Gabi und Sascha
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[DER AUTOR DES ARTIKELS BEIM FOTOGRAFIEREN VON DAHLIENBLÜTEN]Wir haben ein neues Spielzeug. Eine Olympus E-P2 Kamera. Seit Mitte Mai. Die alte Sony DSC-P100 hat keinen Spass mehr gemacht. Die Auslöseverzögerung war zu stark und bei Blitzauslösung hat es immer mal wieder Geisterbilder gegeben.

Die E-P2 haben wir ausgewählt, weil sie nicht so groß und wuchtig ist, wie normale Spiegelreflexkameras. Dies erreicht das sogenannte Micro-FourThirds System durch das weglassen des Spiegels. Das Bild wird direkt auf den Bildschirm an der Gehäuserückseite gespielt. Für diejenigen, die lieber durch einen Sucher fotografieren – zu denen gehöre ich – gibt es einen hervorragenden elektronischen Sucher zum Aufstecken. Dieser Sucher war einer der Gründe für den Kauf der Kamera. Bei Suchern wird man beim Fotografieren nicht abgelenkt und kann sich voll auf das Bild konzentrieren. Ausserdem sind die Sucherbilder klar und deutlich zu erkennen, auch bei starken Sonnenlicht. Der Olympus Sucher ist eine Klasse für sich. Mit seinen eine Millionen Pixel lässt sich jedes Bild klar und deutlich darstellen. Seine Verzögerung ist minimal.

[PROPELLERFLUGZEUGE MIT BLAUEN UND ROTEN BAUTEILEN ALS CLOSE-UP]Die E-P2 hat eine Auflösung von ca. 4.000 x 3.000 Pixel. Bei angenommenen 320 dpi kann überschlägig von 100 Punkten pro Zentimeter ausgegangen werden. Es reicht als für Abzüge bis 40 x 30 cm. Wir haben einige 28 x 21 cm Abzüge gemacht - z.B. vom Bild links. Das Ergebniss der Abzüge ist grossartig. Im Vergleich zur Sony oder der Silberfotografie vergangener Tage, ein Quantensprung.

Einen Blitz hat die E-P2 nicht. Dies wurde in einigen Testberichten als Nachteil kritisiert. Ich sehe das nicht ganz so dramatisch. Die meisten eingebauten Kamerablitze sind höchstens für naheste Nahaufnahmen geeignet. Die E-P2 hat dafür einen weiten ISO Bereich. Von ISO 100 bis 6.400. Dabei ist das Rauschen bis ISO 800 in Ordnung und lässt sich leicht weg retuschieren. Bis ISO 1.200 geht es dann so. Alles darüber ist dann problematisch. In den meisten Fällen fotografieren wir mit ISO 100. In Innenräumen mal auch mit ISO 400. Alles darüber macht in Innenräumen keinen Sinn, denn der Autofocus ist langsam. Das war auch einer der grossen Kritikpunkte in den Testbesprechungen. Dies kann ich bestätigen. Zumindest mit dem mitgelieferten Kit Objektiv (14-42mm 1:3.5-5.6) ist der Autofocus bei entsprechenden Lichtverhältnissen dann nicht mehr benutzbar.

[DIORAMA BILD] Mit der Bedienung der Kamera kommen wir sehr gut zurecht. Sie hat ein fire-and-forget Programm. Die Kamera wählt Blende, Zeit, Schärfe, Farbtemperator, ISO Wert und den ganzen Rest. Auslösen und vergessen. Auf der 8 GB Karten können rund 600 RAW-Bilder abgelegt werden. Wir fotografieren nur im RAW Modus und wählen und entwickeln erst hinterher. Deswegen wird das Bild auch nicht auf dem Monitor angezeigt. All dies konnte nach kurzen durchlesen des Handbuches eingestellt werden. Die Menus hierzu sind logisch und strukturiert aufgebaut. Ich selbst fotografiere in den meisten Fällen mit Zeitautomatik. Selbstverständlich unterstützt die E-P2 auch Blendenautomatik, ganz ohne Automatik und einige Art-Programme (Diorama Bild rechts).

Mit der E-P2 fotografieren macht wieder Spass. Die Kamera ist nicht ideal für alle Situationen. Für uns war der Kompromiss – wie bei jeder Kamera – aber eine gute Entscheidung. Die Kamera ist nicht gegen Staub und Spritzwasser geschützt und für Sportaufnahmen nur bedingt geeignet. Vielleicht Schach. Wir würden die Wahl trotzdem immer wieder so treffen.

Jetzt fehlt nur noch ein ordentliches Tele :-)

 

[3 GRÜNE, FLIEGENDE LUFTBALLONS VOR DER SPITZE DES BAHNTOWERS IN BERLIN AM POTSDAMER PLATZ]
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