maven-Repository unter com/google/code/gwt-math. Die groupId in der POM Datei ist allerdings com.googlecode.

Wie geht denn das?

[SCHRIFTZUG "ALEXANDERPLATZ IN SCHWARZWEISSEN NEO-FARBEN. DAS "T" LEUCHTET NICHT]
Alexanderplatz - Mehr Berlin Bilder

 

Wir sind auf Rügen gewesen. Genauer in Glowe. Eine Woche verregneter Sommerurlaub. Im August. Trotzdem konnten wir zwischendurch an den Strand. Wenn das Wetter Strand nicht zuliess sind wir auf der Insel herum gefahren, haben uns von Milliarden Mücken stechen lassen oder sind zum Hafen und zum Königshörn gelaufen.

Bei den Fahrten habe ich ein paar Bilder gemacht. Eine Auswahl hier. Mehr dort. Und knapp 90% im digitalen Nirvana. Viel Spass dabei.

 

Im Grunde bin ich mit Java als Sprache und als Plattform ganz zufrieden. Hier und da kann es Verbesserungen geben. Beispielsweise in der Abschottung von Subsystemen. Dies hätte ich gerne in Form eines Modulsystems und nicht als OSGi-System aufgepfropft. Bei Generics hätte einiges besser laufen können. Mit Java 7 wird jetzt immerhin der Diamond-Operator eingeführt. Autoboxing ist leider vollkommen verunglückt.

Womit ich inzwischen nicht mehr zufrieden bin ist das Schlüsselwort final und seine Semantik. Mit final wird eine Klasse oder Methode vor überschreiben geschützt. Ein Feld wird vor erneuter Zuweisung geschützt. Das Feld ist dementsprechend mehr eine Konstante als eine Variable. Langjährige Erfahrung hat allerdings gezeigt: überschreiben oder neu zuweisen wird überbewertet. Vererbt wird selten wirklich sinnvoll und echte Variablen gibt es auch eher selten.

Inzwischen halte ich es für eine bessere Idee statt final ein var zu verwenden. Also Verbung und neu zuweisen nicht explizit zu verbieten, sondern explizit zu erlauben. Code würde dadurch robuster werden. Einige sich immer wieder einschleichender Fehler würden beseitigt. Überkomplexe Vererbungshierarchien mehr durchdacht, bevor sie in Code gegossen werden. Einige der neuen Sprachen, die auf der JVM aufsetzten, implementieren var. Leider nicht die Hauptsprache Java. Schade, dass der Zug dafür abgefahren ist.

Gelernt: Stellenbörsen im Internetz mögen keine Omnibusanzeigen. Das sind Anzeigen, bei denen in einer Schaltung mehr als eine unterschiedliche Stelle besetzt werden soll. Also beispielsweise Softwareentwickler und Softwaretester. Der freundliche Vertriebsmitarbeiter vom Ungeheuer erklärte mir das mit Indizierung für das Suchsystem und irgend einen anderen Blödsinn. Ich habe ihn reden lassen. Was hätte es auch gebracht ihn darauf hinzuweisen, dass es doch nur um Kohle geht.

Wir wissen nicht ob Claudius ermordet wurde. Wir wissen aber, dass er verkauft wurde. Heute. Zumindest ein Gipsabdruck.

Lose, unausgereifte Gedanken.

Geräte werden immer kleiner und wir tragen immer mehr elektronische Gadgets mit uns herum. Das Telefon mit Touchoberfläche, MP3-Player und ein Netbook. Zu Hause ein Notebook oder ein Tablet der IPad-Klasse. Eventuell eine Kamera. Zwischen allen wollen Daten hin- und her kopiert werden. Das ist immer noch ziemlich kompliziert.

Eine Idee über die wir uns als Techniker einmal Gedanken darüber machen sollen ist, ein geräteübergreifendes Cut'n'Paste und Drag'n'Drop zu implementieren. Das kann über unterschiedliche Austauschmechanismen geschehen. Sei es ein zentraler Server unterstützt das kopieren zwischen den Gadgets oder es geschieht über Nahbereichsfunktechniken wie zum Beispiel Bluetooth/WLAN bzw. Kabel gebunden (z.B. USB). Ein nicht unwichtiges Feature dabei ist, dass die Ausrichtung der Geräte zueinander bekannt ist. Nur so lässt sich ein intuitives System für den Benutzer schaffen. So kann beispielsweise durch einfaches wegwischen mit dem Finger auf einer Touch­ober­fläche in Richtung des Empfänger­gerätes der Transfer initialisieren. Wird beispielsweise eine Datei rechts aus den Bildschirm herausgewischt und das Empfängergerät ist ebenfalls rechts vom Sender, so muss die kopierte Datei links auf dem Empfänger­gerät herein fliegen. Würde das Symbol der Datei rechts herein fliegen würde dies unglaubwürdig sein. Entsprechend darf kein Gerät die zu kopierende Datei in Empfang nehmen, wenn in die Richtung keine Gerät vorhanden ist. Diese Ortbestimmung ist sicherlich einer der kniffeligsten Punkte.

Alternativ kann ich mir auch eine einfache erste Lösung vorstellen. Das Empfängergerät wird ähnlich dem Mac OS Dock am Rand des Sendergerätes eingeblendet. Dies muss natürlich auch in laufenden Applikationen möglich sein. Auf diese Einblendung wird dann das zu zu kopierende Artefakt verschoben. Es erscheint dann auf dem Empfängergerät. Eventuell kann hier noch ein Menu geöffnet werden, um eine Empfangsapplikation heraus zu bestimmen.

Wichtig ist, dass die Protokolle plattformübergreifend sind. Geräte und Plattformen diversifizieren immer weiter. Implementiert ein Plattformhersteller eine solche Umgebung nur für seine Plattform, dann wird eine solche Insellösung Kunden nur wenig überzeugen. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass der Wunsch des plattformübergreifens wirklich gleich umgesetzt wird.

Die nicht fachlichen Ergebnisse der heutigen Besprechung:

  • In der oft gesehenen Datumsformatbeschreibung YYY/MM/DD ist steganografisch You made my day hinterlegt.
  • Zeitzonen gehören abgeschafft, da sie nur Ärger machen. Weltweit relevant ist die aktuelle Zeit am Brandenburger Tor.