Gabi und Sascha
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Geschichte der Bilder
Die Bilder sind nach der Freiheit statt Angst Demonstration in diesem Jahr entstanden. Karsten und ich haben uns nach knapp der Hälfte der Demonstrationsstrecke abgesetzt, weil wir dehydriert ware. Ausserdem spielte mein Knie nicht mehr mit. Am S-Bahnhof Friedrichstraße haben wir uns jeweils eine Cola gekauft und uns auf den Platz zwischen dem nördlichem Ausgang des Bahnhofes und dem Tränenpalast gesetzt. Wir haben uns gewundert, wo die Massen an Touristen herkommen. Dabei sahen wir mit unseren Kameras selbst wie Touristen aus.

[ORIGINALBILD DES AUSGANGS DES S-BAHNHOFS FRIEDRICHSTRAßE AM SPREEDREIECK]Das Bild ist Teil einer EV Belichtungsreihe. Ich habe die Belichtungsreihe ohne Stativ aus der Hand geschossen. Das entstandene Bild ist langweilig. Keine Spannung. Kein erkennbarer Goldener Schnitt, ödes Farbenspiel, welches durch das Gegenlicht nicht viel besser wird. Der Haarschopf unten wirkt deplaziert.

In der Entwicklung habe ich die Bildreihe dann in Photomatik zu einem HDR Bild zusammen gesetzt. Beim Tonemapping im Details Enhancer wurden dann mein Grunge Preset für das Brandenburger Tor angewendet (download). Dabei werden Kontrast, Sättigung, Helligkeit und Mikrokontrast bis zum Anschlag hoch gesetzt. Beim Smoothing wird im Light Mode allerdings High statt Mid verwendet.

[TONEMAPPED BILD DES AUSGANGS DES S-BAHNHOFS FRIEDRICHSTRAßE AM SPREEDREIECK] Im nächsten Schritt wurde dann das entstandene Bild in schwarzweiss umgewandelt. Das Bild wurde derart beschnitten, dass nun so etwas ähnliches wie ein goldener Schnitt vorhanden ist. Das Vordach des Eingangs wurde als Trenner der Szene eingesetzt. Die Menschen sind mit ihren Köpfen in etwa auf ⅓ der Bildhöhe. Gleiches gilt für die Glasfront im oberen Drittel, welche auf der linken Seite etwa in ⅓ der Bildhöhe beginnt. Ebenso ist die Uhr jetzt in der Nähe zweier Drittelgrenzen. Der Haarschopf ist ins untere rechte Drittel gewandert und ist nun ein tragendes Element des Bildes. Nach dem Beschnitt wurde das Rauschen noch leicht geglättet. Dann war ich zufrieden.

Störend ist im oberen Bereich die Weitwinkelverzerrung (14mm, entsprechend 28mm Kleinbild bei ISO 200, ƒ5,6 und 1/320 Sekunden Belichtung). Ich habe versucht ein ähnliches Bild entstehen zu lassen, nachdem ich das Bild entzerrt habe. Das Ergebnis war wenig befriedigend, nur schwarzweisse Matsche. Keinerlei Licht- und Schattenspiel mehr. Langweilig wie das Originalmotiv.

Interessierte können die drei Originalbilder gezipt im ORF (wieso?) herunter laden (46 MB).


[ORIGINALBILD DES BÜROGEBÄUDES AM SPREEDREIECK] Das Bild ist an der selben Stelle wie das Bild des S-Bahnhofs aufgenommen worden. Ich habe mich lediglich um 90° nach Links gedreht. Bei dem Bild wurde lediglich eine Tonwertkorrektur angewendet, das Motiv etwas gekräftigt und der Kontrast erhöht.

Die Farbe wirkten dann trotzdem nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das silbrige Aluminium und das Blau in den Fenstern harmonierten nicht. Ich habe die Farben mit einem Schwarzweiss-Filter (SW Aussehen 2) heraus genommen. Das Bild wurde etwas gedreht, damit der rechte Rand senkrecht mit der Bildkannte abschliesst. Damit der Abschluss zustande kommt, wurde das Bild beschnitten. Fertig.

Im Gegensatz zum ersten Bild, dauerte die Entwicklung unter einer viertel Stunde. Beim ersten Bild hat die Entwicklung über zwei Stunden gedauert. Insbesondere die Versuche die mit den entzerrten Bildern frassen sehr viel Zeit.