Gabi und Sascha
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Im Grunde bin ich mit Java als Sprache und als Plattform ganz zufrieden. Hier und da kann es Verbesserungen geben. Beispielsweise in der Abschottung von Subsystemen. Dies hätte ich gerne in Form eines Modulsystems und nicht als OSGi-System aufgepfropft. Bei Generics hätte einiges besser laufen können. Mit Java 7 wird jetzt immerhin der Diamond-Operator eingeführt. Autoboxing ist leider vollkommen verunglückt.

Womit ich inzwischen nicht mehr zufrieden bin ist das Schlüsselwort final und seine Semantik. Mit final wird eine Klasse oder Methode vor überschreiben geschützt. Ein Feld wird vor erneuter Zuweisung geschützt. Das Feld ist dementsprechend mehr eine Konstante als eine Variable. Langjährige Erfahrung hat allerdings gezeigt: überschreiben oder neu zuweisen wird überbewertet. Vererbt wird selten wirklich sinnvoll und echte Variablen gibt es auch eher selten.

Inzwischen halte ich es für eine bessere Idee statt final ein var zu verwenden. Also Verbung und neu zuweisen nicht explizit zu verbieten, sondern explizit zu erlauben. Code würde dadurch robuster werden. Einige sich immer wieder einschleichender Fehler würden beseitigt. Überkomplexe Vererbungshierarchien mehr durchdacht, bevor sie in Code gegossen werden. Einige der neuen Sprachen, die auf der JVM aufsetzten, implementieren var. Leider nicht die Hauptsprache Java. Schade, dass der Zug dafür abgefahren ist.

Gelernt: Stellenbörsen im Internetz mögen keine Omnibusanzeigen. Das sind Anzeigen, bei denen in einer Schaltung mehr als eine unterschiedliche Stelle besetzt werden soll. Also beispielsweise Softwareentwickler und Softwaretester. Der freundliche Vertriebsmitarbeiter vom Ungeheuer erklärte mir das mit Indizierung für das Suchsystem und irgend einen anderen Blödsinn. Ich habe ihn reden lassen. Was hätte es auch gebracht ihn darauf hinzuweisen, dass es doch nur um Kohle geht.

Wir wissen nicht ob Claudius ermordet wurde. Wir wissen aber, dass er verkauft wurde. Heute. Zumindest ein Gipsabdruck.